C.P.E. Bach: Auferstehung und Himmelfahrt Jesu

10.04.2019, 20:00 Uhr | Ort: Gemeindehaus

Einführung mit Bildern und Musikbeispielen von Dr. Anke Schmitt und James Lask, Musikwissenschaftler, Wedel

„Er ist der Vater, wir sind die Bub´n“ – Mozarts Ausspruch macht es deutlich: Sprach man im späten 18. Jahrhundert bewundernd vom „großen Bach“, war nicht Johann Sebastian, sondern dessen Sohn Carl Philipp Emanuel (1714-1788) gemeint. Nach Jahrzehnten am Hofe Friedrichs des Großen wurde er 1767 Kantor am Johanneum und Direktor der Kirchenmusik in Hamburg – ein Amt, das er bis zu seinem Tode ausübte. Sein Œuvre beeinflusste die folgende Komponistengeneration, darunter Haydn, Mozart und Beethoven. Dann geriet C.P.E. Bach in Vergessenheit. Heute werden seine Werke zu Recht wiederentdeckt.

Das Oratorium „Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu“ auf ein Libretto von Carl Wilhelm Ramler wurde am Ostersonntag 1774 in privatem Rahmen aufgeführt. „Von meinen Meisterstücken ein beträchtliches“, so lautete die Einschätzung des Komponisten. Die öffentliche Uraufführung am 18. März 1778 im Hamburger Concertsaal auf dem Kamp war ein Triumph. Der vom Verlagshaus Breitkopf mit dem Titel „Opus artificiosum et divinum“ herausgegebene Druck sorgte ab 1787 für eine weite Verbreitung des Werkes. 1788 leitete Mozart drei Aufführungen in Wien. Dabei zeigte man einen Kupferstich des Komponisten im Saal – und „es erfolgte ein hohes Vivat, und eine dreyfache, lauteBeyfallsbezeugung.“

Die Blankeneser Kantorei führt das Oratorium am Sa 27. April um 18 Uhr in der Blankeneser Kirche auf.

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