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	<title>Friedhof Archive - blankenese.de</title>
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	<description>Aktuelles aus Blankenese</description>
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	<title>Friedhof Archive - blankenese.de</title>
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	<item>
		<title>Gottesdienst auf dem Blankeneser Friedhof: Kontextualisierung des Kriegerdenkmals</title>
		<link>https://blankenese.de/event/grosser-gottesdienst-auf-dem-blankenese-friedhof/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Iskareen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 May 2026 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[Gedenken]]></category>
		<category><![CDATA[Kontextualisierung des Kriegerdenkmals]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Blankeneser Kirche schreibt: Im großen Gottesdienst wollen wir &#8211; kurz nachdem sich das Ende des zweiten Weltkrieges zum 81. Mal gejährt hat &#8211; der Opfer aller Kriege gedenken, für [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Blankeneser Kirche schreibt:</p>
<p>Im großen Gottesdienst wollen wir &#8211; kurz nachdem sich das Ende des zweiten Weltkrieges zum 81. Mal gejährt hat &#8211; der Opfer aller Kriege gedenken, für den Frieden beten und das Denkmal sowie sein kürzlich fertiggestelltes Gegenstück erkunden und einweihen.<br />
Familie und Kinder sind ausdrücklich willkommen.<br />
Wir beginnen in der Kapelle und gehen während des Gottesdienstes gemeinsam zur Gedenkstätte.&#8220;</p>
<p>Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung steht die sog. &#8222;Kontextualisierung des Kriegerdenkmals&#8220; auf dem Friedhof. Eine Installation, gestaltet von dem Architekten Ulrich Zeiger.<br />
<a href="https://blankenese.de/kontextualisierung-des-kriegerdenkmals/">Hier der ausführliche Text zu dieser Arbeit.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<media:thumbnail url="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/03/Kriegerdenkmal05.jpg" /><media:content url="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2026/03/Kriegerdenkmal05.jpg" medium="image" />	</item>
		<item>
		<title>DUOday &#8211; und Anton</title>
		<link>https://blankenese.de/duoday-anton-beschreibt-seinen-tag-auf-dem-blankeneser-friedhof/</link>
					<comments>https://blankenese.de/duoday-anton-beschreibt-seinen-tag-auf-dem-blankeneser-friedhof/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Jul 2025 16:46:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Teilhabe]]></category>
		<category><![CDATA[Anton]]></category>
		<category><![CDATA[Blankeneser Friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[BS24]]></category>
		<category><![CDATA[DUOday]]></category>
		<category><![CDATA[Friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[Praktikum]]></category>
		<category><![CDATA[Sieglinde Schmidt]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich bin Inklusionsschüler am BS24 Eidelstedt. Wir bereiten uns dort auf das Berufsleben vor und machen Praktika. Am 11. 6.2025 habe ich darum einen coolen und spannenden Praktikumstag auf dem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich bin Inklusionsschüler am <a href="https://bs24.hamburg.de/">BS24 Eidelstedt</a>. <br>Wir bereiten uns dort auf das Berufsleben vor und machen Praktika. <br>Am 11. 6.2025 habe ich darum einen coolen und spannenden Praktikumstag auf dem Friedhof Blankenese gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zuerst hat mich meine Anleiterin, die Friedhofsverwalterin Sieglinde Schmidt, nett empfangen und mir den Friedhof gezeigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An meinem Arbeitsplatz habe ich dann dem Computer gesagt, welche Gräber zu welchem Namen gehören und wo die sind. <br>Dafür habe ich eine Software mit einem Friedhofsplan genutzt. <br>Ich nutze zum Sprechen und Arbeiten einen Talker (s.u.). <br>Den konnte ich mit einem Computer vor Ort verbinden und dann damit die Aufgabe erfüllen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Lehrerin Frau Friedewold hat sich zum Abschluss eine Fragen-Rallye ausgedacht. <br>Da konnte ich noch zusammen mit meinem Schulassistenten Markus ein wenig über den Friedhof erfahren und entdecken. <br>Zum Beispiel habe ich gelernt was Wasserurnen sind. (sh. Bild) In die Urnen läuft Regenwasser, wodurch die Asche darin nach und nach an den Boden abgegeben wird.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="464" height="552" data-id="40534" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2025/07/Anton2025b.webp" alt="Anton2025b" class="wp-image-40534"/><figcaption class="wp-element-caption">Anton lernt den Friedhof kennen</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="482" height="632" data-id="40533" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2025/07/Anton2025a.webp" alt="Anton2025a" class="wp-image-40533"/><figcaption class="wp-element-caption">Anton im Büro</figcaption></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Tagespraktikum war zwar schnell vorbei, hat mir aber trotzdem gut gefallen. <br>Ich mochte, dass ich am Computer arbeiten konnte. Ich mochte aber auch, dass ich viel draußen in der Natur sein durfte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit meinem Elektro-Rollstuhl konnte ich auf dem Friedhof viel herumfahren und viel angucken. <br>Die Büros waren auch barrierefrei genug, dass ich dort arbeiten konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danke für diesen spannenden Einblick!</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="659" height="1024" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2025/07/Anton-659x1024.jpg" alt="Anton" class="wp-image-40544 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-9b8491497bd16637f9bf5515a0929ebf wp-block-paragraph"><strong>Und wir <br>&#8211; von Blankenese Miteinander &#8211; <br>danken Dir, <br>Anton, <br>für diesen tollen Bericht!!</strong></p>
</div></div>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-05632029db11419b895fe2527d27a9af wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide"/>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-text-align-left has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-95f9b03a4c32a90c95e40dd127d6e806 wp-block-paragraph"><strong>Was ist ein &#8222;Talker&#8220;? &#8211; Anfrage an Chat GPT</strong></p>



<p class="has-text-align-left has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-cb56fcb26f06c3470eda36f8ec72c868 wp-block-paragraph"><em>Ein Talker für Menschen mit Behinderung ist ein Kommunikationsgerät, das Personen unterstützt, die Schwierigkeiten haben, sich verbal auszudrücken. Diese Geräte helfen dabei, Gedanken und Bedürfnisse durch Sprache auszugeben und ermöglichen so die Kommunikation mit anderen.</em></p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-bce011d9aec34a56b80074be583ea00e wp-block-paragraph"><em>Talker können verschiedene Formen annehmen, darunter:</em></p>



<ol class="wp-block-list">
<li class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-038116bc10f063c040bdf2e3137e35e6"><em><strong>Sprachausgabegeräte</strong>: Diese Geräte haben Tasten oder Berührungsbildschirme, auf denen Symbole, Wörter oder Sätze dargestellt sind. Durch Berühren dieser Symbole oder Tasten kann der Nutzer vorprogrammierte Nachrichten abspielen.</em></li>



<li class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-aa61f63b30720076a516c22bfe926a38"><em><strong>Computerbasierte Systeme</strong>: Diese nutzen Software, die auf Tablets oder Computern läuft. Sie bieten oft umfangreiche Möglichkeiten zur Anpassung und können mit Augensteuerung oder anderen alternativen Eingabemethoden bedient werden.</em></li>



<li class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-3721585a73aec0034e31e5e83b8f6140"><strong>A</strong><em><strong>pps für mobile Geräte</strong>: Es gibt zahlreiche Apps, die auf Smartphones oder Tablets installiert werden können und ähnliche Funktionen wie dedizierte Talker bieten.</em></li>
</ol>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-70dd8309fe10b77368f39f21dc7c5e29 wp-block-paragraph"><em>Diese Hilfsmittel sind besonders nützlich für Menschen mit Erkrankungen wie ALS, Autismus, Zerebralparese oder nach einem Schlaganfall, die die Sprachfähigkeit beeinträchtigen können.</em></p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Der Friedhof in Blankenese</title>
		<link>https://blankenese.de/trauer-und-bestattungskultur-im-21-jahrhundert-zum-ewigkeitsonntag-im-november-2020/</link>
					<comments>https://blankenese.de/trauer-und-bestattungskultur-im-21-jahrhundert-zum-ewigkeitsonntag-im-november-2020/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Nov 2020 12:16:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben im Ort]]></category>
		<category><![CDATA[Andacht]]></category>
		<category><![CDATA[Begräbnis]]></category>
		<category><![CDATA[Bestattungskultur]]></category>
		<category><![CDATA[Ewigkeitsonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>
		<category><![CDATA[Trauerfeier]]></category>
		<category><![CDATA[Urnengrab]]></category>
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					<description><![CDATA[Ulrike Drechsler berichtet über die sich wandelnde Bestattungskultur im 21. Jahrhundert und durch die Corona-Pandemie eingeschränkten Trauerfeiern]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>Heimat, letzte Ruhestätte, Ort der Erinnerungen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht nur das graue Novemberwetter, auch Gedenktage wie Allerseelen, Volkstrauertag und der Ewigkeitssonntag erinnern uns in diesem Monat ganz besonders an die Endlichkeit unseres Lebens. Dazu kommen in diesem Jahr Bilder, die der Pandemie geschuldet sind, Bilder von verstorbenen oder sterbenden Menschen durch das Virus. Wie nie zuvor werden wir jeden Tag daran erinnert, dass unser Leben begrenzt ist, dass wir den Tod nicht ausklammern können. Vera Klischan hat sich mit&nbsp;<strong>Ulrike Drechsler</strong>, die den <strong><a href="https://friedhof-blankenese.de">Blankeneser Friedhof</a></strong> leitet, über Bestattungskultur im 21. Jahrhundert unterhalten, über das, was sich ändert, aber auch über das, was unverrückbar wichtig bleibt.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2020/11/IMG_7507-768x1024.jpeg" alt="Nicht nur im November gedenken wir den Toten, besuchen ihre Gräber und legen Blumen oder Gestecke nieder" class="wp-image-3111" width="447" height="597"/><figcaption class="wp-element-caption">Nicht nur im November wird den Toten gedacht, wer die Gräber besucht, bringt oft Blumen oder ein Gesteck zum Andenken mit © Vera Klischan</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Liebe Frau Drechsler, Sie leiten den Friedhof Blankenese. Erzählen Sie mir etwas über ihre Arbeit. Welche Aufgaben haben Sie?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele!! Ich habe ein vielfältiges Aufgabenfeld. Die wichtigste ist die Betreuung der Angehörigen, um gemeinsam ein Grab auszusuchen. Dazu organisiere ich Veranstaltungen für Trauernde und Besucher. Es gibt regelmäßige Andachten, z.B. an jedem ersten Samstag im Monat und alle zwei Monate eine Erinnerungsandacht für diejenigen, die in diesem Zeitraum verstorben und beigesetzt sind. Nach der Andacht besuchen wir gemeinsam die Gräber und trinken Kaffee. Das geht zur Zeit wegen Corona nicht.&nbsp;&nbsp;Am Ewigkeitssonntag halten wir in jedem Jahr eine Andacht in der Kapelle, zu der jeder willkommen ist. In diesem Jahr wird draußen am Jona eine „open air“- Andacht stattfinden<strong>.</strong></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2020/11/Jona-Stele-von-Fritz-Fleer.jpeg" alt="" class="wp-image-3127" width="455" height="303"/><figcaption class="wp-element-caption">Die Jona-Stele, geschaffen von Fritz Fleer</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hat sich die Situation auf dem Friedhof durch Corona verändert?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja! Für Trauerfeiern und Begräbnisse sind nur 20 Personen in der Kapelle zugelassen. Viele Familien entscheiden sich zur Zeit aufgrund der Situation für eine Zeremonie am Grab. Draußen sind mehr als 20 Personen erlaubt, natürlich unter Wahrung der Abstandsregelung. Die Trauergemeinden sind im Moment auch durch das Reiseverbot sehr klein.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sind Erdbestattungen heute noch der „Normalfall“?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nein, schon lange nicht mehr!! Derzeit gibt es nur noch 25% Sargbestattungen und 75% Urnenbeisetzungen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2020/11/IMG_7508-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-3110" width="192" height="256"/><figcaption class="wp-element-caption">Grabreihe am Blankenese Friedhof © Vera Klischan</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welche alternativen Formen der Bestattung gewinnen an Bedeutung?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Urnenbeisetzungen mit den unterschiedlichen Möglichkeiten. Eine rein anonyme Bestattung passt nicht zum kirchlichen Friedhof. Wir gehen davon aus, dass Gott jeden kennt. Zu dieser Überzeugung passt aus unserer Sicht keine anonyme Bestattung. Deswegen gibt es nur ein namenloses Urnenfeld auf diesem Friedhof. Die allermeisten Urnen werden mit Namenschild beigesetzt. Die Naturbestattungen im Wald oder auf einer Rasenfläche nehmen stark zu. Auch da gibt es für jeden ein Namensschild. Die Angehörigen schauen sich die Grabstelle genau an. Sie wollen wissen, wo ihr Verstorbener liegt. Auch die Bestattungsvorsorge nimmt zu. Das heißt, dass man zu Lebzeiten seine Beisetzung plant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal werden Urnen von Bestattern geschickt, die aus Kostengründen in Blankenese still beigesetzt werden. Diese Urnen werden einmal im Monat beigesetzt. Ohne Angehörige, aber mit Würde und christlichem Segen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jeder kann seinen Individualismus ausleben, muss aber die Unveränderlichkeit des Ortes anerkennen. Innerhalb dieser Vorgaben kann man sich ausleben, z.B. Luftballons steigen lassen. Einmal wurde sogar ein Cadillac vorgefahren.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>An manchen Gräbern findet man eine Personalisierung über den Grabstein hinaus in Form von Fotos. Gibt es das auch hier auf diesem Friedhof?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist hier erlaubt, ist aber bei uns im Norden nicht verankert. Das findet man eher in Süddeutschland und noch viel mehr in Südeuropa.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie erklären Sie sich das Abrücken vom herkömmlichen Grab? Hat es etwas mit einem veränderten Familiengefüge zu tun? Oder auch mit den Kosten?&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kosten sind es aus meiner Sicht eher nicht. Ausschlaggebender ist oft die Tatsache, dass die Familien nicht mehr zusammenwohnen. Die Kinder ziehen weg und niemand kann sich um das Grab kümmern. Deswegen werden Gräber mit einer eingeschlossenen Grabpflege für die gesamte Dauer der Grabnutzung sehr gern wahrgenommen, vor allem, wenn die Kinder weit weg sind oder wenn es gar keine gibt. Diese Gräber werden als Stauden – oder Rasengrab angelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nimmt die Zahl der christlichen Bestattungen ab?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nein, das glaube ich nicht. Hier auf dem Friedhof können Mitglieder aller Religionsgemeinschaften beigesetzt werden. Auch die Vertreter der Religionen, z.B. ein Imam, können ihre Rituale abhalten, sofern sie den Ort in seinem Rahmen respektieren. So ist es nicht möglich, das Kreuz abzuhängen.&nbsp;&nbsp;Auch Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind, werden gelegentlich christlich beerdigt. Am Ende des Lebens wird der Beistand der Kirche wieder wichtig.&nbsp;&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2020/11/IMG_7509-768x1024.jpeg" alt="Auf dem Blankeneser Friedhof werden Tote verschiedener Konfessionen begraben" class="wp-image-3109" width="192" height="256"/><figcaption class="wp-element-caption">Die Kapelle des Blankeneser Friedhofs © Vera Klischan</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Glauben Sie, dass der Friedhof als Ort der Erinnerung an Bedeutung verliert?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nein, das kann ich mir nicht vorstellen. Gerade jetzt an den Gedenktagen ist auf dem Friedhof viel los. Auch die Jüngeren brauchen einen Ort, an den sie ihre Trauer um die verstorbenen Eltern oder Großeltern tragen können. Auch Enkelkinder wollen wissen, wo die Oma begraben ist. Gerade in unserer schnelllebigen Zeit ist ein Ort mit dem Namen des Verstorbenen wichtig für eine innere Zwiesprache. Der Friedhof verändert sich durch unterschiedliche Grabformen, aber als Ort des Gedenkens wird er Bestand haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ist es möglich, dass der Tod durch die veränderte Bestattungskultur noch mehr aus dem öffentlichen Leben und damit aus dem Bewusstsein der Menschen verschwindet?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nein, das glaube ich nicht! Trauerfeiern sind öffentliche Veranstaltungen. Zunehmend mehr Menschen beschäftigen sich mit ihrem Tod. Nein, ich sehe es eher anders herum. Der Tod ist etwas normaler geworden. Viele ältere Leute erzählen mir, dass sie mit ihren Kindern ihr Sterben nicht besprechen konnten. Das hat sich geändert. Im Rückblick war es oft ein gutes Gespräch innerhalb der Generationen. Das wird mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Liebe Frau Drechsler, wenn Sie einen Wunsch an die Gesellschaft frei hätten, was würden Sie sich im Hinblick auf Ihre Arbeit hier auf den Friedhof mit dem Abschied vom Leben wünschen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass man den Friedhof als normalen Ort mitten im Leben wahrnimmt, an dem man sich nicht fürchten muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Liebe Frau Drechsler, ich danke Ihnen sehr herzlich für Ihre Zeit und Einblicke in Ihre Arbeit, die einen so wichtigen Platz einnimmt in unserer Gesellschaft. Zu Ihnen tragen die Angehörigen ihre Trauer ganz unmittelbar. Jeden Tag werden Sie mit dem Tod konfrontiert. Vielleicht ist aus dieser Erfahrung heraus jeder Tag besonders kostbar.</strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide"/>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="3128" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2020/11/Friedhof-05.jpeg" alt="" class="wp-image-3128"/><figcaption class="wp-element-caption">Friedhofskapelle</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="3129" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2020/11/Friedhof-09.jpeg" alt="" class="wp-image-3129"/><figcaption class="wp-element-caption">Innenraum zu Coronazeiten</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="3131" src="https://blankenese.de/wp-content/uploads/2020/11/Friedhof14.jpeg" alt="" class="wp-image-3131"/><figcaption class="wp-element-caption">Außenkapelle</figcaption></figure>
</figure>
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		<item>
		<title>Hoffnungslieder für Trauernde</title>
		<link>https://blankenese.de/hoffnungslieder-fuer-trauernde/</link>
					<comments>https://blankenese.de/hoffnungslieder-fuer-trauernde/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Helmut Plank]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Nov 2020 20:36:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben im Ort]]></category>
		<category><![CDATA[Friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[Harald Maihold]]></category>
		<category><![CDATA[Klezmer]]></category>
		<category><![CDATA[Ute Leser]]></category>
		<category><![CDATA[Verwaiste Eltern und Geschwister]]></category>
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					<description><![CDATA[Dachreiter der Friedhofskapelle Dass Trauernde sprachlos sind, hat mich das eigene Schicksal gelehrt“, sagt die Hamburger Lyrikerin Ute Leser. „Also&#160;&#160;begann ich, betroffenen Menschen Wortgeschenke zu machen.&#160;Und beschenkte mich selbst damit“. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p></p>
<figcaption>Dachreiter der Friedhofskapelle</figcaption>
<p></p>

<p class="wp-block-paragraph">Dass Trauernde sprachlos sind, hat mich das eigene Schicksal gelehrt“, sagt die Hamburger Lyrikerin Ute Leser. „Also&nbsp;&nbsp;begann ich, betroffenen Menschen Wortgeschenke zu machen.&nbsp;Und beschenkte mich selbst damit“. In Zeiten, die sich schwer&nbsp;anfühlen, werden wir begleitet. Davon ist Ute Leser fest überzeugt. <br>Diese Erfahrung gibt sie gern an Menschen weiter, die&nbsp;vielleicht noch daran zweifeln – so auch am 7. November,&nbsp;wenn sie in der Friedhofskapelle liest. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sonnabend, 7. November, 15 Uhr &#8211; Sülldorfer Kirchenweg 151</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Texte werden musikalisch begleitet von Harald Maihold. Der Rechtshistoriker&nbsp;spielt seit 1989 Klarinette und war schon vielfach auf dem&nbsp;Friedhof zu hören. Zur Lesung von Ute Leser bringt er Klarinetten verschiedener Größe und Stimmung mit. Er spielt&nbsp;&nbsp;klassische Solowerke ebenso wie Klezmermelodien. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ute Leser&nbsp;arbeitet seit 2004 ehrenamtlich für den Verein „<a href="https://www.verwaiste-eltern.de/">Verwaiste&nbsp;&nbsp;Eltern und Geschwister e.V</a>.“, dem die Erlöse aus der musikalischen Lesung zugutekommen sollen.</p>
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