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Akku fast alle

Akku fast alle

Akku fast alle

(Freitag, 24. Juli 2026)
Der Blick aufs Handy. Der Balken oben rechts wird rot, unter 20 Prozent. Leichtes Unwohlsein. Bin ich nicht zu Hause oder im Büro, beginnt die Suche nach einem Ladekabel – oder die Frage: „Hat jemand ein Ladegerät?“ Unter 20 Prozent fühlt es sich plötzlich bedrohlich an. Dabei ist das noch ein Fünftel der verfügbaren Kapazität. Rutscht die Messmarke unter 10 Prozent, wird die Nervosität größer. Wo kann ich jetzt sofort laden? Was, wenn jemand anruft und mich nicht erreicht? Die Kinder, die sich daran gewöhnt haben, dass Mama 24/7 erreichbar und verfügbar ist?

Die Fahrt mit dem Auto. Und die Anzeige springt unter 30 Prozent. 81 Kilometer kann ich angeblich noch elektrisch durch Hamburg schnurren. Und schon beginnen die Überlegungen, wo die nächste Ladesäule sein könnte. Wieso stressen mich rund ein Drittel der maximalen Ladekapazität so sehr?

Und was würde mein persönlicher Akku am Ende eines Tages um 23 Uhr sagen? 11 Prozent. Höchste Zeit, eine Pause zu machen, zu schlafen und die Akkus wieder aufzuladen. Doch so einfach sind wir Menschen nicht gestrickt. Wir können den Akku noch weiter herunterkitzeln. Auf acht Prozent, wenn wir noch schnell Nachrichten lesen wollen. Und dann vertrödeln wir doch noch Zeit auf Insta.

ReporterSandra

Die Folge: wieder mal zu spät ins Bett, obwohl der Wecker jeden Morgen klingelt.
Da wünscht man sich manchmal, der eigene Akku hätte auch eine Prozentanzeige.
Und würde bei geringer Kapazität eine Ruhepause zum Aufladen einfordern – lang genug, um ihn wieder auf 100 Prozent zu bringen.

Komisch eigentlich:
Bei Handy und Auto nehmen wir jede Warnung ernst.
Nur der eigene Akku muss oft noch durchhalten – bis nichts mehr geht.
Da hilft nur die Hoffnung, dass sich die verlegte Powerbank wieder anfindet.
Bleibt nur die Frage:
Ist sie überhaupt aufgeladen?

Sandra-Valeska Bruhns

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