Glasfenster und Malerei – ein Werk voller Poesie

Claus Wallner bei der Arbeit an seinem ersten Glasfensterauftrag, 1952
So 17. Mai, 11.30 Uhr | Gemeindesaal UND Mi 8. Juli, 19 Uhr: Finissage mit Führung von Dorothee Wallner
Ausstellungseröffnung mit Einführung von Thomas Sello
In vielen Kirchen deutschlandweit begegnen wir seinen Glasfenstern, vom Ulmer Münster bis zur Hamburger Petrikirche: Claus Wallner
Nach dem Studium der Wand- und Glasmalerei an der Hamburger Landeskunstschule in der Klasse von Theo Ortner bildete sich Claus Wallner (1926-1979) in süddeutschen und französischen Glaswerkstätten weiter. Gemeinsam mit seiner Frau, der Bildhauerin Ursula Querner, bezog er 1957 ein Atelier in Hamburg Othmarschen. Dort verwahrt seine Tochter Dorothee Wallner bis heute den Nachlass. Der Maler hat sich mit manchen biblischen Themen zeitlebens beschäftigt, mit dem Leidensweg Christi ebenso wie mit dem Pfingstwunder oder der Stillung des Sturms. Diese Szenen bilden den Schwerpunkt der Ausstellung zum 100. Geburtstag Wallners, die zwischen Himmelfahrt und Pfingsten beginnt.
Zu den Fenstern sind Entwürfe, Skizzen und Großzeichnungen erhalten.
In seinen freien Arbeiten setzte sich Claus Wallner mit mediterraner Vegetation, Kultur und Architektur auseinander – formale Anklänge dessen finden sich in den Glasgestaltungen wieder. „Er schuf ein Werk voller Poesie … Der malerische Teil entstand meist in den Sommermonaten auf seiner italienischen Insel bei Ponza, duftige, helle Gemälde, bei denen sich Landschaft, Scherben der Antike und Dinge des täglichen Gebrauchs zur Einheit verbanden“, so formulierte es Ingeborg
Sello 1979 im Nachruf. (Hamburger Abendblatt, 31.07.1979)
