Wie viel Wahrheit braucht der Mensch?

Vortrag von und Gespräch mit Prof. Dr. Hermann Häring, Stiftung Weltethos, Tübingen

Die Reformationszeit und unsere heutige Epoche zeigen frappante Parallelen: Gesellschaftliche Umbrüche schüren existenzielle Ängste, politische Macht wird neu gestaltet. Mit Hilfe neuer Kommunikationsmedien konnte Luther seine Kritik am Papsttum in Windeseile unters Volk bringen. Heute kursieren Fakten ebenso wie frei erfundene Nachrichten nebeneinander im Netz. Je komplexer die Welt wird, umso näher rückt die Gefahr der Lüge, weil sie sich kaum mehr in rationalen Verfahren widerlegen lässt. Was ist eigentlich Wahrheit? Wo beginnt die Lüge? Haben wir die Wahrheit oder hat die Lüge uns? Wie bleiben wir der Lüge auf der Spur? Und wer ist überhaupt Träger der Wahrheit – nicht auch "das Volk"? Müssen wir, die Kirchen, nicht den Menschen zur Erkundung ihrer Nöte aufs Maul,
zugleich aber den Herrschenden auf die Finger schauen? Wie schaffen wir ein neues Wertebewusstsein, fördern Neugierde und Bildung, stärken die zivile Gesellschaft? Womit lässt sich der Kampf gegen die Lüge und für die Wahrheit gewinnen?

Diese Fragen stehen im Mitteelpunkt des Vortrags von Prof. Dr. Hermann Häring, der sich seit vielen Jahren für das Projekt Weltethos und den Dialog zwischen den Religionen engagiert.

In Kooperation mit der Initiative Weltethos e.V. und der Evangelischen Akademie der Nordkirche im Rahmen der Ev. Akademiewoche in der Nordkirche: Dem Volk aufs Maul geschaut?
www.akademie-nordkirche.de | www.initiative-weltethos.de

Ort: Gemeindehaus

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