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	<title>Newsletter Archive - blankenese.de</title>
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	<description>Aktuelles aus Blankenese</description>
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	<title>Newsletter Archive - blankenese.de</title>
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		<title>Großes Finale der Jugendherbstlese</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Vera Klischan]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 20:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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					<description><![CDATA[Dr. Carlotta Voß und Staatsminister Philipp Amthor auf der Bühne in der Kirschtenstraße]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Da hat sich das unschlagbare Kreativteam der Buchhandlung Wassermann – Pascal Mathéus und Florian Wernicke – aber etwas ganz besonderes einfallen lassen. Ein junges Paar betrat am 11. Oktober die Bühne des Gymnasiums Blankenese.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Staatsminister Philipp Amthor und seine Partnerin Dr. Carlotta Voß, politische Referentin und Publizistin in Berlin, nahmen bestens gelaunt neben Pascal Mathéus Platz. Für den jungen Minister muss es die reine Erholung gewesen sein, denn Politik, seine angeschlagene Partei und bedenkliche Wahlergebnisse blieben draußen. Es ging – natürlich um Bücher. Da die Schüler des Gymnasiums mit freiem Eintritt motiviert wurden, was tatsächlich einige wahrgenommen haben, sollte an diesem Abend die Verlockung der Bücher im Vordergrund stehen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Einstieg verriet Philipp Amthor sein zuletzt gelesens Buch „Träume aus Feuer“ von Florian Illies. Es geht dabei um den Alchimisten und erfolgreichen Glasmacher Johannes Kunkel. <br>Amthor liebt Bücher im historischen Kontext mit starkem Geschichtsbezug. Da er sich ansonsten immer in der Tagespolitik mit hochaktuellen Situationen befassen muss, bieten ihm Bücher ein breiter angelegtes Themenfeld. Lesen zum Vergnügen? Das bleibt die Ausnahme für den viel beschäftigten Spitzenpolitiker. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht für seine Partnerin Carlotta, die ständig vier Bücher parallel liest und Lesen durchaus auch als Arbeit versteht. Sich durch ein anspruchsvolles Buch zu kämpfen, sich Inhalte zu erschließen, ist für sie ein Vergnügen im Sinn von belohnter Anstrengung.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="917" height="593" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/10/Amthor-1-1.jpeg" alt="" class="wp-image-53696" style="width:727px;height:auto"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">An einem solchen Abend darf die Pisa-Studie nicht außen vor bleiben. Warum lesen viele unserer Kinder so schlecht? Philipp Amthor sieht den Ursprung nicht in der Schule. Viel früher beginnt die Problematik. Kleine Kinder müssen früh an altersgerechte Literatur durch Vorlesen herangeführt werden. Ihm wurden früher Märchen vorgelesen. So bekam das Buch für ihn sehr früh eine große Bedeutung. Im Schulalter spielt social media eine zentrale Rolle, was bei den Jugendlichen eine Konsumhaltung bewirkt. Entertainment ohne große Anstrengung – da kann das Buch nicht mithalten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Carlotta Voß bezeichnet das große Bücherregal von früher als soziales Aufstiegskapital in vielen Familien. Da sieht sie heute einen deutlichen Bedeutungsverlust in der jungen Generation.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sehr souverän reagiert Philipp Amthor auf die unvermeidliche Anspielung von Pascal Mathéus auf die „Strandkorbaffaire“. Ob das sein Leseplatz sei… ? Nein, lacht er diese Frage weg. Das Skandalobjekt sei längst in einem Pflegeheim in seiner Heimat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich muss auch KI auf den Diskussionstisch. Der Politiker sieht die Gefahr in seinem beruflichen Kontext zwar gegeben, aber nicht bedrohlich. Politische Entscheidungen können nur von Menschen getroffen werden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie beurteilen die beiden jene Menschen, die gar nicht lesen? Für Carlotta ist Lesebegeisterung kein moralischer Index, aber ein Indikator für Neugier und Wissensdurst. Philipp Amthor versucht durch Buchgeschenke Lust auf Literatur zu machen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Schluss muss es noch um Lieblingsbücher gehen. Der Minister ist als Junge über die Märchen bei Harry Potter gelandet. Carlotta ist durch ihr religiöses Elternhaus als Kind oft in der Bibel versunken, die dann aber von Cornelia Funke und Astrid Lindgren abgelöst wurde. Heute gehört zu ihren Lieblingsbüchern „Angst vorm Fliegen“ von Erica Jong, „Giovannis Traum“ und „Schande“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Philipp Amthor gesteht sehr ehrlich, dass er auch aufgrund von Zeitmangel schlechten Zugang zu Belletristik findet. Sein Lieblingsbuch der letzten Zeit war&nbsp;„Klasse: Die Entstehung von Oben und Unten“ von Hanno Sauer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einem eigenen Buch gefragt siegt auch hier die Ehrlichkeit: „Bevor das kommt, muss ich erstmal meine Dissertation fertigstellen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Großer Applaus für ein interessantes Interview – klug geführt von Pascal Mathéus – mit einem jungen, ambitionierten Paar, das trotz aller bereits erzielten Erfolge mit bemerkenswerter Bodenhaftung,&nbsp;sympathischer Offenheit und lockerem Humor überzeugt.&nbsp;Die vielen Selfies im Anschluss mit den Schülern und Schülerinnen, die sich um die beiden scharten, zeigen, dass auch die junge Generation von Erfolg und Ehrgeiz inspiriert waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Vera Klischan</em></p>
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		<title>Tanz der Vampire</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 19:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Hamburger Sternschnuppe lädt ein auf den Süllberg]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-1 wp-block-paragraph">Eine Einladung des Teams der Hamburger Sternschnuppe e.V. und der Süllberg Gastro.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Liebe Freunde der Hamburger Sternschnuppe e.V.,</p>



<p class="wp-block-paragraph">hiermit möchten wir Euch ganz herzlich am 31.10. &#8211; anlässlich unseres 15. JUBILÄUM &#8211; zum&nbsp;<strong>TANZ DER VAMPIRE</strong>&nbsp;&#8211; in den glanzvollen Kristallsaal auf den traditionsreichen SÜLLBERG einladen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seid dabei, wenn Charity auf ART &amp; MUSIC trifft, Euch eine spannende exklusive TOMBOLA mit GENUSS und GLITZER begeistern, sowie drei Versteigerungen von KUNST und GESCHMEIDE verlocken werden, &#8211;&nbsp;<strong>ALLES FÜR DEN GUTEN ZWECK</strong>&nbsp;– zu Gunsten der Hamburger Sternschnuppe e.V..</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es erwartet Euch `auf dem Ball des Jahres´ schwungvolle LIVE MUSIC von CATS-Musical-Sängerin&nbsp;<strong>KATHY SAVANNAH KRAUSE</strong>&nbsp;&amp; dem „Phantom der Oper“&nbsp;<strong>DALE TRACY</strong>, sowie&nbsp;<strong>KAT WULFF</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>DENNIS DURANT</strong>, eine eindrucksvolle KUNST-VERSTEIGERUNG mit Werken von JEANNINE PLATZ und MANU VERNEUIL, sowie Geschmeide von KATHARINA ARNOLD und PAISLEY BESPOKE, eine spannende TOMBOLA mit großartigen Preisen, sowie ein cooler DJ, und dies alles launig moderiert von&nbsp;<strong>HINNERK BAUMGARTEN</strong>&nbsp;– in einer der schönsten Location Hamburgs – mit einem wundervollen Blick über die Elbe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Erlös der Versteigerung und des Verkaufs der&nbsp;<strong>TOMBOLA</strong>&nbsp;sowie die zu diesem Event eingehenden Spenden gehen direkt in unser Herzens-Spendenprojekt, das „Schulfrühstück für Alle“!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr INFOs hierzu findet Ihr angehängt und auf: <a href="https://417361.seu2.cleverreach.com/c2/EK24XYI/417361-17465325/185a73ac1099-de0a119683ad-e9f216123f58-0112dfeb3fbc-7e32cb1d30ce-e75d0cef0799-9ad5cd31676d-fa1c9c1fb386-990a6f2bd71c-23c850381046-53668226/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.hamburger-sternschnuppe.de</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir freuen uns auf einen wunderschönen Abend mit Euch und Euren Freunden, sowie auf Eure unverbindliche Anmeldung per E-Mail:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="mailto:anmeldung@hamburger-sternschnuppe.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">anmeldung@hamburger-sternschnuppe.de</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer Überweisung von nur 149 € pro Person an das Konto der&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Hamburger Sternschnuppe e.V.</em></strong><br><strong><em>DE33 20050550 1043228715</em></strong><br><strong><em>bei der HASPA</em></strong><br><strong><em>Betreff: HALLOWEEN</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">seid Ihr automatisch angemeldet, habt einen festen Platz an den hochwürdigen Tafeln an diesem Abend, und genießt ein speziell ausgewähltes Dreigängemenü. inklusive Wein, Wasser und Softdrinks.</p>



<p class="has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color wp-elements-2 wp-block-paragraph">Die Hamburger Sternschnuppe e.V. hilft Kindern und Jugendlichen in Not. <br>Wir unterstützen schwer erkrankte und sozialbenachteiligte Kinder und Jugendliche &#8211; in Hamburg, Deutschland und Europaweit, <br>und stehen persönlich dafür, dass alle Spenden dort ankommen wo sie „landen“ sollen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer Team der&nbsp;<strong>HAMBURGER STERNSCHNUPPE e.V.</strong>&nbsp;&amp; der&nbsp;<strong>SÜLLBERG GASTRO</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://417361.seu2.cleverreach.com/c2/EK24XYI/417361-17465325/185a73ac1099-de0a119683ad-e9f216123f58-0112dfeb3fbc-7e32cb1d30ce-e75d0cef0799-9ad5cd31676d-fa1c9c1fb386-990a6f2bd71c-23c850381046-53668226/">www.hamburger-sternschnuppe.de</a></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="1000" height="539" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/10/TanzderVampiere2.jpg" alt="" class="wp-image-53753"/></figure>
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		<title>„Das Tier“ – Barbara Auer &#038; Christian Maintz lesen Horst Janssen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 18:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Goßlerhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Janssen Bibliothek lädt am Sonntag, 22. November 2026 zu einer besonderen literarischen Matinee ein. Anlässlich des 97. Geburtstags des Ausnahmekünstlers Horst Janssen präsentieren die renommierte Schauspielerin Barbara Auer und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Janssen Bibliothek lädt am Sonntag, 22. November 2026 zu einer besonderen literarischen Matinee ein.</strong> Anlässlich des <strong>97. Geburtstags</strong> des Ausnahmekünstlers Horst Janssen präsentieren die renommierte Schauspielerin <strong>Barbara Auer</strong> und der bekannte Autor <strong>Christian Maintz</strong> ausgewählte Texte Janssens rund um das Thema <strong>„Das Tier“</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Horst Janssen ist nicht nur ein genialer Zeichner und Grafiker, sondern auch ein wortgewaltiger, humorvoller und oft exzentrischer Autor. In seinen Texten widmet er sich auch immer wieder der Tierwelt – mal mit tiefer Zuneigung, mal mit bissiger Ironie. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als eingespieltes Duo erwecken Barbara Auer und Christian Maintz diese literarischen Schätze mit spürbarer Spielfreude zu neuem Leben. Freuen Sie sich auf einen unterhaltsamen wie tiefgründigen Vormittag mit Geschichten über bissige Katzen, tote Frösche, komplizierte Fische und allerhand mehr, was durch Horst Janssens Bücher- und Bilderwelt kreucht und fleucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da die Plätze begrenzt sind, wird um eine rechtzeitige Anmeldung gebeten.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://Barbara Auer"><img loading="lazy" decoding="async" width="681" height="1024" data-id="53739" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/10/Janssen.Barbara-Auer-681x1024.jpg" alt="" class="wp-image-53739"/></a><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Barbara Auer</strong> (Foto: Janine Guldener)</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="649" height="1024" data-id="53740" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/10/Janssen.Chr_.-Maintz-649x1024.jpg" alt="" class="wp-image-53740"/><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Christian Maintz</strong> (Foto: Stefan Oldenburg)</figcaption></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><a href="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/10/Janssen_Matinee_2026.pdf">Die Einladung</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide"/>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="500" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2025/03/Horst-Jansen-Verein-logp.jpg" alt="Janssen Bibliothek im Goßlerhaus Logo" class="wp-image-740" style="width:175px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Janssen Bibliothek im Goßlerhaus<br></figcaption></figure>



<p class="has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-9 wp-block-paragraph"><strong>Veranstaltungsdetails:</strong></p>



<p class="has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-10 wp-block-paragraph"><strong>Am:</strong> Sonntag, 22. November 2026</p>



<p class="has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-11 wp-block-paragraph"><strong>Um:</strong> 11:30 Uhr (Einlass ab 11:00 Uhr)</p>



<p class="has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-12 wp-block-paragraph"><strong>Ort:</strong> Goßlerhaus, großer Saal, Goßlers Park 1, 22587 Hamburg</p>



<p class="has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-13 wp-block-paragraph"><strong>Eintritt:</strong> 20 Euro (Mitglieder des Freundeskreises Janssen Bibliothek 15 Euro)</p>



<p class="has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-14 wp-block-paragraph"><strong>Vorverkauf:</strong> <br>Anmeldung per E-Mail <a href="mailto:freundeskreis@janssen-bibliothek.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">freundeskreis@janssen-bibliothek.de</a> <br>oder telefonisch unter 0170 3415694</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Schutzengel im Außendienst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 18:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Freitagsgedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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					<description><![CDATA["Webcam" - und dazu eine wahre Winter-Geschichte - im Herbst weitererzählt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Gedanken für Freitag, den 16.10.2026)<br>Es ist Jahre her. Jahre, in denen es winters beißende Fröste und manchmal auch eine mit Eisschollen bedeckte Elbe gab. Das war die Zeit, in ein Leuchtturm noch beim Kiosk „SB 12“ stand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es muss gegen 4 Uhr morgens gewesen sein, als ein Spätheimkehrer nach nächtlichem Gelage über den Strandweg heimtorkelte. Doch als er den Bulln passierte, kam er auf die Idee, eine Ruhepause einzulegen bevor es in die Koje ging. Doch auf dem Anleger wankte der Boden erst recht. Überall musste er Halt suchen und immer wieder Augenblicke verweilen, ehe er weiterschaukeln konnte. „Volle Kraft voraus!“ hickste er und wäre beinahe hingeschlagen. Trotz seines Zustandes wagte er sich bis an die Außenkante des Anlegers, um das knirschende Eis, die strudelnden Schollen zu beobachten. Wie oft hatte er das als Junge gemacht, war von Scholle zu Scholle gesprungen, immer einen Bootshaken in der Hand, mit dem er die nächste Scholle heranzog, die ihn weitertragen sollte. Doch in dieser Nacht machten ihn die tanzenden Schollen noch schwindeliger. Deshalb setzte er sich auf einen der gelben Poller und versuchte eine Zigarette anzuzünden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur selben Stunde war ein betagter Herr im fernen Elmshorn zum soundsovielten Mal aufgestanden, weil er selbst zu dieser späten Stunde nicht schlafen konnte. Alles hatte er versucht, um „Mr. Sandman“ endlich an seine Pflichten zu erinnern. Pillen hatte er geschluckt, einen Absacker getrunken, Fernsehen geguckt. Dann endlich war er auf die Idee gekommen, die webcam des Blankeneser Anlegers in seinem Tablet zu suchen, denn manchmal konnte man dort unterhaltsame Szenen beobachten. Doch heute war nur ein Trunkenbold auszumachen, der schwankend und haltsuchend die Brücke zum Anleger hinabstolperte, um sich auf einen der gelben Poller zu setzen, an denen Schiffe ihre Halteleinen festmachen. „Wenn das nur gutgeht!“, war sein Gedanke und warf einen schnellen Blick auf das Außenthermometer: „Minus 7°. Der Betrunkene sollte sich bei solchen Temperaturen lieber auf eine hölzerne Bank statt auf den eiskalten Poller an dieser exponierten Stelle setzen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Herr verschwand für kurze Zeit aufs Stille Örtchen. Als er zurückkam, war der Trunkene nicht mehr da. Doch was war das? Zwischen dem treibenden Eis war ein winkender Arm zu erkennen, gerade noch am äußersten Rand des Lichtkegels der Pontonbeleuchtung. Geistesgegenwärtig griff der Elmshorner zum Telefon und wählte die 112 der Feuerwehr.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/10/alexas_fotos-guardian-angel-674671-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-53506" style="width:439px;height:auto"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Aus der Zeitung erfuhr er ein paar Tage später, dass die Rettungskräfte in seinem Heimatort ihre Kameraden in Blankenese so schnell es ging informiert hatten, die danach mit dem richtigen Konzept ausrückten. Denn da es ebbte, würde die in Not befindliche Person wahrscheinlich am Unterfeuer vorbeitreiben. Deshalb stoppten sie dort ihr Fahrzeug, Blaulicht verstreuend. Mit Handscheinwerfern und Rettungsgerät stürmten die Männer zum Fuß des Leuchtfeuers und entdeckten den Treibenden im Lichtkegel ihres Scheinwerfers. Schließlich konnten sie ihm einen an einer Leine befestigten Rettungsring zuwerfen. Trotz lähmender Kälte krallte sich der Ertrinkende daran. So zog man ihn ans Ufer. Über die Steinpackung wurde der Steifgefrorene hochgetragen und auf eine Bahre gelegt. Ein Unfallwagen brachte ihn ins Krankenhaus, wo er nach zwei, drei Tagen ohne weitere Befunde entlassen werden konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Sie hat ein Schutzengel behütet!“ meinten alle, die von seiner Rettung erfuhren, besonders aber das Team des Rettungswagens.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ronald Holst</em></p>
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		<item>
		<title>Über das Sterben sprechen</title>
		<link>https://blankenese.de/ueber-das-sterben-sprechen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Vera Klischan]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 17:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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					<description><![CDATA[7. Oktober 2026: In einer ausgewogenen Gesprächsrunde stellt sich die GemeindeAkademie einem schwierigen Thema – dem Sterben. Jeden wird der Tod ereilen. Aber darüber zu sprechen fällt vielen schwer. Maren [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">7. Oktober 2026: <strong>In einer ausgewogenen Gesprächsrunde stellt sich die <a href="https://www.blankeneser-kirche.de/erleben/gemeindeakademie" target="_blank" rel="noreferrer noopener">GemeindeAkademie</a> einem schwierigen Thema – dem Sterben. Jeden wird der Tod ereilen. Aber darüber zu sprechen fällt vielen schwer.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Maren Kemmer begrüßt als Leiterin der GemeindeAkademie die große Zuhörerschaft. Viele ältere, aber auch einige junge Menschen zeigen mit ihrer Teilnahme an diesem Abend, dass es ein Bedürfnis gibt, über das Lebensende zu sprechen. Und darüber sprechen oben auf dem Podium Dr. Frauke Timmreck als Palliativmedizinerin, Julia Behnk, Leiterin des <a href="https://www.blankeneser-hospiz.de/home" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Emmaus Hospiz</a>, Clarita Loeck, dessen Gründerin, Frank Engelbrecht, Gemeindepastor und Lutz von Rosenberg-Lipinskiy, Kabarettist und Theologe, klug moderiert von Kulturjournalist Tobias Lentzler.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Michel de Montaignes stärkste Trumpfkarte gegen die Angst vor dem Tod ist die Gewöhnung und die bewusste Vertrautheit mit der eigenen Sterblichkeit. Anstatt den Tod zu tabuisieren oder vor ihm zu fliehen, plädiert Montaigne dafür, dem Tod seinen größten Vorteil zu nehmen: seine Fremdartigkeit. Und genau dazu soll dieser Abend einen Beitrag leisten. Ein mutiger Einstieg in ein schwieriges Thema, das immer noch von vielen Tabus besetzt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tobias Lentzler befragt die Podiumsteilnehmer nach der eigenen Einstellung zum Sterben und zum Tod. Die Palliativmedizinerin beschreibt den Sterbeprozess als sehr individuell. Sie weiß, dass das Hören bis zum Schluss erhalten bleibt, auch wenn viele Vitalfunktionen<strong><em>&nbsp;</em></strong>schon ausfallen sind. Eine wichtige Botschaft für die Menschen, die Sterbende begleiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tod macht alle Menschen gleich. Er ereilt jeden einzelnen. Und trotzdem ist er nicht Teil unseres Lebens, da wir ihn aus unserem Bewusstsein ausklammern. Nicht so in der Literatur und der Musik. Pastor Engelbrecht führt dazu einige Beispiele an. Er stellt auch die zentrale Bedeutung des Todes im Christentum heraus.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Clarita Loeck und Julia Behnk berichten von ihren Erfahrungen im Hospiz. Es ist sehr unterschiedlich, wann die Menschen kommen. Manchen sind nur einige Stunden vergönnt, andere erfahren eine neue Lebenskraft durch die beschützende Betreuung und bleiben bis zu einem Jahr. Respektvoll werden die kranken Menschen „Gäste“ genannt. Manche wollen sich nicht mit dem eigenen Sterben auseinandersetzen, wollen es nicht wahrhaben. Das akzeptieren die Mitarbeitenden im Hospiz, auch wenn sie sich oftmals ein Gespräch wünschen.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="552" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2020/11/Hospiz.jpeg" alt="Hospiz" class="wp-image-41928" style="width:785px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Emmaus-Hospiz</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Angeregt durch einen Impuls des Kabarettisten Rosenberg-Lipinskiy wirft die Runde ein Licht auf die Anstrengungen vieler Menschen, möglichst lange zu leben. Möglichst viele Schritte, nicht rauchen, wenig Alkohol, gesunde Ernährung – all das, um dem Tod ein Schnippchen zu schlagen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frau Dr. Timmreck will als Palliativmedizinerin eine Antwort auf die Schulmedizin geben. „Nicht das Machbare, aber das Sinnvolle tun.“ Von diesem Satz lässt sie sich in ihrem Handeln leiten und beschreibt ihre Arbeit als ungemein bereichernd.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Befragt nach der größten Angst in den letzten Stunden vieler Sterbenden, sind sich die Experten einig. Jemand, der im Glauben gehalten wird, geht zuversichtlicher in den Sterbeprozess als jemand, der keinen Trost in der Hoffnung auf ein Weiterleben findet. In diesen Situationen helfen die Gespräche, das Zuhören, oftmals auch der im wahrsten Sinn des Wortes unbezahlbaren Ehrenamtlichen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Angst vor Schmerzen zu nehmen, einfach da sein, am Bett zu sitzen – darin besteht das Aufgehobensein im Hospiz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was bewegt die Menschen im Hospiz am Lebensende? Oft ist es die Sorge um Dinge und Menschen, die sie überleben werden. Liebgewonnene Dinge, an denen jahrzehntelange Erinnerungen hängen, aber vor allem die Menschen im vertrauten Umfeld. Da sind entlastende Gespräche ungemein wichtig. Die Frage nach dem letzten Gebet wird ganz klar mit dem „Vater unser“ beantwortet. Auch viele derjenigen, die Gott in ihrem Leben nicht brauchten, vertrauen am Ende auf die tröstende Wirkung dieser Worte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Schuld lastet auf einigen Schultern. Manche reden sich noch vieles von der Seele, andere nehmen belastende Dinge mit. Alles wird respektiert. Pastor Engelbrecht bezeichnet die Schuldfrage als zentral im Prozess des Abschiednehmens. Bleiben wir nicht alle immer etwas schuldig?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Clarita Loeck wünscht sich mehr Normalität im Umgang mit dem Tod ohne Angst. Für Dr. Frauke Timmreck ist der Abschied im Hospiz eine würdevolle und tröstliche Weise aus dem Leben zu gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Leiterin des Hospizes Juila Behnck ist sich sicher, dass man ihr Haus einmal erleben muss, um Vertrauen in diese besondere Institution zu bekommen. Zum Schluss erinnert Pastor Engelbrecht an Sophie Scholl, die mit 21 Jahren mutig und aufrecht in den Tod gegangen ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein eindrucksvoller Abend, der bei vielen nachwirken wird. <br>Ein Dank an die Beteiligten sich diesem Thema offen zu stellen!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Vera Klischan</em></p>
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		<title>Blankeneser Kirchenstollen und die Gruppe der Helfer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Vera Klischan]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 16:00:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Essen & Trinken]]></category>
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		<category><![CDATA[Bäckerei Körner]]></category>
		<category><![CDATA[Blankeneser Kirchenstollen]]></category>
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					<description><![CDATA[„Ist der Stollen auch frisch?“ Falsche Frage! In der Bäckerei Körner sind die Stollen längst gebacken, damit sie nicht frisch sind. Denn nur lange genug gelagert, entfalten sie ihr volles [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Ist der Stollen auch frisch?“ Falsche Frage! In der Bäckerei Körner sind die Stollen längst gebacken, damit sie nicht frisch sind. Denn nur lange genug gelagert, entfalten sie ihr volles Aroma.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Jahrzehnten werden in der Blankeneser Bäckerei Körner die Stollen bereits im Oktober gebacken. In diesem Jahr ist die weihnachtliche Köstlichkeit zum 125 Jahre-Jubiläum eine besondere Herzensangelegenheit für den Traditionsbäcker. Nur feinste Zutaten wie kostbare Vanille, aromatisches Stollengewürz und ein Hauch Zitrone werden mit Mandeln, Rosinen und gehackten Früchten geduldig verknetet. Die geschmolzene Butter darf natürlich nicht fehlen. Und zum Schluss – Zucker!!!</p>



<p class="wp-block-paragraph">So fein zubereitet kann der Stollen bis zur Adventsszeit seine köstlichen Aromen entfalten.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="679" height="1024" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/10/Koerner-Stollen-1-679x1024.png" alt="" class="wp-image-53772" style="width:679px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Das Zertifikat des berühmten Stollens  © Körner Bäckerei</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wohin mit 100 Stollen zur Lagerung? Vor Jahren hatte Pastor Helmut Plank einen genialen Einfall. Natürlich in die Kirche! Seitdem verschwinden die Stollen im Oktober in den oberen Gemächern der Blankeneser Kirche, um in der Woche vor dem ersten Advent wieder das Tageslicht zu erblicken.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">100 Stollen nach oben zu schaffen? Das war in den vergangenen Jahren harte Arbeit. Da kam Pastor Engelbrecht mit einem weiteren genialen Einfall. Warum nicht die Konfis fragen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie ließen sich nicht lange bitten. In einer langen Schlange beförderten sie in Windeseile die 100 Stollen über 67 Stufen zum Teil ohne Geländer ins obere Kirchenstockwerk. Den jungen Leuten sei Dank!!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer einen Stollen mit der Familie bei adventlichem Kerzenschein genießen möchte, ist gut beraten, bereits jetzt einen (oder mehrere) in der Bäckerei Körner an der Blankeneser Landstraße zu reservieren.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit macht man nicht nur sich ein Geschenk. Von jedem Stollen gehen 2 Euro an das Blankenser Emmaus Hospiz.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens – jeder Stollen ist durchnummeriert und bekommt ein eigenes Zertifikat. <br>Gilt das nicht nur für Kunstwerke? <br>Natürlich – ein Stollen von Körner ist ein Kunstwerk!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Vera Klischan</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Bibi Gündisch im Bunten Haus am 12.10.26</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 15:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine starke Frau zu Gast im Bunten Haus: Montag, 12. Oktober, 19 UhrBibi Gündisch ist trotz ihrer 90 Jahre eine passionierte Malerin, erfolgreiche Kunstvermittlerin und engagierte Bürgerin. Aber Bibi Gündisch [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-16 wp-block-paragraph">Eine starke Frau zu Gast im <a href="https://rundertisch-blankenese.de/start.html">Bunten Haus</a>: <strong>Montag, 12. Oktober, 19 Uhr<br></strong>Bibi Gündisch ist trotz ihrer 90 Jahre eine passionierte Malerin, erfolgreiche Kunstvermittlerin und engagierte Bürgerin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber Bibi Gündisch ist auch eine „Zugereiste“. <br>Geboren im ehemals preußischen Swinemünde, aufgewachsen in Schlesien – beides ist heute polnisch – ist sie über Kiel nach Hamburg gekommen und wird berichten von der abenteuerlichen Flucht mit ihrer Mutter, von den Schwierigkeiten, aber auch vom Erfolg des Ankommens hier im Norden. </p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="705" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/10/Buendisch01.jpeg" alt="" class="wp-image-53633" style="width:772px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Bibi Gündisch in ihrer Ausstellung in der GEDOK</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bibi Gündisch hat in Hamburg und den USA Kunst studiert, die Malschule in Rissen geleitet und über viel Jahre die dortige Rissen Art organisiert. <br>Sie ist um die halbe Welt gereist, hat zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt und ist noch immer aktiv. Ihre farbenfrohen und vielfältigen Bilder sind zudem bis Ende Oktober im Restaurant Witthüs Teestuben in Blankenese zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gespräch mit Helga Rodenbeck und Sabine Rheinhold erzählt Bibi Gündisch am 12. Oktober im Bunten Haus aus ihrem langen und erfüllten Leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Sabine Rheinhold</em>, <a href="https://gedokhamburg.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">GEDOK Hamburg</a></p>
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		<title>Elisabeth Lagerfeldt geb. Bahlmann, 1897 &#8211; 1978</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 14:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Historisch]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Mutter des Modezaren]]></description>
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<p class="has-text-align-center has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color wp-elements-17 wp-block-paragraph">Der Sohn: Karl Lagerfeld auf der Berlinale 2008 (Wikipedia)<br><strong><br></strong>Es soll nur zwei Fotos von Elisabeth Lagerfeldt geben, die ihr Sohn wie einen Gralsschatz hütet. <br>Trotz unserer Anfrage hat er sie und leider nicht zur Verfügung gestellt.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Text von Maike und Ronald Holst –&nbsp;<br>in ihrem Buch „Blankeneser Frauen“ – erschienen 2013</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Du musst hier raus! Hamburg ist zwar das Tor zur Welt. Aber eben nur das Tor!“<br>riet Elisabeth Lagerfeld 1953 ihrem Sohn Karl-Otto, als sie einmal wieder mit ihm über seinen Einstieg ins Berufsleben sprach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was sollte nur aus ihm werden? 1951 hatte er die Hamburger Bismarck-Schule ohne Abschluss verlassen. Jetzt – zwei Jahre später &#8211; war der Junge zwanzig und hatte nichts weiter getan, als zu zeichnen, zeichnen, zeichnen. Da musste sie endlich die Zügel in die Hand nehmen. Elisabeth wusste schließlich, worauf es im Leben ankam. Denn sie galt als ein typisches&nbsp; „Alphatier“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 1897 in Sigmaringen geborene Elisabeth war Tochter von Landrat Heinrich Maria Karl Bahlmann aus dem Kreis Beckum im Münsterland. Von 1899 bis 1922 hatte ihr alter Herr das hohe Amt bekleidet. Doch Tochter Elisabeth zog es weg aus der Provinz, hinein ins pralle Leben der Großstadt. Berlin war das richtige Pflaster für sie. Hauptstadt des Vergnügens, der Zerstreuung, aber auch der Kunst. Eben hatten die Goldenen Zwanziger ihren Höhepunkt erreicht. Glitzernde Vergnügungs-Paläste waren entstanden, in denen Charleston getanzt wurde. Bewegte Bilder flimmerten über Kino-Leinwände, dramatisch untermalt von Pianospielern. Der junge Hans Albers oder gar Marlene Dietrich erschienen zu Premieren. Partys und rauschende Feste wurden beinahe an jeder Straßenecke gefeiert. Man ging ins Kabarett, traf Kurt Tucholsky oder Ringelnatz, Schriftsteller wie Thomas Mann, Erich Kästner oder Alfred Döblin begegneten sich im Romanischen Café. Und um die Ecke wohnten Maler wie Max Liebermann oder George Grosz. Den Ton dabei gab nicht nur Kurt Weil an. Vor allem aber waren Berliner Modeschöpfer zur ersten Garde Europas avanciert.&nbsp; Nach dieser Welt hatte sich Elisabeth gesehnt, hier gingen vielleicht auch ihre beruflichen Wünsche in Erfüllung.&nbsp; Denn sie war in der Berliner Modebranche unter gekommen, verkaufte in einem Damenmodengeschäft Lingerie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einer Verkäuferin bot sich die Gelegenheit, Männer kennen zu lernen. Sogar höhere Töchter strebten nach dem 1. Weltkrieg solche Stellen an. Sie brachten Bildung und Gewandtheit mit, konnten ein wenig in fremden Sprachen parlieren, waren gepflegt und modisch gekleidet. Dies wurde übrigens auch von ihnen verlangt. Für diese Frauen rückte durch das selbst verdiente Geld die Emanzipation ein Stück näher – auch wenn es bestimmt nicht immer 80 Franc pro Woche waren, wie Willy Forst in Ralph Benatzkys Schlager von 1933 sang:&nbsp; „Mein Mädel ist nur eine Verkäuferin in einem Schuhgeschäft mit 80 Franc Salär in der Woche …“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der tägliche Umgang mit Kunden lehrte Verkäuferinnen, Geduld und Einfühlungsvermögen zu entwickeln. Arbeitsplätze an der Ladentheke (mit eigenem Einkommen) waren sehr begehrt, denn immerhin fehlten beinahe zwei Millionen potentielle Ehemänner, die auf den Schlachtfeldern des Weltkrieges geblieben waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie Elisabeth ihre Freiheit nutzte, ihre Abende und freien Sonntage verbrachte, wie es mit Männerbekanntschaften aussah? Immerhin war sie schon 33 Jahre alt, als Otto Lagerfeldt auftauchte. Wir wissen es nicht. Auch&nbsp; ihren Kindern erzählte sie nie etwas über ihre Jugend oder ihr voreheliches Leben. Wenn sie mit Fragen bedrängt wurde,&nbsp; beschränkte sie sich auf geheimnisvolle Andeutungen, die die Neugier der Kinder zusätzlich steigerten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eines Tages lief Elisabeth der 16 Jahre ältere Otto Lagerfeldt über den Weg. Vielleicht hatte er sich bis in die Dessousabteilung vorgewagt, in der Elisabeth verkaufte? Das war 1930. Ein stattlicher wohlhabender Witwer war er, der ihr mit der Ehe ein großbürgerliches Leben bieten konnte. Denn Otto hatte eine außergewöhnliche Karriere gemacht. Und dass er Tochter Thea aus erster Ehe mitbrachte, störte nicht weiter. Deren Mutter war kurz nach ihrer Geburt gestorben. Personal gab es schließlich genug im Hause Lagerfeld. (Thea heiratete später einen Grafen von der Schulenburg und verstarb Ende des 20. Jahrhunderts.)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lagerfeldts waren eine Ur-Hamburger Familie, deren Name mit „dt“ geschrieben wurde. Weil es sich geschäftsmäßiger anhörte, ließ Sohn Karl-Otto das „t“ später wegfallen. Das klang ein wenig schwedisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Otto wurde 1881 auf St. Pauli geboren, war mit Willy Hagenbeck in die gleiche Schule gegangen.1902 trieb es ihn nach Venezuela. Von dort ging es zu seinem Bruder nach San Francisco, wo er 1906 Zeuge des furchtbaren Erdbebens wurde, bei dem 3.000 Menschen ihr Leben verloren. Zeitlebens erzählte er, dass man sich bei Beben nach Möglichkeit unter einen Türrahmen stellen und abwarten müsse, zu welcher Seite die Mauern fallen, bevor man nach draußen stürzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten knüpfte er erste Kontakte zur „Carnation Company“, einem führenden amerikanischen Dosenmilch-Hersteller, dem es nach jahrzehntelangen Versuchen gelungen war, evaporierte (wasserentzogene) ungezuckerte Dosenmilch herzustellen, die zunächst in Weltregionen ohne Milcherzeugung exportiert wurde, z.B. nach Sibirien. Otto wurde mit dem Auftrag nach Wladiwostok geschickt, die amerikanische Dosenmilch „Carnation“ (Nelke) unter dem ins Russische übersetzten Namen „Gwosdika“ einzuführen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Bürger eines Feindstaates wurde er während des Weltkriegs in Russland interniert, durfte erst 1919 zurück nach Deutschland und gründete in seiner Heimatstadt umgehend die Firma Lagerfeldt &amp; Co, die – was lag näher &#8211;&nbsp; „Carnation“ Dosenmilch importierte und vertrieb.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um den Absatz zu stimulieren entwarf er eigenhändig die noch heute bekannte rotweißgrüne Produktaufmachung und änderte 1923 den amerikanischen Markennamen in den deutschen Namen „Glücksklee“. Das war ein kluger Schachzug, denn Deutschland litt unter der Niederlage des Weltkriegs und den Folgen des Versailler Vertrages. Darum wollte der größte Bevölkerungsteil möglichst wenig&nbsp; mit Produkten von ehemaligen Feindmächten zu tun haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Infolge immer höherer Schutzzölle drohte die Dosenmilcheinfuhr 1925 zum Erliegen zu kommen. Das war für Lagerfeldt der Auslöser, Glücksklee-Dosenmilch im Reich selbst herzustellen. Er gründete drei verschiedene Produktionsstätten, die allerdings im Zuge des 2. Weltkriegs verloren gingen</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der bundesrepublikanischen Nachkriegszeit erholte sich nicht nur die Wirtschaft allgemein, sondern auch die Kondensmilchmarke Glücksklee im Besonderen, die unter dem Slogan <em>„Milch von glücklichen Kühen</em>“ ein riesiger Verkaufserfolg wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Otto Lagerfeldt steuerte die Glücksklee-Geschicke bis zu seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben im Jahr 1957 eben mit sehr erfolgreicher Hand.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ehepaar Lagerfeldt erwarb am 25.3.1930 die Villa von Auguste Baur (1821 – 1875, unverheiratete Tochter des Baurs-Park-Gründers und Katharinenhof-Erbauers Georg Friedrich Baur) <em>„Baurs Park 4</em>“ in Blankenese, kurz darauf zog die Familie in Haus Nr. 3 der gleichen Straße, das ebenfalls über einen herrlichen Elbblick verfügte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1931 wurde Lagerfeldts Tochter Christel (eigentlich Martha Christiane) und 1933 ihr Sohn Karl-Otto geboren, den das Paar nach seinem Großvater mütterlicherseits Karl benannte. Der zweite Vorname Otto stammte vom Vater. Elisabeth war damals bereits 36, als ihr Sohn geboren wurde, ungewöhnlich alt für diese Zeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lagerfeldt galt als distinguierte, kühle Hanseatin, die viel las, gern Briefe schrieb und Violine spielte. Sie war liberal und sehr modern für ihre Zeit. Ihre Kinder zu streicheln und zu herzen, lag Elisabeth allerdings völlig fern. Körperliche Nähe war ihr zuwider. Auch hatte sie keine Lust auf muntere Kinderspiele oder Kindergeschwätz einzugehen, es sei denn, die Kinder sagten etwas „Erwachsenes“.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Sprich bitte schneller!“ wurde Karl-Otto immer wieder von ihr ermahnt, „damit du mit dem Stuss, den du redest, bald zu Ende kommst!“ Auf diese Weise wurde ihr Sohn zum Schnellsprecher.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Kinderbetreuung war&nbsp; „Schwester Meta“ im Hause Lagerfeldt zuständig.&nbsp; (Von ehemaligen Spielkameraden wusste übrigens keiner von einer Begegnung mit Elisabeth zu berichten. Sie trat eben wenig zusammen mit ihren Kindern in Erscheinung.)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Ehepaar Lagerfeldt lebten „noch jede Menge Leute im Haushalt“. Zwei Tanten, Schwestern von Elisabeth, die drei Kinder, ein Onkel und viel Personal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihren Vater sahen Thea, Christel und ihr Bruder höchst selten. Karl-Otto mochte ihn viel lieber als die Mama. Aber Vater war längst nicht so amüsant. „Meine Mutter war frech wie Straßendreck, der Vater selten zu Hause, und wenn, dann mit Distanz zu uns Kindern!“ beschrieb Karl-Otto seine Eltern. Der Vater war ein streng zugeknöpfter Hanseat, über den sich seine Frau öfter lustig machte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entsprechend dem damaligen Rollenverständnis von Mann und Frau und wegen seiner außerordentlichen beruflichen Anspannung kümmerte sich Otto primär um den Aufbau seiner Firma, während das Hauspersonal und – darüber schwebend Elisabeth &#8211; für die Kinder und deren Erziehung verantwortlich war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl beide Ehepartner eine streng-katholische Erziehung genossen hatten, praktizierten sie ihren Glauben nicht mehr und&nbsp; verschoben die religiöse Erziehung ihrer Kinder auf „Später, später!“ Denn die ungeliebten eigenen Erfahrungen wollten sie ihnen ersparen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Elisabeths sporadische Kinder-Erziehung wurde ab und an bemängelt. Karl-Ottos Patenonkel Conrad beispielsweise rügte seine Schwägerin: „Elisabeth, dein Sohn ist ein Dummkopf. (Er hatte mit 10 Jahren nicht gewusst, wer Freiherr von Freiligrath war.) Das ist deine Schuld. Deine Kinder haben nicht die geringste Erziehung!“ Elisabeth dagegen war der Auffassung, dass man mit ein bisschen Ehrlichkeit und Intelligenz jede Frage beantworten könne – auch wenn dies ihrem Sohn nur sporadisch gelang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Altmodisch und aus Sicht der Nationalsozialisten „weibisch“ war, dass Karl-Otto noch als Grundschüler wie ein Mädchen aussah. Noch als Achtjähriger sträubte sich Karl-Otto, seine lange Mähne schneiden zu lassen. Ein für die Hitler-Zeit unziemliches Verhalten. Schließlich wurde er von seinen Jungvolk-Kameraden gewaltsam zum Friseur geschleppt. Aber auch nach dem Krieg wurde in seiner Schulklasse immer mal wieder für einen seiner Friseurbesuche gesammelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er war eben ein verwöhntes Kind, bei dem Elisabeth vieles durchgehen ließ. Manchen Wunsch der Kinder lehnte sie dagegen schroff ab. Als Karl-Otto mit etwa zehn Jahren Klavier spielen lernen wollte und auf den Tasten des Flügels im Wohnzimmer klimperte, wies sie ihn zurecht: „Hör auf damit! Zeichne! Das macht weniger Lärm!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beim Jungvolk üblichen kurzen Cord-Hosen ergänzte Elisabeth mit Oberhemd, Krawatte und Sakko, manchmal soll selbst ein Monokel nicht gefehlt haben. Zu anderen Gelegenheiten zog sie ihrem Spross maßgeschneiderte Anzüge an. Dennoch hat Karl-Otto mit vierzehn noch mit Puppen gespielt. (Vielleicht waren es Modepuppen, die er ankleidete?) Trotz&nbsp; dieser vielen Widersprüche erlebte er seine Jugend als „ganz normal“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz zu ihm lief seine burschikose Schwester Christel in kurzen Lederhosen und Gummistiefeln umher,&nbsp; melkte Kühe, ritt auf ihrem Pony oder half im Stall. Sofern die beiden sehr unterschiedlichen Kinder ihren Eltern nicht auf die Nerven gingen, durften sie machen, was sie wollten. Mutter Elisabeth war eben großzügig bzw. gleichgültig in vielen Erziehungsfragen, wollte anderseits aber ihre modischen Vorstellungen verwirklichen, was vorrangig bei Karl-Otto gelang. Trotzdem hielt sie ihrem Sohn in ihrer schnippischen Art vor: „Man kann dich nur ertragen, wenn Du nicht redest!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Christel und Karl-Otto waren, wie gesagt,&nbsp; sehr unterschiedlich. Christel durfte viele Dinge, die ihrem Bruder versagt waren. Er fühlte sich deshalb benachteiligt. Doch sie hielten zusammen; auch als Erwachsene riss der Kontakt nicht ab. Er empfindet seine Schwester heute als Heilige und sich als das Gegenteil: faul und egoistisch. Aber sie lebt weit weg in Amerika &#8211; wie auf einem anderen Planeten &#8211; und will ihren Mann und ihre „ganz reizenden Kinder“ nicht einen einzigen Tag im Leben allein lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ehepaar Lagerfeldt verkaufte die von Architekt Herrmann erbaute Villa 1935 an Herrn de la Camp (damaliger Präses der Handelskammer), der das alte Gebäude abreißen ließ und ein Reet gedecktes Landhaus, dem Stil des gerade aufgesiedelten Parkareals entsprechend, baute. Das wiederum ließ der spätere Besitzer und Architekt Cäsar Pinnau in den 1990er Jahren abtragen und durch einen Alterssitz in Oktaederform ersetzen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="250" height="159" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/10/BF.Lagerfeld.Bissenmoor_Gut_134.39.jpg" alt="" class="wp-image-53676 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Lagerfeldts zogen aufs Gut Bissenmoor bei Bad Bramstedt,  das sie nebst 300 ha Bauernland erworben hatten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch schon 1939 trieb es sie zurück in die Hansestadt. Wegen der immer stärker werdenden Bombenangriffe wechselten sie 1943 abermals nach Bissenmoor. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier stand ihnen allerdings nur noch das Erdgeschoss zur Verfügung, denn seit den Gomorrha-Angriffen (Juli/August 1943) der Alliierten waren im 1. Stock Bombenopfer untergebracht worden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Kapitulation wurde das gesamte Gutshaus von der englischen Besatzungsmacht beschlagnahmt. Familie Lagerfeldt musste deshalb für ein Jahr in zwei Räumen des Kornspeichers hausen. Doch kurz nach der Währungsreform gelang es ihnen, wieder nach Hamburg überzusiedeln. Heute ist das Gutshaus nicht mehr zu finden. Es war Opfer des Holzwurms geworden und wurde abgerissen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Lagerfeldts wieder nach Hamburg kamen, lag die Stadt in Trümmern. Wo immer man ging, traf man Kriegsversehrte und bis zum Skelett abgemagerte Menschen. Manchen blieb nichts anderes übrig als zu&nbsp; betteln. Elisabeth lehnte es trotzdem ab, diesen armen Menschen ein paar Groschen zuzustecken. Denn&nbsp; sie war der Meinung, wenn man spendet, muss es anonym bleiben. Es darf kein Akt der Satisfaktion werden: Ich gebe dir etwas, armer Mann. Du musst dich dafür bei mir bedanken. &nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Karl-Otto versuchte sich in der Schule durchzumogeln, spielte häufig krank. Einmal simulierte  er sogar eine Polioerkrankung. Doch Elisabeth durchschaute ihren Sohn und heilte ihn mit einer schallenden Ohrfeige. Trotzdem schrieb sie die erforderliche Entschuldigung.<br>Für die Schule zu lernen brauchten ihre Kinder zuhause nicht. „Ihr müsst die Zusammenhänge kennen. Der Rest steht im Lexikon!“ war ihre Einstellung. Und wenn sie mal zur Schule gebeten wurde,  ging sie nicht hin. „Das ist euer Ärger. Mir ist das wurst!“<br>Einmal traf sie einen Lehrer auf der Straße, der sofort los legte: „Freut mich sie zu sehen. Ihr Sohn sieht unmöglich aus, können sie ihm nicht mal sagen, er soll zum Friseur gehen und sich die Haare schneiden lassen?“ Frau Lagerfeldt sah den Pädagogen daraufhin verächtlich an, zog ihm die Krawatte aus dem Jackett, schleuderte sie ihm ins Gesicht. „Wieso? Sind Sie immer noch Nazi?“ Danach drehte sich weg und wünschte schnippisch „Einen schönen Tag noch!“<br>Wer sich mit ihr anlegte, hatte eigentlich immer verloren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der häufige Ortswechsel mag auch die schulische Entwicklung von Karl-Otto beeinträchtigt haben. Doch wäre seine Mutter nicht gewesen, hätte er womöglich Brötchen gebacken, statt elegante Kleider zu entwerfen. Denn Karl-Otto hatte lange den Wunsch gehegt Bäcker zu werden. Elisabeths Argument gegen diese Handwerkerkarriere lautete: „Kommt nicht infrage! Macht dick!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Fehlversuchen dieser Art nahm Elisabeth ihren Sohn 1953 ganz unter ihre Fittiche. Ihr Ziel war jetzt Paris, nachdem sie erfolglos versucht hatte, Karl-Otto an der Kunsthochschule Hamburg anzumelden. Wenn er schon ein manischer und begabter Zeichner war und in seiner Heimatstadt keine Chance erhielt, mussten seine Talente in der Stadt an der Seine, in der Kapitale der Kunst, vervollkommnet werden. Sie suchte die bestmögliche Ausbildung für ihn, ließ ihn eine Privatschule besuchen, die er 1955 beendete. Während dieser Zeit soll Elisabeth überwiegend bei ihrem Sohn gewesen sein. So hat sie ihm zum erfolgreichen Schulabschluss und brillanten Start ins Berufsleben verholfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Karl &#8211; die zweite Hälfte seines Doppelvornamens war inzwischen, genau wie das „t“ seines Nachnamens, entfallen &#8211; gleich bei seinem ersten Couture-Wettbewerb den 1. Preis holte, und der von ihm entworfene Mantel obendrein in die Fertigung ging, schenkte ihm Vater Otto ein cremefarbenes Mercedes 190 SL Coupé. Das war 1955. Das damals unglaubliche Fahrzeug wurde ein paar Jahre später als „Nitribitt-Auto“ berühmt-berüchtigt. Doch da fuhr Karl bereits einen vom Vater geschenkten Jaguar. Weil er mit Sportfahrzeugen aber einige dramatische Unfälle hatte, tauschte seine Mutter den Jaguar in eine Bentley R-Type Limousine, die repräsentativ, elegant und viel seriöser als ein Rolls Royce aussah.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Ende seines Arbeitslebens verkaufte Otto Lagerfeldt Gut Bissenmoor und den größten Teil des Inventars und zog mit seiner Frau in eine gemietete&nbsp; Vierzimmer-Wohnung nach Baden-Baden. Einen Teil des Verkaufserlöses schenkten die Lagerfeldts&nbsp; ihren Kindern.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="457" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/10/BF.Karl_.jpg" alt="" class="wp-image-53675"/><figcaption class="wp-element-caption">1991 kaufte der Modeschöpfer Karl Lagerfeld das Anwesen im Wilmans Park <br>und nannte es, in Erinnerung an seinen verstorbenen Lebensgefährten  Jacques de Bascher, Villa Jako. <br>Lagerfeld verabschiedete sich von Blankenese 1997</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal besuchte Elisabeth ihren Sohn in Paris, nahm auch im Alter kein Blatt vor den Mund, obwohl Karl-Otto da bereits Chef  der Firma Chloé war:  „Schade, dass du dich nicht über den Hof gehen siehst, sonst könntest du sehen, was für einen dicken Hintern du gekriegt hast!“<br>Bei einem ihrer  Paris-Besuche räumte sie seinen Schreibtisch auf und warf sein 1953 begonnenes Tagebuch fort! „Sei froh, sonst findet es noch jemand. Es braucht ja nicht jeder zu wissen, wie doof du bist!“  war ihre charmante Erklärung dazu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Otto Lagerfeldt verstarb nach einem sehr erfolgreichen Leben mit beinahe 90 Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Tod des Vaters kaufte Karl Lagerfeld seiner Mutter ein Rokokoschloss mit 16 Zimmern.<br>Eine Zeitlang lebten Mutter und Sohn zusammen in diesem Chateau de Penhoet in der Bretagne, doch es dürfte dort wie bei Virginia Woolf zugegangen sein &#8211; wurde zumindest kolportiert. Karl-Otto dagegen schwadronierte, wie sehr seine Mutter den Schlossaufenthalt genieße, nachdem sie Baden-Baden aufgegeben habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wolfgang Joop, der Designer, war einmal zu Gast auf diesem Schloss und erinnert sich:&nbsp; „Frau Lagerfeldt hatte ein großes Bedürfnis zu herrschen. Sie war eine sehr strenge, resolute Frau, aber sicher nicht so intellektuell, wie sie Karl immer beschrieb.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Drastischer&nbsp; äußerte sich der Sohn über seine Mutter: „Als Ehefrau war meine Mutter unmöglich. Mein Vater hatte genug Probleme mit ihr.&nbsp; Toll fand ich, dass die gute Frau in ihrem Leben nie etwas getan hat. Dafür konnte sie alle Leute, auch ihr Personal, in Sklaven verwandeln.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">L´Express schrieb 1976 in einem Interview mit Karl Lagerfeld: „Auf meinem Schloss habe ich Diener rund um die Uhr.&nbsp; Wenn meiner Mutter ein Taschentuch runterfällt, klingelt sie, damit der Butler kommt, es aufzuheben – das ist sie ja seit 80 Jahren so gewohnt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Frühjahr 1978 verstarb Elisabeth im Alter von 81 Jahren auf Lagerfelds Schloss in der Bretagne. Das Hausmeisterehepaar soll danach aufgeatmet haben, obwohl Karl sie lange und großzügig für die Launen seiner Mutter entlohnt hatte: mit dreifachem Gehalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Begraben wurde Elisabeth nicht etwa auf einem Friedhof. Sie ruht in der Schlosskapelle in einer in die Wand eingelassenen Urne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch die ungewöhnliche Karriere des Jungen aus Blankenese, dessen Tanten ein Schreibwarengeschäft in der Bargfredestraße 38 betrieben, steigerte sich bis zur „Kaiserwürde“, denn heute spricht man in der Modewelt von ihm als „Kaiser Karl“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Du hättest mehr aus dir machen können, aber bei deinem Mangel an Ehrgeiz ist das schon o.K., was du geschafft hast!“ hatte Elisabeth die Karriere ihres Sohnes einmal kommentiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide"/>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color wp-elements-18 wp-block-paragraph"><strong>Quellenangabe</strong>:</p>



<p class="has-vivid-purple-color has-text-color has-link-color wp-elements-19 wp-block-paragraph">Deutsche Biographie NDB Lagerfeldt, Otto<br>Karl Lagerfeld, Wikipedia<br>Heimatliches Jahrbuch des Kreises Segeberg, 1991, Seite 105 ff<br>Modezar Lagerfeld: Seine Jahre auf Gut Bissenmoor<br><a href="http://www.focus.de/panorama/boulevard">www.focus.de/panorama/boulevard</a> Karl Lagerfeld<br><a href="http://www.express.de/promi-show/star-designer-Lagerfeld">www.express.de/promi-show/star-designer-Lagerfeld</a><br>Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.09.2008, „Dat weer Kalli“/Lagerfelds Jugendjahre<br>Paul Sahner „Karl“, mvg-verlag, premium, München 2009</p>
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