Ein Europa für Alle

16.04.2019

Hamburg Innenstadt. Am Sonntag, 19. Mai, eine Woche vor der Europawahl, wird unter dem Motto „Ein Europa für alle – Deine Stimme gegen Nationalismus“ in vielen Städten Europas demonstriert: für eine EU der Menschenrechte, der Demokratie, der sozialen Gerechtigkeit und des ökologischen Wandels. In Hamburg geht es um 12 Uhr am Rathausmarkt los. Ein breites Bündnis unterstützt diese Demo, darunter auch die Diakonie Deutschland. Menschen aus der Nordkirche und der Diakonie Hamburg laden ein, sich ab 11.30 Uhr am Portal von St. Petri (Mönckebergstraße/Ecke Bergstraße) zu treffen; sie schlagen vor, lila oder blau zu tragen, um als Gruppe erkennbar zu sein. Antje Dorn/mr

Info: www.ein-europa-fuer-alle.de / Quelle: Kirchenkreis Newsletter

Kreuzweg für die Rechte der Flüchtlinge

16.04.2019

Hamburg Innenstadt. Am Karfreitag, 19. April, 12.30 Uhr startet der Kreuzweg für die Rechte der Flüchtlinge um 12.30 Uhr an der Kehrwiederspitze bei der Hafenpolizeiwache. Die diakonische Basisgemeinschaft Brot & Rosen organisiert ihn (zusammen mit vielen anderen) in diesem Jahr zum 20. Mal. Der Kreuzweg hält an verschiedenen Stationen und macht die Ausgrenzung von Flüchtlingen in der Gesellschaft sichtbar. Bischöfin Kirsten Fehrs nimmt am Abschluss des Kreuzwegs gegen 15 Uhr im Gemeindezentrum der Evangelisch-reformierten Kirche Hamburg in der Ferdinandstraße 21 teil. (Newsletter des Kirchenkreises)

Wege zu einer demenzsensiblen Kirchengemeinde

16.04.2019

Volksdorf. Am Dienstag, 21. Mai 2019, 9.30 bis 15 Uhr, veranstalten die beiden Kirchenkreise einen Fachtag Demenz für Haupt- und Ehrenamtliche. In einem Impulsvortrag zeigt die Heilpädagogin, Religions- und Gemeindepädagogin Antje Koehler, inwiefern Menschen mit Demenz als lebendiger Bestandteil von Kirche uns viel zu geben haben. Sie und ihre Angehörigen brauchen Wertschätzung, Anerkennung und Unterstützung. Am Nachmittag folgen moderierte Workshops. Leitung: Ingrid Kandt, Fachstelle ÄlterWerden, und Hajo Witter, Arbeitsstelle Leben im Alter des Kirchenkreises Hamburg-Ost. Kosten: 25 Euro (inkl. Verpflegung). mr
Ort: Rockenhof 1, 22359 Hamburg
Anmeldung: Martina Alt, Tel. (040)  519 000 915, lebenimalter@kirche-hamburg-ost.de - newsletter Kirchenkreis

Themensynode im Mai

16.04.2019

Eidelstedt. Die Synode am Samstag, 4. Mai 2019, ab 9.30 Uhr, hat das Thema „Zukunft der Ortsgemeinden“. Propst Dr. Karl-Heinrich Melzer präsentiert Daten und Fakten des Kirchenkreises, Philipp Elhaus, Referent für Missionarische Dienste der Ev.-luth. Landeskirche Hannover, berichtet als Experte für Aufbrüche in Gemeinden und neue Gemeindeformen. In unterschiedlichen Tischrunden diskutieren die Synodalen je drei von neun Themen, die ihnen besonders am Herzen liegen, zum Beispiel: „Kirche auf Zeit“ (Wofür gibt es Kirche? Was ist Kirche?), „Kirche emotional erleben“ (Mystik, Meditation) oder „Best Practice Table“ (Austausch über Erfolgsgeschichten).
Ort: Gemeindehaus der Elisabethkirche Eidelstedt, Eidelstedter Dorfstraße 27, 22527 Hamburg
newsletter - http://www.kirchenkreis-hhsh.de

Buchbesprechung: Hubertus Halbfas „Glaubensverlust“

01.02.2019 | 11:16
Hubertus Halbfas

Die Kirchenaustritte hielten auch im vergangenen Jahr unvermindert an. Gründe dafür gibt es viele, der wichtigste wird sein, dass die Menschen ihren Glauben verloren haben. Da bietet sich zu diesem Thema das Büchlein „Glaubensverlust“ von Hubertus Halbfas an. Halbfas, über 20 Jahre Professor für katholische Theologie und Religionspädagogik, dem dann aber die Bischofskonferenz die kirchliche Lehrerlaubnis entzog, sieht als Grund das Festhalten der verfassten Kirche an ihren traditionellen Lehrsätzen ohne Rücksicht vor allem auf die inzwischen 200 Jahre alten Erkenntnisse der theologischen Wissenschaft. Er meint damit das heutige Wissen über den historischen Jesus, über dessen Botschaft. Diese ergibt sich nicht aus Lehrsätzen, sondern aus seinem Leben in der Welt der Menschen, aus der Art und Weise seines Umgangs mit ihnen.

Jesus ist zu allen freundlich und redet in Gleichnissen, in Geschichten aus dem Leben der Menschen, die es den Gesprächspartnern ermöglichen, selber zu erkennen, was gemeint ist. Er spricht von Gott als unserem Vater und seiner vorbehaltslosen Liebe zu den Menschen, die keine Erbsünde kennt und kein Sühneopfer braucht. Im Diesseits ist das Reich Gottes zu finden. In ihm sind alle Menschen gleich, in seinen Tischgemeinschaften bereitet Jesus keinen Kult für die Zeit nach seinem Tod vor, sondern er lebt einen radikalen Egalitarismus. Ebenso radikal versteht Jesus die gebotene Nächstenliebe, die vor dem Feind nicht haltmachen darf.

Diese vom historischen Jesus vorgelebte und verkündete Botschaft muss nicht bewiesen oder verteidigt, sie muss lediglich angenommen werden. Im Gleichnis vom verlorenen Sohn reicht es aus, dass dieser sich entschließt, zu seinem Vater zurückzukehren. Halbfas ist davon überzeugt, dass viele Menschen die Kirche nicht verlassen würden, wenn sie diese Botschaft in ihren Mauern wenigstens duldete.

Es ist mir klar, dass ein Glaube mit diesen Inhalten vieles nicht enthält, was traditionell zum christlichen Glauben dazugehört, vor allem die Gottessohnschaft und der Opfertod Jesu und die durch ihn bewirkte Erlösung der Gläubigen von der Erbsünde und vieles andere mehr. Dennoch ist es für mich keine Frage, dass auch der ein Christ ist, der lediglich die Botschaft des historischen Jesus angenommen hat und versucht, nach ihr zu leben.

Die Frage ist nur, wie unsere Gemeinde das sieht. Ich wünschte mir, dass sich ein Kreis bildet, der sich in geschwisterlicher Liebe befasst mit dem, was die moderne theologische Wissenschaft über den historischen Jesus herausgefunden hat und was dies für den christlichen Glauben bedeuten könnte.

 

Dr. Wolf-Dieter Hauenschild

Hubertus Halbfas „Glaubensverlust“, 121 S., Patmos-Verlag, 2011

Eine weitere Buchbesprechung von Friedrich Schorlemmer

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