Kirchen laden zur Interkulturellen Woche ein

21.05.2018

In einem Gemeinsamen Wort der Kirchen laden der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland, Metropolit Augoustinos, zur 43. Interkulturellen Woche ein. Sie findet vom 23. bis 29. September statt und steht unter dem Motto "Vielfalt verbindet". Geplant sind mehr als 5.000 Veranstaltungen an mehr als 500 Orten im gesamten Bundesgebiet. (Info: EKD - weiterlesen)

Richtfest für neues Kirchenkreiszentrum

21.05.2018

 

Niendorf. Am Montag, 28. Mai 2018, um 15 Uhr feiert der Kirchenkreis zusammen mit Baubeteiligten, Nachbarschaft und Gästen aus Kirche und Politik das Richtfest für das neue Kirchenkreiszentrum in Niendorf, Ecke Max-Zelck-Straße/Friedrich-Ebert-Straße. Mit einem Richtfest wird vor allem den Handwerkern und Handwerkerinnen und allen am Bau Beteiligten gedankt. Es wird gefeiert, dass der Rohbau steht und der Dachstuhl errichtet ist – so es einen gibt.
aus: Kirchenkreis-Newsletter Mai 2018

Synoden im September und November

21.05.2018

Othmarschen. Zeit und Ort der kommenden Kirchenkreissynoden stehen fest. Der Ort für beide Synoden ist die Christuskirche Othmarschen, Roosensweg 28.
- Auf der Synode am Mittwoch, 12. September 2018 um 17.30 Uhr geht es unter anderem um die Wahl der Landessynode der Nordkirche, die Wahl des Beirats des Klimabüros und die Wahl des Geschäftsführenden Ausschusses Ökumene.
- Die Tagung am Samstag, 24. November 2018 um 9.30 Uhr ist eine Haushaltssynode.
aus: Newsletter Kirchenkreis Mai 2018

Wer fährt mit nach Taizé?

21.05.2018

Auch in diesem Jahr fahren wir zu Beginn der Sommerferien mit einer Gruppe von Jugendlichen ab 15 Jahren nach Taizé in Frankreich. Es werden etwa 3000 junge Menschen aus aller Welt dort sein, zwischen 15 und 27 Jahren. Taizé ist eine Art Kloster, nur mit Zeltplatz und einer Riesenkirche, in der man auf dem Boden sitzt. In den Gottesdiensten wird überwiegend gesungen.

weiter...

Newsletter abonnieren

Jochen Engel

Als wir neu in die Gemeinschaft des Treppenviertels zogen, war es die herzliche Begrüßung „unseres Postboten“, die uns Heimat versprach. Dir scheinen Menschen viel zu bedeuten.

Ja, das Anonyme mag ich nicht, ich brauche den Kontakt zu Menschen. Ich gehe gerne auf sie zu, auch als Kind schon. Ich ging dann einfach in die Nachbarschaft und fragte, ob ich etwas helfen kann.

Ist das ein Sinn Deines Lebens?

Ich bin eben so. Du hast doch nie erlebt, dass ich schlechte Laune habe. Andere Menschen können doch nichts dafür, wenn es mir mal schlecht geht. Warum soll ich sie dann dafür strafen? Ich sage also fröhlich „Guten Morgen“. Ich komme auch positiv nach der Arbeit nach Hause, auch wenn der Tag oft so anstrengend ist. Meine Einstellung zum Leben ist eben positiv, ich kenne keine negativen Gefühle. Das, was man erreicht, hat man sich doch selber so eingerichtet, und wenn ich schon mit schlechter Laune irgendwo hingehen würde, dann erreiche ich auch nichts Gutes.

Du bis seit 43 Jahren im Treppenviertel, hat es sich hier sehr verändert?

Nun, der „alte Schlag“ ist weg. Es war auch schön, aber heute genieße ich die vielen Kinder dort, wo es früher weniger lebendig war. Viele liebe Menschen sind hier sehr alt geworden, weil sie anstrengende Wege zum Einkaufen hatten. Das hielt sie fit.

Hat sich die Atmosphäre verändert?

Das liegt doch auch an einem selbst. Ich gehe auf die Menschen zu und sage „Moin, ihr seid die Neuen hier“. Damit komme ich viel weiter als mit ständigem Überlegen.

Hast Du auch Trauriges erlebt in all diesen Jahren?

Vieles geht mir schon sehr nahe. Wenn die Leute von heute auf morgen nicht mehr da sind oder wenn sie dahinsiechen. Es ist ja alles für mich wie eine Familie, das Treppenviertel ist für mich ein Familienzusammenhang. Ich habe kein Problem damit, wenn „Oma“ ankommt und mir noch mal Briefe oder Geld mitgibt, es ist Vertrauenssache. Ich habe doch auch so viele Schlüssel zu Häusern.

Wird die Welt anonymer?

Da, wo ich wohne, stellen sich Neuzugezogene nicht einmal mehr vor. Hier ist es noch nicht so, jedenfalls nicht, wenn man auf die Menschen einfach zugeht. Außerdem ist ein Postbote ja auch „Mädchen für alles“: Psychologe, Psychiater, Seelentröster. Es sind Menschen, zu denen alte Leute sprechen können, wenn sie Probleme haben, obwohl ich mit denen ja eigentlich gar nichts zu tun habe. Aber sie möchten sich einmal etwas von der Seele reden. Das geht nur, wenn sie Vertrauen zu mir haben können, und das muss man sich erarbeiten, es geht nicht von selber.

Du hilfst so vielen, helfen wir Menschen hier Dir auch?

In dem direkten Sinne nicht, aber ich bin nicht böse drum. Das, was ich gebe, ergibt ein „Dankeschön“ oder ein Lächeln oder einen kleinen Klönschnack. Das reicht mir – finde ich.

Aber Du hast es doch sicher auch mal schwer im Leben?

Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Ein Chef von mir sagte einmal: „Deine gute Laune ist pervers“. Aber es ist nunmal so. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass ich offen und ehrlich durch das Leben gehe. Zumindest versuche ich es. Meine Frau ist manchmal gesundheitlich eingeschränkt, aber ich habe sie bei mir, wenn ich nach Hause komme. Bei anderen hat sich das erledigt, die haben ihre Frau nicht mehr und sind alleine.

Glaubst Du an eine Kraft des Guten in Deinem Leben?

Das beste Beispiel ist meine Frau. Wir sind irgendwie seelenverwandt. Aber so glauben im kirchlichen Sinne kann ich nicht. Ich kann nicht glauben, dass die Welt in sieben Tagen geschaffen wurde.

Und was machst Du nach dem 30. Juni 2018, wenn Dein Dienst aufhört?

Ich werde den Kontakt zu Euch behalten, vielleicht einmal durch Vertretungen. Ich lass’ das auf mich zukommen und mache erst einmal wieder Urlaub mit meiner Süßen im Alten Land. Wir sind dann an der Este.

Was wünschst Du Dir für diese Welt?

Dass wir alle miteinander gut umgehen und uns respektieren, so, wie wir sind. Und nicht immer nur an uns selber denken. Es gibt natürlich solche schrägen Typen, die vorne und hinten „schludern“, die werden wir nicht ändern können. Das sieht man aber schon daran, wie sie einen angucken: Sie sehen vorbei. Manche grinsen Dich an und lügen trotzdem.

Was war schön in 43 Jahren Treppenviertel?

Hier zu arbeiten und die Jahreszeiten zu erleben. Ich mag auch die Touristen, die nicht immer nur ans Wasser wollen, sondern wachen Blickes durch den Ort gehen. Man muss den Blick für die Welt behalten. Ich liebe es dort, wo Kinder und Unordnung sind, da ist es herrlich. Oder die Tiere: Da rennen Hasen rum und Meerschweinchen. Mit den Hunden komme ich auch prima klar, ihre Köpfe hängen immer in meiner Tasche. Nur Frieda und Bruno, die mögen niemanden.

Zu Weihnachten ist die Posttasche noch voller. Welche Gedanken hast Du?

Ich denke an manche Kinder. Sie haben keine Wünsche mehr, bekommen alles. Was würden sie sein, ohne das Geld der Eltern? Wenn man alles kaufen kann und keine Überraschungsgeschenke mehr da sind, dann ist auch keine Freude mehr da. In dieser Zeit denken die Menschen so kommerziell und wir sollten doch daran denken, was wir anders machen können.

Liebster Postbote Jochen Engel! Frohe Weihnacht und ein gesegnetes, gesundes 2018. Wir mögen einfach nicht an den 30. Juni denken. Vielleicht kommst Du ja mal in die Kirche zu uns. Nur so...

Stefanie Hempel

Zurück