Weltgebetstag für ein Ende des Hungers

07.06.2018

Der Ökumenische Rat der Kirchen, die Weltweite Evangelische Allianz und die Gesamtafrikanische Kirchenkonferenz planen für den 10. Juni 2018 zusammen mit kirchlichen humanitären Organisationen und einer Koalition kirchlicher Netzwerke, Organisationen und Partnern einen Weltgebetstag für ein Ende des Hungers, der in diesem Jahr zum zweiten Mal in Glaubensgemeinschaften weltweit begangen werden soll. (weiterlesen)

Evangelische Schule gewinnt Deutschen Schulpreis für Inklusionskonzept

24.05.2018

EKD: Das Evangelische Schulzentrum Martinschule in Greifswald ist für sein Inklusionskonzept mit dem mit 100.000 Euro dotierten Deutschen Schulpreis ausgezeichnet worden. Die Jury würdigte den unbedingten Willen des Kollegiums, das „Anderssein“ der Kinder und Jugendlichen zu akzeptieren und wertzuschätzen. Fast die Hälfte der 550 Schüler hat sonderpädagogischen Förderbedarf. Der Preis der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung wurde in Berlin übergeben. (weiterlesen)



Die evangelische Kirche und das Geld

22.05.2018

EKD: Oft steht die Kirchensteuer in der Kritik. Ein aktuelles Faltblatt der EKD gibt Rechenschaft über die Verwendung der ihr anvertrauten Einnahmen aus der Kirchensteuer. Auch über weitere Einkünfte und die Anlage des Geldes in ethisch-nachhaltige Geldanlagen gibt das übersichtliche Faltblatt Auskunft. Es kann kostenlos unter presse@ekd.de bestellt werden. (weiterlesen)

Kirchen laden zur Interkulturellen Woche ein

21.05.2018

In einem Gemeinsamen Wort der Kirchen laden der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland, Metropolit Augoustinos, zur 43. Interkulturellen Woche ein. Sie findet vom 23. bis 29. September statt und steht unter dem Motto "Vielfalt verbindet". Geplant sind mehr als 5.000 Veranstaltungen an mehr als 500 Orten im gesamten Bundesgebiet. (Info: EKD - weiterlesen)

Blankeneser Hospiz: "Friede sei diesem Haus!"

07.08.2017 | 10:28
Clarita Loeck übergibt den symbolischen Schlüssel an Marten Gereke, links: Pflegedienstleiter Andreas Hiller

Die Schlange erwartungsvoller Besucherinnen und Besucher reichte bis weit auf den Bürgersteig – und Clarita Loeck, Initiatorin des Emmaus Hospizes, strahlte ihnen am Eingang entgegen: Rund 300 Gäste – Förderer, Abgesandte aus Bezirk, Kirchenkreis und angrenzenden Kirchengemeinden sowie zahllose Ehrenamtliche – feierten am 11. Juli die Einweihung des Emmaus Hospizes an der Godeffroystraße 29 a.

Vor zwölf Jahren wurde die Idee geboren, mitten im lebendigen Blankeneser Ortskern ein christlich geprägtes Haus für Schwerkranke und Sterbende aller Konfessionen zu errichten. Jetzt ernteten Clarita Loeck, ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter die Früchte für hartnäckiges Engagement, das vielerlei Hürden überwand und große Unterstützung in der Bevölkerung fand. Ende August ziehen die ersten Patienten ein.

Auszüge aus den Ansprachen zur Eröffnung:
"Hier wird das Sterben als Teil des Lebens betrachtet", betonte Marten Gereke, Geschäftsführer der Pflegediakonie Hamburg-West / Südholstein, die das Haus betreibt. "Wir möchten den Patienten unbedingte Wertschätzung zuteil werden lassen – empathisch und liebevoll –, ihnen Wünsche erfüllen, nichts verschieben!"

"Wie zieht Friede ein in dieses Haus?", fragte Pastor Klaus-Georg Poehls. Die Emmaus-Geschichte (Lk 24), der das Hospiz seinen Namen verdankt, gebe Hinweise: "Wir begleiten einander auf dem Weg, den wir zu gehen haben, wir sprechen aus, was uns bewegt, wir sind gastfreundlich, essen zusammen, lassen unser Herz brennen. Und wenn Jesus in der Geschichte vor den Jüngern verschwindet, dann folge ich einer Idee Lothar Zenettis: Jesus kommt ihnen so nahe, immer näher, so dass sie ihn nicht mehr sehen können. Er will sie erfüllen, in ihnen lebendig werden. Er wird zu ihrer Bewegung, zu ihrem Herzschlag, wird zu Gottes- und Nächstenliebe. Sie wird das Größte, verbindet Menschen über die Grenzen von Konfession und Religion hinweg. So wird Friede – auch in diesem Haus."

Auch Kirsten Fehrs, die Bischöfin der Nordkirche, erinnerte an die Geschichte der beiden Jünger, die nach der Kreuzigung traurig zum Ort Emmaus wanderten, als sich der Auferstandene zu ihnen gesellte. "Die Emmaus-Geschichte ist eine Trostgeschichte. Und das Emmaus Hospiz ist eine Trostherberge. Würdiges Sterben braucht diesen Raum der Individualität. Es braucht Zeit und Geduld, das leise Gespräch, es braucht aber auch Lebensnähe, Genuss und gutes Essen. All das ist für mich Ihr Emmaus Hospiz, ein Ort, an dem man nicht dem Leben mehr Tage gibt, sondern den Tagen mehr Leben."

"Eine Kultur des Abschieds braucht eine Sprache – für diejenigen, die gehen, und für jene, die zurückbleiben", ist Prof. Fulbert Steffensky überzeugt, Theologe und Schirmherr des Hospizes. "Die religiöse Sprache drückt eine menschliche Urerfahrung aus." Gedichte böten das denjenigen, die "keine religiöse Sprache mehr können. Das Emmaus Hospiz als Sprachverleihanstalt – das wünsche ich mir!"

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