Die Hochbahn und der Wasserstoffbus

01.03.2019 | 19:17

Vier Busse mit Wasserstoff-Antrieb hatte die Hamburger Hochbahn im Jahr 2010 angeschafft und war damit vor allem auf der sogenannten Innovationslinie 109 zwischen Hauptbahnhof und Alsterdorf unterwegs. Doch damit ist jetzt Schluss: Die vier Prototypen wurden zum Jahresbeginn an den Hersteller EvoBus zurückgegeben. Ausgestiegen ist die Hochbahn damit aus dem Projekt Wasserstoffbus nicht, denn es laufen noch zwei Batteriebusse mit Brennstoffzelle als Range Extender. Aber es sind eben nur noch zwei und nicht sechs. Das Kernproblem: kein deutscher Hersteller kann derzeit Brennstoffzellenbusse serienmäßig liefern. Daher hat sich die Stadt bei einer aktuellen Ausschreibung für Batteriemodelle entschieden. Ab 2020 sollen ja nur noch emissionsfreie Busse beschafft werden. Sollten aber bei zukünftigen Ausschreibungen brauchbare Modelle mit Brennstoffzelle angeboten werden, seien sie weiter eine Option.

(Hochbahn-Mitteilung vom 13. Februar 2019)

Anmerkung: Macht man die Hanseaten darauf aufmerksam, dass in China derartige Busse in großer Zahl gebaut werden, hört man, die seien aber nicht für Deutschland zugelassen. Was für ein Wunder, bisher kam ja auch keiner auf die Idee, diese Fahrzeuge nach Deutschland zu verkaufen. Ob wir den Chinesen mal einen kleinen Tipp geben?  (Mitgliederzeitung des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verbandes e. V. 2/19)

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