23. Januar

Ein Schiff im Hafen ist sicher, doch dafür werden Schiffe nicht gebaut.

John Augustus Shedd

22. Januar

nicht vom Kamin aus gesehen

Kein Tag vergeht mir so rasch, hinterlässt mir eine so angenehme Erinnerung wie einer, an dem ich weder einen Besuch zu machen noch zu empfangen brauche. Kein Abend scheint mir besser angewendet als der, den ich in meiner Kaminecke verträume, allein mit meinen Gedanken und mit meiner Strickerei.

Marie von Ebner-Eschenbach

21. Januar

Ich weiß, auch bekannt....

In Hamburg lebten zwei Ameisen,
Die wollten nach Australien reisen.
Bei Altona auf der Chaussee,
Da taten ihnen die Beinchen weh,
Und da verzichteten sie weise
Dann auf den letzten Teil der Reise.

Joachim Ringelnatz


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Dann von Altona zurück nach Blankenese

20. Januar

und dann dahinter noch ein Engel

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.

Aristoteles

Ausführlicher: "Das, was aus Bestandteilen so zusammengesetzt ist, dass es ein einheitliches Ganzes bildet – nicht nach Art eines Haufens, sondern wie eine Silbe –, das ist offenbar mehr als bloß die Summe seiner Bestandteile. Eine Silbe ist nicht die Summe ihrer Laute: ba ist nicht dasselbe wie b plus a, und Fleisch ist nicht dasselbe wie Feuer plus Erde.

19. Januar

schöner Untergang

Das tiefe Staunen über den Wert und die Würde des Menschen nennt sich Evangelium, Frohe Botschaft. Dieses Staunen rechtfertigt die Sendung der Kirche in der Welt von heute. Missionierung beginnt immer mit einem Gefühl der Hochachtung vor dem, was in jedem Menschen ist.

Johannes Paul II.
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Gottesdienst und Gemeindeversammlung in der Blankeneser Kirche
Vorstellung von drei neuen Mitarbeiterinnen: Jugend, Diakonie und Seniorenarbeit

18. Januar

nachts

Sternstunden gibt es nicht nur nachts.

Siegfried Wache

Am Nachmittag:
Hat ein Fisch unter der Dusche mehr Nebenwirkungen als eine Kuh in der Sauna? Und war früher wirklich alles besser? Hatten die Beatles schönere Haare als Tokio Hotel? Wer soll unsere Kinder erziehen, Eltern oder die Supernanny? Und können Supernannys besser backen als die eigene Mama? Sind Jugendliche schlauer, wenn sie Kakao von links rühren? Ist es besser Latein zu lernen als bei McDonald’s essen zu gehen? Antworten auf alle diese Fragen verspricht die Theatergruppe „Grünes Sonnenlicht“ mit ihrem Stück „Die Vorzeigekinder“. Die Gruppe, in der Menschen mit und ohne Handicap auftreten, spielte heute auf Einladung der Inklusionsinitiative du!mittendrin im Gemeindehaus.

17. Januar

Der, den ich liebe
hat mir gesagt,
dass er mich braucht.
Darum gebe ich auf mich acht
sehe auf meinen Weg und
fürchte von jedem Regentropfen,
dass er mich erschlagen könnte.

Bertolt Brecht

16. Januar

Augenblick

Mein sind die Jahre nicht,
die mir die Zeit genommen;
mein sind die Jahre nicht, die etwa mögen kommen;
der Augenblick ist mein,
und nehm ich den in acht, so ist der mein,
der Zeit und Ewigkeit gemacht.

Andreas Gryphius

15. Januar

Sieh doch

"Sieh doch!" rief die Spatzin 
bewundernd vorm Pfau, 
"schlägt er nicht ein herrliches Rad 
mit seinen Federn?!
"Schon, schon", sagte der Spatz, 
"aber sie stecken ihm alle im Hintern".

Wolfdietrich Schnurre

14. Januar

Himmel erreicht Erde

Wo wohnt Gott? (bekannt - aber schön ... finde ich!)

Einmal brachte eine Mutter ihren kleinen Sohn zum Rabbi.  Da fragte der Rabbi den Jungen:
Ich gebe dir einen Gulden, wenn du mir sagst, wo Gott wohnt.
Er antwortete: 
Und ich gebe dir zwei Gulden, wenn du mir sagen kannst, wo er nicht wohnt.

Martin Buber

13. Januar

Zu jeder Kunst gehören zwei: einer, der sie macht und einer, der sie braucht.

Ernst Barlach

12. Januar

Ausstellung im Gemeindehaus: 150 Jahre Ernst Barlach (1870–2020)  Zwischen Himmel und Erde 

Unter dem Leitgedanken „Zwischen Himmel und Erde“ widmet sich die Ausstellung der Suche Ernst Barlachs nach Strukturen und Denkbildern hinter der sichtbaren Welt. Kunst ist für ihn die Sichtbarmachung des Lebens in seiner ganzen Tiefe. Deshalb nimmt in seinem Schaffen der Versuch, die menschlichen Grundbefindlichkeiten künstlerisch überzeugend darzustellen, einen breiten Raum ein. Alle Details und narrativen Elemente werden fortgelassen. So wirken seine Figuren vielfach wie entmaterialisiert, wie eine Vision, ein Traum oder eine übernatürliche Erscheinung. Einfach, klar und in jeder Sprache verständlich.

Eine Reise nach Russland 1906 führt Barlach hin zu einer formal reduzierten, auf das wesentliche der menschlichen Gestalt konzentrierten Ausdrucksweise. In dieser Zeit entdeckt Barlach die Einfachheit und den Glanz der schlichten Existenz des Menschen als Gegenbild zum  Materialismus und Fortschrittsglauben der Zeit. Dem Künstler geht es dabei aber auch um die Rehabilitation des Geheimnisvollen als dem wahren Ort menschlichen Empfindens. Ziel ist die Befreiung von den Fesseln der realen, der sichtbaren, der materiellen Welt zugunsten einer dahinter liegenden, größeren, einer spirituellen Wirklichkeit.

Das „Güstrower Ehrenmal“, der „Güstrower Engel“, 1926/27 anlässlich der 700-Jahr-Feier des dortigen Doms und zur Erinnerung an die Toten des gerade überstandenen Weltkrieges entstanden, kann in diesem Kontext als ein Hauptwerk Barlachs betrachtet werden. Bis heute wird diese Bronze-Figur als ein Symbol des Geistigen verstanden, die in aller formalen Bescheidenheit und Stille den Betrachter an die menschlichen Grundwerte erinnert und zu Frieden, Versöhnung, Respekt und Verständigung auffordert; sie stellt das Zentrum der Blankeneser Barlach-Installation dar.

Finissage: Di 18. Februar, 19 Uhr | Ausstellung bis 23. Februar | in Kooperation mit der Ernst Barlach Gesellschaft Wedel

aus der Ankündigung der Ausstellung

11. Januar

Sonnenbaum

Ein Waldbrand entsteht aus einem einzigen Funken.

Quelle unbekannt

10. Januar

Es ist herrlich, im wilden Sturm auf einem Schiff zu sein,  von dem man weiß,  daß es im Hafen ankommt.

Blaise Pascal

gastlich

9. Januar

Wissen Sie mir einen ärmern Mann zwischen Himmel und Erde, als den Menschenfeind?

Friedrich von Schiller

Airbus

8. Januar

...Paradiesvögel... - auf dem Friedhof

Das Schicksal der Saurier
droht nach wie vor allen,
die auf Grund ihrer Masse
die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit
verloren haben.

aus einem Zeitungsartikel

7. Januar

Sollte die Zeit zum Schenken nach Weihnachten enden?? Falls nicht - Empfehlungen:

Schenke groß und klein, 
aber immer gediegen. 
Wenn die Bedachten 
die Gaben wiegen, 
sei dein Gewissen rein.
Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei,
was in dir wohnt
an Meinung. Geschmack und Humor, 
so dass die eigene Freude zuvor
dich reichlich belohnt.
Schenke mit Geist, ohne List.
Sei eingedenk, 
dass dein Geschenk 
du selber bist.

Joachim Ringelnatz
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unten: ein Gruß aus dem Ruhrgebiet: Der Künstler Otto Piene entwarf für diesen am Rhein vor einer imposanten Industriekulisse gelegenen Standort „Das Geleucht“ als Sinnbild für „Kohle, die Wärme und Energie
durch Feuer schafft und die Grubenarbeit, mit ihren besonderen Bedingungen und Gefahren.

6. Januar

zum Tage: Matthäus Kapitel 2

Die Weisen aus dem Morgenland
Da Jesus geboren war zu Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, ihn anzubeten.Als das der König Herodes hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem, und er ließ zusammenkommen alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erforschte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte. Und sie sagten ihm: In Bethlehem in Judäa; denn so steht geschrieben durch den Propheten (Micha 5,1): »Und du, Bethlehem im Lande Juda, bist mitnichten die kleinste unter den Fürsten Judas; denn aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll.« Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundete genau von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, und schickte sie nach Bethlehem und sprach: Zieht hin und forscht fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr's findet, so sagt mir's wieder, dass auch ich komme und es anbete. Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, ging vor ihnen her, bis er über dem Ort stand, wo das Kindlein war. Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut und gingen in das Haus und sahen das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.Und da ihnen im Traum befohlen wurde, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem andern Weg wieder in ihr Land.

5. Januar

Ich bringe dir keine langen Gebete, Gott...
Ich wünsche nicht, mich hineinzustehlen in deine mächtige Gnade, noch trachte ich nach erhabenen Gaben. 

Meine Gedanken haben keine Flügel, die das Lied zum Himmel trügen...
Mein Blick ist verdunkelt, der Rücken gebeugt unter der großen Last meiner Pflicht. 

Und dennoch trage ich eine herzliche Bitte zu dir, o Gott!
Und dennoch besitze ich ein Juwel, das ich nicht meinem Bruder - dem Menschen - anvertrauen will.
Ich fürchte, der Mensch wird es nicht verstehen, nicht nachempfinden, es mißachten und verlachen.
Während ich vor deinem Antlitz wie graue Demut bin, o Herr, 
so stehe ich mit meiner Bitte vor dir - als flammende Forderung!
Während ich still flüstere, verkündige ich diese Bitte mit der Stimme unbeugsamen Willens.
Mit befehlendem Blick schieße ich über die Wolken.
Aufrecht stehend stelle ich meine Forderung, denn ich verlange nichts für mich.

Gib den Kindern einen guten Willen,
unterstütze ihre Anstrengungen, segne ihre Mühen.
Führe sie nicht den leichtesten Weg, aber den schönsten - 
und als Anzahlung für meine Bitte nimm mein einziges Juwel:
die Traurigkeit.
Meine Trauer und Arbeit.

Janusz Korczak

4. Januar

mit Hoffnungszeichen

zum Thema "Gewalt"

Hilft nicht bei Aggressionsgefahr nur die Gewaltandrohung? ...
Wenn ich selbst aggressiv werde, wie ist es dann denn bei mir? Das Schlimmste, was mir passieren kann, ist dann doch, wenn meine Umgebung diesen Ausbruch als Bosheit, als hemmungslose Tyrannei und Rechthaberei registriert und dementsprechend zurückschlägt! Wenn dann keiner auf die Idee kommt, das alles könnte bei mir auch Ausdruck meiner Hilflosigkeit sein - Ohnmacht eines in die Enge Getriebenen und gar keine Macht! 
Und wenn dann einer kommt und mir gegenüber "um die Ecke"denkt", mit anderen Zusammenhängen rechnet als denen, die ich ihm durch mein Verhalten vielleicht anbiete - dann kann es sein, dass er mich von meiner Aggressivität erlöst. 

noch einmal Manfred Wester

3. Januar

Weihnachten in der Ferne

Weihnachten "in der Ferne"

Die Liebe braucht es,
dass man sie wieder neu entdeckt, genießt und feiert.
Sie behält sonst den Schwung nicht,
unserer realistischen Vernunft zu widersprechen,
die so viel Grund hat,
sich vor dieser Welt zu verschließen
und selbst Feindschaft in ihr zu verbreiten. 

Unseren Glauben feiern als ein Fest,
unserer Liebe wieder den Schwung zu geben,
mit dem sie die Barrieren der Nüchternheit überrennt.

Manfred Wester

2. Januar

Und plötzlich weißt Du: 
Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen, 
und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen. 

Meister Eckart

1. Januar

schaulustig

Im Blick auf die Herausforderungen der kommenden Zeit

Dazu brauchen wir mehr denn je den Mut zu neuem Denken, die Kraft, bekannte Wege zu verlassen, die Bereitschaft, Neues zu wagen, und die Entschlossenheit, schneller zu handeln, in der Überzeugung, dass Ungewohntes gelingen kann.

Angela Merkel in ihrer Neujahrsansprache

Ilsabe H.