17. November, Sonntag

Die Verheißung des Christentums wirkt nicht da,
wo der Sonntagsgottesdienst rappelvoll ist,
sondern dort,
wo sie Menschen ins Herz trifft.

Evelyn Finger

 

16. November

Nachdenken über Gott - Gott, ein Geheimnis - wohl im strengst möglichen Wortsinn.
Im Lateran IV. (1215), dem bedeutendstem Konzil des Mittelalters (vgl. Wikipedia), heißt es dazu:

Zwischen Schöpfer und Geschöpf lässt sich keine so große Ähnlichkeit feststellen, dass zwischen ihnen nicht noch eine größere Unähnlichkeit festzustellen wäre.
Wir können von Gott nicht erfassen, was er ist, sondern bloß, was er nicht ist und wie sich die anderen Wesen auf ihn beziehen.

15. November

... gilt es zu bewahren

Das Umweltbewusstsein spielt [bei der Höhe der individuellen CO₂-Bilanz] nur eine geringe bis gar keine Rolle. Entscheidend für den CO2-Verbrauch ist das Einkommen: Steigt es, steigen auch die Ansprüche – und klimaschädliche Taten. Oder, wie es die Studie sagt: ‚Menschen aus einfacheren Milieus, die sich selbst am wenigsten sparsam beim Ressourcenschutz einschätzen und die ein eher geringeres Umweltbewusstsein haben, belasten die Umwelt am wenigsten. ...
Mehr Einkommen fließt allzu oft in schwerere Autos, größere Wohnungen und häufigere Flugreisen.

Die Präsidentin des Umweltbundesamtes (UBA), Maria Krautzberger

14. November

Ich ziehe deshalb den Herbst dem Frühjahr vor, weil das Auge im Herbst den Himmel, im Frühjahr aber die Erde sucht.

Søren Kierkegaard

13. November

volle Sonne

Ein Kompliment ist Sonnenschein mit Worten.

Phil Bosmans

12. November

Besser am Dreck gewinnen
als am Weihrauch verlieren.

Deutsches Sprichwort

11. November

unabhängig vom 11.11., 11.11 Uhr - aus einer katholischen Kirchenzeitung:

Ein Katholik träumte, er sei gestorben. Voller Angst traf er im Himmel auf Petrus und fragte:
»Gibt es hier Katholiken?«
»Nein«, war die enttäuschende Antwort.
Mit noch größerer Angst fragte er weiter:
»Aber es gibt doch hier wenigstens Christen?“«
Wieder ein Nein als eindeutige Antwort.
»Für wen ist dann der Himmel gemacht?« fragte der Träumende. 
Petrus lächelte und sagte:
»Für Menschen. Komm rein!«

10. November

Frank-Walter Steinmeier am 9. November: 

Die große Mauer, dieses unmenschliche Bauwerk, das so viele Opfer gefordert hat, steht nicht mehr. Diese Mauer ist weg, ein für alle Mal.

Aber quer durch unser Land sind neue Mauern entstanden: Mauern aus Frust, Mauern aus Wut und Hass. Mauern der Sprachlosigkeit und der Entfremdung. Mauern, die unsichtbar sind, aber trotzdem spalten. Mauern, die unserem Zusammenhalt im Wege stehen.

Und wissen Sie was? Die Berliner Mauer, die hatte Ulbricht gebaut. Die hat ein Unrechtsregime errichtet. Aber die neuen Mauern in unserem Land, die haben wir selbst gebaut. Und nur wir selber können sie einreißen. Also schauen wir nicht zu, klagen wir nicht drüber: Reißen wir diese Mauern endlich ein!

Jeder und jede, die hier heute steht, jeder und jede in unserem Land, kann etwas dafür tun. Denn Zusammenhalt, den kann man nicht von oben verordnen. Zusammen hält, wer zusammen tut. Also tun wir was! Ziehen wir uns nicht zurück hinter Mauern und in Echokammern. Sondern streiten wir für diese Demokratie!

9. November

9. November 1989: 
18 Uhr beginnt die Live-Übertragung der Pressekonferenz mit Günter Schabowski (1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Berlin), in der er über die Ergebnisse der Politbürositzung am Nachmittag informierte. Fast eine Stunde lang redete Schabowski über Fragen zu Reformen der Partei, Wirtschaft und Gesellschaft. Schabowski spricht auch vom „Bedürfnis der Bevölkerung zu reisen oder die DDR zu verlassen“.

Um 18:57, kurz vor Ende der Pressekonferenz, fragt der italienische Journalist Riccardo Ehrman nach, ob der Entwurf des Reisegesetzes nicht ein Fehler gewesen sei.
„Ich heiße Riccardo Ehrman, ich vertrete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Herr Schabowski, Sie haben von Fehler gesprochen. Glauben Sie nicht, dass es war ein großer Fehler, diesen Reisegesetzentwurf, das Sie haben jetzt vorgestellt vor wenigen Tagen?“
Schabowski teilt den erstaunten Journalisten mit, dass ab sofort Westreisen für jedermann möglich sind. Viele DDR-Bürger sehen die Mitteilung im Fernsehen. Die Regelung war ursprünglich als Richtlinie für die ständige Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland (ohne Recht auf Rückkehr) gedacht. Sie sollte den anhaltenden Ausreisestrom über die Tschechoslowakei stoppen.

Schabowski: 
"Und deshalb haben wir uns dazu entschlossen, heute eine Regelung zu treffen, die es jedem Bürger der DDR möglich macht, über Grenzübergangspunkte der DDR auszureisen. ...Also, Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen, Reiseanlässen und Verwandtschaftsverhältnissen beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt...Das tritt nach meiner Kenntnis, ähh, ist das sofort, unverzüglich."

Quelle: https://www.lpb-bw.de/fall_der_berliner_mauer.html
 

8. November

an der Hauptstraße

Früher zog das Pferd
einen Wagen und seinen Besitzer.
Heute zieht der Besitzer mit PS-starkem Wagen
sein Pferd.

Frank Dommenz

7. November

Erstaunlich - 
viele Asiaten in Norddeutschland heißen
Moin Min Yung.

Quelle: www.MadeMyDay.com

 

6. November

Wer im Eifer spricht über etwas, worauf er stolz ist,
den Eifer dann unterdrücken will, ohne den Stolz unterdrücken zu können,
der lügt nicht. 

Saša Stanišić in seinem Buch "Herkunft"

 

5. November

Gott ist unzufrieden mit seinem Werk und entscheidet, die Welt in vier Wochen untergehen zu lassen. Um die Menschheit auf diesen Schritt vorzubereiten, ruft er Putin, Trump und Merkel zu sich und teilt ihnen die schlechte Botschaft mit.

Putin hält daraufhin eine Ansprache ans russische Volk und sagt: 'Ich habe zwei schlechte Nachrichten für euch. Es gibt leider wirklich Gott, und er lässt die Welt untergehen.'

Trump wendet sich an die Bürger der USA: 'Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht: Es gibt Gott wirklich - und ich, ich habe ihn gehört. Die schlechte Nachricht: Nicht ich, aber er lässt die Welt untergehen.'

Auch Angela Merkel hält eine Ansprache: 'Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich habe zwei gute Nachrichten für euch: Es gibt Gott wirklich. Und zweitens: Ich regiere euch bis ans Ende eurer Tage.'

4. November

Vielseitig - auch bei Röttgers

Jedes Ding hat drei Seiten, eine positive, eine negative
und eine komische.

Karl Valentin
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Weiter auf der Blankeneser Hauptstrasse

3. November

nicht alte Zeit - aber Altes Land

Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen wir uns in zehn Jahren zurücksehnen.

Peter Ustinov

 

2. November

... nach Allerheiligen - in einer Gesprächsrunde über das Thema Weltethos, bekennt die Teilnehmerin Uta - mit Blick auf eine Vielzahl von Theologen in dem Kreis: 

"Ich bin ein verbriefter Atheist!!" - Und um das zu unterstreichen fügt sie hinzu: "Um Gottes willen!"

Die Theologen in der Runde nehmen die Stellungnahme fröhlich zur Kenntnis.

1. November

Allerheiligen

Ich bin überzeugt, dass es mehr Verbindungen gibt zwischen denen drüben und uns hier, als die meisten von uns heute meinen. Ich glaube, dass ein Mensch zu dem wir reden, in der Stunde nach seinem Sterben hört, was wir ihm sagen, und dass die Toten uns Zeichen geben. Wir brauchen dazu keine besonderen Fähigkeiten. Wir müssen nur wissen, dass die Wand dünn ist zwischen jener Welt und der unseren. Werden wir uns also wiedersehen? ...ich glaube, dass die Liebe, die in uns gewachsen ist, nicht verlorengeht. Ich glaube an ein Finden und Begegnen - wie immer es dann geschehen sollte - wie hier, so in der anderen Welt.

Jörg Zink

Leuchtturmarbeit