90-jährige beim Sammeln von Feuerholz
Foto: Alice O’Swald-Ruperti (www.oswald-ruperti.de)
Einladung zu Ausstellung und Vortrag
Mit dieser Ausstellung setzt der Förderkreis seine Reihe über die Geschichte von Blankenese in den letzten 100 Jahren fort.
Nach der Ausstellung über die „Heimatfront“ zwischen 1939 und 1945 ist die neue Ausstellung die konsequente Fortsetzung und behandelt die Zeit 1945 bis 1959.
Sie zeigt die bewegte Geschichte des Stadtteils in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg.
Unter dem Titel „Besatzung – Kriegsfolgen – Aufbau“ beleuchtet sie, wie Blankenese die Zeit zwischen dem Kriegsende 1945 und dem gesellschaftlichen Neubeginn der jungen Bundesrepublik erlebte.
Bereits am Abend des 3. Mai 1945 erreichten britische und kanadische Truppen die Elbgemeinden. Anders als in stark zerstörten Stadtteilen blieb die Infrastruktur in Blankenese weitgehend intakt – dennoch prägten Wohnraummangel, Einquartierungen und Versorgungsengpässe den Alltag der Bevölkerung.
Die Ausstellung gliedert sich in zwei Teile:
Der erste widmet sich dem Verhalten der Besatzungstruppen sowie den Herausforderungen, denen sich die Einwohner stellen mussten – mit besonderem Blick auf die Opfer von Krieg und NS-Verfolgung, deren Leid mit dem Kriegsende keineswegs endete.
Der zweite Teil untersucht, wie die deutsche Mehrheitsgesellschaft mit der NS-Vergangenheit und der Besatzung umging – etwa im Rahmen der Entnazifizierung. Der vielbeschworene „Neuanfang“ der „Stunde Null“ erwies sich dabei oft als trügerisch.
Die Ausstellung ist bis zum 30 Oktober während der regulären Öffnungszeiten des Gemeindesaals und nach den Gottesdiensten zu besichtigen. Führungen auf Anfrage möglich.



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