Ausstellung: Winterreise

19.02.2017, 12:30 Uhr

Rüdiger Knott, Objekt zur Winterreise

Ausstellungseröffnung mit Thomas Sello, Musik: Steffen Wolf, Tenor, Michi Komoto, Klavier

Von Erstarrung und Kälte, gefrorenen Tränen, von vergangenen Träumen, unerfüllter Liebe und Fremdheit erzählen die Texte des romantischen Dichters Wilhelm Müller, geschrieben 1824 in Dessau. Als der Wiener Komponist Franz Schubert in seinem Todesjahr 1828 die Verse zu seinem berühmten Liederzyklus „Winterreise“ vertonte, war Wilhelm Müller bereits ein Jahr tot. Die Lieder sind Bilder des Lebens, Leidens und des Todes. Am Schluss steht der Leierkastenmann, der hinter dem Dorfe barfuß auf dem Eis wankt. Der Winter als Gleichnis für das menschliche Schicksal und enttäuschte Hoffnungen nach dem Ende Napoleons – Caspar David Friedrich brachte es in seinem Gemälde „Eismeer“ auf die Leinwand, gleichfalls 1824. Über 20 Künstler, die in den vergangenen 14 Jahren in der Gemeinde ausgestellt haben, deuten mit Bildern, Skulpturen, Zeichnungen und Installationen die „Winterreise“ auf ihre Weise.

Ort: Gemeindehaus

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