Menschen im Widerstand gegen das NS-Regime

03.11.2019, 11:30 Uhr | Ort: Gemeindehaus, Mühlenberger Weg 64 a

Vernissage

Lange hielt man im Westen eine „Adels- und Offiziersclique“ für die Hauptaktivisten des Widerstands und diffamierte sie, anknüpfend an Nazi-Ideologie, als „Landesverräter“. In der DDR ehrte man allein die widerständigen Kommunisten. Tatsächlich opponierten neben wenigen Einzelkämpfern Menschen weiter Kreise der Bevölkerung: neben militärischen Gruppen, politische, bürgerliche, religiöse, intellektuelle, weltanschauliche.

Das Spektrum reichte von passivem Widerstand bis zur Konspiration, vom Umsturzversuch, bis zur Entwicklung von Konzepten zur staatlichen Neuordnung. Der Hamburger Maler Otto Quirin, Jahrgang 1927, kämpfte als Jugendlicher im 2. Weltkrieg, mehrfach wurde er traumatisiert. Bewegt durch die Rede von Bundespräsident Joachim Gauck zum 70. Jahrestag des Attentats am 20. Juli, beschloss Quirin 2014, die Widerstandskämpfer mit seinen Mitteln zu ehren. Er erarbeitete 128 Porträtzeichnungen, denen er Gedanken in Schriftform beifügte.

Ausstellung bis 22. November | Eintritt frei

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