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Vorhin vorbeigerauscht: „CMA CGM Concorde“🇫🇷

CMA CGM Concorde verschwindet im Dunst in die Ferne / Foto: (c) waw 2021

Da tuckert sie wieder ab in Richtung Nordsee, die CMA CGM Concorde. Das nagelneue, gerade erst im Jahre 2021 fertiggebaute Containerschiff, zeigt nur noch seinen „Popo“. Und der ist ganz schön breit: Mit 62 Metern hat der Megafrachter eines der breitesten Hecks weltweit. An ihm weht die französische Flagge. Fahrtgebiete sind die Strecken Asien-Europa-Asien.

Die CMA CGM Concorde gehört der französischen Großreederei CMA CGM. Diese entstand laut Wikipedia 1999 aus dem Zusammenschluss der Reedereien „Compagnie Générale Maritime“ (CGM) und der „Compagnie Maritime d’Affrètement“ (CMA). Diese Schifffahrtsgruppe betreibt 257 Seerouten und bedient 420 Häfen in 160 Ländern. Der Hauptsitz befindet sich in Marseille, Frankreich.

Die Ansprüche der Reederei sind hoch. So erstrebt CMA CGM nach eigenen Angaben „Exzellenz in allen Bereichen“. Das bedeute, dass alle Mitarbeiter bei ihren täglichen Aufgaben sowie bei strategischen Entscheidungen „höchste Standards“ einhalten. Das reiche „von operativer Exzellenz bis hin zu Exzellenz im Umweltschutz.“

Umweltschutz ist Pflicht

Eine Besonderheit: Die CMA CGM Concorde verfügt über einen großen 18.600 cbm Flüssiggas(LNG)-Tank. Das Unternehmen hat sich nämlich verpflichtet bis zum Jahre 2050 die CO2-Neutralität zu erreichen. Der Treibstoff ist nicht nur klimafreundlich, sondern auch sparsam. Eine einzige Tankfüllung ermöglicht eine Rundreise von China nach Nordeuropa und zurück. Gebaut wurde das Schiff bei der Hudong-Tochtergesellschaft Jiangnan Changxing in der Nähe von Shanghai. 

Eine weitere Besonderheit sind Designverbesserungen am Schiffsrumpf. Die sollen die hydrodynamische Leistung optimieren. So weist der Bug zum ersten Mal auf einem Schiff dieser Größe eine gerade und konische Form auf. Für Propeller und Ruder wurden ebenfalls neue Technologien entwickelt. Sie verbessern den Wasserfluss und senken den Energieverbrauch.

Der Großfrachter gehört zu einer praktisch baugleichen Serie von neun 23.000 TEU-Schwesterschiffen. Alle sind nach Monumenten und Orten in Paris benannt: Champs-Élysées, Palais Royal, Louvre, Rivoli, Montmartre, Concorde, Trocadéro und Sorbonne.

Diese Containerschiffe sind mit 399,9 Metern Länge wahre Giganten. Sie gehören zu den längsten Frachtern der Welt. Die Besatzung ist relativ klein: 26 Mann und ein Treibstoffmanagement-Offizier. Die Tragfähigkeit der CMA CGM Concorde beträgt 23.000 TEU (das ist die Anzahl der aufladbaren Standardcontainer). Tiefgang: 12,4 Meter.

Aktuelle Position der CMA CGM Concorde

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