Dag Hammarskjöld - Mystik und Weltverantwortung

12.06.2019, 20:00 Uhr

Vortrag von und Gespräch mit Prof. Dr. Peter Zimmerling, Professor für Praktische Theologie mit Schwerpunkt Seelsorge, Leipzig

Dag Hammarskjöld (1905–1961) gehört zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. 1953 bis zu seinem Tod 1961 war der gebürtige Schwede Generalsekretär der UNO – damit der ranghöchste Beamte der Welt. Während einer politischen Mission kam er bei einem Flugzeugabsturz in Nordrhodesien unter nie ganz geklärten Umständen ums Leben. Dass er auch ein beeindruckender Christusmystiker war, blieb zu seinen Lebzeiten verborgen. Davon hat anscheinend selbst keiner seiner engeren Freunde etwas geahnt. Zwar hat er sich in seiner Zeit als UNO-Generalsekretär in Interviews zu religiösen Fragen geäußert. Doch fanden diese Aussagen kaum Beachtung. Erst das posthum veröffentlichte geistliche Tagebuch „Zeichen am Weg“ legte vor der Weltöffentlichkeit Zeugnis von seinen mystischen Erfahrungen ab. Nach Hammarskjölds Tod fand man in seiner New Yorker Wohnung das Manuskript mit einem Brief; darin bat er einen Freund, die Aufzeichnungen zu veröffentlichen. Das Tagebuch, so schreibt er in diesem Brief, lasse sein „einzig richtiges Profil“ erkennen.

Der Vortrag zeichnet den mystischen Weg Hammarskjölds und die Konsequenzen für sein politisches Handeln nach.

Zurück