Blankenese im Gespräch

Was verbindet mich mit Blankenese?

Was wäre unsere Dorf ohne die vielen vertrauten Gesichter, die uns immer wieder beim Einkaufen, Schlendern und Spazierengehen begegnen? Ohne die vielen bekannten und weniger bekannten Akteure, die zusammen die Vielseitigkeit des Ortes und seine Liebenswürdigkeit ausmachen? In unserer losen Folge „Was verbindet mich mit Blankenese“ stellen wir heute die Apothekerin und ambitionierte Sportlerin Hannelore Grotgar-Bando vor. Für blankenese. de sprach Bürgerreporterin Beate Rasmussen mit ihr

„Mit Blankenese fühlte sich meine Familie schon von meiner früher Jugend an sehr verbunden“ erzählt Hannelore Grothgar-Bando. „Ich bin zwar erst nach meiner Heirat nach Blankenese gezogen, aber bereits in meiner Kindheit habe ich hier viel Zeit verbracht.“

Schon ihr Vater war Apotheker

Der enge Bezug zu Blankenese entstand durch ihren Vater, der als Apotheker nach Kriegsende von der Britischen Besatzung erst mit der Leitung der Rathausapotheke beauftragt wurde und 1947 die Alte Blankeneser Apotheke an der Elbchaussee von Dr. Ehling übernahm. „Kurze Zeit später zog die Apotheke dann in die Blankeneser Bahnhofstraße 16 um“, erinnert sich Hannelore Grotgar-Bando. „Mein Vater hat damals gemeinsam mit seinen Mitarbeitern den Umzug in die neuen Räumlichkeiten zu Fuß erledigt, das ist heute undenkbar.“

Alte Blankeneser Apotheke ® Foto privat

Erste eigene Apotheke am Nobistor

Hannelore Grothgar-Bandos Mutter war ebenfalls Apothekerin und auch für die Tochter stand früh fest, dass sie in die selben Fußstapfen treten wollte. Während ihres Studiums absolvierte sie zahlreiche Praktika in der Apotheke ihrer Eltern und lernte die Kunden und deren Familien kennen. Mit ihrem Ehemann und dem kleinen Sohn fand sie in den siebziger Jahren ihr Zuhause in Blankenese, beruflich zog es sie mit der ersten eigenen Apotheke unweit der Reeperbahn ans Nobistor. Größer hätte der Kontrast zur gediegenen Blankeneser Atmosphäre nicht sein können, zahlreiche Anekdoten aus dieser Zeit kann die Pharmazeutin erzählen. 

„Wir haben uns sehr gefreut, als Ende der siebziger Jahre die Martini-Apotheke zum Kauf angeboten wurde und ich das lehrreiche Kapitel Nobistor abschließen konnte“ sagt Hannelore Grothgar-Bando. Später wurde sie dann in die Apotheke am Blankeneser Markt umbenannt. Neben der Leidenschaft für ihren Beruf fand Hannelore Grothgar-Bando genügend Zeit, um ihrer Passion, dem Dressurreiten, nachzugehen.  

Erfolgreiche Dressurreiterin

Beim Hamburger Derby konnte sie große Erfolge feiern, in Berlin und München stand sie mit der Deutschen Dressurmannschaft auf dem Podest, den Höhepunkt erlebte sie mit ihrem wunderschönen Pferd Banjo in Aachen und im englischen Goodwood. Zahlreiche Schleifen und Pokale erinnern an diese Zeit. 

„ Zu den schönsten Erinnerungen gehört die Kindheit und Jugend meines Sohnes Hendrik in Blankenese“ schwärmt Hannelore Grothgar-Bando. „Hendrik hatte eine wunderbare Zeit im evangelischen Kindergarten am Marktplatz, manchmal treffe ich noch seine Kindergärtnerin Frau Mohr im Ort, später hat mein Sohn am Gymnasium Blankenese sein Abitur abgelegt.“ Und weiter meint sie: „Hier hatte Hendrik als Kind genügend Freiheit zu spielen und als Jugendlicher mit seinen Freunden anständig zu feiern.“

Lieblingsplatz im Hessepark

Da, wo sich auch heute noch Jugendliche in den Abendstunden treffen, ist auch einer ihrer Lieblingsplätze. „In der Mittagspause sitze ich gerne auf einer der zahlreichen Bänke im Hessepark und schaue in die herrlichen Baumkronen“, erzählt die heute bei Herrn Plambeck in der Johannis-Apotheke angestellte Pharmazeutin. „Ebenso schätze ich das Blankeneser Kino, ein wahres Juwel bei uns im Dorf, das hoffentlich bald wieder öffnet.“

Was Hannelore Grogthar-Bando wundert, sind die Fahrer der viel zu großen SUV`s, die sich durch die vielen kleinen Blankeneser Straßen quälen. Dabei ließe sich doch dank der kurzen Wege im Dorf ein ganze Menge zu Fuß erledigen. Zu Fuß geht sie auch oft an die Elbe. Dort steuert sie gerne die „Kajüte“ an und beobachtet, ganz entspannt mit den Füßen im weichen Sand, bei einem Glas Wein das Ein- und Auslaufen der Schiffe.

Liebe Hannelore Grothgar-Bando, vielen Dank für das schöne und unterhaltsame Gespräch!

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