<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	 xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/">

<channel>
	<title>Allgemein Archive - blankenese.de</title>
	<atom:link href="https://blankenese.de/category/allgemein/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://blankenese.de/category/allgemein/</link>
	<description>Aktuelles aus Blankenese</description>
	<lastBuildDate>Thu, 14 May 2026 14:48:12 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://blankenese.de/wp-content/uploads/2025/02/cropped-Logo_blankenese-32x32.png</url>
	<title>Allgemein Archive - blankenese.de</title>
	<link>https://blankenese.de/category/allgemein/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Ein Gespräch mit meinem Friseur, oder warum ich berufsbegleitend Medizinethik studiere</title>
		<link>https://blankenese.de/ein-gespraech-mit-meinem-friseur-oder-warum-ich-berufsbegleitend-medizinethik-studiere/</link>
					<comments>https://blankenese.de/ein-gespraech-mit-meinem-friseur-oder-warum-ich-berufsbegleitend-medizinethik-studiere/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 May 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Freitagsgedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blankenese.de/?p=50164</guid>

					<description><![CDATA[FreitagsGedanken]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<p>Ich habe das 50 zigste Lebensjahr gut überschritten und überlegte, ob alles so wie es war, gut war, oder ob ich nicht nochmal etwas anderes machen sollte. <br>Da brachte mich ein Gespräch mit meinem Friseur weiter. </p>



<p>Er hatte mir von der Möglichkeit, an der Universität Hamburg als Gasthörerin- es heißt dann Kontaktstudium- eingeschrieben zu sein, erzählt. Er hatte sich zwei Geschichtsvorlesungen angehört. <br>Ich habe mir dann im letzten Herbst das Vorlesungsverzeichnis der Universität Hamburg angesehen und mich für „main topics on political philosophy“ eingeschrieben. Das Philosophieren hat mir viel Spaß gemacht, so dass ich über Möglichkeiten, in diese Richtung mich weiter zu orientieren, nachgedacht habe. <br>Ich bin Ärztin. In meinem Beruf bewegen mich inzwischen mehr allgemeine Fragen als die rein fachlichen Fragen.  <br>So beschäftigen mich mehr die drängenden Fragen im Umgang mit einer alternden und in dieser Phase zunehmend pflegebedürftig werdenden Gesellschaft, der Fachkräftemangel oder auch die in der Corona Pandemie getroffenen Entscheidungen, wem was zugemutet wird, die Fragen am nahenden Lebensende oder der Menschenwürde bei einer Demenzerkrankung.</p>



<p></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:18% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="731" height="1024" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/woman-7192724_1280-731x1024.webp" alt="" class="wp-image-50165 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Nach einem Vortrag von Frau Alena Buyx lag es dann auf der Hand: <br><br>Medizinethik würde diese Themen alle miteinander verbinden.</p>



<p>Es gibt in Mainz die Möglichkeit, berufsbegleitend Medizinethik zu studieren. Dafür habe ich mich nun eingeschrieben. <br>So gehe ich mit viel Freude mit Mitte 50 nochmal an die Uni und hoffe auf gute Antworten auf ein paar wichtige Themen unserer Zeit. </p>



<p>Es ist, denke ich, sehr hilfreich, offen die Möglichkeiten des Lebens zu prüfen <br>&#8211; auch mit &#8222;Beratung&#8220; beim Frisör.<br>Dazu ist es nie zu spät!</p>
</div></div>



<p><em>Verfasserin persönlich bekannt</em><br></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://blankenese.de/ein-gespraech-mit-meinem-friseur-oder-warum-ich-berufsbegleitend-medizinethik-studiere/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<media:thumbnail url="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/Friseur.jpg" /><media:content url="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/Friseur.jpg" medium="image" />	</item>
		<item>
		<title>Lore Feldberg-Eber, Künstlerin</title>
		<link>https://blankenese.de/lore-feldberg-eber-kuenstlerin/</link>
					<comments>https://blankenese.de/lore-feldberg-eber-kuenstlerin/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2026 09:16:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blankenese.de/?p=50067</guid>

					<description><![CDATA[Selbstbildnis, Öl]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>1895 bis 1966</p>



<p class="has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color wp-elements-25197cc4490bc5503ac790d7c1545e48"><strong>Text von Maike und Ronald Holst – in ihrem Buch „Blankeneser Frauen“ – erschienen 2013</strong></p>



<p>Bei einer Vielzahl von Künstlerinnen ihrer Zeit bedeutete die Heirat das Ende ihrer künstlerischen Laufbahn. Nicht so bei Lore Feldberg, die 1921 den Hamburger Exportkaufmann Moritz Eber heiratete. Einmal wohl, weil Eber selbst ein kunstsinniger Mensch war, der die Arbeiten seiner Frau zu schätzen wusste, der gern las und Violine spielte. Dann aber auch, weil Lore schon vor ihrer Eheschließung in der Hamburger Kunstszene und darüber hinaus große Anerkennung mit ihren Landschaften, Stillleben und Portraits gefunden hatte.</p>



<p class="has-medium-font-size">Kinder waren kein Hinderungsgrund</p>



<p>Selbst als sich beim Ehepaar Eber zwischen 1921 und 1928 drei Töchter einstellten (Dora Helene, Anna Sophie und Antonia), ließ Lore nicht von der Malerei ab. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="669" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/BF.Kaffeegarten.jpg" alt="" class="wp-image-50081"/><figcaption class="wp-element-caption">Feldberg-Eber; Kaffeegarten an der Elbe</figcaption></figure>



<p>Im Gegenteil: Ihr Mann Moritz förderte und unterstützte sie in allen künstlerischen Anliegen, ließ vom Hamburger Avantgarde-Architekten Karl Schneider auf der Rückseite des parkartigen Grundstücks Schenefelder Landstraße, in der Mörickestraße ein Atelierhaus (Haus Eber) bauen. Architekt Schneider hatte vorher schon die alte Bauernkate an der Schenefelder Landstraße 5 zum Wohnhaus für die Familie umgebaut. Ein Gemüse- und ein Blumengarten rundeten das Anwesen ab. Schließlich war man wohlsituiert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:34% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="740" height="1024" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/BF.Feldberg.1936-740x1024.jpg" alt="" class="wp-image-50077 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Lore lebte und arbeitete von morgens bis abends im&nbsp; Atelierhaus. Denn sie wollte bei ihrer Arbeit nicht gestört werden. <br>Derweil wurden ihre Kinder und der Haushalt vom Personal versorgt, das reichlich vorhanden war. <br>Beispielsweise gab es Gärtner Koeppen, der mit seiner Familie im Parterre des Atelierhauses wohnte, außerdem die Köchin Anna Hirsch, eine Erzieherin für die Kinder usw.</p>



<p>Ebers gehörten zu den säkularisierten Juden, die&nbsp; zwar jüdische Feiertage einhielten, ihren jüdischen Glauben aber nicht mehr praktizierten.</p>



<p>Moritz Eber betrieb im Thaliahof&nbsp; der Mönckebergstraße die Firma A. Eber &amp; Sohn, die sich mit dem Handel von Rohgummi und Afrikaartikeln beschäftigte.</p>



<p>Zu Anfang ihrer Ehe hatten Ebers „Am Bismarckstein 2“ gewohnt, waren danach in die „Allee 5“ nach Altona gezogen. Doch Lore wollte unbedingt zurück ins ländliche Blankenese oder Dockenhuden, wo ihr Mann 1927 das Grundstück Schenefelder Landstraße erwarb, direkt neben der vier Jahre später erbauten katholischen Kirche Maria Grün. (Heute steht dort das Gemeindehaus).</p>
</div></div>



<p></p>



<p class="has-medium-font-size">Durch und durch Hanseatin</p>



<p>Lore Feldberg wurde 1895 in Hamburg geboren. Ihr aus Stettin stammender Vater Daniel Feldberg ließ das Hanse-Haus in der Mönckebergstraße als Bekleidungskaufhaus errichten, während er mit seiner Familie aufs Land zum Lütjensee zog, wo Lore aufwuchs und erste Erfahrungen im Zeichnen sammelte. Zum Erstaunen ihrer Familie (sie hatte noch zwei jüngere Brüder) zog sie sich schon als Backfisch gern in ein abgelegenes Häuschen zurück, um konzentriert arbeiten zu können.</p>



<p>1914 begann sie ihre künstlerische Ausbildung in der privaten Kunstschule von Gerda Koppel bei Friedrich Ahlers-Hestermann, Franz Nölken und dem in Blankenese lebenden Paul Kayser.&nbsp; Während der beiden letzten Kriegsjahre des Weltkrieges setzte sie ihr Studium in München an der Schule für „Freie und angewandte Kunst“ fort. Danach trieb es sie 1920 nach Berlin, wo sie Privatunterricht bei Dora Hitz nahm.</p>



<p>1922, also nach ihrer Heirat, kehrte sie endgültig nach Hamburg zurück, um als freischaffende Künstlerin zu arbeiten. Schon im Gründungsjahr 1919 war die Malerin der „Hamburgischen Sezession“&nbsp; beigetreten. Die erfolgreiche Künstlervereinigung war von ihrem Lehrer Ahlers-Hestermann mit ins Leben gerufenen. Ende der 1920er Jahre wurde sie außerdem Mitglied in der von Ida Dehmel gegründeten GEDOK (Gemeinschaft Deutscher und Österreichischer Künstlerinnen).</p>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Das Atelierhaus&nbsp; Eber wurde bald zum kulturellen Treffpunkt von Künstlerkollegen und -freunden. Hier gab der Pianist Richard Goldschmidt beeindruckende Konzerte. Zu abendlicher Stunde erschienen Friedrich Ahlers-Hestermann,&nbsp; Paul Kayser, Alma del Banco, Willem Grimm, Gretchen Wohlwill, Gabriele Schweizer, Kurt Löwengard, Erich Hartmann und Ivo Hauptmann zum gemeinsamen Aktzeichnen &#8211; bei einem aus Rotwein und Butterbroten bestehenden Imbiss. <br>Die Treffen setzten sich &#8211; gegen alle Verbote &#8211; auch nach der Machtübernahme von 1933 fort.</p>



<p class="has-medium-font-size">Anerkannt als bedeutende Künsterlin</p>



<p><strong>Lore Feldberg-Eber</strong> (* <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/4._Mai">4. Mai</a> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/1895">1895</a> in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburg">Hamburg</a>; † <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/27._September">27. September</a> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/1966">1966</a> in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/London">London</a>) zählte vor dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Weltkrieg">Zweiten Weltkrieg</a> zu den bedeutendsten Malerinnen Hamburgs.<br> unternahm 1930 eine Studienreise nach Ungarn, wo ihre Zigeunerbilder entstanden. 1935 reiste sie an die Adria nach Italien, ein Jahr später nach Jugoslawien. Sie wählte die beiden letztgenannten Ziele nicht etwa nur aus künstlerischen Erwägungen, sondern reiste notgedrungen dorthin. Denn deutsche Ferienorte strebten an, „judenfrei“ zu sein. Dorthin konnte ihre Familie wie auch sie also nicht mehr fahren. Die Arbeiten der inspirierenden Auslands-Aufenthalte wurden in Einzelausstellungen gezeigt, so 1932 im Kunstsalon von Maria Kunde und 1938 im Jüdischen Kulturbund, Hamburg. </p>



<p></p>



<p><em>Foto: Lore Feldberg-Eber, links vor ihrem Atelierhaus</em></p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="808" height="1024" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/BF.Atelierhaus.Feldberg-808x1024.jpg" alt="" class="wp-image-50076 size-full"/></figure></div>



<p></p>



<p>„Sie ist den wenigen Malerinnen zuzurechnen, die es mit der Kunst männlich ernst nehmen. Ihr Talent, das zeitweise dem von Dora Hitz nahestand, ist mit kluger Kenntnis der eigenen Kräfte durch die Lehre der neueren französischen Malerei gegangen. Das Resultat kann manchen Maler beschämen (…) Diese Frauenkunst ist das Gegenteil vom Amateurhaftem.“ schrieb Karl Scheffler 1925/26 in „Kunst und Künstler“.</p>



<p>Das Hamburger „8-Uhr-Abendblatt“ meinte am 22. Januar 1927 zu ihren Bildern: „Sie kommt von allen Damen dem Friedrichschen Ideal wirklicher Malerei am nächsten.“</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="548" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/BF.Wohnhaus.Feldberg-1024x548.jpg" alt="" class="wp-image-50083"/><figcaption class="wp-element-caption">Wohnhaus, Schenefelder Landstraße 5</figcaption></figure>



<p><br>Abermals in „Kunst und Künstler“ hieß es 1930: „ &#8230; Dieses ist einmal Frauenkunst von der guten Art. Die Begabung ist klug: in ihrer Selbstbeschränkung, in dem, was sie von den besten Meistern lernt und in ihrem frischen, unverdorbenen Verhältnis zur Natur. Lore Feldberg-Eber kann malen, sie hat Handwerk, ihr Pinselstrich lebt, ihr Auge sieht entscheidende Richtigkeiten, ihre künstlerische Arbeit ist von Grund auf redlich, sie versteht ihre innere Welt zu realisieren – gleich gut in Landschaften, Stillleben und Bildnissen &#8230; “</p>



<p class="has-medium-font-size">Ich will mit dir leben, nicht sterben</p>



<p>Nach der Machtübernahme durfte Lore wegen ihrer jüdischen Abstammung nicht mehr ausstellen. Unverkaufte und nicht gezeigte Bilder stapelten sich in ihrem Atelier. Den Kindern war es nicht mehr erlaubt, öffentliche Blankeneser Schulen zu besuchen, sie durften noch nicht einmal mehr am Elbe-Strand spielen.</p>



<p>Ihre allseits beliebten Silvesterfeste setzten Ebers zwar weiter fort. Doch kamen in den Jahren nach 1933 immer weniger „arische“, dafür immer mehr jüdische Gäste. Viele Emigranten nutzten das großzügige Eber-Anwesen zu einer letzten Anlaufadresse, bevor sie über den Hamburger Hafen emigrierten. Ebers erteilten den vielen Flüchtenden Ratschläge, boten ihnen bis zur Abfahrt eine Bleibe.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="574" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/BF.Feldberg.Park_-1024x574.jpg" alt="" class="wp-image-50080" style="aspect-ratio:1.7839934667211106;width:607px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Park ihres Hauses</figcaption></figure>



<p>Schon lange vorher waren die Restriktionen und Belästigungen durch die Nazis immer beklemmender geworden. Die Immobilien der Familie, wie die Firma Eber und das Haus „Hanse“ in der Mönckebergstraße, waren längst „arisiert“, will sagen enteignet, die Familie nach und nach des gesamten Besitzes beraubt<br>Lore litt deshalb zunehmend unter Ängsten, während ihr Mann&nbsp; von der immer stärkeren Verfolgung fast unbeeindruckt blieb. Im Gegensatz zu seiner Frau dachte er überhaupt nicht ans Auswandern,&nbsp; mochte sich nicht von seinem herrlichen Anwesen in Dockenhuden trennen. Er ging spazieren, spielte Geige und las, während sich seine Frau erst spät, heimlich aber sehr intensiv um Ausreisevisa für die Familie bemühte.</p>



<p>Eines Abends wurde Moritz von einem Freund vor anrückenden SA-Leuten gewarnt, die ihn wohl verhaften oder drangsalieren wollten. Eber schwang sich geistesgegenwärtig aufs Rad und fuhr durch den Garten am Atelierhaus vorbei durch die Mörickestraße zu Freunden nach Rissen.&nbsp;<br>Lores&nbsp; Kommentar nach dem aufregenden Abend mit den pöbelnden SA-Männern: „Moritz, ich will mit dir leben, nicht mit dir sterben!“ Dieser Satz wurde später zum immer wieder zitierten Familienspruch.</p>



<p>In diesem Zusammenhang ergibt sich die Frage, was Lore Feldberg-Eber für ein Mensch war.&nbsp;<br>Sie war klug und kritisch. Aber auch sanft und tolerant, großzügig, liebenswürdig und unkonventionell. Sie liebte Reisen, mochte gute Gesellschaften, Antiquitäten und Porzellan, gutes Essen und stilvolle Kleidung. Sie war humorvoll, las gern Kunstbücher und Biographien. Eines aber war ihr immer besonders wichtig: ihre künstlerische Unabhängigkeit.</p>



<p class="has-medium-font-size">Flucht</p>



<p>Am 31.12.38 &#8211; kurz nach den reichsweiten November-Progromen &#8211; gelang Lore Feldberg-Eber die Flucht mit zwei Töchtern, obwohl sie persönlich nicht hätte ausreisen dürfen. Doch sie hatte einen rettenden Einfall, indem sie ein „Begleitbesuchsvisum“ für nur wenige Tage beantragte, um angeblich beide Töchter zu ihrem Bruder Dr. Wilhelm Feldberg nach London zu bringen. Er lebte schon seit 1933 in der britischen Hauptstadt und hatte seine Nichten auf einer Schule in Cambridge angemeldet. Tatsächlich wurde Lores Visum genehmigt.</p>



<p>Drei Wochen später gelang es&nbsp; ihrem Mann, bei einer vorgetäuschten „Geschäftsreise“ nach Dänemark zu fliehen, um von dort nach England zu reisen. Ähnlich abenteuerlich war der Weg der dritten Tochter, die auf eigene Faust aus ihrem Schweizer Internat zu Eltern und Geschwistern nach Großbritannien gelangte. Außer winzigen Koffern hatte kein Mitglied der Familie die Möglichkeit gehabt, Persönliches mitzunehmen.</p>



<p class="has-medium-font-size">Emigrantenlos</p>



<p>Zurück blieben auch 365 von Lores Arbeiten, darunter 100 Gemälde. Diese wurden von den Nazis aufgelistet, als die Ebers im August 1940 offiziell ausgebürgert wurden. „Zwei Jahre später wurde das Atelier der Malerin behördlich ausgeräumt und die Bilder, Zeichnungen, Mappen, usw. in schonungsloser Weise verladen“ gab Nachbar und Malerfreund Johannes Ridder nach dem Krieg zu Protokoll. Er machte den Gestapo-Schergen Vorhaltungen wegen des Kunstwertes der Gegenstände, die sie brutal auf die Ladefläche eines LKWs warfen. Daraufhin bekam er patzig zur Antwort: „Das ist ja doch alles nur Feuerholz“.</p>



<p>Die Polizei bemächtigte sich der wertvollen Möbel des Haushalts, der vielen Kunstgegenstände und der Bibliothek und ließ alles veräußern. Hinzu kam die bedeutende Graphik-Sammlung der Malerin mit 80 Lithographien von Honoré Daumier, zwei Mappen von Käthe Kollwitz und Radierungen von Max Liebermann.&nbsp;</p>



<p>Köchin Anna Hirsch und Gärtner Koeppen waren die Dockenhudener Häuser „anvertraut“, was wohl im Klartext hieß, sie waren ihnen „scheinverkauft“ worden.&nbsp; Koeppen soll „prosemitisch“ gewesen sein oder einfach nur menschlich. Er hatte schon früher junge Juden vor ihrer Auswanderung nach Palästina in Ebers Gärtnerei unterrichtet.</p>



<p>Zumindest das Atelierhaus stand bis Kriegsende leer. Wahrscheinlich weil dessen Dach inzwischen undicht&nbsp; geworden war. Gleich nach der Kapitulation wurde es trotzdem von Malern wie Volker Detlev Heidorn als Atelierhaus genutzt.</p>



<p class="has-medium-font-size">Arm, aber glücklich</p>



<p>Während ihr Mann als deutscher Staatsbürger auf der Isle of Man interniert war, zogen Lore Feldberg-Eber und ihre Töchter nach ihrer Flucht zunächst&nbsp; nach Cambridge, wo sie fürs Erste in einem Gasthaus wohnten, danach in einem winzigen Appartement über einem Zigarettenladen. Sie lebten ohne jedes geregelte Einkommen. Trotzdem liebten die Kinder diese Zeit, in der sie endlich ganz eng mit ihrer Mutter zusammen sein durften, nachdem sie in Dockenhuden für die Kinder unerreichbar in ihrem Atelier gearbeitet hatte.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:46% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="869" height="1024" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/BF.Koechin.Feldberg-869x1024.jpg" alt="" class="wp-image-50085 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Auch Lore behielt diese Jahre als relativ glücklich in Erinnerung. Sie malte am Küchentisch. Zum Modellsitzen kamen Freunde und Bekannte, die vor dem Bombenkrieg aus London geflohen waren oder aber Uni-Professoren und ihre Frauen, die sich portraitieren ließen. Die Mittel für ihr Malmaterial verdiente sie mit dieser Portraitmalerei. Außerdem erteilte sie ab 1943 Sprach- und Kunstunterricht an der „Cambridge School of Architecture“.</p>



<p>In den beiden letzten Kriegsjahren gelang es ihrem Mann, einen kleinen Unterhalt für seine Familie mit Fabrikarbeit zu verdienen.</p>



<p>1944 beteiligte sich Lore an der bemerkenswerten Ausstellung „Free German Artists“ im „Charlotte Street Centre“ von London. Ab 1947 durfte sie &#8211; inzwischen eingebürgert &#8211; endlich ihrem Malberuf offiziell nachgehen, den sie inoffiziell die ganze Zeit über betrieben hatte.</p>



<p></p>



<p></p>



<p><em>Bild: Köchin Anna Hirsch, undatiert (30er Jahre)  &#8211; Öl auf Leinwand</em></p>
</div></div>



<p></p>



<p class="has-medium-font-size">Wirschaftliche Wiedergutmachung</p>



<p>Als sich die wirtschaftlichen Verhältnisse nach dem Krieg besserten, konnte Moritz eine Firma in London gründen. Inzwischen waren die Häuser und das Grundstück in Dockenhuden zurückgegeben und von Ebers verkauft worden. Das Hanse-Gebäude in der Mönckebergstraße behielten sie aber. Nach 1950 traf&nbsp; sich der&nbsp; inzwischen aus 40 Personen bestehende Eber-Clan jährlich zur Eigentümerversammlung in Hamburg,&nbsp; wobei man im Hotel Atlantik wohnte. Lore nutzte die Gelegenheiten, sich mit alten Malerfreunden zu treffen, soweit sie noch am Leben waren.<br>1952 erwarb die Familie ein Haus in London Highgate, dessen Lage dem von Dockenhuden ähnelte.</p>



<p class="has-medium-font-size">Es war etwasa in ihr zerstört durch das Verbrechen an den Bildern!</p>



<p>Die hohe künstlerische Leistung von Lore Feldberg-Eber fand nach dem Krieg endlich auch in Hamburg wieder eine angemessene Würdigung. So äußerte sich Kunstreferent Harry Reuss-Löwenstein 1957 gegenüber dem „Amt für Wiedergutmachung“: „&#8230;Frau Feldberg-Eber gehörte zu einer kleinen Gruppe ernster Künstlerinnen, die hier in Hamburg Namen und Bedeutung hatten.“&nbsp;</p>



<p>Rudolf Kluthmann, Kunstkritiker,&nbsp; konstatierte: „Es besteht für mich kein Zweifel, dass Frau Eber in den letzten Jahrzehnten, schon lange vor Hitler, zu den stärksten und echtesten Hamburger schaffenden Künstlern gehörte und dass die Hitlerzeit ihre künstlerische Arbeit auf eine schwerwiegende Weise unterbrochen hat. Der dadurch entstandene Schaden ist nicht nur materieller, sondern auch ideeller Art&#8230;“.</p>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:auto 40%"><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Trotz kontinuierlicher künstlerischer Tätigkeit konnte Lore Feldberg-Eber nie mehr an ihre Erfolge in Deutschland knüpfen. Der Verlust ihrer Hamburger Bilder hatte sie zu tief entmutigt. Er lähmte ihre Kreativität. „Es war etwas in ihr geknackt durch das Verbrechen an den Bildern!“ bemerkte ihre Tochter Hela 1989.</p>



<p>Nach dem Krieg führte sie eine engagierte Korrespondenz mit ihren alten Hamburger Kunstfreunden. Über die deutsche Schuldfrage setzte sie sich dabei regelmäßig aber versöhnlich auseinander. Ihr politischer Standort war liberal. Sie wählte Labour, ohne sich jedoch in der Partei zu engagieren. Sozialismus interessierte sie zwar. Extremes, wie den Nationalsozialismus lehnte sie ab. Auch dem Zionismus gegenüber hatte sie Bedenken. Zeitlebens bekannte sie sich aber zu&nbsp; ihren deutschjüdischen Wurzeln.</p>



<p></p>



<p class="has-text-align-right"><em>Foto: Lore Feldberg-Eber um 1960</em></p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="905" height="1024" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/BF.Feldberg.1960-905x1024.jpg" alt="" class="wp-image-50084 size-full"/></figure></div>



<p><br>Rheuma und ein Schlaganfall hinterließen 1963 eine Gehbehinderung. Trotzdem hat sie rastlos bis zu ihrem Ende an Bildern gearbeitet. Nach einem dritten Schlaganfall starb Lore Feldberg-Eber im September 1966 in London.</p>



<p>Ein Bildnis von Dora Hitz (aus dem beschlagnahmten Besitz von Lore Feldberg-Eber) fand eine Eber-Tochter lange nach dem Krieg bei einem Hamburger Antiquariat wieder.</p>



<p>Zum Ende des 20. Jahrhunderts tauchten ein paar der 1943 abtransportierten Werke auf. Ein Flohmarktgänger aus Fuhlsbüttel hatte zwei ihrer Gemälde für unter 100 Mark erworben. Eine Tochter der Malerin, die in Amerika lebt, kaufte ihm eines davon ab, ließ es restaurieren und überließ es dem Altonaer Museum.<br>Ein Winterbild entdeckte man auf einem süddeutschen Flohmarkt. Es gelangte durch Vermittlung der Kunsthistorikerin Dr. Maike Bruhns ins Jüdische Museum nach Rendsburg.&nbsp;</p>



<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>



<p><strong>Quellenangabe</strong>:<br>Karl Scheffler in „Kunst und Künstler“ 1925/26 und 1930<br>„Eine Malerin in Blankenese und Großbritannien“ Katalog der Lore-Feldberg-Eber-Ausstellung im Gemeindehaus der Blankeneser Kirche am Markt 2006<br>Gespräch mit der Kunsthistorikerin Dr. Maike Bruhns</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://blankenese.de/lore-feldberg-eber-kuenstlerin/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<media:thumbnail url="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/BF.Feldberg.jpg" /><media:content url="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/BF.Feldberg.jpg" medium="image" />	</item>
		<item>
		<title>DENK MAL AM ORT: Elsa Brändström Haus</title>
		<link>https://blankenese.de/denk-mal-am-ort-elsa-braendstroem-haus/</link>
					<comments>https://blankenese.de/denk-mal-am-ort-elsa-braendstroem-haus/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2026 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blankenese.de/?p=50051</guid>

					<description><![CDATA[Samstag 30. Mai, 10 &#8211; 11.30 Uhr Zuflucht Kösterberg:&#160;Das Erbe der Warburgs und die „Kinder von Blankenese“: Kösterbergstraße 62 &#8211; im Elsa Brändström Haus Programm: Rundgang mit Führung, Gespräch, anschließend [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-vivid-red-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-6f28a193e661c2df778557a185a66a39"><strong>Samstag 30. Mai, 10 &#8211; 11.30 Uhr</strong></p>



<p class="has-medium-font-size">Zuflucht Kösterberg:&nbsp;<br>Das Erbe der Warburgs und die „Kinder von Blankenese“: Kösterbergstraße 62 &#8211; im Elsa Brändström Haus</p>



<p>Programm: Rundgang mit Führung, Gespräch, anschließend optionale 90 minütige Filmvorführung, barrierefrei</p>



<p>Im Elsa Brändström Haus am Kösterberg kreuzten sich einst die Geschichte der Bankiersfamilie Warburg und die von rund tausend jüdischen Kindern und Jugendlichen, die den Holocaust überlebt hatten. <br>Die Familie Warburg wurde in der NS-Zeit vertrieben und kehre nach 1945 zurück. <br>Von 1946 bis 1948 fanden die „Kinder von Blankenese“ in ihren Häusern unter Leitung der Koordination von Anita Warburg (United Kingdom Search-Bureau) ein vorübergehendes Zuhause und die Hoffnung auf Neubeginn.<br><strong>Ein Ort der Ausgrenzung in Humanität verwandelte.&nbsp;</strong></p>



<p></p>



<p class="has-text-align-center">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>



<p class="has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-c297c3be76187642d4574844c1f01ca8"><strong>Was ist DENK MAL AM ORT?</strong> &#8211; <strong>DMAO</strong></p>



<p class="has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color wp-elements-7cc5a77cd288b2a296154a5dcb4e2713"><br><a href="http://www.denkmalamort.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.denkmalamort.de<br></a>DENK MAL AM ORT erinnert an Menschen, die in der NS-Zeit aus der Gesellschaft ausgegrenzt, verfolgt, deportiert, ermordet wurden.</p>



<p class="has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color wp-elements-2efc20f3015246984e29ae5fbdc0927a"><strong>Wo findet DMAO statt?</strong><br>An den authentischen Wohn- und Lebensorten unserer ehemaligen Nachbar*innen: in der ehemaligen Wohnung, im Haus, im Hof, im Treppenhaus, im Garten oder an den Studien- und Arbeitsorten.</p>



<p class="has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color wp-elements-fe4f1730811b53902fab219484460214"><strong>Wann findet DMAO statt?</strong><br>DMAO findet jedes Jahr statt. An einem Wochenende, das um den Jahrestag der Kapitulation der jeweiligen Stadt folgt,&nbsp; 2024 in Frankfurt/Main am 6. und 7. April,&nbsp; in München am 27. und 28. April, in Berlin am 4. und 5. Mai und in Hamburg am 1. und 2. Juni.</p>



<p class="has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color wp-elements-8ae80318a8367670d274b262171d20cd"><strong>Wie sieht DMAO aus?</strong><br>Haus- oder Wohnungstüren werden geöffnet, die Namen unserer ehemaligen Nachbar*innen, Bruchstücke ihrer Biografien, Verfolgungs- und Fluchtgeschichten werden sichtbar in Gesprächen, Lesungen, Texten, Installationen, Zeichnungen,&nbsp; Musik, Audio, Film, Poesie, Gesang und mehr.<br>Seit 2016 erinnern unsere ehemaligen Nachbar*innen, ihre Kinder und Enkel aus aller Welt gemeinsam mit heutigen Hausbewohner*innen an die Geschichte ihrer Familien.</p>



<p class="has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color wp-elements-1a66534db69a0e30252b29f6e923c4a6"><strong>Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei</strong><br>Das Projekt DENK MAL AM ORT geht zurück auf die Initiative OPEN JEWISH HOMES der Niederländerin Denise Citroen:&nbsp;<em>Every house has a story to tell and it is good to shed more light on this once a year.</em><br>Marie Rolshoven, Jani Pietsch und Florian Voß haben das Projekt 2016 von Amsterdam nach Berlin geholt und das Gedenken auf alle Menschen erweitert, die während der NS-Zeit in Berlin verfolgt wurden.<br>DENK MAL AM ORT ist ein Projekt von KUBIN e.V. <br></p>



<p class="has-medium-font-size"><a href="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/DMAO_Hamburg-Programm_2026.pdf">Veranstaltungen in Hamburg zum &#8222;Denkmal am Ort&#8220; entnehmen Sie dem beigefügten Programm.</a></p>



<p></p>



<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>



<p>Elsa Brändström Haus im DRK e.V. &#8211; Internationales Bildungs- und Tagungshaus &#8211; Kösterbergstr. 62, 22587 Hamburg<br>Tel.: 040 1813107312<br>E-Mail:&nbsp;<a href="mailto:info@ebh-hamburg.de">info@ebh-hamburg.de</a><br><a href="http://www.ebh-hamburg.de/">www.ebh-hamburg.de</a>,&nbsp;<a href="http://www.instagram.com/elsa_braendstroem_haus">www.instagram.com/elsa_braendstroem_haus</a><br><strong>Spendenkonto:</strong>&nbsp;<strong>IBAN DE80 2007 0024 0564 0909 00</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="714" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2020/07/Elsa-Braendstroem-Haus.png" alt="Elsa-Braendstroem-Haus" class="wp-image-42209"/><figcaption class="wp-element-caption">Elsa-Braendstroem-Haus</figcaption></figure>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://blankenese.de/denk-mal-am-ort-elsa-braendstroem-haus/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<media:thumbnail url="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/DenkMalamOrt.jpg" /><media:content url="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/DenkMalamOrt.jpg" medium="image" />	</item>
		<item>
		<title>Du musst Dein Lesen ändern &#124; Live-Podcast</title>
		<link>https://blankenese.de/du-musst-dein-lesen-aendern-live-podcast/</link>
					<comments>https://blankenese.de/du-musst-dein-lesen-aendern-live-podcast/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2026 07:30:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blankenese.de/?p=50154</guid>

					<description><![CDATA[Mittwoch, 20. Mai, 19.30 UhrGemeindehaus der ev. Kirche am Markt Tobias Lentzler, freier Kulturjournalist, und Pascal Mathéus, Buchhandlung Wassermann, besprechen in jeder Episode ihres Podcasts für Literatur und Kritik zwei Bücher [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size">Mittwoch, 20. Mai, 19.30 Uhr<br>Gemeindehaus der ev. Kirche am Markt</p>



<p>Tobias Lentzler, freier Kulturjournalist, und Pascal Mathéus, Buchhandlung Wassermann, besprechen in jeder Episode ihres Podcasts für Literatur und Kritik zwei Bücher – ein äußerst erfolgreiches, vor dem gewarnt wird, und ein weniger im Fokus stehendes Buch, das stattdessen empfohlen wird. </p>



<p>Bei der ersten Live-Ausgabe in der Ev. Gemeindeakademie Blankenese geht es außerdem noch um zwei Klassiker. </p>



<p>Moderation: Florian Wernicke, Buchhandlung Wassermann</p>



<p>In Kooperation mit der Buchhandlung Wassermann und blankenese.de</p>



<p>Eintritt: 10 Euro &#8211; ausschließlich über <a href="https://wassermann-buecher.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://wassermann-buecher.de<br></a><br></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://blankenese.de/du-musst-dein-lesen-aendern-live-podcast/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<media:thumbnail url="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/header_lesen.andern.jpg" /><media:content url="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/header_lesen.andern.jpg" medium="image" />	</item>
		<item>
		<title>ImproVoices</title>
		<link>https://blankenese.de/improvoices/</link>
					<comments>https://blankenese.de/improvoices/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 08:30:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Leben im Ort]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[Body Percussion]]></category>
		<category><![CDATA[Circle Singing]]></category>
		<category><![CDATA[ImproVoices]]></category>
		<category><![CDATA[Mattis Trabandt]]></category>
		<category><![CDATA[Ute Beier]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blankenese.de/?p=50136</guid>

					<description><![CDATA[Neu in der Blankeneser Kulturszene: ImproVoices! Die Gesangsgruppe triftt sich regelmäßig im schönen Hessehaus. In netter Runde werden Improvisationsgesang, Circle Singing und Body Percussion eingeübt. &#8222;ImproVoices ist eine Spielwiese für alle, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Neu in der Blankeneser Kulturszene: </strong><br><strong>ImproVoices! </strong></p>



<p><strong>Die Gesangsgruppe triftt sich regelmäßig im schönen Hessehaus. </strong><br><strong>In netter Runde werden Improvisationsgesang, Circle Singing und Body Percussion eingeübt. </strong><br><strong>&#8222;ImproVoices ist eine Spielwiese für alle, die ihre Stimme entdecken möchten, egal ob mit viel oder wenig Erfahrung. Wir experimentieren gemeinsam, wagen neue Klänge und überraschen uns immer wieder selbst. Es geht nicht um ein fertiges Stück, sondern um die gemeinsame Freude am Musizieren im Hier und Jetzt&#8220;,  erläutert das Kursleiter-Duo Ute Beier und Mattis Trabandt. </strong><br><strong>&#8222;Das Ganze funktioniert ohne Noten und Vorgaben und ist frei von Richtig oder Falsch.&#8220;</strong></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/ImproVoices-10-819x1024.jpg" alt="" class="wp-image-50138" style="aspect-ratio:0.799801632715343;width:473px;height:auto"/></figure>



<p><strong>Die beiden Gründer haben selbst jahrelange Chorerfahrung und schon zahlreiche Improvisations-Workshops belegt. </strong><br><strong>Jetzt bringen sie diese entspannte Form des Singens nach Blankenese. </strong><br><strong>Das erste Treffen findet am 20. Mai von 19:00 bis 20:30 Uhr im Hessehaus statt. </strong><br><strong>ImproVoices freut sich über alle, die mitmachen. <br>Mehr Infos und kostenlose Anmeldung unter: <a href="http://www.improvoices.de/">www.improvoices.de</a></strong></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://blankenese.de/improvoices/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<media:thumbnail url="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/ImproVoices.Duo_.jpg" /><media:content url="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/ImproVoices.Duo_.jpg" medium="image" />	</item>
		<item>
		<title>Monika Lühmann</title>
		<link>https://blankenese.de/monika-luehmann/</link>
					<comments>https://blankenese.de/monika-luehmann/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 08:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blankenese.de/?p=49764</guid>

					<description><![CDATA[Streitbare Bürgerin mit Teestube, Geb. 1940 &#8211; Foto Kurt W Hamann &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211; Wer Monika Lühman &#8222;original&#8220; lesen möchte, dem sei ihr Buch empfohlen: Ach was Paris &#8230;: Einblicke in ein [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<p>Streitbare Bürgerin mit Teestube, Geb. 1940 &#8211; Foto Kurt W Hamann</p>



<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:15% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="506" height="740" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/Ach-was-Paris.png" alt="" class="wp-image-50160 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Wer Monika Lühman &#8222;original&#8220; lesen möchte, <br>dem sei ihr Buch empfohlen: <br><br>Ach was Paris &#8230;: <br>Einblicke in ein buntes Leben <br><br>(Edition Fischerhaus: Hg. von Klaas Jarchow)<br>April 2019</p>
</div></div>



<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>



<p class="has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-8a70c8c3788e8459237ad8a41f551d06"><strong>Text von Maike und Ronald Holst &#8211; in ihrem Buch &#8222;Blankeneser Frauen&#8220; &#8211; erschienen 2013</strong></p>



<p><strong>&#8222;JOHANNA VOM SÜLLBERG&#8220;</strong><br>Überall auf der Welt konnten Spekulanten ihr Unwesen treiben, nur in dem kleinen Fischer- und Fährort Blankenese kamen Baulöwen und Investoren mit ihren Vorhaben nicht voran, denn hier gab es eine streitbare Kämpferin wider Milieuzerstörung, Spekulantentum und schiere Gewinnsucht.<br>Diese „Johanna vom Süllberg“ wurde 1940 im fernen Hamburger Stadtteil Hamm geboren, hörte auf den Namen Monika und kam durch die Nachkriegswirren im Jahr 1949 in die Altonaer Haubachstraße.<br>Nach beruflichen Aufenthalten in der Schweiz und in England lernte sie bei einer Betriebsfeier ihres Arbeitgebers, der Münchmeier-Bank, ihren Uwe kennen und zog nach der Hochzeit zu ihm nach Blankenese.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="526" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/04/BF-Luehmann07.jpg" alt="" class="wp-image-49774"/><figcaption class="wp-element-caption">Monika und Uwe Lühmann &#8211; 1964 vor dem Standesamt</figcaption></figure>



<p><br>Hier betrieb Monikas Schwiegervater seit 1931 einen Großhandel für Rohwolle, Textilien und ungegerbte Fellen, der sich bis in die Nachkriegszeit sehr positiv entwickelte.Als er 1964 verstarb, musste Sohn Uwe das Unternehmen weiter führen. Doch die Märkte änderten sich. Deshalb entschieden sich die Lühmanns eines Tages, ihre Waren im Direktverkauf zu vertreiben und eröffneten ein Geschäft im ehemaligen „Büro“ des Kohlenhändlers Silberbauer in der Bahnhofstrasse. Und da passierte es 1979:&nbsp;</p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Sanierungsprojekt Schmiedeviertel</strong></p>



<p>Der kleine Lühmann-Laden lag in dem Anfang des 19. Jahrhunderts entstandenen „Schmiedeviertel“, einem Ensemble kleiner Backsteinbauten, zu dem die ehemalige Dorfschmiede gehörte und das sich von der Bahnhofstraße in den Kiekeberg zog.&nbsp; Die meisten Nachbarhäuser hatte ein Wedeler Bauunternehmer nach und nach aufgekauft. Er ließ sie leer stehen, mit offenen Türen und Fenster, mit herausgerissenen Gasleitungen, defekten Wasserrohren und zerstörten Treppenhäusern. Ziel des Unternehmers war es, die „entmieteten“ Häuser abbrechen zu lassen, um dann auf dem Gesamtgelände eine überdimensionierte sechsstöckige Überbauung zu errichten. Das Kellergeschoß allein sollte zwei Stockwerke umfassen, mit Rolltreppen für einen geplanten&nbsp; PRO-Markt.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="820" height="646" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/04/BF-Luehmann05.jpg" alt="" class="wp-image-49772" style="aspect-ratio:1.2693805480976224;width:622px;height:auto"/></figure>



<p>Für Monika Lühmann war unfassbar, dass die vorsätzliche Zerstörung des letzten Handwerker-Viertels in Blankenese von den Behörden wohlwollend gefördert wurde. Sie setzte sich an die Spitze einer Bürgerbewegung, wurde deren Sprecherin, befasste sich mit dem Hamburger Baurecht, studierte Anträge und Genehmigungen. Bei ihren Recherchen deckte ihre Bürgerinitiative auf, dass es in der Bauprüfabteilung wie auch bei der Stadtplanung in Altona eine merkwürdige Nähe zu besagtem Bauunternehmer Kuhrt gab. Sie fanden zudem heraus, dass viele Rechtsungereimtheiten ausschließlich zum wirtschaftlichen Vorteil des Bauunternehmers existierten. Strafanzeigen wurden gestellt. Auch Ortsamtsleiter Ploen war in die Affäre verstrickt. Die Angelegenheit wurde immer merkwürdiger, als an ein und demselben Tag zwei Gutachten zum gleichen Thema und von der gleichen Behörde&nbsp; &#8211; mit unterschiedlichen Schlussfolgerungen &#8211; auftauchten!&nbsp;</p>



<p>Mit Unterstützung der politischen Parteien erreichte die Bürgerinitiative 1980, dass zumindest der Milieuschutz, der das Hanggebiet umfasst, bis zum Schmiedeviertel ausgedehnt wurde. Aber was besagt schon Milieuschutz?</p>



<p>Als die Bezirksversammlung Altona 1982 dem Bau des massigen Geschäftshauses mit 2600 Quadratmetern Nutzfläche zustimmte und die Stadt die letzten 197 qm an den Wedeler Bauunternehmer zu verkaufen drohte, zog Monika Lühmann an der Spitze der Bürgerinitiative alle Register: Unter dem Motto „Jetzt ist Schluss. Wir wollen kein zweites Rissen!“ formulierte sie mit ihren Mitstreitern einen Aufruf an alle Blankeneser, sich mit ihrer Unterschrift dem Abriss- und Bauvorhaben zu widersetzen. Sie forderten, dass das städtische Grundstück von 197 Quadratmetern unter keinen Umständen an Wilhelm Kuhrt verkauft werden solle. Das Pamphlet enthielt auch den Appell von 20 namhaften Architekten,&nbsp; die die streitbare Monika für den Erhalt des Quartiers gewonnen hatte.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="687" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/04/BFLuehmann.Fabro_.jpg" alt="" class="wp-image-49776" style="aspect-ratio:1.4556371824322787;width:622px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Dal Fabro (Zur Schmiede) 1987</figcaption></figure>



<p>Am 6. Mai 1982 zeichneten die Altonaer Nachrichten ein zutreffendes Bild von Frau Lühmann in der Rubrik `Zur Person´. Hier ein Auszug:</p>



<p>„Vor zwei Jahren hatte sie noch vage Vorstellungen über Baustufenpläne, Flächennutzungspläne und Milieuschutzverordnungen. Heute ist Monika Lühmann, die ein Woll- und Fellgeschäft in Blankenese führt, eine Expertin für Baurecht, speziell für den Bereich Blankeneser Bahnhofstrasse.</p>



<p>Sie ist schlank, blond, hat blaue Augen, ist Seglerin. Wenn es ihr um die Sache geht, gibt es keinen Zickzack-Kurs. Behördenvertreter und Kommunalpolitiker haben diese `mündige Bürgerin´ zur genüge kennengelernt. Wenn Monika Lühmann strahlend ihre Gesprächspartner im Gosslerhaus anlächelt, wird es gefährlich. Wer sich in Rechtspositionen einigelt, wird durch sie bald ausgeigelt. Nach Feierabend studiert sie, um argumentieren zu können, baurechtliche Vorschriften.“</p>



<p>Inzwischen brannte es schon mal in den leer stehenden Häusern.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="569" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/04/BF-Luehmann01.jpg" alt="" class="wp-image-49768" style="aspect-ratio:1.7575175065220376;width:700px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Parolen gegen den Investor am Bauzaun</figcaption></figure>



<p>Zum Schmunzeln dagegen sorgte der Auftritt eines Paares, das vor dem Bauzaun einer weißen Stretchlimousine entstieg. Sie, jung, platinblond mit riesigem Ohrgehänge. Im hautengen Minirock wollte sie auf roten hochhackigen Schuhen über die Baustelle trippeln, während er einen Kopf kleiner und dreißig Jahre älter war. Der Homburger ging noch, der Pelzmantel schleppte leicht durch die Pfützen. In seiner Rechten qualmte eine dicke Havanna, seine Lackschuhe wirkten geckenhaft. Kurz: Was wollte dieses stadtbekannte Paar auf der Baustelle? Sind das etwa die zukünftigen Nachbarn von Bielenbergs Kolonialwarengeschäft?&nbsp;</p>



<p>Eine andere Episode: Vor den beiden Lühmanns&nbsp; bauten sich eines Tages zwei südländische Kerle in Schrankformat auf&nbsp; und wollten sie bedrohen. Doch die Lühmanns und ihre Mitstreiter ließen sich weder einschüchtern, noch entmutigen. Nach beinahe 10 Jahren Kampf hatten sie es dann endlich – halbwegs – geschafft. Das „Schmiedeviertel“&nbsp; haben sie gerettet, die Blankeneser Bahnhofstraße vor einer gesichtslosen 08/15 Bebauung bewahrt.<br><br>Der Neubau fiel sehr viel kleiner und niedriger aus als ursprünglich geplant. Doch obwohl beantragt und als Wohnungsbau (in einem Milieu-geschützten Wohnviertel) genehmigt, wurden – durch Abnicken des gesamten Senats &#8211; aus geplanten Wohnungen Amtsstuben des Finanzamtes. Damit gewann Kuhrt für 30 Jahre einen solventen und großzügigen Mieter, dem naturgemäß das Geld nie ausgeht.</p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Lühmanns Teestube&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</strong></p>



<p>Während einer Wanderung durch Irland traf ein Hamburger Ehepaar zwei englische Wanderer. Man hielt ein Schwätzchen. „Where are you from?“ „Oh! From Hamburg? Then you must know Lühmanns tearoom! Isn’t it wonderful….?“ Eine wahre Geschichte!</p>



<p>Fällt heute der Name „Lühmann“ in Hamburg, New York oder sonst&nbsp; wo auf der Welt, verbindet man damit die Teestube gleichen Namens &#8211; obwohl sie&nbsp; sich unspektakulär präsentiert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:45% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="752" height="1024" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/04/BF-Luehmann02-752x1024.jpg" alt="" class="wp-image-49769 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Monika Lühmann und ihr Mann beschlossen nach den Aufregungen mit dem Schmiedeviertel (1988), ihrer Handelsfirma mit dem dazugehörigen Laden eine Teestube anzugliedern, wie das in England üblich ist. </p>



<p>Den Handel mit Wollartikeln und Fellen gibt es inzwischen nicht mehr, aber die Teestube, die längst zu einem Restaurant geworden ist, ist nicht mehr wegzudenken.</p>



<p><br>Lühmanns Teestube ist berühmt für Cream Tea, den selbst echte Briten rühmen.&nbsp; <br>Auch deshalb kommen Besucher aus der ganzen Welt. <br>Die gemütlich eingerichteten Stuben, die handgetöpferten Becher, die selbst gebackenen Obsttorten und Kuchen … </p>



<p>Es sind das Ambiente und die Leistung, die Lühmanns Teestube so einmalig machen. <br>Deshalb erhält sie immer wieder überschwängliche Artikel in der Presse und Empfehlungen in internationalen Reiseführern. Und auch das Gästebuch beweist es:</p>
</div></div>



<p></p>



<p>`Es schmeckt wie die Erinnerung an Kindheitstage, die man nie vergisst` hat einer hinein geschrieben&nbsp; Ein anderer kam noch deutlicher auf den Punkt: `Es ist, als ob man in eine andere Zeit hineintaucht`.</p>



<p>Inzwischen hat die Teestube ein weiteres Standbein bekommen, das in Blankenese schon lange fehlte: Ein b&amp;b-Angebot. Für Uneingeweihte sei gesagt, dass es sich um drei geschmackvoll eingerichtete Wohnungen handelt,&nbsp; die als „bed &amp; breakfast“ offeriert werden.</p>



<p>Nun sollte man meinen, Monika Lühmann sei mit ihrer gut laufenden Teestube und dem b&amp;b&nbsp; ausgelastet, hätte keine Zeit für weitere Aktivitäten. Weit gefehlt.&nbsp;</p>



<p>Schon bevor sie die Teestube hatten, führten Monika und Uwe (seit 1964 verheiratet) ein sehr gastfreies Haus, luden nicht nur Nachbarn, Freunde und Verwandte ein, sondern auch die Klassenkameraden ihrer Kinder und deren Eltern.</p>



<p>Eigentlich setzte sich Monika Lühmann immer für andere ein. Das scheint ihre unerschöpfliche&nbsp; Batterie zu sein, denn sie selbst meint dazu: „Mein Gerechtigkeitsempfinden war wohl schon immer etwas stärker ausgeprägt, als bei anderen. Ich war Klassensprecherin, später Elternvertreterin!“ so die Mutter von zwei inzwischen erwachsenen Kindern.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="590" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/04/BFLuehmann.Roehr_.jpg" alt="" class="wp-image-49777"/><figcaption class="wp-element-caption">Röhr, Vorgänger von &#8222;Lühmanns Teestube&#8220;</figcaption></figure>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Deutsch-deutsche Patenschaft</strong></p>



<p>1990 war das Jahr der deutschen Wiedervereinigung. Monika gehörte zu der Gruppe, die aus Blankeneser Bürgerverein, der Trachtengruppe des BMTV und dem Club der Sachsen in Hamburg bestand und Partnerschaft mit dem Dresdner Vorort Loschwitz suchte. Denn das ehemalige Fischerdorf am hohen Elbhang weist eine ähnliche Lage wie Blankenese auf und ist noch heute Besuchermagnet und bevorzugter Wohnort.</p>



<p>Es begann damit, dass die Loschwitzer nach der Wende um den Erhalt wertvoller Bausubstanz kämpfen mussten. Über einen Fernsehbeitrag erfuhren sie von Frau Lühmann, der Blankeneser Bürgerinitiative und ihrem erfolgreichen Widerstand und holten sich Rat in Blankenese. Bald trafen sich regelmäßig Gruppen aus den 600 km voneinander entfernt liegenden Vororten, um sich kennen zu lernen und auszutauschen.</p>



<p>Frau Lühmann war auch dabei eine der herausragenden Personen. Sie lud die Loschwitzer in ihre Teestube ein. Als die Partnerschaft nach Jahrzehnten zu versanden drohte, war sie mit dabei, die Kontakte&nbsp; zu reanimieren.</p>



<p>Der Blankeneser Bürgerverein schrieb über den Besuch der Loschwitzer im Mai 2011:&nbsp; <em>„Kaum, dass unsere Gäste aus Loschwitz ihre Zimmer im Hotel Behrmann bezogen hatten, traf man sich in der Teestube von Monika Lühmann. Das Wetter war angenehm und so saß ein Teil der Gäste draußen, was den Vorteil hatte, dass man ungestörte Gespräche führen konnte. ( &#8230; ) Heinz Lieven hatte Mühe, seine&nbsp; Gedichte und Geschichten von Hans Leip und anderen zu Gehör zu bringen. (&#8230;) Das Ehepaar Lühmann hatte dankenswerter Weise Getränke und Essen gesponsert. Unmengen von köstlicher Tomatensuppe wurden von Frau Lühmann gekocht und von Pastor Plank serviert. Ausreichend für eine Kaserne voller Soldaten, wie Monika Lühmann stolz bemerkte.“</em></p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Rettet den Süllberg&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="572" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/04/BFLuehmann.Suellberg-1024x572.jpg" alt="" class="wp-image-49778"/><figcaption class="wp-element-caption">Bürgerprotest mit Fackelzug am 29.3.1996</figcaption></figure>



<p>Anfang der 1990er Jahre verkaufte die Süllberg-Besitzerin Magrit Schulte-Haubrock Restaurant samt Grund und Boden an den Großinvestor Roland Ernst.&nbsp; Der Aufschrei der Hamburger, besonders aber der Blankeneser, war groß, als bekannt wurde, dass das von allen geliebte&nbsp; Restaurant-Ensemble abgerissen und statt dessen sechs Wohntürme im toskanischen Stil mit Eigentumswohnungen die höchste Anhöhe der Hansestadt zieren sollten. An der Spitze des Widerstandes stand Monika Lühmann, die wiederum nichts unversucht ließ, den Baufrevel zu stoppen. Höhepunkt der Proteste waren 25.000 gesammelte Unterschriften und ein Fackelumzug um den Süllberg.</p>



<p>1995 platzten dann – auch aufgrund der Bürgerproteste – die Bebauungspläne. Im März 2000 kam es zur Verhaftung des Großinvestors Ernst aus Heidelberg. Zwei Monate später musste seine überschuldete Firma Insolvenz beantragen. Am 30.11. des gleichen Jahres begann sich die Kempinski-Gruppe für&nbsp; das noch immer existente historische Restaurant-Ensemble zu interessieren, bis dann die Dresdner Bank (sie finanzierte die Immobilie) Sternekoch Karl-Heinz Hauser&nbsp; für den Süllberg interessieren konnte.</p>



<p>Zur Einweihung des in altem Glanz wiedererstandenen Süllberg-Restaurants organisierte Monika Lühmann eine viel beachtete Ausstellung historischer Postkarten vom Süllberg und seiner Umgebung, die im großen Saal des Hauses präsentiert wurde. Gewissermaßen als Abschluss ihrer Aktivitäten, als Dankeschön an die Mitstreiter, aber auch als Einladung für alle zukünftigen Gäste.</p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>700-Jahrfeier</strong></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="613" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/04/BF-Luehmann4.jpg" alt="" class="wp-image-49771 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>2001 jährte sich die Ausstellung einer Pfandurkunde der Blankenese Fähre zum 700. Mal. Grund genug für&nbsp; eine Reihe engagierter Blankeneser, dies zum Anlass eines riesengroßen Festes zu nehmen. 10 Tage wurde die siebenhundert Jahre gefeiert. 250.000 Mark und viele geldwerte Leistungen waren für das Fest eingeworben worden. Über 70 Konzerte präsentierte man in Parks und sonstigen Gegebenheiten von Blankenese. <br>Monika Lühmanns Idee war es, den ehemaligen Hamburg-Süd-Frachter „Cap San Diego“ nach Blankenese zu holen. <br>Auch ein Zerstörer sowie ein Minensuchgeschwader machten während der Festtage am Bulln fest. <br>Natürlich war Frau Lühmann eine der herausragenden Persönlichkeiten, die zum Gelingen dieser großen Feier beitrugen.</p>
</div></div>



<p></p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Erinnern für die Zukunft&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</strong></p>



<p>Im Anschluss an die 700-Jahrfeier wurde einigen Blankenesern&nbsp; schmerzhaft bewusst, dass eines wichtigen Abschnitts der Blankeneser Vergangenheit gar nicht gedacht worden war, nämlich der unseligen Nazizeit mit der Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung auch von Blankeneser Bürgern. Vier Frauen und vier Männer gründeten daraufhin den „Verein zur Erforschung der Geschichte der Blankeneser Juden“. Eine der Frauen war – natürlich &#8211; Monika Lühmann.</p>



<p>Schon 2004 konnte mit Hilfe zahlreicher Sponsoren die Ausstellung „Viermalleben – Jüdisches Schicksal in Blankenese“ realisiert werden.</p>



<p>Der Text einer Gedenktafel in der Blankenese Kirche „Erinnern für die Zukunft“ war auch das Motto der Ausstellung Genau darum ging es den Initiatoren: „an das Kapitel jüdischer Geschichte in Blankenese zu erinnern, das zwar zeitlich in der Vergangenheit liegt, dessen Wichtigkeit für die Gegenwart jedoch nicht zu unterschätzen ist.“ Deshalb hatten die Mitglieder der Gruppe das Schicksal von vier geachteten Blankeneser Bürgern ausführlich dokumentiert, die von heute auf morgen ausgegrenzt, verfolgt und in den Tod getrieben oder umgebracht wurden, nur weil sie Juden waren. Die Ausstellung konfrontierte zusätzlich mit 150 weiteren jüdischen Schicksalen. Sie war konzipiert vom bekannten Historiker Johannes Heer (Wehrmachtsausstellung) und gestaltet von Stardesigner Peter Schmidt. Sehr treffend wurde sie charakterisiert als „makellos in der Form und verstörend in der Wirkung“.</p>



<p>Die sechswöchige Ausstellung im Gemeindesaal der Blankeneser Kirche und im Jahr darauf in der Handelskammer Hamburg sorgte für weltweites Echo. Es meldeten sich auch zahlreiche Überlebende der Shoa aus aller Welt, die als Kinder oder Jugendliche zwischen 1946 und 1948 auf dem Warburg-Gelände liebevolle Betreuung und Vorbereitung auf ein Leben in Israel erfahren hatten. Sie standen zum Großteil noch immer in Kontakt zu einander und bezeichneten sich als „Kinder von Blankenese“. Wer hatte die Idee, diese Menschen 60 Jahre später noch einmal nach Blankenese einzuladen?</p>



<p>Um es kurz zu machen: <em>Der Verein zur Erforschung der Geschichte der Blankeneser Juden</em>&nbsp; gemeinsam mit der <em>Deutsch-Israelischen Gesellschaft</em> sorgte für Sponsoren, lud die „Kinder von Blankenese“ für eine Herbstwoche des Jahres 2005 ein und stellte ein so attraktives Programm zusammen, dass sich zu viele Betroffene meldeten. So plante man eine zusätzliche Einladung für 2006. Neben offiziellen Empfängen und Essen, Museumsbesuchen, Rundfahrten zu Wasser und zu Lande, neben einem Besuch in Bergen-Belsen, Vorträgen der Gäste in Blankeneser Schulen usw. lud Monika Lühmann die jeweils über 50 Gäste zu einem Abendessen in ihre Teestube. Mit ihrem warmherzigen Empfang und der großzügigen Gastfreundschaft haben Monika Lühmann und ihre Mitstreiter den „Kindern von Blankenese“&nbsp; eine beeindruckende Woche geboten.</p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Bewahrt das Mühlenberger Loch</strong></p>



<p>In den Jahren 2001 bis 2004 ließ die Stadt Hamburg 170 ha des Mühlenberger Lochs als Erweiterungsareal für Airbus-Industries (EADS) aufschütten. Da es sich um eine seltene und naturgeschützte Süßwasser-Wattregion handelte, gab es heftige Proteste gegen das Bauvorhaben, besonders am südlichen Elbufer.</p>



<p>Monika Lühmann versuchte, die Gegner der gigantischen Erweiterung am nördlichen Elbufer zu sammeln und mit den Aktivitäten der Cranzer und Neuenfelder zu koordinieren.&nbsp; Sie erwarb vom Neuenfelder Bauern Quast &#8211; wie neunundneunzig andere Gegner auch &#8211; ein symbolisches Grundstücksteil von einem Quadratmeter, das im Bereich der geplanten Startbahnerweiterung lag. Es hat das Bauvorhaben nicht stoppen können. Nach der Enteignung wurde&nbsp; Frau Lühmann mit 26,50 €&nbsp; vom Hamburger Staat entschädigt.</p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Bahnhofsbebauung&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</strong></p>



<p>Als die geplante Bahnhofsbebauung, die eine unendliche Geschichte hinter sich hatte, auf dem Kulminationspunkt angelangt war, versuchte die Baugesellschaft Monika Lühmann als Vermittlerin zwischen sich und den Protestgruppen zu gewinnen. 5.000 DM Aufwandsentschädigung sollte sie monatlich für ihre Bemühungen erhalten, was die aufrechte Monika jedoch ablehnte.&nbsp;</p>



<p>Dabei waren die für Blankenese geplanten Räumlichkeiten ausgesprochen verlockend: Das Konservatorium sollte hier seine Heimat finden, ein 1.000 Quadratmeter großer Konzertsaal entstehen,&nbsp; der Verband der Pianisten wollte nach Blankenese ziehen , genau so wie die Audio School of Ingeneering aus Australien. Alles wegen des großen Saals. Doch dann löste sich dieser Teil der Planung auf, weil sich die Audio School zurückzog und sich dadurch der Bau des großen Saals für Mieter nicht mehr rechnete.</p>



<p></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p>Quellenangabe:<br>Interview mit Monika Lühmann<br>Mehrere Handzettel der Bürgerinitiative Blankeneser Bahnhofstraße (1985)<br>Hamburger Kloenschnack, Januar 1985</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://blankenese.de/monika-luehmann/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<media:thumbnail url="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/04/BF-Luehmann06.jpg" /><media:content url="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/04/BF-Luehmann06.jpg" medium="image" />	</item>
		<item>
		<title>20. Elbe-Cup: Nachwuchsfußball trifft auf Tradition</title>
		<link>https://blankenese.de/20-elbe-cup-nachwuchsfussball-trifft-auf-tradition/</link>
					<comments>https://blankenese.de/20-elbe-cup-nachwuchsfussball-trifft-auf-tradition/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 08:00:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Elbe-Cup]]></category>
		<category><![CDATA[Komet Blankenese]]></category>
		<category><![CDATA[Nachwuchsfußball]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blankenese.de/?p=50133</guid>

					<description><![CDATA[FTSV Komet Blankenese e.V. lädt Jugendmannschaften aus Hamburg und Umgebung zum Jubiläumsturnier auf die Sportanlage Dockenhuden ein Wenn Ende Mai auf der Sportanlage Dockenhuden der Ball rollt, steht mehr auf [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><a href="https://komet-blankenese.org" target="_blank" rel="noreferrer noopener">FTSV Komet Blankenese e.V.</a> lädt Jugendmannschaften aus Hamburg und Umgebung zum Jubiläumsturnier auf die Sportanlage Dockenhuden ein</p>



<p>Wenn Ende Mai auf der Sportanlage Dockenhuden der Ball rollt, steht mehr auf dem Spiel als nur Tore und Punkte – der Elbe-Cup zieht seit Jahren den Fußballnachwuchs der Region in seinen Bann und verspricht auch 2026 wieder spannende Begegnungen.</p>



<p>Zum mittlerweile 20. Mal richtet die FTSV Komet Blankenese e.V. den traditionsreichen Elbe-Cup aus und setzt damit erneut ein Zeichen für engagierte Nachwuchsarbeit im Hamburger Fußball. Vom 23. bis 25. Mai 2026 verwandelt sich die Sportanlage Dockenhuden in einen zentralen Treffpunkt für Jugendmannschaften aus Hamburg und dem Umland.</p>



<p>Komet Blankenese stellt mit dem Turnier nicht nur seine organisatorische Stärke unter Beweis, sondern unterstreicht auch seine Rolle als Förderer des Jugendfußballs. Jahr für Jahr folgen zahlreiche Teams der Einladung – einige Turniere sind bereits Wochen im Voraus ausgebucht, andere stehen kurz davor, vollständig belegt zu sein.</p>



<p>Im Mittelpunkt des Elbe-Cups stehen dabei nicht nur sportliche Leistungen, sondern vor allem Fairness und Gemeinschaft. „Spaß und Wettkampf gehören zusammen – aber immer auf Basis eines respektvollen Miteinanders“, sagt Fußballabteilungsleiterin und Turnierkoordinatorin Britta Wiechmann.</p>



<p>Gespielt wird in verschiedenen Altersklassen und Spielformen – von klassischen 11er-Feldern bis hin zu kleineren Spielfeldern ohne Torwart. Die Teilnehmerzahlen pro Mannschaft sind klar geregelt, um einen reibungslosen Turnierablauf zu gewährleisten. Für das leibliche Wohl sorgt der Veranstalter mit familienfreundlichen Angeboten vor Ort.</p>



<p>Mit dem Elbe-Cup bleibt die FTSV Komet Blankenese e.V. ihrem Anspruch treu, jungen Fußballern eine Bühne zu bieten – und gleichzeitig ein sportliches Highlight im Hamburger Veranstaltungskalender zu setzen.</p>



<p><a href="http://www.komet-blankenese.org">www.komet-blankenese.org</a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://blankenese.de/20-elbe-cup-nachwuchsfussball-trifft-auf-tradition/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<media:thumbnail url="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/Elbe-Cup2.jpg" /><media:content url="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/Elbe-Cup2.jpg" medium="image" />	</item>
		<item>
		<title>Glasfenster und Malerei – ein Werk voller Poesie</title>
		<link>https://blankenese.de/glasfenster-und-malerei-ein-werk-voller-poesie/</link>
					<comments>https://blankenese.de/glasfenster-und-malerei-ein-werk-voller-poesie/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 07:45:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[Claus Wallner]]></category>
		<category><![CDATA[Glasfenster]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburger Landeskunstschule]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blankenese.de/?p=50144</guid>

					<description><![CDATA[Claus Wallner bei der Arbeit an seinem ersten Glasfensterauftrag, 1952]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center"></p>



<p class="has-text-align-center has-medium-font-size">So 17. Mai, 11.30 Uhr | Gemeindesaal der ev. Kirche <br><strong>UND</strong>  Mi 8. Juli, 19 Uhr: Finissage mit Führung von Dorothee Wallner<br>Ausstellungseröffnung mit Einführung von Thomas Sello</p>



<p>In vielen Kirchen deutschlandweit begegnen wir seinen Glasfenstern, vom Ulmer Münster bis zur Hamburger Petrikirche:&nbsp;<strong>Claus Wallner</strong></p>



<p>Nach dem Studium der Wand- und Glasmalerei an der Hamburger Landeskunstschule in der Klasse von Theo Ortner bildete sich Claus Wallner (1926-1979) in süddeutschen und französischen Glaswerkstätten weiter. Gemeinsam mit seiner Frau, der Bildhauerin Ursula Querner, bezog er 1957 ein Atelier in Hamburg Othmarschen. Dort verwahrt seine Tochter Dorothee Wallner bis heute den Nachlass. Der Maler hat sich mit manchen biblischen Themen zeitlebens beschäftigt, mit dem Leidensweg Christi ebenso wie mit dem Pfingstwunder oder der Stillung des Sturms. Diese Szenen bilden den Schwerpunkt der Ausstellung zum 100. Geburtstag Wallners, die zwischen Himmelfahrt und Pfingsten beginnt.<br>Zu den Fenstern sind Entwürfe, Skizzen und Großzeichnungen erhalten.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="303" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/Wallner.hamm-turmfenster.jpg" alt="" class="wp-image-50146" style="aspect-ratio:1.5643855396833584;width:638px;height:auto"/></figure>



<p class="has-text-align-center">Glasfe<em>nster am Glockenturm der Dreifaltigkeitskirche in Hamm</em></p>



<p>In seinen freien Arbeiten setzte sich Claus Wallner mit mediterraner Vegetation, Kultur und Architektur auseinander – formale Anklänge dessen finden sich in den Glasgestaltungen wieder. „Er schuf ein Werk voller Poesie … Der malerische Teil entstand meist in den Sommermonaten auf seiner italienischen Insel bei Ponza, duftige, helle Gemälde, bei denen sich Landschaft, Scherben der Antike und Dinge des täglichen Gebrauchs zur Einheit verbanden“, so formulierte es Ingeborg<br>Sello 1979 im Nachruf. (Hamburger Abendblatt, 31.07.1979)</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://blankenese.de/glasfenster-und-malerei-ein-werk-voller-poesie/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<media:thumbnail url="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/Wallner.5.2026.jpg" /><media:content url="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/Wallner.5.2026.jpg" medium="image" />	</item>
		<item>
		<title>Die Cap auf einem Teller </title>
		<link>https://blankenese.de/die-cap-auf-einem-teller/</link>
					<comments>https://blankenese.de/die-cap-auf-einem-teller/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 07:30:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Leben im Ort]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blankenese.de/?p=50102</guid>

					<description><![CDATA[Freitag, letzter Woche. 8. Mai. Einlaufparade für den 837. Hafengeburtstag 2026.Es ist kein Großsegler in Sicht.&#160;Wie sonst. Und jetzt?Ist doch klar: Dann muss es eben die Cap San Diego richten. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Freitag, letzter Woche. 8. Mai. Einlaufparade für den 837. Hafengeburtstag 2026.<br>Es ist kein Großsegler in Sicht.&nbsp;Wie sonst. Und jetzt?<br>Ist doch klar: <br>Dann muss es eben die Cap San Diego richten. <br>Sie ist ja auch eine gewaltige Erscheinung &#8211; auch für&nbsp; ein „gewaltiges“ Fest!</p>



<p>Sie kommt bis zu uns nach Blankenese. <br>Ein Schlepper hinter ihr her. <br>Und dann beginnt das Schauspiel:</p>



<p>Der Schlepper nimmt „zartfühlend“ Kontakt zu dem Museumsfrachtschiff auf. <br>Cap und Schlepper setzen ihre Maschinen kraftvoll in gang. <br><br>Und wie auf einem Teller dreht sich die Cap in der breiten Fahrrinne. <br>Keine 2 Minuten später &#8211; und sie steht für die Parade Richtung Hafen bereit. <br><br>Echt! Das sieht man nicht alle Tage. <br>Und das vor Blankenese!&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-video"><video height="480" style="aspect-ratio: 852 / 480;" width="852" controls src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/CapSanDiego.Drehung.mp4"></video></figure>



<p>Es hat sich dann &#8211; nicht wie sonst &#8211; eine beachtliche Truppe von Seglern dem Einzug angeschlossen. <br>Macht ja auch Sinn: <br>Wenn Stahl vorweg zieht, dann kann zieht Stahl Stahl nach sich. <br>Die Küstenwache warteten ja auch schon auf den Vormarsch…</p>



<p><em>hp</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://blankenese.de/die-cap-auf-einem-teller/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		<enclosure url="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/CapSanDiego.Drehung.mp4" length="13529818" type="video/mp4" />

		<media:thumbnail url="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/Cap5.2026.jpg" /><media:content url="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/05/Cap5.2026.jpg" medium="image" />	</item>
		<item>
		<title>Forum Evangelische Bildung &#8211; Kirche und Schule am 27. Mai</title>
		<link>https://blankenese.de/forum-evangelische-bildung-kirche-und-schule-am-27-mai/</link>
					<comments>https://blankenese.de/forum-evangelische-bildung-kirche-und-schule-am-27-mai/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 07:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Forum Evangelische Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Spiritualität auf dem Jakobsweg]]></category>
		<category><![CDATA[Tobias Schlegl]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blankenese.de/?p=48593</guid>

					<description><![CDATA[zu Gast: Tobias Schlegl (Radio- und Fernsehmoderator, Reporter, Autor, Musiker sowie Notfallsanitäter und Seenotretter) ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size"><strong>Die Bugenhagenschule lädt ein: </strong></p>



<p>&#8222;Liebe Interessierte,</p>



<p>wir laden Euch herzlich zu unserem nächsten „Forum Evangelische Bildung &#8211; Kirche und Schule“ ein, das am Mittwoch, dem 27.05.2026, von 18:00 bis 20:00 Uhr wieder in der Aula der Bugenhagenschule Blankenese stattfinden wird.</p>



<p>In unserem Forum gehen wir in Diskussions- und Austauschrunden der Frage nach, welche Bedeutung und welchen Wert eine evangelisch geprägte Bildung hat. Dabei haben wir immer wieder auch Fragen nach Spiritualität und spirituellen Angeboten in (christlichen) Bildungseinrichtungen sowie unserem diakonischen Handeln aufgegriffen.</p>



<p>Diesmal freuen wir uns, <strong>Tobias „Tobi“ Schlegl</strong> (Radio- und Fernsehmoderator, Reporter, Autor, Musiker sowie Notfallsanitäter und Seenotretter) bei uns begrüßen zu dürfen. </p>



<p>Tobi wird uns aus seinem Buch&nbsp;<em>„Leichtes Herz und schwere Beine“</em>&nbsp;vorlesen und von seinen Erfahrungen auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela (auch anhand von Bild -und Audiomaterial) berichten.</p>



<p>Gemeinsam mit seiner Mutter machte er diese Reise und hatte dort auf dem Camino Francés nicht nur körperliche, sondern auch spirituelle Erlebnisse. In seinem Vortrag wird er u.a. das Thema „Spiritualität auf dem Jakobsweg“<em>&nbsp;</em>mit uns teilen, in dem er die Natur als Quelle der Stärke und die neu-betrachtete Beziehung zu seiner Mutter als prägende Elemente beschreibt. Er spricht z.B. von unerklärlichen Momenten des Glücks, die ihn auf dem Weg durchfuhren und von der tiefen Verbindung zwischen Wanderung und Spiritualität. „Pilgern ist Wandern plus Spiritualität“, so beschreibt er u.a. seine Erfahrungen. Diese Reise und die damit verbundene Auseinandersetzung mit sich selbst, der Natur und dem Glauben, dass etwas „mehr als die Summe aller Teile“ sein kann, werden uns sicher zu einem spannenden Gespräch anregen.&nbsp;</p>



<p>Wir freuen uns auf Ihr und Euer Kommen sowie auf einen bereichernden Austausch!</p>



<p>Der Eintritt ist frei.</p>



<p>Mit herzlichen Grüßen<br>Frie Bräsen, Hayo Janssen und Verena Brodowski&#8220;</p>



<p>Foto: ©/Credits Thomas Leidig</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://blankenese.de/forum-evangelische-bildung-kirche-und-schule-am-27-mai/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<media:thumbnail url="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/02/Tobi.jpg" /><media:content url="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/02/Tobi.jpg" medium="image" />	</item>
	</channel>
</rss>
