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	<title>Jüdisches Leben Archive - blankenese.de</title>
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	<title>Jüdisches Leben Archive - blankenese.de</title>
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		<title>Ida Dehmel geb. Coblenz, gesch. Auerbach</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 06:04:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Jüdisches Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Auerbach]]></category>
		<category><![CDATA[Ida Dehmel]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Dehmel]]></category>
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					<description><![CDATA[Lyrikerin und Frauenrechtlerin1870 bis 1942 Von Ronald Holst Ida Coblenz wird 1870 als viertes Kind einer reichen jüdischen Familie in Bingen/Rhein geboren. Sie hat zwei ältere Schwestern und einen Bruder. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Lyrikerin und Frauenrechtlerin<br>1870 bis 1942</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color wp-elements-920fcd27f68884f0a6d57470f0476e86 wp-block-paragraph"><strong>Von Ronald Holst</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ida Coblenz wird 1870 als viertes Kind einer reichen jüdischen Familie in Bingen/Rhein geboren. Sie hat zwei ältere Schwestern und einen Bruder. Als Ida sieben Jahre alt ist, bekommt sie eine weitere Schwester. Doch die zarte Mutter erholt sich nur schwer von der Geburt und liegt immer häufiger krank im Bett. Ein halbes Jahr später stirbt sie. Die Erziehung der Kinder wird daraufhin einer Haudame übertragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ida fühlt sich sehr, sehr einsam, denn die Mutter war ihr ein und alles.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz nach ihrem Tod wird Ida auf eine jüdisch-protestantische geleitete Privatschule geschickt. Vom ersten Tag an empfindet sie sich dort als Außenseiterin und verspinnt sich mehr und mehr in Einsamkeit. Sie beginnt, geheimste Träume aufzuschreiben. Zu allem Überfluss zerbricht mit dem Tod der Mutter auch der Kontakt der Geschwister untereinander.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Ende der Schulzeit wird Ida in ein Mädchenpensionat geschickt, genau wie ihre älteren Schwestern auch. Das ist üblich für gehobene Stände, das ist der normale Weg einer höheren Tochter, deren Erziehung nur das Ziel hat: die Heirat mit einem gutsituierten Versorger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ein schrecklicher Unfall im Elternhaus passiert, darf sie das ungeliebte Pensionat verlassen. Sie nimmt abermals das Klavierspielen auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als sich der Vater auf eine Geschäftsreise nach Russland begibt, seine Firma Meyer &amp; Coblenz verfügt über weit gespannte Kontakte, nimmt er seine Tochter mit nach Berlin und gibt sie in die Obhut einer Tante, deren Urteil über geeignete Freier er vertraut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1892 lernt die junge, schöne und begabte Isi, wie sie genannt wird, den Binger Stefan George kennen, mit dem sie bald eine tiefe Freundschaft verbindet. George ist beeindruckt von der jungen Jüdin und will ihr einen Gedichtzyklus zu widmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz oder gerade wegen dieser Verbindung wird Isi 1895 mit dem wohlhabenden jüdischen Tuchhändler und Konsul Leopold Auerbach verheiratet. Das frisch getraute Paar zieht nach Berlin und wohnt in der Lennéstr. 5 in Tiergartennähe. Noch im Hochzeitsjahr wird der gemeinsame Sohn Heinz-Lux geboren.&nbsp;</p>



<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6a26e386e72ed&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6a26e386e72ed" class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized wp-lightbox-container"><img loading="lazy" decoding="async" width="719" height="1024" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2025/10/Ida-D.-Auerbach-719x1024.jpg" alt="Ida D. Auerbach" class="wp-image-46008" style="width:421px;height:auto"/><button
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		</button><figcaption class="wp-element-caption">Ehepaar Auerbach, jung vermählt</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im großbürgerlichen Haus Auerbach kommt Ida mit den berühmten Berliner Salons in Kontakt und verbindet ihre eigenen Salon-Veranstaltungen mit alternativen und antibürgerlichen Ideen und Personen der rasant wachsenden Hauptstadt. Schnell werden Auerbachs auch im Friedrichshagener Dichterkreis heimisch.&nbsp; Hier lernen sie den Schriftsteller Richard Dehmel kennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1898 gerät Leopold Auerbach in den Verdacht eines betrügerischen Bankrotts und wird inhaftiert. Der Betrugsvorwurf liefert Ida einen gesellschaftlich akzeptierten Grund, die&nbsp; vom Vater eingefädelte Ehe aufzulösen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:37% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="408" height="612" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2024/09/Dehmel-Rudolf_Duehrkoop_-_Richard_Dehmel_HMuF_1905.jpg" alt="Dehmel-Rudolf_Duehrkoop_-_Richard_Dehmel_HMuF_1905" class="wp-image-28293 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Richard Dehmel ist in erster Ehe (seit 1889) mit der Berliner Märchendichterin Paula Oppenheimer verheiratet, mit der er drei Kinder hat. Seine junge Frau ist Tochter eines Predigers und Lehrers der jüdischen Reformgemeinde von Berlin.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Ehe hat Dehmel mit Paulas Freundin, Hedwig Lachmann, ein Dauer-Verhältnis. Als er die Beziehung auf eine neue Ebene stellen will und seiner Frau eine „Ehe zu dritt“ vorschlägt, lehnt diese entrüstet ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dehmel gilt vor dem Ersten Weltkrieg als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Lyriker. Berühmte Komponisten wie Richard Strauss, Hans Pfitzner, Max Reger, Arnold Schönberg, Anton Webern und Kurt Weill vertonen seine Gedichte oder werden durch seine Kompositionen angeregt wie z. B. Schönberg zu dem berühmten Werk „Verklärte Nacht“ (Op. 4) nach dem gleichnamigen Gedicht aus „Weib und Welt“. Dieses Gedicht behandelt Dehmels Hauptthema „Liebe und Sexualität“, die von ihm zu einer die bürgerlichen Konventionen sprengenden Kraft stilisiert wird. <br>Ein weiteres in „Weib und Welt“ veröffentlichtes Gedicht, „Venus Consolatrix“, trägt ihm eine Verurteilung wegen „Verletzung religiöser und sittlicher Gefühle“ ein. Der Text wird geschwärzt! Welch ein Skandal. <br>Sein Name wird dadurch noch bekannter.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem Richard 1895 seine spätere zweite Frau, Ida Auerbach, kennen lernt, trennt er sich von Paula, seiner ersten Frau. Die willigte 1900 in die Scheidung ein. Allerdings lebt sie mit ihren drei Kinder weiter in Berlin und verfasst, wie schon vor der Trennung, Kindergedichte, Märchen und Geschichten.<br>Im Sommer 1918 verstirbt sie in Steglitz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Vermögensverlust durch Auerbachs Konkurs, bedingt aber auch durch Idas Trennung von ihm, muss sie sich aus ihrer Mäzenatenrolle verabschieden. Trotzdem bleibt sie der Berliner Kulturszene eng verbunden. Denn sie kritisiert, ermuntert und koordiniert weiter junge Künstler.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1898 zieht sie mit Sohn Heinz-Lux nach Pankow, wo Ehepaar Dehmel lebt, denn Isi fühlt sich zu den Dehmels, besonders aber zu Richard, hingezogen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre Depressionen bessern sich durch den Kontakt, ihr Selbstvertrauen wird wieder aufbaut und bringt sie dazu, sich gegenüber ihrem bis dahin ungeliebten Jungen Heinz-Lux zu öffnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem sich Richard und Isi näher gekommen sind, macht er seiner Frau Paula abermals den Vorschlag eine „Ehe zu dritt“ mit Ida einzugehen, was von Paula abermals abgelehnt wird. Daraufhin zieht Dehmel von seiner Familie fort und lebt mit Ida in „freier Ehe“.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vom Sommer 1899 bis Ende 1900 machen beide eine längere Reise, die über München nach Italien und Griechenland führt.  Auf dem Rückweg erkrankt Isi am Gardasee an Typhus. Die Ärzte empfehlen ihr in dieser Situation eine längere Auszeit, die sie zu einem einjährigen Aufenthalt in Heidelberg nutzt. Nicht nur, um sich zu erholen, sondern auch, weil ihre Schwester in unmittelbarer Umgebung wohnt. Obendrein leben gute Freunde des Paares in der nahen Darmstädter Künstlerkolonie „Mathildenhöhe“:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Oktober 1901 – Isis Rekonvaleszenzzeit ist beinahe vorüber – heiratet das Paar in London.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="691" height="1024" data-id="46010" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2025/10/Ida-Dehmel-12-691x1024.jpg" alt="Ida Dehmel 12" class="wp-image-46010"/><figcaption class="wp-element-caption">Erst als Richard im Feld war, konnte sich Ida aktiv für die Verbesserung der Frauenrechte einsetzen. </figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="338" height="419" data-id="28291" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2024/09/Dehmel-Ida.jpg" alt="Dehmel-Ida" class="wp-image-28291"/><figcaption class="wp-element-caption">Ida und die Blumen</figcaption></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph">Sie haben sich entschieden, nach der Hochzeit in Blankenese bei Hamburg (zur Miete) zu leben. Und zwar in der Parkstraße 40 (heute Am Kiekeberg) , nicht weit von Richards Freund Detlev von Liliencron, der in der Palmaille in Altona lebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch in Heidelberg entwerfen Richard und Peter Behrens das Mobiliar für die neue Wohnung, wählen Bilder und Gebrauchsgegenstände in der von Behrens entwickelten Jugendstileinrichtung aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ehepaar wird von der Hamburger Gesellschaft nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Doch die beiden suchen diese Verbindung auch nicht. Sie leben während der ersten Blankeneser Jahre in zurückgezogener Zweisamkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dehmel weiß die nüchternen Hamburger Kaufleute einzuschätzen: Ihr Interesse gilt dem geschäftlichen Vorteil. Auch für seine Frau interessiert man sich in Hamburg nicht sonderlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ida schreibt über den Beginn ihrer Blankeneser Jahre:</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="915" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2025/10/Kiekeberg.bruecke.jpg" alt="" class="wp-image-49848 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><em>Als wir im Sommer 1902 nach Blankenese kamen, um die Wohnung anzusehen, die Hamburger Freunde für uns ausgesucht hatten, da standen wir einen Augenblick still, denn das Fantasiegebilde von einst war Wirklichkeit geworden: </em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Unmittelbar vor dem Haus, in dem wir wohnen sollten, schwang sich in anmutigem Bogen die leichte (leider verschandelte) Brücke, die in der Parkstraße (Am Kiekeberg), die beiden Teile des Hesseschen Parkes miteinander verband. </em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Vielleicht ist es diese seltsame, schicksalhafte, nie erwartete Erfüllung eines Traumbildes, dass aus Dehmels Absicht, in Blankenese eine zweite Heimat zu gründen, zur Tat wurde.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Brücke spielt in dem von Dehmel 1895 geschriebenen Gedicht „Eines Tages“ eine bedeutende Rolle. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Es schildert eine Landschaft, die symbolische Erlebnisse einrahmt, das Schicksal zweier Liebender darstellt, die durch Qualen der Gegenwart zum Licht einer befreiten Zukunft gelangen. Der fast zusammenbrechenden Frau entringt die Klage:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Wohin führt nun diese Brücke,</em><br><em>die der Mond in Schatten legt?“&nbsp;</em><br><em>Worauf der Mann erwidert:</em><br><em>„ Weib, dort schimmert unser Haus!“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht war es diese seltsame, schicksalhafte, nie erwartete Erfüllung eines Traumbildes, dass aus Dehmels Absicht, in Blankenese eine zweite Heimat zu gründen, Tat wurde. Zwischen jenem Gedicht und seiner Verwirklichung lagen Jahre schwerer Kämpfe; als die Verwirklichung unerträglich geworden waren, flüchtete Dehmel zu Liliencron, dem Freund, dem er auch das Letzte sagen konnte und bei dem er immer Rat fand, wenn auch vielleicht die Erkenntnis sich ihm selbst entrang, während er versuchte, sich dem Freunde zu erklären.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Es folgten Jahre der Reisen durch Italien und Griechenland, Belgien und Holland, England und Schottland – und immer fragt Dehmel: „Findest Du es hier schöner als an der Elbe?“ Und immer war die Antwort: „Nein!“ So wurden wir Anfang 1902 Blankeneser.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Berliner Richard Dehmel hatte also &#8211; beinahe vorausahnend &#8211; den Wohnort Blankenese gewählt. Ida schreibt weiter: „Das Ziegenbock-Kletternest ( &#8230; ) war damals noch ein Fischerdorf, das dem der Natur aufs innigste verwachsenen Dichter unbegrenzte Möglichkeiten schenkte. Die Vielgestaltigkeit der Landschaft, die Elbe, die Heide, der Wald, die Ebene, der von keiner Berglinie zerschnittene Horizont – das alles bot dem Künstler Raum für weltumfassende Weite der eigenen Fantasie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch in Blankenese ist man verwirrt von Richards Lebensäußerungen:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dehmel war ekstatisch – wie seine Lyrik. Bei verzauberten Stimmungen an der Elbe tanzte er auf den Spazierwegen, drehte sich im Kreis, sprang in die Luft. ´ Wie ein Rausch kam es oft über ihn, ´( &#8230; ), und mit schallender Stimme sang er selbst geschaffene Melodien zu eigenen Gedichten´. Soviel Überschwang war man auf den Elbhöhen natürlich nicht gewöhnt.&nbsp; Die Blankeneser ergriffen die Flucht, wenn sie den hüpfenden Sänger sahen, ja, es sei sogar vorgekommen, räumte seine Frau ein, ´dass einsame Wanderer, die ihn sahen, sich vor ihm fürchteten. ´</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Dehmel wiederum beklagte die ´Tranpöttigkeit der braven Hamburger Gesellschaft.&nbsp;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">In den nächsten Jahren reist das Ehepaar zu zahlreichen Vorträgen nach Berlin und Wien, Leipzig und Dresden und in viele andere deutschsprachige Städte. Denn Dehmel, den kein Geringerer als August Strindberg als „Deutschlands ersten“ bezeichnet, ist überall im Reich gefragter Gast.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allmählich lädt das Paar zweimal monatlich bevorzugte Gesprächspartner mit einfachem, aber stilvollem Gepränge ein. Berühmte Geister wie Richard Strauss oder Max Reger, Gerhart Hauptmann oder Max Dauthendey, Paul Claudel oder Detlev von Liliencron machen Besuche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Dame des Hauses ist die Rolle der Gastgeberin von Berlin her gewohnt. Dort hatte sie eine Art literarischen Salon geführt und interessierte Köpfe der Stadt um sich versammelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre mit bescheidener Eleganz arrangierten Empfänge gäben ihr und ihrem Gatten Gelegenheit, ihren untrüglichen Sinn für den neuesten Geschmack zur Schau zu stellen. Mit Freude an theatralischem Dekor kann die Gastgeberin dabei auch die von ihrem Mann für sie entworfenen, fließenden „Reformkleider“ präsentieren, nicht ohne sie mit kostbarem Schmuck zu dekorieren.</p>



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<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6a26e386e9177&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6a26e386e9177" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img loading="lazy" decoding="async" width="618" height="1024" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" data-id="46009" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2025/10/Ida-D.-im-Festkleid-618x1024.jpg" alt="Ida D. im Festkleid" class="wp-image-46009"/><button
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		</button><figcaption class="wp-element-caption">Ida in einem von Richard entworfenen Reformkleid</figcaption></figure>



<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6a26e386e967e&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6a26e386e967e" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="1024" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" data-id="46012" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2025/10/Ida-Dehmel-festlich-720x1024.jpg" alt="Ida Dehmel festlich" class="wp-image-46012"/><button
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		</button><figcaption class="wp-element-caption">Ida besaß etwas &#8222;erdhaft Sinnliches&#8220;</figcaption></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Gast namens Schiefler bemerkt, dass Ida eine angeborene Unverfrorenheit besitzt, etwas „erdhaft Sinnliches, fruchtbar-mütterliches“ strahle sie aus.&nbsp; Wie eine Schicksalsgöttin sei sie ihm erschienen, „hochgewachsen, starkknochig, von dunkler Hautfarbe“ sei sie gewesen, gelegentlich immerhin von einer „sieghaft strahlenden Heiterkeit“. Aber leider habe sie „irgendwie Mittelpunkt“ sein wollen und es habe sich ihm die Frage aufgedrängt, „wer von beiden auf Dauer die Oberhand behalten würde“.&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir lesen weiter in Isis Notizen:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Nachdem wir 10 Jahre in dem Haus mit dem breiten Elbblick ( &#8230; ) gewohnt hatten, fiel es der Spekulation zum Opfer. Das verkaufte Haus wurde niedergerissen, damit durch einen großen Neubau der schöne Platz besser ausgenutzt werden konnte. Nun hatte sich Dehmel immer wieder nach einem Bauplatz umgesehen und auf den Einwurf: „Aber es besteht doch gar keine Möglichkeit, ein eigenes Haus zu bauen!“ geantwortet: „Bereit sein ist alles!“ So war wohl der Bauplatz gefunden, aber ( &#8230; ) zum Hausbau fehlte jede Vorbedingung.&nbsp; Darum hielten wir nach anderen Orten Umschau, dachten an Weimar oder an Dehmels engere Heimat, besonders an Rheinsberg in der Mark, diesem alten, aus friderizianischem Geist geborenen Städtchen.&nbsp; Da fand sich unerwarteterweise einer, der Dehmel nicht ziehen lassen wollte. Es war der damals noch wenig bekannte, aber von Lichtwark geschätzte Architekt Walter Baedecker. Er bot Dehmel an, ihm an einer Stelle, die der Dichter selbst wählen durfte, ein Haus nach eigenen Wünschen zu bauen, und zwar auf Kosten des Architekten.&nbsp; Dehmel begrüßte das mit dankbarer Freude</em>. (Vermutlich ist das Architektenhonorar gemeint).</p>



<p class="wp-block-paragraph">So erwarb Baedecker nicht nur das Grundstück, auf dem heute das Dehmel-Haus steht, sondern auch das gegenüber- und nebenliegende Gelände, damit wenigstens aus diesem Stück von Blankenese ein schönes Ganzes erwachse.</p>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><em>Alles ging nach Wunsch, alles glückte. Ostern 1912 bezogen wir das Haus, das in jeder Einzelheit Ausdruck seines Wesens geworden ist. Es war ihm geglückt, sich jeden Wunsch zu erfüllen, den er mit einem eigenen Heim verband. Bei der Arbeit am Schreibtisch ruhte sein Auge auf den hohen Fichten vor seinem Fenster. Er fühlte sich durch die ehrwürdigen Bäume vor der Welt geborgen, im Gegensatz zu dem breiten Elbblick in der Parkstraße, der ihn von der Arbeit abgelenkt hatte. Neben dem Arbeitszimmer das Zimmer der Hausfrau mit dem Flügel in der Mitte und den eingebauten Wandschränken ( &#8230; ) Und daneben das strahlend heitere Esszimmer, ganz in weiß gehalten, durch das von beiden Seiten breit einfallende Licht in leuchtende Helligkeit getaucht. Die schönen Räume riefen das Verlangen nach Gastlichkeit hervor.</em></p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><a href="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2025/07/Dehmel-Haus.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="877" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2025/07/Dehmel-Haus.jpg" alt="" class="wp-image-35653 size-full"/></a></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der liebste Gast des Hauses war Liliencron. Ihm, dem Heidegänger, zeigte Dehmel mit Stolz die verborgenen Schönheiten der Blankeneser Einsamkeit. Die weiten Spaziergänge der beiden Freunde endeten meist beim „Bäcker“ am Strand mit einem echten steifen Blankeneser Rumgrog.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die norddeutsche Schwere Dehmels fand in Liliencrons nie versiegender Heiterkeit einen wunderbaren Ausgleich. ( &#8230; ) Liliencron hatte die schnurrige Gewohnheit, für bestimmte Situationen immer wieder dieselbe Redewendung zu gebrauchen. So betrat er nie Dehmels Arbeitszimmer, ohne zu sagen: „Richard, bei Dir wohnt das Glück!“ Und die Hausfrau begrüßte er regelmäßig mit den Worten: „Ich höre zu meiner größten Freude von meinem Richard, dass es Ihnen in Blankenese noch immer gefällt!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber das große Haus stellt drückende Anforderungen. Sollte es zur Last werden? Da kam Dehmels 50. Geburtstag; die Freunde und Verehrer wollten den Dichter feiern; und weil sie wussten, dass Dehmel nichts so sehr wünschte, als auf eigenem Grund und Boden zu leben, so taten sie sich zusammen und schenkten dem Dichter das geliebte Haus.<br>Ida war nicht ganz unschuldig am großzügigen Geschenk der Dehmel-Freunde. Sie warb in Briefen und Gesprächen für ihren „schönen Plan“, vor allem bei ihren „sehr reichen Freunden. &nbsp;Darunter seien gewiss 35, die 1.000 Mk. gerne geben“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ida war die kaufmännisch Versierte. Sie verfolgte den Hausbauplan zielstrebig und setzte ihn um. Vielleicht war diese Eigenschaft auch ein Familienerbe. Schließlich langten die Spenden der Freunde aber doch nicht ganz und eine Hypothek über 30.000 Mk wurde aufgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dehmels 50. Geburtstag, an dem der Dichter zum ersten Mal in vollen Klängen den Dank für sein Werk ertönen hörte, war der Höhepunkt seines Lebens. Ein halbes Jahr nur durfte er sich des ungetrübten Glückes seines eigenen Hauses noch erfreuen, dann kam der Krieg. Dehmel zog als einziger Dichter seiner Generation ins Feld (Anmerkung der Verfasser: Der Dichter Hermann Löns fiel 1914 mit 48 Jahren in Frankreich), von glühendem Gerechtigkeitstrieb getragen: Keiner durfte sich zugutehalten, Deutschland zu verteidigen. Das hat er durch seine Tat bewiesen, durch seinen Tod besiegelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Erste Weltkrieg bringt Tod und Verderben über die Dehmels : Richard meldet sich 1914 &#8211; mit 50 Jahren &#8211; freiwillig zum Waffendienst beim Infanterieregiment „Graf Bose“ und zieht sich während seiner Dienstzeit eine Venenentzündung zu. 1916 wird er deshalb ausgemustert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im gleichen Jahr gründet Ida mit Rosa Schapire den „Frauenbund zur Förderung deutscher bildender Kunst“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Richards Venenentzündung wird 1919 zur Thrombose, an der er im Februar 1920 stirbt.&nbsp; Heinz-Lux, Idas Sohn aus der Ehe mit Auerbach, fällt 1917 in Frankreich und wird im Garten des Blankeneser Dehmel-Hauses begraben.</p>



<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6a26e386ea160&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6a26e386ea160" class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized wp-lightbox-container"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="734" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2025/10/Dehmel-A-1918.jpg" alt="Dehmel A-1918" class="wp-image-45878" style="width:807px;height:auto"/><button
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		</button><figcaption class="wp-element-caption">1918: Foto mit Ehepaar Dehmel im Bildmittelpunkt. Ida trägt Trauer wegen des Todes ihres Sohnes Heinz-Lux in Flandern<br></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist nicht nur der Tod des geliebten und bewunderten Ehepartners, sondern auch der Heldentod des einzigen Kindes, der Ida schwer belastet. Außerdem steht sie abermals vor einer finanziell schwierigen Situation: Wie soll sie das Haus ohne Einkommen halten und obendrein Richards Nachlass hüten? Wovon soll sie selbst leben?&nbsp; Sie hat für spätere Dehmelforscher die Ereignisse im Dehmelhaus und die Gespräche mit Dehmel aufgeschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich gründet sie eine Dehmelstiftung und eine Dehmelgesellschaft. Beides wird von bekannten Persönlichkeiten, wie Hamburgs Bürgermeister von Melle, unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ida entwickelt nach dem Weltkrieg ein Programm, dass es Künstlerinnen erleichtert, akzeptiert zu werden und sich zu behaupten. Dieses Programm stößt auf große Resonanz und wird augenblicklich an verschiedenen Plätzen Deutschlands umgesetzt. Es handelt sich um die <a href="https://gedok.de">GEDOK</a> (Gemeinschaft deutscher und österreichischer Künstlerinnen aller Kunstgattungen). <br>Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft wird Ida 1933 aus dieser Vereinigung ausgeschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch vor Kriegsende hat Ida einen kleinen Kunstgewerbebetrieb aufgebaut, der Perlenarbeiten herstellt und vertreibt. Im Dehmelhaus finden zahlreiche weitere Veranstaltungen mit gesellschaftlichen, künstlerischen und karitativen Anliegen statt. Ida bringt ihre Berliner Erfahrungen ein und gewinnt Vortragende wie Hermann Graf Keyserling, Franz Werfel, Hanns Henny Jahn und andere. Auch nach der Machtergreifung von 1933 finden immer noch inoffizielle Vortragsabende im Dehmelhaus statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ida kann sich nach der Machtergreifung nicht zur Emigration entscheiden. Sie hängt zu sehr am Haus &#8211; vor allem aber will sie das Dehmel-Erbe weiter wahren.&nbsp; Doch das geht nur, wenn sie im Dehmel-Haus bleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die politischen Umstände gerät sie immer mehr in Isolation. Schließlich verbietet ihr die Reichsschrifttumskammer, die Dehmel-Rechte weiter wahrzunehmen. Dafür benötigt sie einen arischen Verwalter. Zum Glück stehen Freunde und Bekannte weiter zu ihr. Viele sind selbstlos bemüht, setzen sich für ihre Sicherheit ein. Auch einige herrschende Nazis versuchen sie aus dem Holocaust herauszuhalten. Doch vor der langsam einsetzenden Diffamierung und Verängstigung konnte sie niemand schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So lange es geht, nutzt sie Gelegenheiten ins Ausland zu reisen. Nach 1939 ist sie dann aber an Blankenese gefesselt und konzentriert sich auf Vollendung ihres 1920 begonnen autobiografischen Romans „Daija“.</p>



<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6a26e386ea9e5&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6a26e386ea9e5" class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized wp-lightbox-container"><img loading="lazy" decoding="async" width="741" height="1024" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2025/10/Ida-Dehmel-Brustbild-741x1024.jpg" alt="Ida Dehmel Brustbild" class="wp-image-46011" style="width:467px;height:auto"/><button
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		</button><figcaption class="wp-element-caption">Ida Dehmel: &#8222;Im Moment, in dem ich das Dehmel-Haus verlassen muss, mache ich Schluss.&#8220;</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im März 1941 schreibt sie an Marie Stern in Blankenese: „ Du hast mir einen schönen Brief geschrieben, nicht ahnend, dass ich inzwischen nicht nur dem Tod, sondern auch der Hölle nahe war. Seit Mittwoch war nicht nur mein Leben, sondern das von Tausenden eine bodenlose Qual. Seit einer Stunde erst scheine ich gerettet. Mittwoch erhielten 2000 Juden ihren Evakuierungsbefehl. Man weiß, dass alle drankommen sollen. Grausamste Bedingungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mitgenommen werden muss: Läusesalbe, Insektenpulver, Staubkamm. Nach Litzmannstadt. Hier und da eine ganze Familie, aber auch Vater und Mutter, oder Tochter und Sohn herausgegriffen. Die Haushaltshilfe meiner Mieter ist auch dabei, daher habe ich alles aus nächster Nähe miterlebt. Eine arische Bekannte meiner Mieterin kam zu Besuch. Ich schloss die Haustüre auf. Eine junge Frau. Sie sagte zu mir: `Wie gut, dass Sie noch nicht dran sind, da können Sie bessere Reisevorbereitungen treffen. `Und da schlägt kein Blitz ein und lähmt die Zunge. Ihre Angst vor einer Inhaftierung wird dadurch verstärkt, dass sie hautnahe miterlebt, wie Freunde abtransportiert werden.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem anderen Brief schrieb sie schon 1938: `Marion, ich würde nie auswandern ( &#8230; ) im Moment, in dem ich das Dehmelhaus verlassen muss, mache ich Schluss!`</p>



<p class="wp-block-paragraph">Angst, Isolierung und die unheilbare Krankheit, die sie zu haben meint, führen schließlich dazu, dass sich Isi am 29. September 1942 mit einer Überdosis Schlaftabletten das Leben nimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Oktober 2025 &#8211; Ronald Holst</strong></em></p>
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		<title>Stadtteilschule Blankenese: Geo-Profil erhält BERTINI-Preis für Theaterproduktion</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2026 21:42:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Jüdisches Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8230;bei der ProbeFoto: Jonas Walzberg für Bertini-Preis e.V. Hamburg, 29.01.2026: Große Ehre für Schülerinnen und Schüler des 13. Jahrgangs: Das Geographie-Profil ist für ihre Theaterproduktion „Wer die Wahl hat“ mit [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><br>&#8230;<em>bei der Probe</em><br><em>Foto: Jonas Walzberg für Bertini-Preis e.V.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hamburg, 29.01.2026: Große Ehre für Schülerinnen und Schüler des 13. Jahrgangs: <br>Das Geographie-Profil ist für ihre Theaterproduktion „Wer die Wahl hat“ mit dem renommierten BERTINI-Preis 2025 ausgezeichnet<br>worden.<br><br>Das Stück setzt sich intensiv mit der aktuellen Entwicklung auseinander, dass faschistische Positionen sowohl schleichend, als auch offen populistisch in den politischen Diskurs eingebracht werden. Die Theaterproduktion gleicht dabei einer Gameshow, das auf dem Spiel „Secret Hitler“ basiert. Das Besondere daran: In der Inszenierung wird das Publikum aktiv in das Geschehen eingebunden – mit einem variablen Ausgang der Handlung. Mal zeigt sich das Publikum von den demokratischen Kräften überzeugt, mal wählt es die faschistischen Positionen.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Ernst ihrer Arbeit hatte die Gruppe dabei bei aller Spielfreude stets im Blick. „Wir finden, wer die Wahl hat, der sollte sich auch gut überlegen, was er wählt, denn es hat Konsequenzen“, sagt Kursleiterin Kerstin Hähnel. Und Chenai, 18 Jahre, ergänzt: „Wir zeigen mit unserem Projekt natürlich auf den Bundestag und möchten alle ermutigen, genau hinzuschauen, ob ihre Vorstellung vom friedlichen Zusammenleben auch wirklich repräsentiert werden.“</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="528" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/01/BILD2_JonasWalzberg_Bertini_STS-Blankenese.2026.jpg" alt="BILD2_JonasWalzberg_Bertini_STS-Blankenese.2026." class="wp-image-48125"/><figcaption class="wp-element-caption"><em>bei der Probe<br>Jonas Walzberg: Bertini_STS-Blankenese.2026.</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der BERTINI-Preis wird jährlich an junge Menschen in Hamburg vergeben, die sich für solidarisches Zusammenleben in Hamburg engagieren. Er unterstützt Projekte von Einzelpersonen, Gruppen und Schulklassen, die gegen Ausgrenzung von Menschen eintreten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Preisverleihung findet immer am 27. Januar, dem Holocaust-Gedenktag, statt und wurde in diesem Jahr im Ernst Deutsch Theater ausgerichtet.<br><br><br><strong>Stadtteilschule Blankenese<br></strong>Frahmstraße 15a/b, 22587 Hamburg<br><a href="http://www.stadtteilschule-blankenese.de">www.stadtteilschule-blankenese.de</a><br></p>
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		<title>Kahlkamp 1A – Ein Haus mit bewegter Geschichte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Vera Klischan]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Nov 2025 19:10:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Jüdisches Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Vivian und Claudio Silberberg mit Landesrabbiner Shlomo Bistritzky Dieser Geschichte stellten sich die heutigen Eigentümer des Hauses mit einem intensiven Blick zurück und holten die ehemaligen Besitzer &#8211; die Familien [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center has-small-font-size wp-block-paragraph">Vivian und Claudio Silberberg mit Landesrabbiner Shlomo Bistritzky</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dieser Geschichte stellten sich die heutigen Eigentümer des Hauses mit einem intensiven Blick zurück und holten die ehemaligen Besitzer &#8211; die Familien Kohn und Silberberg  &#8211; wieder in das Bewusstsein der Blankeneser zurück</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der würdige&nbsp;&nbsp;Abschluss der langen Recherche der jetzigen Eigentümer Andrea Leifeld und Torsten Schütt war die feierliche Enthüllung einer Gedenktafel am Haus Kahlkamp 1A. Nachbarn, Freunde, der Pastor der Gemeinde sowie viele am Schicksal der Familie Interessierte nahmen am 23. November trotz winterlicher Kälte an dem kleinen Festakt teil. Unumstrittene Hauptpersonen waren die Familienmitglieder der Familie Silberberg, die aus São Paulo angereist waren, um diesen bewegenden Moment ihrer Familiengeschichte mitzuerleben. Claudio Silberberg, inzwischen ein älterer Herr, war mit&nbsp;seiner Frau, seinem Sohn und seiner Schwiegertochter&nbsp;gekommen, um das Elternhaus seiner Mutter kennenzulernen und Zeuge des großen Engagements der heutigen Eigentümerfamilie zu werden. Besonders das Treppengeländer berührte ihn: Es erinnerte ihn an seine Mutter und Großeltern, die es unzählige Male berührt hatten.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2025/11/Fam-silberberg-1024x768.jpeg" alt="Fam silberberg" class="wp-image-46863" style="width:746px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Familie Silberberg  ©blankenese.de</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ahron und Emma Kohn lebten von 1922 bis zu ihrer Vertreibung mit ihren beiden Töchtern Gerda und Elsa im Haus Kahlkamp 1a. 1936 gelang den Töchtern die Flucht – Gerda nach Brasilien, Elsa zunächst nach Palästina. Erst 1939 konnten auch die Eltern nach Brasilien ausreisen. 1936 heiratete Gerda Kohn in São Paulo den Hamburger Walter Silberberg; 1943 wurde Sohn Claudio geboren. Der als Untermieter im Haus lebende Josef Feiner nahm sich&nbsp;1938 das Leben.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2025/11/Tafel-Kahlkamp-1a-768x1024.jpeg" alt="Tafel Kahlkamp 1a" class="wp-image-46865" style="width:710px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Tafel Kahlkamp 1a ©blankenese.de</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Landesrabbiner Shlomo Bistritzky ließ es sich nicht nehmen, der Familie Leifeld/Schütt ausdrücklich für ihre Bereitschaft zu danken, dem Haus seine Geschichte zurückzugeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Anschluss an die eindrucksvollen Worte enthüllte Andrea Leifeld die Tafel am Haus, die jeden Spaziergänger und jeden Nachbarn daran erinnert, dass einst die Familie Kohn und Josef Feiner hier als Blankeneser Bürger lebten – und dass es heute Menschen gibt, die ihre Geschichte lebendig halten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>So wurde das Haus am Kahlkamp 1 nicht nur baulich ein Ort mit schönstem Elbblick, sondern auch zu einem Ort der Erinnerung.&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Vera Klischan</em></p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="814" height="643" data-id="46892" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2025/11/Enthuellung.jpg" alt="Enthuellung" class="wp-image-46892"/><figcaption class="wp-element-caption">Enthüllung</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="512" data-id="46891" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2025/11/Flaggen.jpg" alt="Flaggen" class="wp-image-46891"/><figcaption class="wp-element-caption">Hamburg | Brasilien</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="432" height="612" data-id="46890" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2025/11/Andrea-Leifeld.jpg" alt="Andrea Leifeld" class="wp-image-46890"/><figcaption class="wp-element-caption">Andrea Leifeld</figcaption></figure>
</figure>
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		<item>
		<title>Gedenken am Mahnmal im Grotiusweg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Jul 2025 16:54:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jüdisches Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie in den Jahren zuvor lädt der Verein zur Erforschung der Geschichte der Juden in Blankenese&#8211; kürzlich umbenannt zu &#8222;Forum für jüdisches Leben in Blankenese&#8220; &#8211;zur Erinnerung an die Deportierten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wie in den Jahren zuvor lädt der Verein zur Erforschung der Geschichte der Juden in Blankenese<br>&#8211; kürzlich umbenannt zu &#8222;Forum für jüdisches Leben in Blankenese&#8220; &#8211;<br>zur Erinnerung an die Deportierten aus dem nahen Haus Nr. 36 ein.<br>Auch soll der Jugendlichen, die dort ihre Ausbildung als Voraussetzung für die Einwanderung ins &#8222;Gelobte Land&#8220; erhielten, gedacht werden.<br>Viele von ihnen sind bald danach ermordet worden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Programm</strong>:&nbsp;<br>Musik: Ulrike Beißenhirtz, Flöte: Joh. Seb. Bach: Sarabande aus der Partita BWV1013<br>Begrüßung durch die Vorsitzende des Vereins: Lissie Goldbach<br>Ansprache: &#8222;Der 20. Juli 1942 und 1944&#8220; &#8211; Friedemann Hellwig<br>Musik: Paul Hindemith &#8211; Nr. 2 und 6 aus den &#8222;Acht Solostücken&#8220;<br>Verlesen der Namen der Opfer von NS-Gewalt<br>Ablegen von Sonnenblumen (bitte bringen Sie nach Möglichkeit eine Blume mit)<br>Musik: Felicitas Kukuck &#8222;Die gemeinsame Flöte&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mahnmal am Grotiusweg &#8211; erreichbar mit dem Bus 286 &#8211; End-Haltestelle Falkenstein &#8211; kurzer Fußweg</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>DMAO: „Jedes Haus hat eine Geschichte“</title>
		<link>https://blankenese.de/dmao-jedes-haus-hat-eine-geschichte/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Jul 2025 10:30:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Jüdisches Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei uns in Blankenese geht es um folgende Personen: Ida DehmelDehmelhaus, Richard-Dehmel-Straße 1 Samstag, 17. Mai: 13 Uhr Gespräch &#38; Besichtigung Ida Dehmel (1870-1942), Kunstförderin, Frauenrechtlerin und Ehefrau des Dichters [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei uns in Blankenese geht es um folgende Personen: </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2024/09/Dehmel-Ida.jpg" alt="" class="wp-image-16926 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ida Dehmel<br></strong>Dehmelhaus, Richard-Dehmel-Straße 1</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br><strong>Samstag, 17. Mai: 13 Uhr Gespräch &amp; Besichtigung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ida Dehmel (1870-1942), Kunstförderin, Frauenrechtlerin und Ehefrau des Dichters Richard Dehmel, wurde ab 1933 aufgrund jüdischer Abstammung ausgegrenzt. 1942 ging sie entkräftet, desillusioniert und ihrer Ämter beraubt, in den Freitod. Die Dehmelhaus-Stiftung lädt ein zur Besichtigung des Hauses und zum Gespräch über Ida Dehmel und ihre jüdischen Freundinnen, die Malerinnen Alma del Banco und Julie Wolfthorn sowie die Kunstkritikerin Rosa Schapire, denen ähnliches widerfuhr wie Ida Dehmel.</p>
</div></div>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p><strong>Vertreibung der Familie Kohn nach Sao Paulo<br></strong>Kahlkamp 1a<br><a href="https://blankenese.de/event/kahlkamp-1a-denkmal-am-ort/"><strong>Samstag, 17. Mai: 15 Uhr </strong> Ausstellung, Vortrag |&nbsp;Zoom-Gespräch mit Angehörigen<br></a>Arnold Kohn erwarb das Haus 1922. Im Jahr 1927 noch als Abteilungsleiter der Großeinkaufsgesellschaft der Konsumvereine zum Prokuristen bestellt, erhielt er am 19. Juni 1933 die Kündigung. Nach seiner Verhaftung am 19.11.1938 musste er sich zu einer Ausreise bis zum Jahresende verpflichten und das Haus für nur 16.000 Reichsmark verkaufen. Die Familie konnte nach São Paulo fliehen. Die heutigen Hausbewohner*innen erinnern per Zoom gemeinsam mit einem Angehörigen der Familie Kohn aus São<br>Paulo. Eine Kooperation mit dem IGdJ.</p>
<p></p>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button is-style-fill"><a class="wp-block-button__link wp-element-button" href="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2025/04/dmao-events-2025-hamburg.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zum Flyer mit allen Veranstaltungen</a></div>
</div>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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		<item>
		<title>Informationen &#124; Einladungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Apr 2025 11:23:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jüdisches Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Rundbrief des Vereins, den wir gern weitergeben: Liebe Mitglieder, liebe Interessierte,&#160; wir werden einen kurzen Blick auf die Ausstellungsführung und einen Blick nach vorne, auf gleich drei interessante Veranstaltungen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="http://www.viermalleben.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ein Rundbrief des Vereins, den wir gern weitergeben: </a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Liebe Mitglieder, liebe Interessierte,&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">wir werden einen kurzen Blick auf die Ausstellungsführung und einen Blick nach vorne, auf gleich drei interessante Veranstaltungen zu unseren Themen im April und Mai.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 11. April führte auf Vermittlung von Dr. Petra Bopp, nochmals herzlichen Dank dafür! Kurator Dr. Ulrich Prehn eine Gruppe aus Mitgliedern unseres Verein und Interessierten durch die Ausstellung&nbsp;<em>Systemerkrankung.&nbsp;Arzt und Patient im Nationalsozialismus.&nbsp;</em></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2025/04/Prehn.webp" alt="" class="wp-image-25170"/><figcaption class="wp-element-caption">Kurator Dr. Ulrich Prehn&nbsp;</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Es war eine sehr informative Veranstaltung, die die Exponate detailliert erklärte und bei der auch die Entstehungsgeschichte und Vorgehensweise bei der Arbeit umfassend erläutert wurde. Besonders erfreulich: Es nahmen einige junge Interessenten teil, alle aus dem medizinischen Bereich. Ein besonderes Erlebnis, bei &nbsp;dem man viel über das Thema Arzt und Patient in der NS-Zeit lernen konnte, und ebenso über die Arbeit von Historikerinnen und Historikern. Ein Foto hängt an. Wer nicht dabei sein konnte: Die Ausstellung ist noch bis 26. Mai 2025 im Foyer der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg zu sehen,&nbsp;Humboldtstraße 56,&nbsp;22083 Hamburg. Besten Dank an Dr. Ulrich Prehn für das Angebot und das Engagement!</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Aufmerksam machen auf und sehr empfehlen wollen wir folgende Termine:<br>Öffentliche <strong>Vortragsreihe</strong> zum Thema:<strong><br><em>Kriegsende 1945 in Europa. Ereignisse, Erfahrungen, Deutungen</em></strong><br>donnerstags, 18:30 bis 20:00 Uhr | Ort: Hörsaal D Philturm</p>



<p class="wp-block-paragraph">Veranstalterinnen:&nbsp;Arbeitsbereich Deutsche Geschichte des Fachbereichs Geschichte, Universität Hamburg (Prof. Dr. Birthe Kundrus), Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (Prof. Dr. Kirsten Heinsohn), Institut für die Geschichte der deutschen Juden (Dr. Kim Wünschmann)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Donnerstag, 24. April</strong><br>Die Reihe wird eröffnet am 24. April mit einem Vortrag von <strong>Dr. Petra Bopp</strong> und Dr. Jürgen Matthäus, bis März 2025 Leiter der Forschungsabteilung United States Holocaust Memorial Museum, Washington, mit dem Titel<strong> <em>„Aus meiner Dienstzeit“. Private Fotoalben und deutsche Weltkriegserinnerung. </em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer sich weiter oder intensiver mit dem Thema beschäftigen möchte, dem/der sei ein Blick oder mehrere in <em>&#8222;Fremde im Visier. Fotoalben aus dem Zweiten Weltkrieg&#8220; </em>(<a href="http://www.fremde-im-visier.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">http://www.fremde-im-visier.de</a>), eine Ausstellung, die Dr. Petra Bopp kuratiert hat, sehr empfohlen. Auf der Seite gibt es auch eine Literaturliste. Von Dr. Jürgen Matthäus erschien in diesem Monat im Metropol-Verlag der Band<em> &#8222;Gerahmte Gewalt. Fotoalben von Deutschen im &#8222;Osteinsatz“ und die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg“. </em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2025/04/Vortragsreihe-80-Jahre-Kriegsende-HH.pdf">Das <strong>Programm der Vortragsreihe mit weiteren Informationen und allen Themen und Terminen </strong></a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dienstag, 20. Mai<br></strong>Ebenfalls im Kontext des Kriegsendes vor 80 Jahren steht der Vortrag von <strong>Prof. Dr. Alan Kramer</strong> an der Helmut-Schmidt-Universität (HSU) zum Thema <em>„Rache oder Reintegration? Die aus den NS-Lagern Befreiten, die britischen Befreier und die Hamburger, Mai bis Oktober 1945“ </em>am Dienstag, den 20. Mai. Das Grußwort spricht Lennart Onken von der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen. Der Vortrag steht im Zusammenhang mit der Ausstellung <em>„Befreite und Befreier? Kriegsende in Hamburg 1945“</em>, die an der HSU am 15. April eröffnet wird und bis 28. November läuft, die Eröffnungsveranstaltung ist sicher auch interessant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Informationen zum Vortrag finden Sie <br><a href="https://www.ub.hsu-hh.de/kramer_befreite_und_befreier/">hier</a> (<a href="https://www.ub.hsu-hh.de/kramer_befreite_und_befreier/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.ub.hsu-hh.de/kramer_befreite_und_befreier/</a>), <br>zur Ausstellung <a href="https://www.ub.hsu-hh.de/ausstellung-befreite-und-befreier-kriegsende-in-hamburg-1945/">hier</a> (<a href="https://www.ub.hsu-hh.de/ausstellung-befreite-und-befreier-kriegsende-in-hamburg-1945/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.ub.hsu-hh.de/ausstellung-befreite-und-befreier-kriegsende-in-hamburg-1945/</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neueste Publikation von Prof. Dr. Alan Kramer erschien ebenfalls im April: <a href="https://academic.oup.com/book/59789" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Concentration Camps: A Global History.</a> Oxford 2025. </p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Samstag, 17. Mai<br></strong>Am Wochenende davor findet <strong>„Denkmal an Ort&#8220; (DMAO)</strong> statt. Unsere Vorsitzende Andrea Leifeld und ihr Mann Thorsten Schütt öffnen am Samstag, den 17. Mai um 15 Uhr ihr Haus Am Kahlkamp 1a für eine Online-Ausstellung, einen Vortrag und ein Zoomgespräch mit Angehörigen der Familie Kohn, die nach Sao Paulo vertrieben wurde. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Institut der Geschichte der Juden (IGdJ) statt. <br><a href="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2025/04/dmao-events-2025-hamburg.pdf"><strong>Das Programm</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Danke für Ihre Aufmerksamkeit, Ihr Interesse und gegebenenfalls für die Weiterleitung an weitere Interessierte.<br>Wir wünschen Chag Pessach sameach, frohe Ostern, schöne Freiheits- und Frühlingsfeste!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andrea König-Plasberg</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2025/04/Verein.JiB_.webp" alt="" class="wp-image-25169" style="width:456px;height:auto"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Verein zur&nbsp;Erforschung der Geschichte der&nbsp;Juden in Blankenese<br><br>Andrea Leifeld, Vorsitzende ● Andrea&nbsp;König-Plasberg, Stellvertretende&nbsp;Vorsitzende<br>Lissie Goldbach, Mitglied im Vorstand ●&nbsp;Prof. Friedemann&nbsp;Hellwig, Mitglied im&nbsp;Vorstand/Schatzmeister</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="http://www.viermalleben.de/">www.viermalleben.de</a><br><a href="mailto:info@viermalleben.de">info@viermalleben.de</a><br></p>
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		<title>Buchpräsentation: »Menschen, die plötzlich nicht mehr da waren«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Apr 2025 19:25:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jüdisches Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[© Dölling und Galitz Verlag Das Thema jüdischen Lebens in Deutschland ist in den letzten Monaten noch einmal drängender geworden. Der Verein zur Erforschung der Geschichte der Juden in Blankenese hat nach langen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p></p>
<p class="wp-block-paragraph">© Dölling und Galitz Verlag</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Thema jüdischen Lebens in Deutschland ist in den letzten</strong> <strong>Monaten noch einmal drängender geworden. Der Verein zur</strong> <strong>Erforschung der Geschichte der Juden in Blankenese hat nach</strong> <strong>langen Jahren intensiver Arbeit den Sammelband <em>„»Menschen, die</em></strong> <strong><em>plötzlich nicht mehr da waren«. Jüdisches Leben in Hamburg-Blankenese</em>“ im November 2024 im Verlag Dölling und Galitz</strong> <strong>veröffentlicht.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese erste Gesamtdarstellung jüdischen Lebens in Blankenese beschreibt, wie sich der Alltag ab 1933 für die dort wohnenden Jüdinnen und Juden veränderte, wie sie bedroht und ausgeschlossen wurden, aber auch versuchten, sich selbst zu behaupten. Der Band thematisiert</p>



<p class="wp-block-paragraph">die verschiedenen Formen der Erinnerungskultur im Stadtteil und lässt heute dort lebende Jüdinnen und Juden über ihre Erfahrungen mit dem aktuellen Antisemitismus sprechen. Zugleich ist das Buch ein umfangreiches Nachschlagewerk zu Personen und Institutionen in Blankenese.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen einer Buchpräsentation stellt das Herausgeberteam&nbsp;<strong>Friedemann Hellwig, Frauke Steinhäuser, Alan Kramer und Petra Bopp&nbsp;</strong>jeweils einzelne Kapitel des Sammelbandes vor.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Anschluss stehen die Herausgeber für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ludger Menke, Leiter der Bücherhalle Elbvororte, wird den Abend moderieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Für Rückfragen:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ludger Menke, Leitung Bücherhalle Elbvororte Tel.: 040 – 386 407 84<br>E-Mail: ludger.menke@buecherhallen.de<br>www.buecherhallen.de</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Donnerstag, den 27. März 2025, 19 Uhr&nbsp;&nbsp;Freier Eintritt</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bücherhalle Elbvororte&nbsp;&nbsp;&nbsp;Sülldorfer Kirchenweg 1B&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;22587 Hamburg</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über die Bücherhalle Elbvororte:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bücherhalle Elbvororte ist das öffentliche Wohnzimmer im Hamburger Westen: ein Ort für alle, die suchen, forschen, stöbern, entspannen und sich treffen wollen. Neben rund 40.000 Medien bieten wir ein vielfältiges Kultur- und Bildungsangebot an – vorbeikommen, reinschauen, teilnehmen!</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Mahnmal für die jüdischen Opfer</title>
		<link>https://blankenese.de/mahnmal-fuer-die-juedischen-opfer/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Mar 2025 15:54:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jüdisches Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Deportation]]></category>
		<category><![CDATA[Grotiusweg]]></category>
		<category><![CDATA[Judenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Mahnmal]]></category>
		<category><![CDATA[Steubenweg]]></category>
		<category><![CDATA[Volker Lang]]></category>
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					<description><![CDATA[Erinnerung an die Deportation aus dem Steubenweg 36 im Jahr 1942 Am 19. Juli 1942 wurden die letzten jüdischen Bewohner des Hauses Steubenweg 36 (heute Grotiusweg) &#8211; das sog. &#8222;Judenhaus&#8220; [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="765" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2025/04/Mahnmal-Grotiusweg-1024x765.jpeg" alt="Mahnmal-Grotiusweg" class="wp-image-25889"/><figcaption class="wp-element-caption">Mahnmal-Grotiusweg</figcaption></figure>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong><em>Erinnerung an die Deportation aus dem</em> <em>Steubenweg 36</em> im Jahr 1942</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am <em>19. Juli</em> <em>1942 wurden die letzten jüdischen</em> <em>Bewohner des Hauses Steubenweg 36 (heute</em> <em>Grotiusweg) &#8211; das sog. &#8222;Judenhaus&#8220; deportiert</em>. An diesem Ort steht das Mahnmal.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Das wechselvolle Geschick dieses Hauses</em> <em>wurde dem 2003 gegründeten Verein zur</em> <em>Erforschung der Geschichte der Juden in</em> <em>Blankenese im Zusammenhang mit seiner</em> <em>Forschung über die Geschichte der zwischen</em> <em>1933 und 1945 als „Juden“ oder als „Mischlinge“</em> <em>verfolgten Blankeneser bekannt. Seither war es</em> <em>das Ziel des Vereins, dass</em> <em>nicht nur jedes Jahr eine Erinnerungsfeier stattfindet</em>, <em>sondern dass eine Form des</em> <em>dauerhaften Gedenkens geschaffen werde.</em><br><em>Nun damaligen Eigentümer des</em> <em>Hauses im Grotiusweg fanden eine Lösung für so ein bleibendes</em> <em>Gedenken: Der </em><a href="http://volkerlangsculptor.de/de" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>Künstler Volker</em> <em>Lang </em></a><em>wurde beauftrat, an diesem Ort ein Mahnmal zu errichten. Den</em> <em>Grund stellte die Stadt Altona zur Verfügung, das</em> <em>Mahnmal selbst wurde von den Eigentümern des</em> <em>Hauses grosszügig gestiftet. </em></p>



<figure data-wp-context="{&quot;galleryId&quot;:&quot;6a26e3870290f&quot;}" data-wp-interactive="core/gallery" class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6a26e38702e59&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6a26e38702e59" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img decoding="async" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" data-id="24247" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2025/04/Mahnmal2013.webp" alt="" class="wp-image-24247"/><button
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			</svg>
		</button><figcaption class="wp-element-caption">Rede von Prof. Friedemann Hellwig. </figcaption></figure>



<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6a26e3870352a&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6a26e3870352a" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img decoding="async" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" data-id="24248" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2025/04/Mahnmal.2013.webp" alt="" class="wp-image-24248"/><button
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			</svg>
		</button><figcaption class="wp-element-caption">Das Mahnmal</figcaption></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Das Kunstwerk &#8211; </strong>2013 eingeweiht &#8211; </em><strong><em>symbolisiert ein</em> <em>Haus, </em></strong><br><strong><em>das seinen Bewohnern keinen Schutz</em> <em>bieten konnte</em></strong><em>. </em><br><em>Seine Wände wurden aus</em> <em>Lärchenbohlen konstruiert, von denen 17 die</em> <em>Namen der damals noch im Hause Lebenden</em> <em>tragen. Eine der Bohlen trägt den Namen und das Motto des Denkmals. </em><br><em>Namen und Motto wurden in je</em> <em>eine Holzbohle eingefräst.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-fl-accent-color has-text-color has-link-color wp-elements-6f8ecd5380266b69cbdcd2f4eed3ad3b wp-block-paragraph"><em>Nach einem Text des Vereins zur Erforschung der Geschichte der Juden in Blankenese: </em><a href="info@viermalleben.de"><em>info@viermalleben.de</em><br></a><em><a href="http://www.viermalleben.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.viermalleben.de</a></em><br></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide"/>



<p class="has-large-font-size wp-block-paragraph">Die letzten 17 Bewohner </p>



<p class="has-text-color has-link-color wp-elements-e74eb7a7ce2ca1c12c9904d8b50a9881 wp-block-paragraph" style="color:#192b64">des Hauses Steubenweg 36 vor dem 19. Juli 1942<br><br><strong>Olga Babette Arnthal</strong>, geborene Wallach,<br>geboren am 1. Oktober 1873 in Kassel<br>Deportiert am 19. Juli 1942 nach Theresienstadt, dort gestorben am 3. Dezember 1942</p>



<p class="has-text-color has-link-color wp-elements-7b97f42d07c303b9ceb9641949665cfd wp-block-paragraph" style="color:#192b64"><strong>Johanna Bachrach</strong>, geborene Borchardt,<br>geboren am 18. Februar 1867 in Exin<br>Deportiert am 19. Juli 1942 nach Theresienstadt, von dort am 21. September 1942 nach<br>Minsk<br><br><strong>Reline Bodenheimer,</strong> geborene Wolff,<br>geboren am 30. Januar 1868<br>Deportiert am 19. Juli 1942 nach Theresienstadt, dort gestorben am 8. Februar 1943</p>



<p class="has-text-color has-link-color wp-elements-2e0afaa8f31c3fce6bc4b68cb385b60e wp-block-paragraph" style="color:#192b64"><strong>Caroline Gela Fanny Bundheim</strong>, geborene Wertheim, <br>geboren am 28. Oktober 1865<br>Deportiert am 19. Juli 1942 nach Theresienstadt, dort gestorben am 2. Oktober 1942<br><br><strong>Esther Emanuel</strong>,<br>geboren am 21. März 1921<br>Deportiert am 11. Juli 1942 nach Auschwitz<br><br><strong>Betti Frank</strong>, geborene Levi,<br>geboren am 3. September 1894 in Unterrieden<br>Deportiert am 19. Juli 1942 nach Theresienstadt, von dort im Oktober 1944 nach Auschwitz<br><br><strong>Siegfried Frank</strong>,<br>geboren am 1. März 1892 in Willmars<br>Deportiert am 19. Juli 1942 nach Theresienstadt,<br>von dort am 28. September 1944 nach<br>Auschwitz<br><br><strong>Elsa Friede</strong>, geborene Perlmann,<br>geboren am 29. August 1875 in Königsberg<br>Deportiert am 19. Juli 1942 nach Theresienstadt, dort gestorben am 10. Juli 1944<br><br><strong>Ernestine Erna Kahan</strong>,<br>geboren am 30. Juni 1920 in Berlin<br>Deportiert am 25. Oktober 1941 nach Lodz, dort gestorben am 1. September 1942<br><br><strong>Rachila Kostezki</strong>, geborene Galkowitz,<br>geboren am 15. Juni 1892 in Libau<br>Deportiert am 25. Oktober 1941 nach Lodz, von dort am 10. Mai 1942 nach Che»mno<br><br><strong>Sidonie Leicht</strong>, geborene Neumann,<br>geboren am 17. Januar 1864 in Radwanitz<br>Deportiert am 19. Juli 1942 nach Theresienstadt,<br>dort gestorben am 2. Januar 1943<br><br><strong>Recha Levi</strong>, geborene Bodenheim,<br>geboren am 15. Januar 1865 in Mannheim<br>Nahm sich das Leben am 16. Juli 1942<br><br><strong>Hildegard Löb</strong>,<br>geboren am 6. März 1923<br>Deportiert am 6. Dezember 1941 nach Riga<br><br><strong>Fanny Philip</strong>,<br>geboren am 29.11.1867 in Hamburg<br>Deportiert am 19. Juli 1942 nach Theresienstadt, dort gestorben am 9. Januar 1943<br><br><strong>Jenny Rosenmeyer</strong>, geborene Calmann,<br>geboren am 22. September 1868 in Hamburg<br>Deportiert am 19. Juli 1942 nach Theresienstadt, dort gestorben am 24. November 1942<br><br><strong>Selma Schümann</strong>, geborene Cohn,<br>geboren am 9. Mai 1876 in Hamburg<br>Nahm sich das Leben am 17. Juli 1942<br><br><strong>Simon von der Walde</strong>,<br>geboren am 24. Juli 1924 in Emden<br>Deportiert am 18. November 1941 nach Minsk</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Buchpräsentation: »Menschen, die plötzlich nicht mehr da waren« &#8211; Jüdisches Leben in Hamburg</title>
		<link>https://blankenese.de/buchpraesentation-menschen-die-ploetzlich-nicht-mehr-da-waren-juedisches-leben-in-hamburg-blankenese-am-27-februar/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Vera Klischan]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Feb 2025 08:52:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jüdisches Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bücherhalle]]></category>
		<category><![CDATA[Dölling und Galitz Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungskultur]]></category>
		<category><![CDATA[jüdisches Leben in Blankenese]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Thema jüdischen Lebens in Deutschland ist in den letzten&#160;Monaten noch einmal drängender geworden. Der Verein zur&#160;Erforschung der Geschichte der Juden in Blankenese hat nach&#160;langen Jahren intensiver Arbeit den Sammelband&#160;„»Menschen, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p><strong>Das Thema jüdischen Lebens in Deutschland ist in den letzten</strong>&nbsp;<strong>Monaten noch einmal drängender geworden. Der Verein zur</strong>&nbsp;<strong>Erforschung der Geschichte der Juden in Blankenese hat nach</strong>&nbsp;<strong>langen Jahren intensiver Arbeit den Sammelband&nbsp;<em>„»Menschen, die</em></strong> <strong><em>plötzlich nicht mehr da waren«. Jüdisches Leben in Hamburg-Blankenese</em>“ im November 2024 im Verlag Dölling und Galitz</strong>&nbsp;<strong>veröffentlicht.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese erste Gesamtdarstellung jüdischen Lebens in Blankenese beschreibt, wie sich der Alltag ab 1933 für die dort wohnenden Jüdinnen und Juden veränderte, wie sie bedroht und ausgeschlossen wurden, aber auch versuchten, sich selbst zu behaupten. Der Band thematisiert</p>



<p class="wp-block-paragraph">die verschiedenen Formen der Erinnerungskultur im Stadtteil und lässt heute dort lebende Jüdinnen und Juden über ihre Erfahrungen mit dem aktuellen Antisemitismus sprechen. Zugleich ist das Buch ein umfangreiches Nachschlagewerk zu Personen und Institutionen in Blankenese.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen einer Buchpräsentation stellt das Herausgeberteam&nbsp;<strong>Friedemann Hellwig, Frauke Steinhäuser, Alan Kramer und Petra Bopp&nbsp;</strong>jeweils einzelne Kapitel des Sammelbandes vor.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Anschluss stehen die Herausgeber für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ludger Menke, Leiter der Bücherhalle Elbvororte, wird den Abend moderieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Für Rückfragen:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ludger Menke, Leitung Bücherhalle Elbvororte Tel.: 040 – 386 407 84 <br>E-Mail: ludger.menke@buecherhallen.de<br>www.buecherhallen.de</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Donnerstag, den 27. März 2025, 19 Uhr&nbsp;&nbsp;Freier Eintritt</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bücherhalle Elbvororte&nbsp;&nbsp;&nbsp;Sülldorfer Kirchenweg 1B&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;22587 Hamburg</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über die Bücherhalle Elbvororte:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bücherhalle Elbvororte ist das öffentliche Wohnzimmer im Hamburger Westen: ein Ort für alle, die suchen, forschen, stöbern, entspannen und sich treffen wollen. Neben rund 40.000 Medien bieten wir ein vielfältiges Kultur- und Bildungsangebot an &#8211; vorbeikommen, reinschauen, teilnehmen!</p>
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		<title>Thema: &#8222;Juden in Blankenese&#8220;</title>
		<link>https://blankenese.de/geschichte-der-juden-in-blankenese/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Feb 2025 14:13:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jüdisches Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[ein Veranstaltungsüberblick Wichtig die Seite : &#8222;Verein zur Erforschung der Geschichte der Juden in Blankenese e.V.: &#8222;Viermal Leben&#8220; &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"></p><p class="has-large-font-size">ein Veranstaltungsüberblick</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wichtig</strong> die Seite : <br>&#8222;Verein zur Erforschung der Geschichte der Juden in Blankenese e.V.: <br>&#8222;<a href="https://www.viermalleben.de">Viermal Leben&#8220;</a><br></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>27. Januar 2025: <a href="https://blankenese.de/bertini-preis-fuer-stolpersteine-in-blankenese/">BERTINI-Preis für „Stolpersteine in Blankenese“</a> : Zivilcourage haben auch die Geschwister Pippa und Willy Sörensen bewiesen, als sie 2019 im Alleingang begannen, den Stolperstein von Julius Asch zu putzen und sich mit seiner Biographie auseinanderzusetzen.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>25. November 2024 »›<a href="https://blankenese.de/buchvorstellung-menschen-die-ploetzlich-nicht-mehr-da-waren/">Menschen, die plötzlich nicht mehr da waren‹</a> Jüdisches Leben in Hamburg-Blankenese«, herausgegeben vom Verein zur Erforschung der Geschichte der Juden in Blankenese e.V.: Buchvorstellung<br></li>



<li><a href="https://blankenese.de/9-november-ein-tag-gegen-das-vergessen-2/">9. November – ein Tag gegen das Vergessen:</a> Schulen reinigen die Stolpersteine im Dorf und sind zusammen in einer gemeinsamen Feierstunde in der Kirche (Um alle Jugendlichen in das Gedenken mithinzunehmen wurde die Feier am 8.11.2024 angesetzt.)</li>



<li><a href="http://9. November – ein Tag gegen das Vergessen">Die Feier in der Kirche</a><br></li>



<li>9. November 2023: <a href="https://blankenese.de/32-kerzen-gegen-das-vergessen/">32 Kerzen gegen das Vergessen</a>: <strong>I</strong>n der Blankeneser Kirche wurde der Blankeneser und Blankeneserinnen gedacht, die im Nationalsozialistischen Regime verfolgt und ermordet wurden.</li>



<li>Lichter am 9. 11. : <a href="https://blankenese.de/lichter-am-9-november-in-der-blankeneser-kirche/">Stolpersteine und eine Veranstaltung in der Blankeneser Kirche</a><br></li>



<li>9. November 2022: <a href="https://blankenese.de/blankenese-gedenkt-der-juedischen-opfer-des-nationalsozialismus/">Blankenese gedenkt der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus</a>: Die Kirche ist zu dieser ersten Gedenkfeier voll.</li>
</ul>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2022/10/Blankeneser-Miteinander_Pressefoto-_9.11.22_Stolperstein-Paul-Drucker.jpeg?_t=1740843074" alt="" class="wp-image-7936"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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