17. April 2026: Unsere Enkel sind in das Alter gekommen, in dem sie sich über dieses Thema Gedanken machen müssen, denn chillen ist noch immer kein Beruf. Und durch ferne Kontinente zu streifen, kann zwar inspirierend sein, bildet auch, aber es wäre besser, vorher die Ausbildungs-Weichen zu stellen. Denn einen Betrieb, eine Arztpraxis oder eine Kanzlei gibt es in unserer Familie nicht zu erben. Und auch die Berufe der Eltern scheinen für den Nachwuchs nicht inspirierend zu sein. Modeberufe wie KFZ-Mechatroniker oder Friseurin kommen für sie ebenfalls nicht infrage.
Unseren Enkeln bietet sich ein viel breiteres Angebot an Ausbildungswegen und Berufen als vor 20 oder 100 Jahren. Und diese Entwicklung wächst. Durch Wissenschaft, Technik und Politik entstehen ständig neue Berufsbilder. Das Angebot der Hoch- bzw. Fachhochschulen wird immer vielfältiger und spezialisierter.
Das macht die Entscheidung für Jugendliche nicht gerade leichter. Tröstend versuchte ich darauf hinzuweisen, dass die Berufsentscheidung nicht mehr für ein ganzes Leben gelten muss. Im Gegenteil ist Flexibilität oft notwendig und durchaus anerkannt.
Sich in der Vielzahl der Angebote zurechtzufinden und das zur Person, seinem Charakter, Talenten, Neigungen und Wünschen passende zu finden, ist ohne professionelle Hilfe selten möglich.

Die klassischen Informationsquellen bei der Berufssuche sind immer noch:
Eltern und Familie, der Freundes- und Bekanntenkreis.
Auch Handels- und Handwerkskammern stehen als Infoquelle zur Verfügung, genau wie universitäre Beratungsstellen und das Internet.
Alle bieten ein superbreites Angebot an Berufs-Möglichkeiten. Anregungen und Infos gibt es genug.
Man muss sie nur nutzen.
Bleibt noch Frank Sinatras-Philosophie:
„Begin the begin“!
Vielleicht ist das das Mantra, den Startschuss ins Berufsleben zu geben?
Ronald Holst


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