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Ständig erreichbar?

Ständig erreichbar?

Ständig erreichbar?

Es beginnt mit einer Kleinigkeit:
Eine Nachricht erscheint auf dem Handy, ein kurzer Ton, der Bildschirm leuchtet.
Früher ließ man das Gerät vielleicht einfach liegen und schaute später nach.
Heute passiert meist etwas anderes:
Du siehst die Nachricht – und sofort denkst du, du solltest antworten. Vielleicht ist es wichtig.   

Smartphones machen uns ständig erreichbar.
Freunde, Familie, Schule oder Arbeit – alles läuft über das kleine Gerät in der Hosentasche.
Das ist praktisch: Wir verabreden uns, klären Fragen, teilen Fotos.
Doch mit der Bequemlichkeit wächst auch der Druck, sofort zu reagieren.  
Viele spüren diesen inneren Impuls. Du liest eine Nachricht, hast gerade keine Zeit und suchst trotzdem schon nach einer Antwort.
Manchmal fühlst du dich sogar unhöflich, wenn du erst später schreibst.
Dabei war es früher selbstverständlich, Stunden oder Tage verstreichen zu lassen, bevor man reagierte.  

Social Media verstärkt diesen Druck. Blaue Häkchen zeigen, dass du die Nachricht gelesen hast;
Online-Anzeigen verraten, dass du gerade da bist.
Kommunikation läuft dadurch schneller – manchmal zu schnell. Sie wird transparenter, aber auch fordernder.  

Charlie

Also:
Müssen wir wirklich immer erreichbar sein?  

Vielleicht nicht.
Vielleicht tut es gut, Nachrichten bewusst liegen zu lassen.
Das Handy mal wegzulegen.
Nicht, weil uns andere egal sind,
sondern weil wir manchmal Ruhe brauchen –
ohne sofort reagieren zu müssen.  
Nur weil uns jemand jederzeit erreichen kann,
heißt das noch lange nicht, dass wir jederzeit antworten müssen.

Charlie Boysen



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