18. Februar

nachdenklich...

Ich nenne Lüge, etwas nicht sehen wollen, was man sieht, etwas nicht so sehen wollen, wie man es sieht... Die gewöhnlichste Lüge ist die, mit der man sich selbst belügt; das Belügen Anderer ist relativ der Ausnahmefall. ... Nun ist dies Nicht-sehn-wollen, was man sieht, dies Nicht-so-sehn-wollen, wie man es sieht, beinahe die erste Bedingung, für alle, die Partei sind in irgendwelchem Sinne: der Parteimensch wird mit Notwendigkeit Lügner.

Friedrich Nietzsche

Bilder einer besonderen Achterbahn...

 Tiger & Turtle - Magic Mountain - und das alles im Ruhrgebiet

17. Februar

Eine ältere Dame (97) schickt einen Brief an den lieben Gott:
"Lieber Gott, kannst du mir bitte 100 € schicken, ich bin so arm und kann mir nichts mehr zu essen kaufen?"
Schickt den Brief ab, irrtümlicher Weise landet der Brief beim Finanzamt.
Die Finanzbeamten sind so gerührt und sammeln für die Frau. Tatsächlich kommen 70 € zusammen.
Die alte Dame freut sich und schickt einen Brief zurück an den lieben Gott.
"Vielen Dank für die 100 €! Bitte schicke das nächste mal direkt an mich und nicht über das Finanzamt, die Halunken haben mir direkt 30 € abgezogen."

16. Februar

sonntags

Das Ideal ist nicht über den Dingen, sondern in den Dingen: wie Gott nicht bloß sonntags von neun bis elf in der Kirche, sondern jederzeit und überall ist und gefunden werden kann.

Paul de Lagarde

15. Februar

mit Weitblick

Ich für meinen Teil glaube fest daran,
dass einzelne Menschen einen Umschwung in der Gesellschaft herbeiführen können.
Jeder Mensch hat die Verantwortung, unsere universelle Familie auf den richtigen Weg zu bringen,
und wir alle müssen diese Verantwortung wahrnehmen.

Dalai Lama 1993

So grau begann der Donnerstag

14. Februar

Legende

Eines Tages hatten die Heiligen in der Kirche das Stehen satt.
Petrus stieg vom Kreuz herab.
Barbara sprang um den Turm herum,
Katharina schob das Rad vor sich her,
Sebastian spielte mit den Pfeilen Mikado.
Märtyrer führten einen Schwerttanz vor,
und die Engel, die sonst krampfhaft die Trompeten hielten, klatschten Beifall.

Es löste sich der Kalk von der Mauer, 
die Fenster sprangen auf, 
und die große Rosette begann zu kreisen.

Matin Gutl

 

"kleine" Veränderungen vor der Tür

13. Februar

von oben

Von unten betrachtet gibt es nur oben.

Marina Zuber

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einige Fotos von Jan Teich

12. Februar

Wer den Regentropfen erklären kann, kann auch das Meer erklären.

Selma Lagerlöf

11. Februar

Sie säen Wind und werden Sturm ernten.

Der Prophet Hosea (Hos 8,7)

10. Februar

infrage gestellt

Newsletter der Süddeutschen - zum Geschehen in Thüringen

Mir fällt immer wieder eine Formulierung ein, die der Dichter Franz Grillparzer schon 1849 geschrieben hat: "Von der Humanität durch Nationalität zur Bestialität". Und man ahnt und weiß, dass die Humanität wieder bedroht ist, massiv wie schon Jahrzehnte nicht mehr. Sie ist bedroht von Geschichtsvergessenheit, von neuem altem Antisemitismus, von rassistischer Unverfrorenheit, von gemeiner Rede und gemeiner Tat, von der Lust an politischer Grobheit, von Flegelei und Unverschämtheit, von der Verhöhnung von Anstand und Diplomatie, sie ist bedroht von einer rabiaten Missachtung des Respekts und der Achtung, die jedem Menschen zustehen.

Prantls Blick - die politische Wochenschau - 9.2.

9. Februar

Sturmtag...

Blumenkränze entführt dem Menschen der leiseste Westwind.
Dornenkronen jedoch nicht der gewaltigste Orkan.

Friedrich Hebbel

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Bilder: morgens - vor dem Sturm

8. Februar

Die stärkste Farbe findet ihr Gleichgewicht,
aber nur wieder in einer anderen starken Farbe,
und nur wer seiner Sache gewiß wäre,
wagte sie nebeneinander zu setzen.

Johann Wolfgang von Goethe

7. Februar

mit einem Gruß aus dem Thalia-Theater: 

Sein oder nicht Sein.
To be or not to be.

William Shakespeare

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Leuchten am Wege...

6. Februar

Wer trübe Fenster hat, dem erscheint alles grau.

Deutsches Sprichwort

5. Februar

eisig und verschlossen

So mancher scheint beim ersten Blick
verschlossen, starr und eisig kühl,
doch birgt sein Herz für den, der sucht,
den reichsten Schatz von Mitgefühl.

Wilhelm Jordan

4. Februar

Der Worte sind genug gewechselt,
Laßt mich auch endlich Taten sehn!
Indes ihr Komplimente drechselt,
Kann etwas Nützliches geschehn.

Johann Wolfgang von Goethe

3. Februar

Warum preisen sich Männer und Frauen selbst so gern an?
Ist es nicht nur ein Instinkt, der noch von den Tagen der Sklaverei herrührt?

Kakuzo Okakua

2. Februar

Ein Sonntags-Statement

Es ist eine subtile Form des Unglaubens, wenn man sich an das, was man glaubt, gewöhnt hat. Es ist kraftlos. Ein wacher Glaube kann sich weder an Gott noch an die Welt gewöhnen. Denn in der Gewöhnung ist die Seele ohne Hoffnung, und der Geist ist ohne Fragen.

Martin Schleske

1. Februar

Nichts hindert den Weg eines Menschen mehr, als seine Weigerung, lieb gewonnene Enttäuschungen loszulassen.
Da wird die Weisheit uns zur Warnung:
Hüte dich vor einem Menschen, dessen Ratschlag aus den gehegten und gepflegten Enttäuschungen kommt, denn er hat seine Seele gefesselt, und wenn du ihm glaubst, dann geschieht das womöglich auch dir! 

Martin Schleske

Ilsabe H.