Cantus Blankenese: Missa St. Crucis

Cantus Blankenese bei der wöchentlichen Probe

Zu Beginn der Passionszeit gibt Cantus Blankenese ein Konzert, in dessen Mittelpunkt die Messe St. Crucis op. 151 von Josef Rheinberger (1839-1901) steht. Ihren Beiname erhielt die Messe vermutlich, da Rheinberger selbst sie in der Karwoche 1883 erstmals zur Aufführung brachte.

Zu Lebzeiten war Josef Rheinberger, dessen musikalisches Talent sich ungewöhnlich früh zeigte, ein gefragter und gefeierter Komponist und Pädagoge. Mit zwölf Jahren wurde er Student am Münchner Konservatorium (Orgel und Kompositionslehre) und mit 19 Jahren selbst Dozent für Klavier (später auch für Orgel und Komposition). Die Bedeutung seines Wirkens als Professor für Komposition am Münchner Konservatorium (ab 1867) lässt sich, neben einer Vielzahl an Auszeichnungen und Ehrungen, an seinen Schülern ermessen, neben Engelbert Humperdinck waren das u.a. auch Ermanno Wolf-Ferrari und Wilhelm Furtwängler.

Nach seinem Tod blieb zwar sein kirchenmusikalisches Schaffen, besonders Kompositionen für Orgel, in Erinnerung, der Großteil seiner weltlichen Werke geriet jedoch in Vergessenheit.

Umrahmt wird die Messe von Werken für Flöte und Orgel. Wir freuen uns, dass wir die Berliner Flötistin Christiane Stier wieder für eine Zusammenarbeit gewinnen konnten. Sie wird von Maria Jürgensen an der Orgel begleitet.

Anja Saphir-Janssen

Ort: Kirche

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