Historisches in Blankenese und anderswo

06.11.2019 | 10:14

Liebe Mitglieder des Förderkreises und Interessierte an unserer Arbeit,
nachdem bei den 10. Blankeneser Literaturtagen hoffentlich wieder alle Freunde von Literatur und Musik voll auf ihre Kosten gekommen sind, möchte ich euch einige Termine für die nächsten Wochen zurufen:
 
Die Ausstellung „Blankenese in der Weimarer Republik“ in der Haspa ist beendet. Ab dem 11. November nachmittags wird sie zusammen mit unserer Ausstellung „Blankenese 1918“ nochmals im Bezirksamt Altona, Platz der Republik 1, 22765 Hamburg im ersten und zweiten Obergeschoss bis zum 29. November zu sehen sein. Öffnungszeiten Montag – Freitag jeweils 07:00 – 19:00 Uhr.
 
Am Freitag, den 15. November findet das 3. Historische Kolloquium im Gemeindesaal statt, das der Förderkreis zusammen mit der Gemeindeakademie und dem Gymnasium Blankenese veranstaltet. Beginn ist um 18:00 Uhr, Eintritt 5,- EUR(Jugendliche frei), das Thema lautet: „Marion Gräfin Dönhoff in Blankenese“. Abiturientinnen und Abiturienten des Gymnasium Blankenese sind im letzten Jahr auf den Spuren von Marion Gräfin Dönhoff zum Schloss Friedrichstein in Ostpreußen und an den Pumpenkamp in Blankenese gereist, um zu verstehen, wie sie die Flucht 1945 verarbeitet hat und wie Blankenese ihr zur neuen Heimat werden konnte. Begleitet von vielen Bildern präsentieren sie ihre Ergebnisse und diskutieren Peter Dimigen, dem Nachbarn am Pumpenkamp und mit dem Publikum. Eine sehr spannende Veranstaltung, die ich Ihnen besonders empfehlen möchte.
 
Ende November erscheint das Buch „Blankenese in der Weimarer Republik“ im KJM Verlag. Es fasst nicht nur die Inhalte der Ausstellung zusammen, sondern geht vielfach über die knappen Beschreibungen auf den einzelnen Tafeln hinaus. Das Buch wird ca. 280 Seiten haben und 20,- EUR kosten. Zu beziehen ist es über alle Buchhandlungen und das Internet. Viele neue Informationen und überraschende Zusammenhänge warten hier auf Sie. Mit enthalten sind auch hier zwei Arbeiten, die bereits im Rahmen des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten 2019 in Hamburg ausgezeichnet worden sind. Unter maßgeblicher Anleitung unseres Mitglieds Fabian Wehner sind insgesamt sieben Arbeiten für den Wettbewerb eingereicht worden – sieben haben auf Landesebene und einer sogar noch auf Bundesebene einen Preis erhalten!
 
Am Freitag, den 22. November, 18 Uhr gibt es im Rahmen der Gemeindeakademie im Gemeindehaus eine Lesung zum Thema: Reli Alfandari Pardo: Leben, um zu überleben von Thalia-Schauspielerin Marina Galic sowie einen Vortrag mit Bildprojektion von Brigitte van Kann, Autorin und Übersetzerin, und Magdalena Saiger, Historikerin. Im April 1941 überfällt die deutsche Wehrmacht Jugoslawien. Damit hält ein Albtraum Einzug in das Leben der serbischen Juden. Anders als Anne Frank überlebt Reli Alfandari im Versteck. Reli Alfandari hat ihre Erinnerungen im Alter von 40 Jahren aufgeschrieben, jedoch aus der Perspektive des Kindes, des jungen Mädchens, das sie damals war – eine Möglichkeit auch für junge Leser, sich in sie hineinzuversetzen und Empathie zu entwickeln. Eintritt: 7 €, für SchülerInnen und Studierende frei
 
Zum ewigen Thema unseres Fischerhauses haben wir eine weitere Anfrage an die Finanzbehörde gestellt. Die Antwort beruhigt auf der einen Seite, auf der anderen Seite bringt sie nicht viel Neues:

"…Nach dem Hamburg weit geltenden Mieter-Vermieter-Modell (MVM) für Kulturimmobilien soll auch das Fischerhaus noch in diesem Jahr in die Verantwortung der städtischen Sprinkenhof GmbH übergehen. Die Sprinkenhof Gmbh wird somit die Sanierung des Gebäudes zügig vorantreiben, wobei das Bezirksamt Altona Hauptmieter für das Objekt bleiben wird. Ziel ist - unter Einbeziehung denkmalschützerischer Belange - die Fortführung der Begegnungsstätte am Standort Fischerhaus. Die Bestandsaufnahmen der im MVM zu sanierenden Objekte laufen zurzeit. Im Anschluss wird es einen genauen Fahrplan für die jeweilige Sanierungsmaßnahme geben.“

- Warten wir also weiter ab.
 
 
Ich freue mich, Sie bei der einen oder anderen Veranstaltung begrüßen zu dürfen.
Beste Grüße
Ihr
Dr. Jan Kurz 

Impressum:
Förderkreis Historisches Blankenese e. V.
Blankeneser Hauptstraße 129 | 22587 Hamburg

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