Samstag 30. Mai, 10 – 11.30 Uhr
Zuflucht Kösterberg:
Das Erbe der Warburgs und die „Kinder von Blankenese“: Kösterbergstraße 62 – im Elsa Brändström Haus
Programm: Rundgang mit Führung, Gespräch, anschließend optionale 90 minütige Filmvorführung, barrierefrei
Im Elsa Brändström Haus am Kösterberg kreuzten sich einst die Geschichte der Bankiersfamilie Warburg und die von rund tausend jüdischen Kindern und Jugendlichen, die den Holocaust überlebt hatten.
Die Familie Warburg wurde in der NS-Zeit vertrieben und kehre nach 1945 zurück.
Von 1946 bis 1948 fanden die „Kinder von Blankenese“ in ihren Häusern unter Leitung der Koordination von Anita Warburg (United Kingdom Search-Bureau) ein vorübergehendes Zuhause und die Hoffnung auf Neubeginn.
Ein Ort der Ausgrenzung in Humanität verwandelte.
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Was ist DENK MAL AM ORT? – DMAO
www.denkmalamort.de
DENK MAL AM ORT erinnert an Menschen, die in der NS-Zeit aus der Gesellschaft ausgegrenzt, verfolgt, deportiert, ermordet wurden.
Wo findet DMAO statt?
An den authentischen Wohn- und Lebensorten unserer ehemaligen Nachbar*innen: in der ehemaligen Wohnung, im Haus, im Hof, im Treppenhaus, im Garten oder an den Studien- und Arbeitsorten.
Wann findet DMAO statt?
DMAO findet jedes Jahr statt. An einem Wochenende, das um den Jahrestag der Kapitulation der jeweiligen Stadt folgt, 2024 in Frankfurt/Main am 6. und 7. April, in München am 27. und 28. April, in Berlin am 4. und 5. Mai und in Hamburg am 1. und 2. Juni.
Wie sieht DMAO aus?
Haus- oder Wohnungstüren werden geöffnet, die Namen unserer ehemaligen Nachbar*innen, Bruchstücke ihrer Biografien, Verfolgungs- und Fluchtgeschichten werden sichtbar in Gesprächen, Lesungen, Texten, Installationen, Zeichnungen, Musik, Audio, Film, Poesie, Gesang und mehr.
Seit 2016 erinnern unsere ehemaligen Nachbar*innen, ihre Kinder und Enkel aus aller Welt gemeinsam mit heutigen Hausbewohner*innen an die Geschichte ihrer Familien.
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei
Das Projekt DENK MAL AM ORT geht zurück auf die Initiative OPEN JEWISH HOMES der Niederländerin Denise Citroen: Every house has a story to tell and it is good to shed more light on this once a year.
Marie Rolshoven, Jani Pietsch und Florian Voß haben das Projekt 2016 von Amsterdam nach Berlin geholt und das Gedenken auf alle Menschen erweitert, die während der NS-Zeit in Berlin verfolgt wurden.
DENK MAL AM ORT ist ein Projekt von KUBIN e.V.
Veranstaltungen in Hamburg zum „Denkmal am Ort“ entnehmen Sie dem beigefügten Programm.
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Elsa Brändström Haus im DRK e.V. – Internationales Bildungs- und Tagungshaus – Kösterbergstr. 62, 22587 Hamburg
Tel.: 040 1813107312
E-Mail: info@ebh-hamburg.de
www.ebh-hamburg.de, www.instagram.com/elsa_braendstroem_haus
Spendenkonto: IBAN DE80 2007 0024 0564 0909 00



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