Vom Reichtum der Religionen lernen

08.11.2009 | 17:25

Wer bestimmt mein Leben?
Vom Reichtum der Religionen lernen

I.      Beschreibung unserer »Welt«

 

Textzeile:        »Zeit-Diebe«        (30 sec)
Text: Karoline

Es gibt viele Zeit-Diebe auf der Welt. Meistens wissen wir erst gar nicht, dass wir sie benutzen. Aber wenn es dann so weit ist, dass wir keine Zeit mehr haben, sondern nur noch auf Bildschirme schauen, dann wird einem bewusst: Man ist das »Opfer« eines Zeit-Diebes.

 

Bild:                »Krake«                  (30 sec)
Text: Karoline

 

Auf diesem Bild sieht man eine Frau mit dem Rücken zu uns gedreht. Sie hat eine Fernbedienung in der Hand und starrt auf den Fernseher. Dass sie starrt, das können wir uns nur denken, aber dass der Fernsehapparat diese Frau fesselt und sie mit seinen Tentakeln angreift, das sehen wir.
Ich denke da an Gefangenschaft, aber in dem Moment, in dem man da sitzt, empfindet man so etwas wie Glück.
Diese Frau braucht Ruhe!

 

Bild: »Schrei«         (30 sec)

1. Text: Leona-Helen-Sophia-Lara-Alexia

Jeder hat den Drang zu schreien, wenn er unter Druck gesetzt wird.
Ob in der Schule, zu Hause, von Freunden, Bekannten oder von Verwandten. Man kann immer unter Druck gesetzt werden.
Durch den Alltag müssen wir ziemlich viel Druck ertragen und irgendwann wird es zu viel. Wir fühlen uns hilflos, verzweifelt und möchten nichts mehr von der Welt wissen. Ebenso fühlen wir uns einsam auch in Mitten von Leben.
In diesem Moment bauen wir auf jeden Menschen Hass auf. Wir wollen einfach nur weg und im Erdboden versinken.
Ein Schrei kann befreiend und erlösend sein.

 

2. Text: Ava

Ich denke, dass es Momente im Leben gibt, in denen man einfach überfordert ist, in denen man unter dem Druck, der auf einen lastet, zu explodieren droht. Denn eigentlich steht man immer unter Druck. Durch die Schule, die Arbeit, vielleicht auch durch seine Mitmenschen, auch wenn sie davon nichts wissen.

Dann hat man Lust, sich einfach zurück zu ziehen, sich von allem zu trennen. Dann möchte man sich die Ohren zu halten und schreien.

In dem Bild »Der Schrei« ist diese Situation dargestellt. Der Mensch schreit, um sich zu befreien und hält sich die Ohren zu und versucht, den Druck fern zu halten. Wenn man genau hinschaut, sieht man auch, dass die dargestellte Person die Augen schließt, um nichts mehr von den Lasten, die auf ihr liegen, mitzubekommen.

 

Bild:  »Handy und Mönch«   (30 sec)

Text: Schady und Paul

Die Frau ist im negativen Sinne einsam, der Mönch im positiven, wobei er mit sich und der Welt im Einklang ist, was bei der Frau ganz und gar nicht der Fall ist.

Die Frau ist technisch abhängig, wie z.B. von einem Handy, der Mönch nicht.

Der Mönch besitzt die innere Ruhe, die die Frau vergeblich sucht. Trotzdem kehrt sie dem Mönch den Rücken zu, als ob sie es aufgegeben hätte, nach der inneren Ruhe und der Ausgeglichenheit des Lebens und des Daseins zu suchen und zu streben.

 

II.     Antworten / Auswege

Textzeile:  »Achtsamkeit«   (30 sec)                                                           

Text: LARA ( Text vorgegeben)

Für viele bietet die Lehre des Buddha eine Philosophie, die es jedem ermöglicht, sich selbst besser zu verstehen und mit sich ins Reine zu kommen.

Über eine kurze Unterhaltung zwischen dem Buddha und einem zeitgenössischen Philosophen wird so berichtet:
»Ich habe gehört, der Buddhismus sei eine Erleuchtungslehre. Worin besteht die Methode? Wie sieht deine tägliche Praxis aus?«
»Wir gehen, wir essen, wir waschen uns, wir setzen uns …«
Was soll daran Besonderes sein? Jeder geht, isst, wäscht sich, setzt sich …«
»Mein Herr, wenn wir gehen, achten wir auf das Gehen; wenn wir essen, achten wir auf das Essen …Wenn andere gehen, essen, sich waschen oder sich setzen, achten sie gewöhnlich nicht auf das, was sie tun.«
Wenn andere gehen, essen, sich waschen oder sich setzen, achten sie gewöhnlich nicht auf das, was sie tun.«

Textzeile: »WU WEI«    (30 sec)                                                          

Texte: Marlena und Hedda

Wu wei kommt aus dem Daoismus und meint Tun durch nichts tun.
Wir haben gestern, als wir diesen Gottesdienst vorbereitet haben, eine solche Übung gemacht. Wir haben 10 Minuten geschwiegen und versucht, an gar nichts zu denken.

Das werden wir jetzt ausprobieren. Setzen Sie sich bitte gerade hin, legen Sie die Hände in den Schoß und schließen Sie die Augen – für 5 Minuten.
Der Gong leitet die Ruhephase ein und beendet sie.

 

Nach der Stille

Text: Karoline

Wir haben das Schweigen geübt und anschließend darüber gesprochen. Da wurde an eine Blumenvase gedacht, an einen Opel, an ein Fußballspiel bis hin zur Schweinegrippe.

Bei mir war es so, dass ich meinen Blick auf die Wand mir gegenüber gerichtet habe. Da habe ich alles scharf gesehen. Dann kam der Gong, dazu noch das Glockengeläute. Aber dann war plötzlich alles in Nebel gehüllt und dann habe ich die Augen geschlossen und an gar nichts mehr gedacht.

Bild: »Fluss des Lebens«   (30 sec)

TEXTZEILE: »Was vorbei ist, ist vorbei!«            (30 sec)

1. Text:Chris (Text vorgegeben)
Gestern ist Geschichte

Morgen nur Gerüchte

Doch heute ist das Leben
Und das ist ein Geschenk.

 

2.        Text: Nathan (Text vorgegeben)

Niemals kramt der Mensch des Dao in seinen Erinnerungen und holt den alten Plunder hervor. Was er an schwerwiegenden Dingen früher getan hat, zu dem steht er. Aber damit hat es sich. Er quält sich  nicht andauernde und reibt sich mit Selbstvorwürfen auf.

Also: Konzentriert euch auf das Jetzt. Denn Menschen ändern sich. Jeder Tag ist ein Geschenk, darum nutze ihn. Was vorbei ist, ist vorbei.

 

TEXTZEILE: »Im Heute leben!«           (30 sec)

Text: Alexandra und Theda

Gestern ist Geschichte

Morgen nur Gerüchte

Doch heute ist das Leben
Und das ist ein Geschenk.

T. Diese Zeilen fanden wir sehr beeindruckend.
A: Sie haben Spuren hinterlassen.
T: Wären wir wirklich glücklicher, wenn wir unser Leben schon kennen würden?
A: Meiner Meinung nach nicht. Ich kann nicht für die Gemeinde sprechen. Es gäbe keine Überraschungen.
T: Das Leben wäre doch ohne Spannung und langweilig, nicht lebenswert.
A: Wir sollten jeden Tag aufs neue nutzen.
t: Die kostbare Zeit sinnvoll verbringen und uns selber neu erleben.
A: Es ist auch eine Beruhigung, noch nicht genau zu wissen, was alles passieren wird.
T: Wir sollten uns immer wieder klar mache, wie gut wir es haben und dafür danken.

Bild: »Baum«       (30 sec)                                                                       

Pastor Poehls:

In der Bibel, in den Psalmen, denken Menschen darüber nach, wie das Leben gelingen kann. Eine Antwort:

Wie glücklich ist ein Mensch, der sich nicht verführen lässt von denen,
die Gottes Gebote missachten,
der nicht dem Beispiel gewissenloser Sünder folgt
und nicht zusammensitzt mit Leuten,
denen nichts heilig ist.

Wie glücklich ist ein Mensch,
der Freude findet an den Weisungen des HERRN,
der Tag und Nacht in seinem Gesetz liest
und darüber nachdenkt.

Er gleicht einem Baum,
der am Wasser steht;
Jahr für Jahr trägt er Frucht,
sein Laub bleibt grün und frisch.
Ein solcher Mensch hat Erfolg
bei allem, was er unternimmt.

Zurück

Vorzeigekinder

18.01.2020

Hat ein Fisch unter der Dusche mehr Nebenwirkungen als eine Kuh in der Sauna? Und war früher wirklich alles besser? Hatten die Beatles schönere Haare als Tokio Hotel? Wer soll unsere Kinder erziehen, Eltern oder die Supernanny? Und können Supernannys besser backen als die eigene Mama?

 

   

weiter...

Organspende - EKD begrüßt Entscheidung im Bundestag

17.01.2020

Berlin/Bonn (epd). Die katholische und evangelische Kirche begrüßen die Neuregelung zur Organspende. Die EKD ist der Überzeugung, dass das neue Gesetz geeignet ist, die erfreulich große Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung praktikabel und nachhaltig in eine individuelle Bereitschaft zur Organspende zu überführen. 

weiter...

„Zuversicht! Sieben Wochen ohne Pessimismus“

17.01.2020

Das Motto der diesjährigen Fastenaktion vom 26. Februar bis zum 13. April 2020 heißt: „Zuversicht! Sieben Wochen ohne Pessimismus“.  Wie kann das gelingen? „Zuversicht wächst in der Gemeinschaft“, meint Arnd Brummer, Geschäftsführer der Aktion. Mit Aschermittwoch beginnt die Passionszeit.

weiter...

Warum ich katholisch bleibe

15.12.2019

Johannes Paul II., im Kirchenkampf schon bestens erprobt, lässt seine Glaubenskongregation erklären, Hans Küng könne weder als katholischer Theologe gelten, noch als solcher lehren. Zwar konnte er die Folgen dieses Schrittes nicht absehen, doch Gründe dafür konnte er unschwer finden: Küngs Unfehlbarkeitskritik verachte das kirchliche Lehramt und in Christsein leugne er die Wesensgleichheit Christi mit dem Vater sowie die Jungfrauschaft Mariens, ferner irre er beim gültigen Vollzug der Eucharistie. Zudem hätten frühere Stillhalteabkommen nichts genützt. 

weiter...