9. November: Gegen das Vergessen

Es ist schon fast Tradition, auf jeden Fall ein Auftrag, den der Bertinipreis, der Pippa und Willy Sörensenverliehen wurde, für unseren Stadtteil bedeutet. Am 9. November gedenken alle Schulen und Vereine der ermordeten und verfolgten Menschen im Nationalsozialismus. „Nie wieder ist jetzt“. Dieser geradezu beschwörende Satz hat eine bedrückende Aktualität durch offen ausgetragenen Antisemitismus und politische Kräfte, in deren Reihen antisemitische Tendenzen im Raum stehen. All das führt uns vor Augen, dass Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit keineswegs der Vergangenheit angehören. Angesichts unserer Geschichte ist es erschreckend, dass solche Tendenzen wieder so offen zutage treten.
Umso wichtiger ist es, ein Zeichen der Erinnerung zu setzen. Dafür machen sich alle Blankeneser Schulen und Vereine am 9. November auf den Weg, um alle im Stadtteil verlegten Stolperstein zu putzen, sie mit Blumen zu schmücken und die Biografien der Menschen, an die sie erinnern, sichtbar zu machen. Am Abend des 9. November erstrahlt in Blankenese ein Lichtermeer, das den ermordeten und verfolgten Menschen ihre Namen und ihre Geschichten zurückgeben und sie symbolisch wieder in unsere Mitte holen soll.
Um 16.30 Uhr am 9. November treffen sich alle Beteiligten, um gemeinsam der Novemberpogrome zu gedenken, aber zugleich um ein starkes Zeichen gegen Ausgrenzung und Antisemitismus zu setzen. Die jungen Menschen werfen nicht nur einen Blick zurück. Mit ihrem öffentlichen Auftreten übernehmen sie auch Verantwortung für die Gegenwart und die Zukunft. Erinnern bedeutet auch aus der Vergangenheit Konsequenzen im Handeln zu ziehen.
Gedenkfeier am Montag, dem 9. November um 16.30 Uhr,
Blankeneser Kirche am Markt
Ein Einladung von Blankenese Miteinander e.V.
