Evangelische Schule gewinnt Deutschen Schulpreis für Inklusionskonzept

24.05.2018

EKD: Das Evangelische Schulzentrum Martinschule in Greifswald ist für sein Inklusionskonzept mit dem mit 100.000 Euro dotierten Deutschen Schulpreis ausgezeichnet worden. Die Jury würdigte den unbedingten Willen des Kollegiums, das „Anderssein“ der Kinder und Jugendlichen zu akzeptieren und wertzuschätzen. Fast die Hälfte der 550 Schüler hat sonderpädagogischen Förderbedarf. Der Preis der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung wurde in Berlin übergeben. (weiterlesen)



Die evangelische Kirche und das Geld

22.05.2018

EKD: Oft steht die Kirchensteuer in der Kritik. Ein aktuelles Faltblatt der EKD gibt Rechenschaft über die Verwendung der ihr anvertrauten Einnahmen aus der Kirchensteuer. Auch über weitere Einkünfte und die Anlage des Geldes in ethisch-nachhaltige Geldanlagen gibt das übersichtliche Faltblatt Auskunft. Es kann kostenlos unter presse@ekd.de bestellt werden. (weiterlesen)

Kirchen laden zur Interkulturellen Woche ein

21.05.2018

In einem Gemeinsamen Wort der Kirchen laden der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland, Metropolit Augoustinos, zur 43. Interkulturellen Woche ein. Sie findet vom 23. bis 29. September statt und steht unter dem Motto "Vielfalt verbindet". Geplant sind mehr als 5.000 Veranstaltungen an mehr als 500 Orten im gesamten Bundesgebiet. (Info: EKD - weiterlesen)

Richtfest für neues Kirchenkreiszentrum

21.05.2018

 

Niendorf. Am Montag, 28. Mai 2018, um 15 Uhr feiert der Kirchenkreis zusammen mit Baubeteiligten, Nachbarschaft und Gästen aus Kirche und Politik das Richtfest für das neue Kirchenkreiszentrum in Niendorf, Ecke Max-Zelck-Straße/Friedrich-Ebert-Straße. Mit einem Richtfest wird vor allem den Handwerkern und Handwerkerinnen und allen am Bau Beteiligten gedankt. Es wird gefeiert, dass der Rohbau steht und der Dachstuhl errichtet ist – so es einen gibt.
aus: Kirchenkreis-Newsletter Mai 2018

Barbara Hoffmann-Fliedner

Die Theodor-Fliedner-Werke sind eine große Einrichtung in der Geschichte der Diakonie in Deutschland und auch Sie, liebe Frau Hoffmann-Fliedner haben Ihr Ohr den Menschen gewidmet und für Ihr Lebenswerk von mehr als 40 Jahren Telefonseelsorge das Bundesverdienstkreuz erhalten. Wie begann Ihr Lebensweg ?

1926 bin ich in Leipzig geboren und mein Vater starb ein Jahr darauf. Meine Mutter heiratete später Pastor Fliedner und ich wuchs auf in der Atmosphäre eines dörflichen Pfarrhauses. Die Wirren des Krieges und der Nachkriegszeit haben mich geprägt. Ich sang und spielte in Orchestern und entging damit dem BDM, ich arbeitete in einer Munitionsfabrik, zog von Ort zu Orten  und wurde geschützt von den Engeln Gottes. Ein Berufsbild konnte ich in diesen Wirren nicht ausbilden, aber ich habe mehr als alles andere gelernt, mit Menschen umzugehen und begann eine Ausbildung als Gemeindehelferin. Nachdem mein Verlobter starb, fand ich meine Familie in den Menschen. So führte mich der Weg in die Telefonseelsorge und zu Fortbildungen in Lebens- und Eheberatung.

In Blankenese arbeiteten Sie im Kirchenbüro.

Ja, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Mein Zweitberuf war Eheberatung auf Honorarbasis. Ursprünglich kam ich nach Blankenese als Gemeindehelferin. Das war in einer Zeit, in der das Spielen von Jazz mit Jugendlichen als unerwünschte „Negermusik“ und auch mein Umgang mit den Angestellten hiesiger Haushalte als unpassend galt. Damit kam ich nicht zurecht. Mein Menschenbild ist ein anderes.

Welches ?

Gott schuf den Menschen sich zum Bilde. Das ist meine Grundlage und deshalb schließe ich keine Menschen aus. Ich wende mich allen zu und habe ich meiner Freudschen Ausbildung gelernt danach zu fragen, wie der vor mir stehende mit seinem Leben umgehen kann und nicht wie ich mit dem Leben umgehen würde.

Und wie empfinden Sie heute diese Gemeinde ?

Beide Pastoren finde ich sehr gut in ihrer Vielseitigkeit. Sie haben sehr viele Menschen in das Gemeindeleben eingebunden und die Gemeinde scheint mir sehr lebendig gemacht worden zu sein durch diese Pastoren.

Was halten Sie von dem Engagement der GemeindeAkademie?

Politische und gesellschaftliche Fragen beleuchte ich durch den Aspekt der Kirche. Somit fühle ich mich in einer evangelischen Akademie zu Hause. Ich könnte nicht in eine Partei eintreten, sondern bemühe mich in der Betrachtung, wie ich als Christ in dieser Welt leben kann.

Wodurch unterscheiden sich für Sie christliche Menschen?

Man kann es nicht beschreiben, wodurch die Christen sich von anderen unterscheiden. Ich finde es schön zu sehen, wie freundlich und zugewandt die Menschen untereinander sind, weil sie einen gemeinsamen christlichen Hintergrund haben. Ich fühle mich in einer Gemeinschaft, die nicht nur für sich da ist, sondern z.B. durch Fürbitten auch Verantwortung für die Welt übernimmt.

Wir leben mehr und mehr auch in der Gemeinschaft mit anderen Religionen, wie ist Ihr Umgang damit ?

Der Islam breitet sich in beängstigender Weise aus und wir können nur im Dialog und in der Koexistenz miteinander in der Welt Gutes tun. Jeder hat das Recht auf seine Tradition und der Dialog muss viel mehr praktiziert werden. Dies auch im Kleinen, damit die Vorurteile – gerade auf christlicher Seite – abgebaut werden. Hier, in der Gemeinde, kann die Aufklärung gar nicht zu viel betrieben werden und ich glaube, dass das Interesse da ist.

Und Ihr Leben mit der Bibel ?

Ich bin dankbar für eine solide Ausbildung, was die Bibel betrifft. Im Moment ist mir das Alte Testament wichtiger als das Neue. Hier begegnet mir Gott und zeigt mir an den Juden, wie er mit Menschen umgeht. Dieses Volk ist nie untergegangen und steht als Beispiel für alle Menschen. Die Bildersprache des AT ist unglaublich ausdrucksstark und meine Seminare mit Rabbinern haben mich darin gelehrt, freier mit diesen Bildern umgehen zu können. Das AT zeigt mir die ständige Präsens Gottes. Glauben heißt auch wissen und wir müssen sehr viel mehr für unser Wissen tun. Wir müssen alte Legenden auflösen, um endlich zu begreifen, was dahinter steht.

 

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