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	<title>Newsletter Archive - blankenese.de</title>
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	<title>Newsletter Archive - blankenese.de</title>
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		<title>Zwölf Jahre! Und was jetzt?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sandra-Valeska Bruhns]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2026 22:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Freitagsgedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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		<category><![CDATA[Luisa Rebien]]></category>
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					<description><![CDATA[Luisa Rebien (18) hat gerade ihr Abitur am Gymnasium Blankenese bestanden. Für blankenese.de hat sie ihre Gedanken zum Ende ihrer Schulzeit sowie zu den Unsicherheiten, Hoffnungen und der Neugier auf das, was vor ihr liegt, aufgeschrieben.]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Luisa Rebien (18) hat gerade ihr Abitur am Gymnasium Blankenese bestanden. Für blankenese.de hat sie ihre Gedanken zum Ende ihrer Schulzeit sowie zu den Unsicherheiten, Hoffnungen und der Neugier auf das, was vor ihr liegt, aufgeschrieben.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor 12 Jahren ging es los. Der sogenannte „Ernst des Lebens“. Was für eine Angst ich und wohl auch jedes andere Schulkind damals verspürten, da uns eingeprägt wurde, nun würde das echte Leben losgehen. Nach dem ersten Tag erschien die Grundschule dann doch nicht so schlimm. Auch die ersten Tage der fünften Klasse waren damals nur halb so wild. Mehr als ein Jahrzehnt bestimmte die Schule unseren Alltag. Jeden Tag am gleichen Ort, zur gleichen Zeit, mit den gleichen Menschen und den gleichen Lehrern. Dieser Ablauf scheint irgendwann selbstverständlich, aber wie im Wimpernschlag sind 12 Jahre plötzlich vorbei.<br><br><strong>Zwölf Jahre im Rückspiegel</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Lange habe ich mir vorgestellt, wie es sich anfühlen würde, endlich mit der Schule fertig zu sein. Während der stressigen Klausuren oder an stressigen Schultagen, an denen man am liebsten einfach nach Hause gehen möchte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Gefühl zwischen Erleichterung und Unsicherheit erfasste mich am letzten Schultag. Was macht man nach so vielen Jahren mit dem gleichen Ablauf? Diese Frage stelle ich mir seit über einem Jahr. Und meine Antwort darauf: Ich weiß es nicht. Im Gegensatz zu den meisten meiner Freunde bin ich die Einzige, die nicht weiß, was sie nach der Schule machen will. Angst und Unsicherheit füllen meine Gedanken, wenn ich an die Zukunft denke. Auch wenn ich erst 18 bin und meine Eltern mir sagen, dass ich noch so jung bin und Zeit habe, mich zu entscheiden, fühlt es sich an, als würde mir die Zeit weglaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Abschied von einem vertrauten Alltag</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich auf die Schulzeit zurückblicke, erinnere ich mich vor allem an die Freundschaften, die entstanden sind. Ohne meine besten Freundinnen hätte ich die Schulzeit wahrscheinlich nicht überstanden. Study Dates im Café, obwohl man dabei eher mehr geredet als gelernt hat – hinterher hat man sich trotzdem produktiv gefühlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Freundschaften, die bleiben</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht jeder Tag war einfach. Tatsächlich gab es bei mir sogar viel mehr anstrengende Tage als einfache. Nicht nur wegen des Leistungsdrucks, sondern auch manchmal wegen der Menschen. Vor allem die Lehrer spielen dabei eine wichtige Rolle. Auch wenn immer behauptet wird, dass Lehrer nichts damit zu tun haben, welche Noten man bekommt, oder dass sie keine Lieblinge in der Klasse haben, ist das leider nicht die ganze Wahrheit. Damit muss man lernen umzugehen, auch wenn es frustrierend ist. Allerdings ist das natürlich nicht bei jedem Lehrer so!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele meiner Lehrer haben einem auch das Gefühl vermittelt, verstanden zu werden. Bei diesen Lehrern hat der Unterricht auch Spaß gemacht (was man auch an den Notenspiegeln erkannt hat).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Schulabschluss endet auch eine Zeit, in der vieles vorgegeben war. Genau das macht den Übergang ins Erwachsenenleben so schwierig. Zum ersten Mal muss ich aktiv Entscheidungen treffen, die meine Zukunft dieses Mal wirklich beeinflussen. Ausbildung, Studium, Freiwilligendienst oder vielleicht doch erst einmal arbeiten. Plötzlich stehen unzählige Möglichkeiten offen. Eigentlich klingt Freiheit nach etwas Positivem. Doch in diesem Fall fühlt es sich eher wie eine Last an. Denn je mehr Möglichkeiten es gibt, desto größer wird die Angst, die falsche Entscheidung zu treffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Freiheit der Entscheidung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Angst kennen wahrscheinlich viele Menschen. Was ist, wenn ich den falschen Studiengang wähle? Was ist, wenn ich doch vorher eine Ausbildung hätte machen sollen? Nicht nur dadurch, sondern auch durch den ständigen Vergleich mit anderen entstehen Zweifel. Besonders heute, wo soziale Medien oft nur die Erfolge anderer zeigen, entsteht schnell der Eindruck, jeder hätte sein Leben perfekt geplant. Während andere scheinbar genau wissen, was sie wollen, fühlt man sich selbst verloren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Vergleich mit anderen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber mit genau diesem Mindset sabotieren wir uns selbst. Denn hinter jeder Person stehen Zweifel und Fehler, egal wie erfolgreich sie ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine der größten Herausforderungen nach der Schule ist das Gefühl, plötzlich selbst verantwortlich zu sein. Während der Schulzeit gab es klare Regeln und Strukturen. Nach dem Abschluss muss man seinen eigenen Weg finden. Niemand kann einem genau sagen, welche Entscheidung richtig ist. Dieses Gefühl kann Angst machen. Gleichzeitig bietet es aber auch die Chance, sich selbst besser kennenzulernen. Vielleicht entdeckt man Interessen, die man vorher nie hatte, oder merkt, dass sich Ziele im Laufe der Zeit verändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders schwierig finde ich den Gedanken, Erwartungen erfüllen zu müssen. Eltern haben Anforderungen an ihre Kinder. Freunde haben ihre eigenen Pläne. Auch die Gesellschaft vermittelt das Bild, dass man möglichst schnell wissen sollte, was man später machen möchte. Doch die Realität sieht oft (auch bei mir) anders aus. Nicht jeder Mensch kennt mit achtzehn Jahren seinen Traumjob.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zwischen Erwartungen und Selbstfindung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz aller Unsicherheiten gibt es auch Hoffnung. Jeder neue Tag bringt neue Erkenntnisse und eventuelle Zukunftsmöglichkeiten. Wahrscheinlich wird nicht alles so laufen, wie man es sich vorstellt und erhofft, denn das Leben ist nicht vollständig planbar. Aber auch das bringt neue Erfahrungen, aus denen man lernt. Das ist das Ziel: neue Dinge zu lernen und somit herauszufinden, wer man ist und wie man sein möchte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube, dass Hoffnung nicht bedeutet, keine Angst mehr zu haben. Es bedeutet vielmehr, mit diesem Gefühl umzugehen und trotz der Angst weiterzumachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Den eigenen Weg finden</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich an meine Zukunft denke, habe ich noch längst nicht auf jede Frage eine Antwort. Manchmal wünsche ich mir einen Plan, der mir genau sagt, was in den nächsten Jahren passieren wird. Doch wahrscheinlich wäre das Leben dann auch weniger spannend. Gerade weil wir nicht wissen, was kommt, haben wir die Möglichkeit, unser Leben selbst zu gestalten. Man darf seine Träume entwickeln, Ziele verändern und aus Fehlern lernen. Wenn einem das bewusst ist, kann man sein Leben erst richtig ausleben. Vielleicht ist es sogar in Ordnung, keinen perfekten Plan zu haben. Nicht jeder Weg verläuft gerade. Manche Menschen brauchen Zeit, um herauszufinden, was sie wirklich möchten. Andere entdecken ihre Leidenschaft erst durch Zufall.<br></p>



<figure class="wp-block-image alignleft is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="533" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/07/WhatsApp-Image-2026-07-09-at-20.48.11-e1783627895510.jpeg" alt="Eine junge Frau in einem Badezimmer mit einem Smartphone in der Hand, sie nimmt ein Selfie auf." class="wp-image-51418" style="width:397px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Luisa Rebien @ privat</figcaption></figure>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">Am Ende wird wahrscheinlich niemand sagen können, dass der Weg immer einfach war. Doch vielleicht ist genau das der Sinn des Lebens: Erfahrungen zu sammeln, Fehler zu machen, daraus zu lernen und Schritt für Schritt seinen Platz in der Welt zu finden. </p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">Zwölf Jahre Schule haben mich geprägt, aber sie definieren nicht meine gesamte Zukunft. Diese zwölf Jahre sind die Basis, auf der wir nun unsere Zukunft aufbauen und gestalten können.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">Deshalb möchte ich nicht nur mit Angst auf die kommenden Jahre blicken, sondern auch mit Neugier. Denn jede Entscheidung eröffnet neue Möglichkeiten. Jeder Fehler kann eine Lektion sein, und jede Herausforderung kann mich stärker machen. </p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">Ich weiß nicht genau, wohin mein Weg führen wird. Aber ich weiß, dass ich ihn selbst gehen werde und muss. Denn niemand sonst kann meinen Weg für mich gehen.</p>
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		<title>Olga Behrmann, 1904 &#8211; 1996</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2026 19:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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					<description><![CDATA[Olga Behrmann (links - Gründerin von Hotel Behrmann) mit Schwester Herta]]></description>
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<p class="has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-882d8e41fdcb64ba45f531342519615a wp-block-paragraph"><strong>Text von Maike und Ronald Holst –&nbsp;<br>in ihrem Buch „Blankeneser Frauen“ – erschienen 2013</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Olga Behrmann wuchs mit ihren vier Geschwistern auf dem Bauernhof ihrer Eltern in Dockenhuden (Ecke Elbchaussee und Hasenhöhe) auf. Zum Hof gehörten ausgedehnte Ländereien, die bis zur Mörickestraße reichten und Teile des Geländes der heutigen Führungsakademie einschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während Olga im elterlichen Hofbetrieb mit Hühnern,&nbsp; Enten, Schafen und Ziegen und schließlich auch Kühen und Pferden vertraut wurde, gab es gleich gegenüber eine andere Attraktion. Dort an der Ecke, beim Dorfkrug <em>Zur gemütlichen Ecke</em> von Heinrich Penz ließen die Bierkutscher die schweren Bierfässer vom Wagen rollen, während die Pferde unruhig stampften. Hier trafen sich wöchentlich allein fünf Dockenhudener Vereine. Wenn der Gesangsverein im Clubzimmer seine Lieder schmetterte, die Militärische Kameradschaft ihre Trinkfestigkeit unter Beweis stellte, dann bekam auch die Nachbarschaft ihren Teil ab. Ständig gab es Neues zu bestaunen für die kleine Olga: Festumzüge, Hochzeitsgesellschaften, aber auch Trauerzüge – alles mündete in den <em>Olen Krog</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eines Nachts im Jahre 1911 wurde Olga von der Mutter aus dem Schlaf gerissen. Sie wurde in eine Decke gewickelt und hastig in den Garten getragen. Dort – weitab von jedem Gebäude &#8211; warteten schon die großen Geschwister und starrten zur alten Scheune. „Die Pferde! Die Pferde!“ murmelten sie. Männer schrieen Befehle. Die Feuerwehr klingelte. Wasser zischte auf die aus dem Dach lodernden Flammen. Da öffnete sich das Tor und die Pferde rannten heraus – zuletzt der Vater.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Feuerwehr war es zu danken, dass das Feuer nicht auf das Wohnhaus übergegriffen hatte. (1934 begann Behrmann-Sohn Klaus seine ARAL-Tankstellen-Karriere auf dem Baugrund der abgebrannten Scheune mit einer Zapfsäule plus Pumpe.)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Beginn des Jahrhunderts wurde in Dockenhuden überall gebaut. Immer mehr stattliche Wohn- und Geschäftshäuser entstanden. Die Einwohnerzahl war auf 5000 gestiegen, denn die Vororts-Bahnverbindung ermöglichte Berufstätigen, in die Elbvororte zu ziehen, während sie in Altona oder Hamburg ihrer Arbeit nachgingen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einmal durfte Olga ihre Eltern begleiten, als sie in Altona etwas besorgen mussten. Es war ein schrecklich schönes Erlebnis, in dieses dampfend schnaufende Ungetüm zu steigen. Am liebsten wäre Olga am nächsten Tag gleich wieder Bahn gefahren, hätte zu gern wieder die breiten Straßen, den lebhaften Verkehr und die großartigen Geschäfte in Altona bestaunt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann konnte Olga auch in Dockenhuden die ersten Automobile bewundern, die ganz ohne Pferdekraft die Bahnhofstraße (heutige Dockenhudener Straße) hinaufholperten. Komische Lederkappen trugen die Insassen. Ob Sattler Jungblut von nebenan solche Automobil-Mützen nähte?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab 1910 ging Olga in die 1888 eingeweihte Dockenhudener Schule in der Bleicherstraße (heute: Frahmstraße). Die 1. Klassen waren nach Geschlecht getrennt. Erst ab der 2. Klasse wurden Jungen und Mädchen gemischt. Dann mussten die Lehrer mit durchschnittlich 40 Schülern fertig werden. Höhepunkte des Schuljahres waren <em>Kaisers Geburtstag</em>, die <em>Sedan-Feier</em> und <em>Kindergrün</em>.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="783" height="1024" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/07/BF.Behrmann01-783x1024.jpg" alt="BF.Behrmann01" class="wp-image-51246" style="aspect-ratio:0.7646448462653543;width:513px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Geschwister Behrmann</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach acht Schuljahren im Frühjahr 1918 wurde Olga aus der Schule entlassen und konfirmiert. Sie war 14 Jahre alt, der 1. Weltkrieg verloren. Olgas Arbeitskraft konnte auf dem elterlichen Hof gut gebraucht werden. Die Bevölkerung darbte. Tatkräftig half Olga im Haushalt bei der großen Wäsche, in der Küche – wobei sie nebenbei kochen lernte -, mistete Stallungen aus und betreute den Gemüsegarten. Sicher musste sie auch bei Bedarf in der Landwirtschaft zupacken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es war Olgas jungmädchenhafter Wunsch gewesen, ein eigenes Reitpferd zu besitzen. Doch sie wurde von ihren Eltern auf die klassische&nbsp; Rolle von Hausfrau und Mutter vorbereitet. Dazu gehörte die Reiterei auf keinen Fall. Die gewitzte Olga versuchte deshalb durch eigene Geschäfte Kapital für ein Pferd zu erwerben, indem sie mit einer Kaninchenzucht begann. Ein Nachbar hatte ihr beim Bau der Ställe geholfen. Die Stallhasen fühlten sich wohl und gingen eifrig ihrer Pflicht nach, sich zu vermehren, bis Vater Behrmann das Komplott aufdeckte und die Anschaffung eines Pferdes endgültig verbot.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Vom Fernweh gepackt</p>



<p class="wp-block-paragraph">Irgendwann muss ihr Fernweh erwacht sein. Vielleicht schon im Erdkundeunterricht, vielleicht durch Nachbarn oder Freunde der Eltern, die zur See fuhren, wie viele Mühlenberger und Blankeneser.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="645" height="1024" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/07/BF.Behrmann02-645x1024.jpg" alt="BF.Behrmann02" class="wp-image-51247 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Nachbarn &#8211; Sattler Jungblut und seine Frau &#8211; hatten Verwandtschaft in Amerika, dem <em>Gelobten Land, </em>wo jeder die Chance hatte, vom Tellerwäscher zum Millionär aufzusteigen. Auch Auguste Jungblut hatte es mit ihrem Mann in den USA zu Wohlstand gebracht – schrieb sie. Olgas vier Jahre älterer Bruder Albert ging immer häufiger zu den Jungbluts, wo er die Briefe der Neu-Amerikaner lesen durfte. Sie betrieben in Kansas eine Farm mit den berühmten Longhorn-Rindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Welche Perspektive bot sich ihm in diesem Deutschland? Von der Niederlage gelähmt. Durch den Versailler Vertrag erniedrigt. Von den Siegermächten geplündert. Depression, Arbeitslosigkeit, Inflation waren die beherrschenden Schlagwörter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die kleine Schwester Olga war Alberts Vertraute. Auch sie wollte weg, wollte etwas von der Welt sehen. Wollte ihren eigenen Weg gehen. Sie wollte raus aus diesem engen Dockenhuden, wo jeder jeden kannte. Vielleicht auch fort von den Eltern, von der nie enden wollenden Arbeit in Haushalt und Landwirtschaft? Von einer unglücklichen Liebe wird gemunkelt, die vielleicht den letzten Anstoß gab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Jungblut-Verwandten in Amerika stellten bereitwillig eine Bürgschaft für die Geschwister aus. Wann wurden die Eltern eingeweiht? Wie werden sie reagiert haben? Zwei Kinder und gleichzeitig zwei preiswerte Arbeitskräfte zu verlieren, war bestimmt kein Pappenstiel. Olga war gerade 19 geworden. Erst mit 21 Jahren wurde man mündig. Welche Gefahren lauerten gerade auf so ein junges Mädchen! &#8211; Doch Vater Behrmann überzeugte die Argumentation seiner Kinder. Er half mit Geldmitteln für die Überfahrt. Die zu beschaffen war im Winter ´23 keinesfalls leicht &#8211; so kurz nach der Inflation. Doch nun konnte ein Einreisevisum beantragt werden.</p>
</div></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Reise ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der <em>passengers list</em> von Ellis Island landeten Albert Behrmann (23 y) und Olga Behrmann (19 y) mit der <em>Reliance</em> am 09. November 1923 in New York. Wir wissen nichts von der Überfahrt im Oktober / November. Zu dieser Jahreszeit kann es auf dem Atlantik sehr unruhig sein. Ob sie seekrank wurden? Ob sie einen Platz im Zwischendeck gebucht hatten – wie die meisten ihrer1344 Mitpassagiere? Man kann sich kaum vorstellen, dass die Eltern sie reichlich mit Geld versorgt haben für die Passage und erste Zeit in der Ferne. Als die <em>Reliance</em> sich ihrem Ziel näherte, standen alle an Deck. Ergriffen vom Anblick der Neuen Welt, der Skyline von New York und der Freiheitsstatue, die sie wie ein Fanal empfing, bewegt von der glühenden Hoffnung und bangen Frage, ob sich wohl ihre Wünsche erfüllen würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Registrierung und Untersuchung auf Ellis Island wurden die Einwanderer mit Booten zur Südspitze von Manhattan gebracht.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Geschwister trennen sich</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie es weiterging? Albert hatte sein Ziel vor Augen. Es war zwar verboten, schon in Europa Arbeitsverträge für die USA abzuschließen. Aber Auguste Jungblut, verheiratete Keimig hatte geschrieben, dass sie auf ihrer Rinderfarm in Wichita&nbsp; tüchtige junge Leute gebrauchen könnten. Die Behrmann-Geschwister seien bei ihnen herzlich willkommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch Albert reiste allein! Von New York aus ging es tausend Kilometer weit in den mittleren Westen der USA, den fruchtbaren Weizengürtel. Dort in Kansas hatten sich viele Deutsche niedergelassen. Wichita&nbsp; war ursprünglich eine Indianersiedlung. 1870 wurde daraus eine wichtige Eisenbahnstation, wohin das Vieh aus Texas getrieben und verladen wurde, um die großen Städte, wie z.B. Chicago mit Fleisch zu versorgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst arbeitete Albert bei seinen ehemaligen Bürgen. Doch dann machte er sich selbständig, pachtete nach und nach immer mehr brach liegendes Land, bis er es eines Tages kaufen konnte. Als dann noch vor dem 2. Weltkrieg auf seinem Grund und Boden eine Ölquelle entdeckt wurde, war er ein gemachter Mann. Sein Sohn William Klaus machte später beim Ölmulti EXXON Karriere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und Olga? Warum begleitete Olga nicht ihren Bruder? Sie war doch noch so jung, noch nie zuvor im Ausland gewesen, mit minimalen Sprachkenntnissen <em>YES</em> und <em>NO</em> in diesem riesigen fremden Land! Auch sie wäre bei den Jungbluts als Arbeitskraft willkommen gewesen. Oder sie hätte in der Nähe ihres Bruders nach einem Arbeitsplatz schauen können. Sei es in der Landwirtschaft oder im Haushalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während es heutzutage durchaus üblich ist, dass 15- oder 16-Jährige als Austauschschüler ein Auslandsjahr – auch gern in den Vereinigten Staaten &#8211; verbringen, war eine private USA-Reise selbst bei Erwachsenen noch in den 1970er Jahren eine Besonderheit. Das lag einerseits an den Wahnsinnspreisen für einen Überseeflug oder die Schiffspassage und dann an dem hohen Dollarkurs, der den Aufenthalt schwer finanzierbar machte. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts reiste privat nur in die USA, wer seine Heimat auf Dauer verlassen, dorthin auswandern wollte. Ob auch Olga dies vorhatte? Wir müssen es wohl annehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf jeden Fall wollte sie unabhängig ihren Weg gehen, wollte wohl auch beweisen, dass sie allein zurechtkam. Nein, Olga wollte keinen Beschützer!</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Gänzlich allein in der Fremde</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht hatte Olga sich schon daheim die „Haus- und Taschenbibliothek für Amerika-Auswanderer“ besorgt, die wichtige Tipps bereithielt. Dann wird an Bord ein reger Austausch an Informationen stattgefunden haben. Olga wurde gewarnt, es gäbe Betrüger in New York, die es auf die Habe der Einwanderer abgesehen hätten, die Hilflosigkeit ausnutzten, gefälschte Fahrkarten verkauften, überhöhte Preise verlangten, falsche Versprechungen machten. Besonders junge, gut aussehende Mädchen wie Olga seien noch ganz anderen Gefahren ausgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch Olga ließ sich nicht einschüchtern. Vielleicht wandte sie sich in New York an eine der Hilfsorganisationen, die Unterkunft für die ersten Tage vermittelten, bei Weiterreise und Arbeitssuche halfen. Wahrscheinlich wurde ihr schon in New York der Arbeitsplatz als Haushaltshilfe vermittelt, der sie zu einer deutsch-jüdischen Familie an der Ostküste führte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Olga muss ein unglaublich mutiges selbständiges Mädchen gewesen sein. Wir stellen uns vor, wie sie – einen Zettel mit Abfahrtszeit, Bahnsteig, Zug und Zielstation in der Hand &#8211; sich am Hauptbahnhof, der riesigen Central Station orientiert, in den Zug steigt und dann neugierig die Fahrt genießt. Endlos – so scheint es ihr &#8211; fährt der Zug noch durch New York. Will dieses Häusermeer denn nie ein Ende nehmen? Doch schließlich wird es ländlicher. Nur noch ab und zu ein Hof, ein „farmhouse“, hat sie nachgeschlagen und abgeerntetes Land, das im November genauso grau aussieht wie in Deutschland. Nur die Ausmaße der Felder haben hier ganz andere Dimensionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach etlichen Stunden Bahnfahrt erreicht sie die Kleinstadt, ihren Zielort. Hier lernt sie einen jüdischen Haushalt und die feine Küche kennen, denn ihre Chefin ist eine ausgezeichnete Köchin. Nebenbei paukt Olga Vokabeln, indem sie z.B. mit der einen Hand den Mopp dirigiert, hält sie in der anderen das englische <em>dictionairy</em>, denn sie will möglichst schnell die Landessprache beherrschen. Und sie will genug Geld verdienen, um das Land bereisen und erkunden zu können.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ob sie einsam war?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob sie einsam war? Unter Heimweh litt? Ob sie mit ihren Eltern und Geschwistern zuhause Kontakt gepflegt hat?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute, im Zeitalter der weltweiten Kommunikation, können wir uns gar nicht vorstellen, wie abgeschnitten auch ein USA-Reisender zu Olgas Zeit war. Briefe waren das gängige Kommunikationsmittel. Sie wurden normaler Weise per Schiff befördert, dauerten also bis zum europäischen Empfänger rund 4 Wochen. Übersee-Telefonate gab es schon. Aber Bauer Behrmann in Dockenhuden wird kaum einen Telefonanschluss besessen haben. Außerdem waren Überseegespräche teuer und mussten lange vorher angemeldet werden, so dass diese Möglichkeit nur im Notfall genutzt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sobald Olga im Englischen sicher genug war, sah sie sich nach einem besser bezahlten Arbeitsplatz um. Den fand sie in einer großen Wäscherei in einer südlicher gelegenen Ostküstenstadt. Der Ortswechsel und die damit verbundene Neuorientierung scheinen ihr nichts ausgemacht zu haben. Kontaktfreudig, wie sie war, fiel es ihr leicht, schnell eine neue Bleibe und Freunde zu finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob darunter auch Männerbekanntschaften waren? Olga war attraktiv, wissbegierig, tüchtig, sparsam und fleißig. Sie besaß also viele Attribute, die von jungen Männern auf Brautschau geschätzt wurden. Aber fest gebunden hat sich Olga nicht. Entweder war der Richtige nicht dabei oder ihr Unabhängigkeitsdrang zu groß. Die gewonnene Freiheit wollte sie wohl kaum zugunsten eines traditionellen Status als Ehefrau und Mutter aufgeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir nehmen an, dass Olga in der Wäscherei eine verantwortungsvolle Position erlangt oder sich anderswo eine lukrative Arbeit gesucht hat. Dann soll sie &#8211; noch nebenbei &#8211;&nbsp; in einem <em>beauty parlor</em>, zu deutsch Frisiersalon, Kundinnen mit Maniküre versorgt haben. Sonst ist es kaum vorstellbar, dass sie kreuz und quer durch die Neue Welt reisen konnte, zu den eindrucksvollen Naturschönheiten in den Nationalparks, sicher auch zum Bruder und zur Familie Jungblut/Keimig nach Wichita. Sie machte eine Schiffsreise durch den Suezkanal und fuhr zweimal nach Europa, um ihre Familie in Dockenhuden wieder zu sehen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Kriegsausbruch</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als sie 1939 zum zweiten Mal in Hamburg war, brach der 2. Weltkrieg aus und Olga blieb im Reich. Doch nach 16 Jahren USA hielt sie es in Dockenhuden nicht lange aus. Berlin war da schon etwas anderes. In Berlin konnte sie sich ihre Zukunft vorstellen. Sie mietete eine große Etagenwohnung und eröffnete mitten im Krieg eine Pension unter dem Namen <em>Pension New York</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei dieser Aufgabe bewies Olga Pioniergeist. Es war zu der Zeit völlig unüblich, dass eine Frau ein Unternehmen gründete. Noch dazu mitten im Krieg. Überall wurden Frauen als Ersatz für die zur Wehrmacht eingezogenen Männer gesucht. Eine Reihe von Frauen&nbsp; war selbst bei der Wehrmacht eingesetzt. Deshalb war es ein außergewöhnliches Unterfangen, dass eine Frau einen Gewerbeschein beantragte.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="737" height="1024" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/07/BF.Behrmann04-737x1024.jpg" alt="BF.Behrmann04" class="wp-image-51249" style="aspect-ratio:0.7197222858014801;width:471px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Herr Bode, Liebling der &#8222;Pension New York&#8220;</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Doch Olga wusste die zuständigen Stellen mit ihren Argumenten zu überzeugen. Noch heute sagt man in Dockenhuden: „Was Olga Behrmann anpackte, das gelang!“ Ihre Reise-Erfahrungen und die Englischkenntnisse gaben ihr Weltläufigkeit. In Haushaltsfragen war sie perfekt. Und eine finanzielle Starthilfe von Vater Behrmann ermöglichten ihr und Schwester Herta die Unternehmensgründung der Schöneberger Pension. Hertha war frisch geschieden und bedurfte ohnehin elterlicher Unterstützung. Außerdem bestand in Berlin ständiger Bedarf an Unterkünften für die vielen auswärtigen Besucher – gerade jetzt in der großen Zeit der Nazis mit den zahlreichen Delegationen, Offiziersbesuchen&nbsp; und Massenveranstaltungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die<em> Pension New York</em> lief schnell so gut, dass Olga ihre Schwester Hertha animierte, sie bei der Arbeit zu unterstützen. Hertha kam mit ihrer kleinen Tochter nach Berlin, die nach ihrer Tante auch Olga hieß. Gemeinsam erlebten sie die schweren Bombenangriffe. 1943 wurde auch die Etagenpension schwer beschädigt. Doch Olga gab nicht auf, flüchtete nicht mit Schwester und Nichte ins relativ ruhige Dockenhuden. Sie veranlasste alle notwendigen Reparaturen und nahm so schnell wie möglich den Betrieb wieder auf. Bald musste sie die Pension weitgehend allein führen, weil Hertha immer stärker unter Asthma litt. Kurz vor Kriegsende wurde Nichte Olga zu Verwandten nach Eutin geschickt, Hertha reiste ihrer Tochter wenig später nach. Nur Olga „hielt die Stellung“, um die Pension mit dem verbliebenen Inventar vor Dieben und Plünderern zu schützen. Vor den anrückenden Rotarmisten schien sie sich nicht im Geringsten zu fürchten.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="636" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/07/BF.Behrmann03-1024x636.jpg" alt="BF.Behrmann03" class="wp-image-51248" style="aspect-ratio:1.6100778812372551;width:676px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Bombengeschädigte &#8222;Pension New York&#8220;, 1913</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Kriegsende versuchte Olga im von den Sowjets besetzten Berlin zu retten, was von ihrer Pension zu retten war. In dieser Zeit pendelte Olga in kalten und total überfüllten Zügen, die manchmal Tage unterwegs waren, zwischen der zerstörten Reichshauptstadt und dem ebenfalls schwer bombardierten Hamburg – immer mit gewichtigen Koffern voller Wäsche und Geschirr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einmal rannte sie mit drei prall gefüllten Koffern durch die Sperre des Altonaer Bahnhofs ohne anzuhalten. Der Kontrolleur verlangte die Fahrkarte im Unteroffizierston. Doch sie rief – an ihm vorbeipreschend: „Meine Karte kommt gleich!“ und war im Menschengewimmel verschwunden. Wahrscheinlich hatte sie gar keinen Fahrtausweis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schwestern Olga und Hertha lebten nun auf dem elterlichen Anwesen in Dockenhuden. Mit drei Schafen, die Olga jeden Morgen in der Diele molk, außerdem mit allerlei Kleinvieh. Sie schlachtete ein schwarz gehaltenes Schwein höchst persönlich und verarbeitete es in der Badewanne. Auch die Anzeige eines Nachbarn, der ihr Vergehen der Polizei gemeldet hatte, störte sie nicht.&nbsp; Sie war schon beim nächsten, aus der Not geborenen Frevel und fällte im Baurs Park einen Baum, um Feuerholz zu erhalten. Und dann drängten sich Olga die Möglichkeiten des Schwarzmarkts auf. Sie&nbsp; kaufte und verkaufte, was immer sich tauschen oder verkaufen ließ.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="778" height="1024" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/07/BF.Behrmann05-778x1024.jpg" alt="BF.Behrmann05" class="wp-image-51250" style="aspect-ratio:0.7597619592584115;width:526px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Olga, Mutter, Herta</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hin und wieder halfen ihre Englisch-Kenntnisse: Wann immer sie von rot-bemützter britischer Militär-Polizei aufgehalten oder gar visitiert wurde, wusste sie sich auf Englisch lautstark zur Wehr zu setzen. Und sie kam mit ihren Protesten durch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch ab und zu blieb den Behrmann-Geschwistern nichts anderes übrig, als schweren Herzens ein Stück Wiese oder Gartenland zu verkaufen. Denn auch Bruder Klaus konnte in den ersten Nachkriegsjahren mit seiner BV ARAL-Tankstelle an der Elbchaussee nicht reüssieren.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Hotelgründung &#8211; noch vor der Währungsreform</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um endlich wieder eine bürgerliche Existenz zu haben, entstand bei den Schwestern ein ungewöhnlicher Plan: Kurz vor der Währungsreform entschloss sich Olga, das&nbsp; Behrmann´sche Bauernhaus umzubauen und ein acht Zimmer Hotel garni&nbsp; im ehemaligen Pferdestall zu eröffnen. Die dafür notwendige Hoteliers-Erfahrung&nbsp; hatte sie ja zur Genüge in ihrer Pension in Berlin gesammelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mitten in die Bauphase platzte die neue Währung. Alle Handwerker wollten von da an nur noch in harter D-Mark bezahlt werden. Doch Olga wusste die&nbsp; altbekannten Blankeneser Bauhandwerker zu vertrösten – und umgekehrt vertraute man den Behrmann-Schwestern und arbeitete auf Kredit weiter. Wie anders sollte die Nachkriegswirtschaft sonst in Schwung kommen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Konzept ging auf. Schon zwei Jahre später konnten die nächsten sechs Zimmer im ersten Stock ausgebaut werden.&nbsp; Alle mit Warmwasserboiler, einer Besonderheit in damaliger Zeit: Warmes Wasser aus der Wand, unglaublich!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mutter Behrmann, die als Witwe mit im Haus wohnte,&nbsp; fühlte sich sichtlich wohl. Sie war nicht mehr Bauersfrau, sondern unterhielt jetzt die Gäste. Und wenn sie lachte, was häufig vorkam, hörte man sie die ganze Dockenhudener Straße hinauf.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Das Geschäft brummt</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Haus war ein klassisches Hotel garni, d.h. es bot außer Übernachtungsmöglichkeiten nur Frühstück an. Die Auslastung von Behrmanns Hotel lag schon damals und dann über Jahrzehnte bei sage und schreibe mehr als 80%, einer Branchen-Traummarke.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="556" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/07/BF.Behrmann07.jpg" alt="BF.Behrmann07" class="wp-image-51252" style="aspect-ratio:1.7986116965966894;width:711px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Hotel Behrmann 1966</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wochentags kamen Geschäftsreisende, zum Wochenende Blankenese-Besucher, denn „Blankeneser haben nicht gern Übernachtungsbesuch. Das macht Arbeit!“, zitierte Olga Günthardt &#8211; Nichte und Nachfolgerin von Olga Behrmann &#8211; die Blankeneserinnen. Lediglich die Nächte von Sonntag zum Montag waren nie optimal belegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1954 wurden in&nbsp; der Zwischenetage weitere Zimmer ausgebaut, so dass das Hotel nun über 20 Räume verfügte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nachfrage war manchmal so gut, dass sie nicht befriedigt werden konnte. Doch Olga Behrmann wies &#8211; wenn irgend möglich &#8211; keinen Gast ab. Zur Not vermietete sie ihr Schlafzimmer und nächtigte in der Badewanne. Ähnlich mussten sich Hertha und deren Tochter behelfen. Die wussten ein Notquartier im Keller.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine besonders interessante Geschäftsbeziehung hatte sich zu <em>Lloyds Shipping</em> entwickelt, deren Mitarbeiter oft Wochen und länger in Behrmanns Hotel lebten, bis sie in Hamburg eine Wohnung gefunden hatten. Obwohl das Hotel Behrmann eigentlich nur das Frühstück servierte, bot Olga diesen guten Gästen auf Wunsch auch Abendessen an. Natürlich gegen Berechnung – aber unter der Hand. Die Essenszubereitung überließ sie nicht etwa ihrer Schwester Hertha (einer sehr guten Köchin), weil die nach ihrer Vorstellung viel zu gehaltvoll und aufwendig kochte. Margarine anstelle von Butter&nbsp; tat es schließlich auch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ohnehin war Schwester Hertha wegen des Asthmas keine große Hilfe.&nbsp; Sie starb dann auch relativ jung im Jahr 1954.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Single &#8211; aber nicht immer allein</p>



<p class="wp-block-paragraph">Olga war nie eine partnerschaftliche Bindung eingegangen. Doch nächtliche Türgeräusche und Bewegungen auf den Fluren legten nahe, dass auch Olga keine Kostverächterin war.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eines Tages zeigte ein guter Gast der jungen Olga seine mit Brillanten besetzte Rolex-Uhr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bald darauf lag die Behrmann im Krankenhaus. Als Nichte Olga die Tante besuchte, hielt diese den linken Arm ständig unter der Bettdecke. Schließlich wurde gefragt: „Tante, was ist mit deinem Arm passiert? Bist du verletzt?“ Da zog Olga den Arm unter der Decke hervor und am Handgelenk glitzerte die beim Gast bewunderte Rolex, während Tante Olga puterrot wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Olga Behrmann macht aus jedem Schiet was!“ war stehende Redensart in der Familie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit all ihren Geschäftserfolgen hielt sie nie hinter dem Berg. Aber wenn es um ihr Privat- bzw. das Intimleben ging, war sie so verschwiegen wie ein Grab. Selbst in späten Jahren.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Auf Olga folgt Olga</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Nichte Olga, die obendrein Olga Behrmanns Patenkind war, eine Lehrstelle suchte, ging Frau Behrmann mit ihr zum Vorstellungsgespräch in den <em>Europäischen Hof</em>. Die Nichte wurde unter Obhut ihrer Tante&nbsp; vorgestellt und bekam nach einigen Schwierigkeiten &#8211; wegen ihrer zu g u t e n&nbsp; Schulbildung &#8211; den begehrten Ausbildungsplatz. Im Anschluss an die Lehre wurde Nichte Olga von ihrer Tante auf eine Hotelfachschule in Lausanne geschickt, in der vorher bereits eine andere Blankeneserin gewesen war: Magrit Röhr, verheiratete Schulte-Haubrock vom Süllberg.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="821" height="1024" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/07/BF.Behrmann06-821x1024.jpg" alt="BF.Behrmann06" class="wp-image-51251" style="aspect-ratio:0.8017547875181201;width:488px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">1964, Olga fliegt für 20 Jahre nach Spanien</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">1964 übertrug Frau Behrmann das Hotel ihrer Nichte. Danach verkaufte sie eine letzte Obstwiese, um vom Erlös die immer schon ersehnte Weltreise zu machen. Das Ticket dafür buchte sie über alte Kanäle in New York. Wohin immer es sie dann auf dem Globus verschlug, knüpfte sie dank ihres offenen&nbsp; Wesens und ihrer Sprachkenntnisse Kontakte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Abschluss der weltumspannenden Schiffsreise erwarb sie&nbsp; wegen ihrer angegriffenen Gesundheit ein Appartement in der Wärme Spaniens bei Benidorm. Auf der iberischen Halbinsel bekam ihr das Klima am besten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen Weltreise und ihrer Übersiedlung nach Spanien machte Olga den Führerschein. Er sollte ein kleines Vermögen kosten, denn Autofahren war nicht Olgas Sache. Trotzdem fuhr sie mit ihrem Käfer bis in ihre neue Heimat Spanien. Als sie bei einem Besuch von Nichte Olga gefragt wurde, ob sie denn nie in den Rückspiegel schaue, erkannte sie zum ersten Mal die Vorteile eines rückwärts gerichteten Blicks. Denn in die Vergangenheit zu schauen, war nie ihre Sache, sie blickte immer nur nach vorn.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was uns heute ganz normal erscheint, im Alter nach Spanien zu ziehen, war wieder typisch für Olga Behrmann: nämlich zu der Zeit absolut ungewöhnlich, geradezu bahnbrechend und für ihre Situation absolut vernünftig.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="998" height="524" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/07/BF.Behrmann08.jpg" alt="BF.Behrmann08" class="wp-image-51253" style="aspect-ratio:1.9046071268823617;width:761px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">80ster Geburtstag. 1984</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Sicher hat sie auch diesmal erst im Lande Spanisch gelernt, aber sich sofort zurechtgefunden, Kontakte geknüpft und sich dort so wohl gefühlt, dass sie 20 Jahre blieb. Erst als sie in Spanien nicht die notwendige spezialärztliche Behandlung bekommen konnte, kehrte sie nach Hamburg zurück und mietete sich in der <em>Seniorenresidenz</em> <em>Falkenbergsweg</em> in Neugraben ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1984 richtete Nichte Olga ihrer Tante einen unvergessenen 80. Geburtstag aus – natürlich auf dem Süllberg, wie es sich für gute alte Blankeneser gehört. 1996 verstarb Olga Behrmann nach einem erfolgreichen und höchst interessanten Leben im gesegneten Alter von 92 Jahren.</p>



<p class="has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color wp-elements-a388da8a764830581a96df379182f64e wp-block-paragraph">Quellenangabe:</p>



<p class="has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color wp-elements-838f6c16982ab044f8e72397f9f8d897 wp-block-paragraph">Interviews mit Olga Günthardt und Helga Jungblut</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Tauffest an der Elbe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2026 19:10:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
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					<description><![CDATA[Taufe ist das kleine Ostern für jeden Einzelnen, so schreiben die Nienstedtener und die Blankeneser Kirchengemeinden. Und Taufe wollen sie feiern &#8211; ein erstes gemeinsames Tauffest der beiden Gemeinden. Taufe [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Taufe ist das kleine Ostern für jeden Einzelnen, so schreiben die Nienstedtener und die Blankeneser Kirchengemeinden. <br>Und Taufe wollen sie feiern &#8211; <br>ein erstes gemeinsames Tauffest der beiden Gemeinden. </p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-3105f120c514eeb01ed7169729ece225 wp-block-paragraph"><strong>Taufe am 12. Juli um 11.30 Uhr Falkensteiner Ufer.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Tauffamilien und alle, die einen Gottesdienst unter freiem Himmel erleben möchten, treffen sich am Falkensteiner Ufer bei &#8222;Uwe&#8220; und &#8222;Polstjernan&#8220; &#8211; den Wracks an der Elbe. <br>Die Pastoren Präckel, Engelbrecht und Marschner werden taufen. <br>Für die musikalische Begleitung wird der Posaunenchor aus St. Trinitatis Altona dabei sein. <br>Nach dem Taufen soll am Strand weitergefeiert werden: Tische und Bänke, Kaffee und Kekse &#8211; so heißt es &#8211; werden zum Bleiben einladen. <br>Vielleicht ja auch für Zuschauer&#8230;<br></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="479" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/04/1.Seite_.Uwe-.jpeg" alt="1.Seite.Uwe" class="wp-image-49436"/><figcaption class="wp-element-caption">&#8222;Uwe&#8220;</figcaption></figure>
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		<title>&#8222;250 Jahre USA&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Vera Klischan]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2026 19:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Leben im Ort]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[Blankenese]]></category>
		<category><![CDATA[Buchhandlung Wassermann]]></category>
		<category><![CDATA[Herbstlese]]></category>
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					<description><![CDATA[Vom 1. bis zum 6. September 2026 findet in Blankenese ein Literaturfestival statt. Und was für eines… Innerhalb von drei Jahren hat die Herbstlese der Buchhandlung Wassermann derart Fahrt aufgenommen, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vom 1. bis zum 6. September 2026 findet in Blankenese ein <a href="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/06/programm_herbstlese_2026.pdf">Literaturfestival</a> statt. Und was für eines… Innerhalb von drei Jahren hat die Herbstlese der Buchhandlung Wassermann derart Fahrt aufgenommen, dass selbst Urlaube auf diesen Termin ausgerichtet werden.&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das zu Recht! Wir erinnern uns an denkwürdige Veranstaltungen der Herbstlese im vergangenen Jahr. Steffen Mau und Altbundespräsident Joachim Gauck in der prall gefüllten Blankeneser Kirche. Aber auch Daniel Cohn-Bendit, Elke Heidenreich und Dinçer Güçyeter rundeten das hochkarätige Angebot ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun liegt das mit Spannung erwartete neue Programm für September vor. Die Herbstlese wird auf sechs kompakte Tage verkürzt. Das übergeordnete Thema ist „250 Jahre USA“. Ein Thema, das gerade in den letzten Monaten der politischen Kräfteverschiebung von elementarer Bedeutung für unsere Sicherheit ist und Perspektiven auch aus Sicht der USA bieten wird. Insgesamt </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt 35 Veranstaltungen an 13 unterschiedlichen Orten in Blankenese und Nienstedten mit Autoren und Autorinnen aus 16 Nationen. Richtig gerechnet! Das macht im Schnitt sechs Veranstaltungen am Tag. Wir können fast eine Woche lang tief in die Welt der Literatur eintauchen, uns einladen lassen zu einem neuen Blick auf die Welt. In diesen Zeiten rasenden digitalen Fortschritts und zunehmender kriegerischer Eskalationen ist das gemeinsame Nachdenken, der Austausch von Positionen und die Inspiration durch andere Meinungen wichtiger denn je. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Klassische Lesungen, Live-Podcasts, Lyrik und musikalische Performances laden zu diesem Austausch ein. Außerdem wird der Literatur-Preis „Der zweite Roman“ im Rahmen des Festivals verliehen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugesagt haben bisher Elke Heidenreich, Giovanni di Lorenzo, Karl Schlögel, Christoph Ransmayr und Sebastian Muthspiel, Vigdis Hjorth, Olivier Guez, Klaus Brinkbäumer und Rieke Havertz, Jan Philipp Reemtsma, Michael Köhlmeier, Madame Nielsen, Shelly Kupferberg, Judith Schalansky, Felicitas Hoppe, Dinçer Güçyeter, Sharon Dodua Otoo, Nora Gomringer, Laura Freudenthaler uvm. „Zum jetzigen Stand freuen wir uns auf Künstlerinnen und Künstler aus acht Nationen.“ So einer der beiden Inhaber Florian Wernicke.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Eintrittspreise liegen zwischen 20 und 30 Euro. Zudem gibt es vier kostenlose Veranstaltungen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Herbstlese Junior wird vom 8.–11. Oktober 2026 stattfinden. Für den Kinder- und Jugendteil der Herbstlese gibt es eine Kooperation mit dem Verein Seiteneinsteiger e.V. aus Hamburg. Insgesamt finden ca. 10 Veranstaltungen in Schulen und an anderen Orten in Blankenese (Stadtteilschule), Osdorf, Iserbrook und Lurup statt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Zeiten eines überbordenden Gebrauchs digitaler Medien ist es eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe, Kindern und Jugendlichen Literatur als unverzichtbaren Bestandteil des Verstehens der Welt und der eigenen Lebenswirklichkeit zu vermitteln. Lesen ist die Schlüsselkompetenz für eine erfolgreiche Teilhabe am Leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir können uns auf großartige Veranstaltungen freuen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>NEU</strong>:&nbsp;&nbsp;Ein Topangebot ist der&nbsp;<strong><u>Herbstlesepass</u></strong>&nbsp;zum Preis von&nbsp;<strong>195 Euro</strong>. Er berechtigt zur Teilnahme an allen Veranstaltungen und darüberhinaus gibt es jeden Morgen ein Franzbrötchen und einen Kaffee „auf die Hand“ im Festivalzentrum vor der Kirche.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollten Sie Lust bekommen haben…<br>Tickets gibt es über&nbsp;<a href="https://wassermann-buecher.de/herbstlese-blankenese/">https://wassermann-buecher.de/herbstlese-blankenese/</a></p>



<p class="has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-785794010ded3b5ef9b394604ace10d8 wp-block-paragraph"><a href="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/06/programm_herbstlese_2026.pdf">Hier die Übersicht über das ganze Programm</a></p>
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		<item>
		<title>Rückblick: Zweiter Blankeneser Hospiztag</title>
		<link>https://blankenese.de/rueckblick-zweiter-blankeneser-hospiztag/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2026 18:50:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Leben im Ort]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Sonntag, den 7. Juni fand der zweite Blankeneser Hospiztag statt! Ein glücklicher Zufall, dass gleichzeitig ein Flohmarkt sich auf dem Marktplatz mit vielen Ständen präsentierte, denn viele Besucher und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Sonntag, den 7. Juni fand der zweite <a href="https://www.blankeneser-hospiz.de/home" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Blankeneser Hospiztag</a> statt! Ein glücklicher Zufall, dass gleichzeitig ein Flohmarkt sich auf dem Marktplatz mit vielen Ständen präsentierte, denn viele Besucher und alle Hospizinteressierten kamen auch zu uns !</p>



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		</button><figcaption class="wp-element-caption">Führung durch C. Loeck</figcaption></figure>



<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6a507c652cdfc&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6a507c652cdfc" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="858" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" data-id="51338" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/07/Hospiz2026.07.jpeg" alt="Hospiz2026.07" class="wp-image-51338"/><button
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		</button><figcaption class="wp-element-caption">Dr.Tina Haatanen (Palliativmedizinerin) und Denise Kirsch (SAPV),</figcaption></figure>



<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6a507c652d2a0&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6a507c652d2a0" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="750" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" data-id="51342" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/07/Hospiz2026.02.jpeg" alt="Hospiz2026.02" class="wp-image-51342"/><button
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			</svg>
		</button><figcaption class="wp-element-caption">Ausbilderinnen Annika Schlichting (links) und Diana Bahr</figcaption></figure>



<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6a507c652d75e&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6a507c652d75e" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="750" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" data-id="51339" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/07/Hospiz2026.06.jpeg" alt="Hospiz2026.06" class="wp-image-51339"/><button
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			</svg>
		</button><figcaption class="wp-element-caption">Leitung Julia Behnk und Pastor Frank Engelbrecht</figcaption></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hospiztag hatte viel zu bieten: Nach einer Begrüßung von Julia Behnk, der Leiterin unseres Hospizes, hielt Pastor Engelbrecht eine Andacht. Danach gab es Darbietungen vom Blankeneser Gospelchor und schließlich eine erste Führung durch das Hospiz mit Clarita Loeck, Verschiedene Vorträge über Hospizbedürftigkeit, Vorsorgevollmachten, Patientenverfügung standen auf dem Programm. Weitere Führungen durch das Hospiz wurden angeboten </p>



<figure data-wp-context="{&quot;galleryId&quot;:&quot;6a507c652df76&quot;}" data-wp-interactive="core/gallery" class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6a507c652e4fc&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6a507c652e4fc" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="552" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" data-id="51340" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/07/Hospiz2026.04.jpeg" alt="Hospiz2026.04" class="wp-image-51340"/><button
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		</button><figcaption class="wp-element-caption">Gospelchor</figcaption></figure>



<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6a507c652ed64&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6a507c652ed64" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="524" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" data-id="51341" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/07/Hospiz2026.03.jpeg" alt="Hospiz2026.03" class="wp-image-51341"/><button
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		</button><figcaption class="wp-element-caption">Big Band</figcaption></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph">und das Musikprogramm durch den Auftritt der BigBand West erweitert. Während des gesamten Nachmittags war für Kuchen, Häppchen, Eis und Grillereien gesorgt!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gemeindesaal war bestens gefüllt und die Führungen genauso, sodaß spontan neben der ersten Führung noch eine zweite mit Diana Bahr angeboten wurde! Alle Besucher konnten sich mit Flyern eindecken und Informationen in Gesprächen mit den Stand- Vertretern erhalten. Es war &#8211; die allgemeine Resonanz &#8211; ein gelungener Nachmittag und das Team freut sich schon auf das 10-jährige Jubiläum des Hospizes am <strong>4.September 2027</strong>!</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>„Man kann sich mit dem Tod anfreunden und im Frieden sterben“</title>
		<link>https://blankenese.de/man-kann-sich-mit-dem-tod-anfreunden-und-im-frieden-sterben/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2026 18:40:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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					<description><![CDATA[Betrachtet man die Lebenslinien von uns Menschen, staunt man oft darüber, für welche Wege ein Mensch sich entschieden hat, welche Wendungen es in seinem Leben gab, welche Begegnungen ihn geformt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Betrachtet man die Lebenslinien von uns Menschen, staunt man oft darüber, für welche Wege ein Mensch sich entschieden hat, welche Wendungen es in seinem Leben gab, welche Begegnungen ihn geformt haben und was der Mensch wohl aus seiner Lebensgeschichte für ein Fazit zieht .</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gila ist eine der 14 Teilnehmenden des neuesten Ausbildungskurses für Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden in dem Blankeneser Hospiz, der im Januar begonnen hat und Ende November 2026 beendet sein wird. Gila steht für eine harmonische und interessante, bunte Gruppe, deren Teilnehmer in einer Spanne von 30 Jahren geboren sind. Gila ist die älteste, die sich an das Thema des Lebensendes herantraut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So unterschiedlich das Alter, so unterschiedlich sind die Lebenswege und das macht die Arbeit in der Gruppe besonders abwechslungs &#8211; und erfahrungsreich. Die Teilnehmenden beschäftigen sich mit allen Themen über das Sterben und Leben, über den Tod und den Umgang damit. &nbsp;Gila erfährt mit allen anderen, wie man mit den „Gästen“ im Haus spricht, deren eigene Sprache versteht und wie sich die unterschiedlichen Phasen des Sterbens darstellen und woran man sie erkennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Gila hat auf ihrem langen, schon 81 Jahre währenden Lebensweg</em> …<br>viele Stationen, viele erfüllende und weniger erfüllende Abschnitte durchlebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit vier Jahren ist sie nun nach verschiedenen Wohnorten in Hamburg gelandet, wo ihre Mutter bis zuletzt gelebt hat &#8211; nicht weit vom Hospiz entfernt, an dem sie so oft schon vorbei gegangen ist.<br>Im Interview sagt Gila: „Ich hatte schon häufig überlegt, was ich ehrenamtlich einmal Sinnvolles tun kann für unsere Gesellschaft“. Und dann, bei einem erneuten Gang am Hospiz vorbei, kam ihr der Gedanke, es könnte die Begleitung von sterbenden Menschen sein! „Und jetzt“, so sagt sie weiter, „bin ich begeistert von dem Kurs für zukünftige Sterbebegleitende, an dem ich teilnehmen kann, er bereichert und bewegt mich und knüpft dort an, wo ich schon früh mit dem Tod konfrontiert wurde.“ Gila macht in der Auseinandersetzung mit dem letzten Lebensabschnitt von Menschen wieder ganz neue Erfahrungen und gewinnt Erkenntnisse, die sie „glücklich machen“, wie sie sagt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Gila hat ihren Vater im zweiten Weltkrieg verloren</em> ….<br>und wurde mit ihrem Zwillingsbruder geboren, als der Vater bereits gefallen war. Der Tod des Vaters, den sie nie kennenlernen konnte, hat sie sehr lange beschäftigt, genau wie den überraschenden Tod des Großvaters als sie noch ein kleines Mädchen war. Beide Ereignisse des Todes von Menschen, die ihr nahestanden – den Vater hatte sie nie erlebt – musste sie unterschiedlich lange und intensiv verarbeiten, denn es gab damals keine Zeit zum Trauern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer sehr früh geschlossenen und jahrelangen Ehe hat sie in einer Gruppe von interessanten Menschen in den typischen 68 er-Jahren in Frankreich viele erfrischende, aufwühlende Gespräche und Diskussionen erlebt, die aufregend und neu für sie waren und sie unglaublich beeindruckt hatten, genauso wie die Betrachtung der Gesellschaft, die dabei manchmal auf den Kopf gestellt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Gila studierte schließlich Psychologie</em>…..<br>und arbeitete auf der psychoanalytischen Grundlage lange Zeit – auch nach der letztlich gescheiterten Ehe – als Leiterin des therapeutischen Teams in einer Einrichtung mit Kindern und Jugendlichen. Sie war dort zuständig für die Spieltherapie, was für sie sehr befriedigend und sinnerfüllend war!  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Später begegnet Gila in Frankreich ihrem zweiten Mann und entdeckt für sich die Kunst. <br>Sie kreiert Bilder aus Seide und arbeitet bis heute als leidenschaftliche Künstlerin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Wochen verbringt Gila im Jahr sowohl in Frankreich im Kreis eines früh entwickelten Freundeskreises als auch in Deutschland.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ihr zweiter Mann erkrankt</em> ….<br>und sie erlebt intensiv sein Sterben, wie gleichzeitig auch das Altern und dann auch das Sterben ihrer in Deutschland lebenden Mutter, die sie lange Zeit vorher schon versorgt hatte. Gila pflegte ein enges Verhältnis zu ihrer Mutter, die ihr sehr viel bedeutet hat und die ihre beiden Kinder in der schweren, kargen Nachkriegszeit allein und mit großer aufopfernder Hingabe aufgezogen hat. Sie erlebt das Sterben ihres Mannes und ihrer Mutter ganz bewusst und intensiv und ist jeweils bei beiden bis zum Schluss an ihrer Seite.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Bei der Frage nach ihrem Verhältnis zur Kirche und zum Glauben</em>,…..<br>erzählt Gila, dass sie christlich erzogen ist, jedoch in ihrer Freundesgruppe in Frankreich auch andere, neue Erfahrungen gemacht hat. Dort hat sie die Natur ganz anders und bewusster erlebt &#8211;  wie eine Naturreligion, ebenso Gespräche über das  Wunder des Universums. Sie hat Nächte draußen unter freiem Himmel verbracht, die ihr eine andere beeindruckende Sichtweite geboten hatten. Gila ist und bleibt auch heute der Natur eng verbunden., wenngleich christliche Elemente und Menschen, die ihren Glauben überzeugend leben, für sie bemerkenswert sind.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:34% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="926" height="1024" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/07/Hospiz.Gila_-926x1024.jpg" alt="Hospiz.Gila" class="wp-image-51370 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage, ob Gila Angst vor dem Tod hat, sagt sie: <br>„Nein, ich habe keine Angst vor dem Tod, eher vor dem Sterben, jedoch erfährt man in der Ausbildung, dass man sich immer mehr mit dem Thema anfreunden und letztlich im Frieden sterben kann“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gila ist eine ganz besondere Persönlichkeit, <br>wie all die anderen  in ihrer bemerkenswerten, individuellen Verschiedenheit innerhalb der Gruppe, <br>die die Arbeit im Hospiz schon jetzt bereichert!</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Clarita Loeck</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>Geschockt und abgezockt </title>
		<link>https://blankenese.de/geschockt-und-abgezockt/</link>
					<comments>https://blankenese.de/geschockt-und-abgezockt/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2026 18:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Senioren]]></category>
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					<description><![CDATA[Polizei warnt vor Telefonbetrügern – Schockanrufe&#160;&#160;nehmen in Hamburg zu&#8211; von Peter Franz –&#160; (Das Interview wurde vor längerer Zeit geführt. Das Thema aber bleibt aktuell, wie wir aus den Nachrichten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><p></p>
<p><strong>Polizei warnt vor Telefonbetrügern – Schockanrufe&nbsp;&nbsp;nehmen in Hamburg zu</strong><br>&#8211; von Peter Franz –&nbsp;</p></p>



<p class="has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color wp-elements-f74d1047e8a07a36b2d40026ec5e410f wp-block-paragraph">(Das Interview wurde vor längerer Zeit geführt. Das Thema aber bleibt aktuell, wie wir aus den Nachrichten wissen.)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die sogenannten Schockanrufe sind eine perfide Masche von Kriminellen, die ältere Menschen um die Ersparnisse ihres ganzen Lebens bringen kann. Und es kann jeden treffen. Wer sich aber mit der Vorgehensweise der Täter auskennt, ist gut vorbereitet und fällt darauf nicht herein. Hier ist weiter Aufklärungsarbeit notwendig, auch durch die Polizei. Wie ist die aktuelle Lage?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Allein im zurückliegenden Jahr 2023 konnten Telefonbetrüger mit Schockanrufen in der Hansestadt rund&nbsp;&nbsp;2,5 Mio. Euro erbeuten. Das Landeskriminalamt (LKA) Hamburg verzeichnete im zurückliegenden Jahr insgesamt 1.546 angezeigte Fälle, Tendenz steigend. Im Jahr davor waren es bereits 1.084 Fälle mit einer Schadenssumme in Höhe von 1,9 Mio. Euro. Glücklicherweise kam es im vergangenen Jahr „nur“ in 57 Fällen zu sogenannten Vollendungen (im Vorjahr 50 Vollendungen), dafür aber alle&nbsp;&nbsp;mit hohem Schaden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim sogenannten Enkeltrick ist dagegen die Zahl der Fälle in Hamburg stark rückläufig. Im letzten Jahr registrierte die Polizei hier nur noch 9 Taten. Zurzeit dominieren bei den Telefonbetrügereien eindeutig die Schockanrufe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die aktuellen Statistikdaten stammen aus einer Anfang Januar 2024 veröffentlichten Senatsantwort auf eine Schriftliche Kleine Anfrage in der Bürgerschaft (Drucksache 22/13922) und beziehen sich auf Erhebungen der für Telefonbetrügereien zuständigen&nbsp;&nbsp;Ermittlungsdienststelle des LKA.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber nicht jeder Anruf wird der Polizei gemeldet, das Dunkelfeld ist hoch, schätzen Experten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders wichtig ist hier neben der Strafverfolgung auch die Aufklärung der Bevölkerung über diese Betrugsmasche. Nur wer sich mit dem Thema Schockanrufe frühzeitig auseinandergesetzt hat, wird im Falle eines Falles richtig handeln und so nicht in die Opferrolle gedrängt. Dadurch würde sich das Fallaufkommen deutlich senken lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Landeskriminalamt befasst sich die Kriminalhauptkommissarin&nbsp;<strong>Frauke Hannes</strong>&nbsp;bereits seit längerer Zeit mit der vorbeugenden Seite dieses Kriminalitätsphänomens.<em></em></p>



<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6a507c6535311&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6a507c6535311" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img decoding="async" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2024/01/KHKin-Frauke-Hannes2-1280x840.jpg" alt="" class="wp-image-12943"/><button
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			</svg>
		</button><figcaption class="wp-element-caption">KHK` in Frauke Hannes ist Expertin für Kriminalprävention im LKA Hamburg&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Foto: Peter Franz</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Unser Redakteur<strong>&nbsp;Peter Franz&nbsp;</strong>sprach mit ihr im Rahmen eines Audio-Interviews unter anderem darüber, wie die Täter vorgehen, wo und wie sie ihre Opfer auswählen und darüber, wie sich Angerufene am Telefon verhalten sollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hören Sie hier<strong>&nbsp;</strong>das Gespräch mit Frauke Hannes vom LKA Hamburg.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2024/01/Schockanrufe.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<figure class="wp-block-pullquote has-text-align-left"><blockquote><p>Auf Initiative des LKA Hamburg haben der „Ehren-Kommissar“ der Hamburger Polizei, Schauspieler&nbsp;<strong>Marek Erhardt</strong> und Deutschlands älteste Synchronsprecherin&nbsp;<strong>Luise Lunow</strong>&nbsp;(92 J.)&nbsp;&nbsp;im vergangenen Jahr einen authentischen Schockanruf nachgesprochen. Die Polizei Hamburg hat diese Aufnahme ins Netz gestellt. So können die Bürgerinnen und Bürger eindrucksvoll nachvollziehen, wie so ein Schockanruf in der Regel abläuft.&nbsp;<strong><a href="http://www.polizei.hamburg/geschockt-abgezockt" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hier</a>&nbsp;</strong>gelangen Sie zum nachgestellten Schockanruf auf der Internetseite der Polizei Hamburg.</p></blockquote></figure>
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		<title>In eigener Sache: &#8222;Ferien &#8211; und die Verlustängste&#8230;&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2026 18:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[19 Uhr vor Blankenese]]></description>
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<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">Mein Schiff 2 &#8211; im &#8222;Ausreise-Modus&#8220;</p>



<p class="has-text-align-center has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color wp-elements-43e3b777026cc4220e4e72c28fc9d07d wp-block-paragraph">Eine Bitte an die<br>Zurück – Gebliebenen:<br>Es ist schon bitter zu sehen,<br>wieviele Menschen gerade Hamburg verlassen &#8211;<br>finden Sie nicht auch?<br><br>Unser Newsletter </p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="221" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/07/Newsletter.jpg" alt="Newsletter" class="wp-image-51407"/></figure>



<p class="has-text-align-center has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color wp-elements-aee35825aefc08e69ea7ae4e548e6922 wp-block-paragraph">wird wohl in den nächsten Wochen ziemlich dünn werden<br>&#8211; es sei denn &#8211;<br>es sei denn, Sie helfen mit, die Rest-Termine zusammenzutragen<br>und uns zu schicken.</p>



<p class="has-text-align-center has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color wp-elements-e350434ab7455a66f1549ab1626915ee wp-block-paragraph">Wir geben sie dann über den Newsletter an alle Daheimgebliebenen (Newsletter-Empfänger) weiter.&nbsp;</p>



<p class="has-text-align-center has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color wp-elements-42c1ddbdcdcf200d98a75410ce33efbc wp-block-paragraph">Vielleicht erleben wird dann ja auch,&nbsp;<br>dass wir Wenigen&nbsp;<br>auch ganz schön Viele sein können.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><a href="mailto:miteinander@blankenese.de">miteinander@blankenese.de</a></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="387" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/07/rotweiss.jpg" alt="Rotweiss" class="wp-image-51412" style="aspect-ratio:2.584083659708483;width:705px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Rotweiss</figcaption></figure>
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