Es ist ein Sonntag, 18 Januar 2026.
Heute hatten wir einen blauen Himmel
und einen ganz normalen Sonnenuntergang.
Dass die Sonne 150 Millionen Kilometer entfernt von uns Ihre Abschied zelebriert –
ist ja Alltag
auch am Sonntag.
Aber es ist schon besonders.
Eigentlich immer.
Ein paar Sonntagsgedanken:
Man muss nicht gleich ein frommer Mensch werden, wenn man so einem Sonnenuntergang zusieht.
Aber vielleicht – warum auch nicht…?!
Der Schriftsteller Eugen Ruge beschreibt in seinem Buch „Cabo de Gata“ einen Mann, 40 Jahre alt, der in einem Fischerdorf… am Ende der Welt… lange Tage verbringt. Ein erfolgloser Typ, der einen Roman schreiben will und nichts auf`s Papier bringt.
Im Rückblick erinnert sich der Möchtegern-Schriftsteller“ an einen besonderen Moment, der ihm Dankbarkeit stiftet.
Auch ohne eine neue Zeile für ein Buch.
Die Erinnerung:
„…. dann, am nächsten Morgen,
sitze ich wieder auf meiner Bank,
die Sonne glimmt auf über dem schwarzen Gebirge,
erstrahlt, breitet sich aus,
schickt ihre lebenspendende Wärme in die Welt,
und es scheint mir,
dem Ungläubigen,
angesichts dieser Sonne plötzlich ganz und gar abwegig,
ja geradezu verrückt,
an der Existenz Gottes zu zweifeln.“
Keine Dogmatik, nur Schönheit, die eine andere Dimension öffnet – auch ohne ein erfolgreiches Buch in der Hand zu haben.
Helmut Plank


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