Blankenese im GesprÀch

Vorhin vorberauscht: „MOL Guardian“đŸ‡±đŸ‡·

Die MOL Guardian wirkt auf staunende Laien wie ein Riesenschiff. TatsĂ€chlich zĂ€hlt der hellblau gestrichene Frachter, der die Flagge von LiberiađŸ‡±đŸ‡· trĂ€gt, mit einer LĂ€nge von fast 280 Metern angesichts heutiger Megaschiffe nur zu den „Mittelmaßen“.

Technisch gesehen gehört der Containertransporteur zur sogenannten Post-Panamax-Klasse (gebrĂ€uchlich: Post-PanMax). Diese Bezeichnung gilt fĂŒr Schiffe, die wegen ihrer Abmessung nicht mehr durch die bis 2016 ĂŒblichen kleineren zwei Schleusen des Panamakanals passten. Diese GrĂ¶ĂŸe galt lange als ein Standard der Schifffahrt. Aber inzwischen werden auf Werften weit grĂ¶ĂŸere Bauten auf Kiel gelegt.

Exotische HÀfen nÀhren Fernweh

Die 2011 gebaute MOL Guardian fĂ€hrt allerdings gar nicht durch den – inzwischen erweiterten – mittelamerikanischen Panamakanal, der kĂŒrzesten Strecke fĂŒr die Fahrt zwischen SĂŒd- und Ostamerika und Asien. Vielmehr sind Direktdienste zwischen der OstkĂŒste Indiens und Europas ihr Revier. Dabei lĂ€uft das Schiff exotisch klingende HĂ€fen an: Damietta, Jeddah, Colombo, Visakhapatnam, Krishnapatnam, Chennai, Colombo oder Cochin. Hand aufs Herz: Können Sie jeder dieser Locations das Land hinzuordnen?

Die KommandobrĂŒcke der MOL Guardian befindet sich in luftiger Höhe

MOL GuardianđŸ‡±đŸ‡·:

  • Rufzeichen (IMO): 9535175
  • Baujahr: 2011
  • TragfĂ€higkeit: 5.605 TEU (Standardcontainer)
  • Tiefgang: 13,7 Meter
  • GesamtlĂ€nge (LOA): 275,07 Meter
  • Breite: 40,04 Meter
  • Flagge: Liberia
  • Heimathafen: Monrovia

EigentĂŒmer der MOL Guardian ist die japanische Großreederei Mitsui O.S.K. Lines, Ltd. (jap. æ ȘćŒäŒšç€Ÿć•†èˆč侉äș• Kabushiki kaisha Shƍsen Mitsui; MOL). Sie zĂ€hlt zur „Welt-Championsliga“ der Schifffahrtsbetreiber und ist in Tokio an der Börse gelistet. Die Unternehmensgruppe verfĂŒgt ĂŒber eine Flotte von mehr als 700 Schiffen. Dazu gehören laut Wikipedia Containerschiffe ebenso, wie Massengutfrachter, Autotransporter, Kreuzfahrtschiffe, FĂ€hrschiffe und Schlepper sowie eine Logistik- und eine Hafenbetriebsgesellschaft.

„In Japan betreibt MOL ein dichtes Netz von FĂ€hrlinien, die alle wesentlichen HĂ€fen des Landes miteinander verbinden,“ weiß Wikipedia weiter.

Das Schifffahrtskonglomerat kooperiert ĂŒbrigens seit 2016 mit Deutschlands grĂ¶ĂŸter Reederei, Hapag-Lloyd (Hamburg, 237 Schiffe). Beide Firmen bilden mit drei weiteren Seefahrtsunternehmen die Meerestransportkooperation „The Alliance“. In Deutschland ist MOL mit Niederlassungen in Bremen, DĂŒsseldorf, Hamburg und Stuttgart vertreten.

GegenwÀrtige Position der MOL Guardian

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