Jüdisch-christliches Gebet zu Aschermittwoch

Der Aschermittwoch markiert in christlicher Tradition den Eintritt in die Passionszeit: Sieben Wochen der Besinnung auf das, worauf es im Angesicht Gottes zur Wahrung unserer Menschlichkeit ankommt.
„Gib frei, die du bedrückst, reiß jedes Joch weg!“ Jes 58,6b
Unter diesem Wort des Jesaja begehen wir den Aschermittwoch in diesem Jahr als jüdisch-christliches Friedensgebet und Auftakt zum Gesprächsabend der GemeindeAkademie über „Antisemitismus damals und heute“ im Anschluss an die Andacht.
Rabbinerin und Kantorin Alina Treiger und Pastor Frank Engelbrecht leiten das Friedensgebet zusammen mit dem Klezmer Ensemble A Mekhaye (www.amekhaye.de) und Jonas Kannenberg an der Orgel.
Im Gebet dieses Aschermittwoch üben wir uns im Widerstand gegen Antisemitismus und Menschenverachtung und bekommen Mut zugesprochen: Schuld und Verfehlungen, bösartige Vorurteile und Gewalt aus Geschichte und Gegenwart dürfen und sollen sichtbar werden; aber sie verlieren ihre Macht, über unser Leben und seine Zukunft zu bestimmen. Im Gebet treten wir ein in die Freiheit, Güte und Tatkraft, mit der Gott die Schöpfung durchwirkt.
