Neues Projekt: Wohnraumanpassung im Hamburger Westen und Wedel

29.06.2018

Immer mehr Menschen möchten so lange wie möglich selbstbestimmt und selbständig in ihrer vertrauten Wohnung leben. Damit dies gelingt, braucht es in manchen Lebenssituationen, etwa im Alter oder bei Krankheit, eine Anpassung des Wohnraums. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die dazu beitragen, Sicherheit und Mobilitätzu erhöhen und das Umfeld den veränderten Bedürfnissen anzupassen. Schon kleine Veränderungen machen so eine eigenständige Lebensführung möglich.

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Flüchtlingsschutz in Europa stärken

20.06.2018

EKD News: Präses Manfred Rekowski, der Leitende Geistliche der Evangelischen Kirche im Rheinland, hat Folgen der europäischen Abschottungspolitik kritisiert. „Allen politischen Verantwortlichen muss klar sein, was es heißt, das Asylrecht anzutasten und den Flüchtlingsschutz kleinzumachen: Menschen werden an Grenzen abgewiesen, von Land zu Land weitergeschickt, oder sie kommen in Seenot um“, sagte Rekowski, der Vorsitzender der Kammer für Migration und Integration der EKD ist. Und weiter: Eine Politik der ausgelagerten Verantwortung sei nicht hinnehmbar. „Unsere eigene Würde, ja, unsere Humanität droht daran zugrunde zu gehen.“  (weiter)

Lucia von Treuenfels jetzt im Vertretungspfarramt

20.06.2018

 

Iserbrook. Am Sonntag, 19. August 2018 um 10.30 Uhr wird Lucia von Treuenfels im Rahmen eines Gottesdienst von Propst Bräsen in das Vertretungspfarramt eingeführt. Sie war fast 25 Jahre an der Christuskirche Schulau und fünf Jahre an der Immanuelkirche Wedel tätig.

Pastorin Astrid Fiehland van der Vegt verläßt Nienstedten

20.06.2018

 

Nienstedten. Pastorin Fiehland van der Vegt (59) verlässt nach über 21 Jahren die Kirchengemeinde Nienstedten. Sie übernimmt zum 1. September eine EKD-Stelle in der Schweiz. „Ich freue mich sehr, für die letzten Berufsjahre noch einmal in die Auslandsarbeit zurückzukehren.“ Bis 1995 war Astrid Fiehland EKD-Pfarrerin in Jerusalem. In Davos wird sie zusammen mit einer jungen Schweizer Kollegin die reformierte Gemeinde St. Theodul betreuen. Gleichzeitig wird sie Seelsorgerin an der Hochgebirgsklinik. Der Abschiedsgottesdienst findet am Sonntag, 26. August um 10 Uhr in der Nienstedtener Kirche statt. (Newsletter des Kirchenkreises)

Helge Burggrabe

Die frühen Jahre Ihrer Kindheit verbrachten Sie in Birma. Seit 1996 haben Sie in Hamburg Block flöte und Komposition studiert und leben nun seit zwei Jahren mit Ihrer Frau, Almut Jöde, und den Kindern Hannah und Elias hier in Blankenese. Seit dieser Zeit dürfen wir Sie mit Ihrer Musik und dem Ausdruck Ihres Glaubens in der Kirche erleben. Am 21. November wird hier Ihr Oratorium „Jehoschua“ aufgeführt. Es ist genannt „ein Oratorium der Menschwerdung“. Was ist Menschwerdung für Sie?

Diesen Untertitel hat der Theologe Kurt Dantzer, der das Libretto schrieb, ausgewählt. Menschwerdung klingt natürlich sehr „groß“. Ein konkretes Bild dafür ist: Ich befinde mich als Mensch auf einem Weg, auf dem ich mich immer wieder von neuem fragen muss, wie und wohin ich meinen nächsten Schritt setze. Dieses Ringen um den eigenen, stimmigen Weg begleitet uns unser ganzes Leben. Menschwerdung ist in diesem Sinne nichts Abgehobenes. Franziskanisch und zugleich sehr musikalisch gesagt geht es um den Wunsch: „Gott, mache mich zu einem Instrument Deines Friedens“.

Und was möchten Sie in Ihren Kompositionen ausdrücken?

Mit meinen Kompositionen möchte ich im weitesten Sinne Geschichten erzählen. Äußerlich greifbare Geschichten ebenso wie innere Begegnungs- und Wandlungsgeschichten. Dabei wird mir immer wichtiger, die Grenze und Durchdringung von Musik und Spiritualität auszuloten. Musik kann im idealen Falle dann so etwas sein wie Kristallisationspunkt, Materialisierung im Hörbaren. Da dies nur bis zu einem gewissen Grade „machbar“ ist, bin ich jedes Mal glücklich, wenn „es geschieht“: Wenn die Musik tatsächlich neue Fenster öffnet und dabei den Menschen im Ganzen anspricht – mit Körper, Geist und Seele.

Sie nennen Ihre Musik eine “Musik für die Stille, den Raum und den Körper”. Wie geht das – Musik und Stille?

Ich würde Stille übersetzen mit „So Sein“. Im Menschen ist für mich die Stille der innerste Raum, wo das Wissen um meine tiefste Zugehörigkeit beheimatet ist. Wir sind „aus dem Paradies gefallen“ und haben nun die Sehnsucht, in diesen innersten Frieden zurückzukehren. Diesen ersehnten Zustand verbinde ich mit Stille. Dabei geht es nicht um die Abwesenheit von Geräuschen. Beispielsweise können wir in der Natur „Stille“ empfinden, obwohl die Vögel zwitschern und die Blätter im Wind rauschen. Wenn man Stille so definiert, dann schließt sie die Musik mit ein. Ich habe sogar den Ein druck, die Musik wird in der Stille geboren und verdichtet sie. Auch im Christentum gibt es wunderbare Traditionen, die Kraft der Stille zu entdecken. Als jemand, der sich gewissermaßen von außen dem Christentum angenähert hat, erstaunt es mich, wie viele Christen das Bedürfnis haben, aus ihrer Tradition auszubrechen. Ich möchte dann immer rufen: „Halt, ihr habt doch so viel Gutes“.

Mag das daran liegen, dass das Christentum eine Wortreligion geworden ist?

Vielleicht ist für manche Menschen die starke Betonung auf das Wort ein Grund. In jedem Fall wundere auch ich mich, wenn man als Christ bei einer reinen Wortgläubigkeit stehen bleibt, wo doch offensichtlich ist, dass Sprache an sich immer nur eine Annäherung an das Unbeschreibbare sein kann. Wir brauchen das Wort als Ausdrucksform, aber ohne Rückbindung an das letztlich Unsagbare, geben wir ihm einen zu großen Stellenwert. Es geht wie so oft um das rechte Maß.

Sie bieten regelmäßig mit sehr großem Erfolg Seminar-Reisen in die Kathedrale von Chartres an. Können wir auch in unserer Kirche einen besonderen Ort in Ihrem Sinne entdecken?

Natürlich, letzten Endes kann und soll „Chartres“ überall sein: Was dort so eindrucksvoll ist, können wir ebenso auch hier in Blankenese er leben: die beruhigende, klärende und ordnende Kraft des Kirchenraumes. Was in der Architektur an Proportionen gebaut wurde, hat unmittelbaren Einfluss auf uns, da unser Körper in seinem Aufbau und Organismus ebenfalls vielfältige einander entsprechende Maße aufweist. Auf diese Weise kann Resonanz entstehen zwischen mir und dem Kirchenbau. Die Kirche ist im Sinne der (neo-) gotischen Baumeister Stein gewordener Sphärenklang, geronnene Musik. Außerdem sind sie für mich der Versuch, Gegensätze in eine Balance zu bringen: Himmel und Erde, Licht und Dunkelheit etc. Auch ein Kirchenbau selbst entsteht nur, wenn Visionskraft und Umsetzungswille zusammen kommen: So steht die Kirche seit ihrer Erbauung dafür, dass Geist und irdisches Alltagsleben sich verbinden und befruchten. Beide Extreme sind wenig förderlich, sowohl das nicht geerdete Geistige wie auch der heute weit verbreitete orientierungslose Aktionismus. Die Kirche ist ein wesentlicher, klärender Ort und ich kann jedem ans Herz legen, immer wieder mal hineinzugehen, vielleicht eine Kerze anzuzünden und für eine Weile in Stille zu sitzen. Das Bedeutendste in einer Kirche ist jedoch der Kultus, das Abendmahl, das Erlebnis der Wandlung.

Sie möchten mit den Menschen auf kirchliche Feste neu zugehen, mit diesen Worten wurde im letzten Jahr eine Veranstaltungsreihe nach der Atempause am Mittwoch mit Ihnen angeboten, die in diesem Jahr fortgesetzt wird.

Ich möchte die Feste nicht neu erfinden, sondern stelle mir einfach die Frage: Was ist vielleicht der Kern, die Botschaft, der Ursprung eines christlichen Festes wie Weihnachten und wie kann ich dazu einen eigenen, lebendigen Zugang bekommen. Mit Weihnachten verbinde ich beispielsweise das bewusste Zugehen auf das eine Licht, auf Jesu Geburt und die Frage nach Geburt und Wandlung in mir. Diese innere Beschäftigung empfinde ich für mich in der Adventszeit als stimmiger und beglückender, als bei der Rastlosigkeit und dem immer noch zunehmenden Beleuchtungswettkampf in den Wohn gebieten teilzunehmen. Auch dieses Jahr möchte ich dazu einladen, in der Blankeneser Kirche mit Gesang, Ritualen und Austausch diese wichtige Zeit im Jahr für sich anders zu gestalten.

Wir haben Bilder der Aufführung von Jehoschua im Bremer Dom gesehen und freuen uns sehr auf die Aufführung in unserer Kirche am 21. November 2009.

Stefanie Hempel

 

Helge Burggrabe
1973 bei Stuttgart geboren; 2001 Diplomabschluss an der Hamburger Musik hochschule. Rege europaweite Konzerttätigkeit als Flötist, mehr als 400 Konzerte; Leitung von Seminaren, Gestaltung über 35 musikalisch-spirituellen Reisen zur Kathedrale von Chartres. CD-Produktionen, Rund funk- und Fernsehaufnahmen. Komposition von Oratorien, aufgeführt in der Kathedrale von Chartres, im Kölner und Bremer Dom).
www.burggrabe.de

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