Von der Passion zur Auferstehung - Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu

27.04.2019, 18:00 Uhr | Ort: Kirche

Im Abstand von nur gut einer Woche werden in der Blankeneser Kirche zwei große Konzerte erklingen, die inhaltlich zusammengehören. Erstmals möchten wir den Bogen spannen vom Karfreitag zum Ostersonntag und die Geschehnisse durch die Aufführung zweier Oratorien musikalisch ausdeuten. Zu hören sind die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach sowie das Oratorium „Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu“ des Bach-Sohnes Carl Philipp Emanuel, komponiert 50 Jahre später und stilistisch völlig neuartig. Das macht dieses Doppelkonzert besonders reizvoll. Um Musikbegeisterten den Besuch beider Abende zu ermöglichen, wird es beim zweifachen Ticket-Kauf Rabatte von bis zu 12 Euro geben.

Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu

Am 2. April 1774 fand die Uraufführung dieses Oratoriums in Hamburg statt, wo C.P.E. Bach seit 1767 als Musikdirektor der fünf Hauptkirchen tätig war. Der Text besteht aus zwei etwa gleich langen Passagen, wobei der erste Teil die Auferstehung und der zweite die Himmelfahrt Jesu behandelt. Im Gegensatz zur Johannes-Passion sind den Sängern keine konkreten literarischen Rollen zugeordnet, auch wird keine dramatische Handlung beschrieben. Stattdessen kommen in den Arien und Chören Empfindungen, Gedanken und Gefühle zum Klingen, die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu reflektieren. So ist ein ungemein abwechslungsreiches, ausdrucksstarkes Oratorium entstanden, das gleich nach seiner Uraufführung populär und erfolgreich wurde. Wolfgang Amadeus Mozart dirigierte 1788, kurz vor C.P.E. Bachs Tod, drei Aufführungen in Wien. Bei dieser Gelegenheit erfuhr der abwesende Hamburger Komponist noch einmal eine außergewöhnliche Ehrung: „In der Aufführung am 4ten März ließ der Hr. Graf (van Swieten) das in Kupfer gestochene Bildniß des Hrn. Capellmeist. Bach im Saale herumgehen. Die anwesenden Fürstinnen und Gräfinnen und der ganze sehr glänzende Adel bewunderten den großen Componisten, und es erfolgte ein hohes Vivat, und eine dreyfache, laute Beyfallsbezeugung.“

C.P.E. Bachs Werke gerieten dann paradoxerweise gerade durch die Übermacht der drei Komponisten, die ihn am meisten verehrt haben, in Vergessenheit: Haydn, Mozart und Beethoven. Erst in jüngster Zeit scheint sich eine Renaissance der Werke des Bach-Sohnes abzuzeichnen. Das Auferstehungsoratorium gilt als eines der Hauptwerke seiner Hamburger Zeit.

Ausführende: Cornelia Zach, Sopran | Mirko Ludwig, Tenor | Henryk Böhm, Bass | Elbipolis Barockorchester Hamburg | Blankeneser Kantorei | Leitung: Stefan Scharff

Einführungsvortrag am 10.04.2019

Eintritt pro Konzert: 8 € bis 34 € | Kombi-Ticket: 14 € bis 56 € | Vorverkauf und Vorbestellung ab 8. April im Gemeindehaus, Tel. 866250-0 | Abendkasse ab 17 Uhr

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