Mit einer Eingabe an Bürgerschaft und Bezirksversammlung Altona wollen die Bürgervereine von Nienstedten und Blankenese gemeinsam mit den Freunden des Hirschparks erreichen, dass es auch zukünftig im Hirschpark Damwild zu beobachten gibt.
Die Vereine fordern, dass die Tiere künftig im Einklang mit den Leitlinien der Bundesregierung für Wild in Gehegen gehalten werden, also im Familienverband.
Das war in den letzten Jahren nicht mehr der Fall, da nur noch männliche Tiere dort lebten. Dies hat zu heftigen Brunftkämpfen geführt, was nun seitens des Bezirksamt Altona als Begründung angeführt wird, das Gehege zu schließen.
Damwild ist eine polygame Herdentierart. Eine rein männliche Bestandsstruktur führt vorhersehbar zu verstärkter Aggression, intensiven Rangkämpfen sowie zu vermeidbarem Stress und Verletzungsrisiken. Aus tierschutzrechtlicher Sicht begründen solche vorhersehbaren Belastungen nicht die Aufgabe der Tierhaltung, sondern vielmehr eine Pflicht zur Anpassung der Haltungsbedingungen.
Der Hirschpark ist ein historisch gewachsener Landschaftspark und für die Menschen seit jeher untrennbar mit dem dort lebenden Damwild verbunden. Das Wild prägt nicht nur das Erscheinungsbild des Parks, sondern ist auch ein bedeutender Bestandteil seines kulturellen und identitätsstiftenden Charakters. Den vielen Besucherinnen und Besuchern bietet das Damwild ein Naturerlebnis, das den besonderen Reiz des Parks ausmacht.

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