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DLRG Altona – „Strandläufer retten Leben!“ 

DLRG Altona – „Strandläufer retten Leben!“ 

DLRG Altona – „Strandläufer retten Leben!“ 

Die ersten Sonnenstrahlen wecken Lust auf Strand, Sport und Schwimmen. Nicht immer geht der Sommerspaß glimpflich aus. Die Rettungsschwimmer und -schwimmerinnen der DLRG sorgen dafür, dass beim Wasservergnügen möglichst nichts schief geht. Darüberhinaus tun sie noch viel mehr. Wer ist denn eigentlich „die DLRG“?

Die DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) ist in Hamburg in acht Bezirke aufgeteilt. Für den Hamburger Westen ist der Bezirk Altona zuständig. Bezirksleiter ist Arto van der Meirschen. Das Wachgebiet reicht von den Norderelbebrücken bis nach Wedel.

Wie sieht denn eine solche Wache aus und wo findet sie statt?
Der „Hauptsitz“ liegt unübersehbar an der Elbchaussee in Höhe Teufelsbrück. Dort schlägt das Herz der Verwaltung. Jeden Montag und Mittwoch ist die Geschäftsstelle mit einer hauptamtlichen Fachkraft besetzt. Das ganze Jahr über geht von hier die Einsatzbereitschaft von abends 18 Uhr bis zum nächsten Morgen um 6 Uhr aus. 

Die Alarmierungen passieren durch die Feuerwehr, die dadurch die Rettungskräfte der DLRG in Gang setzt. Es gibt etwa 40 Wasser- und Sucheinsätze im Jahr. Die höchste Konzentration liegt in den Sommermonaten, wenn das warme Wetter die Menschen ans Wasser zieht. 

Deshalb ist die DLRG-Station am Wittenbergener Strand von Ende April bis Ende September jeweils am Wochende besetzt. Vier bis fünf Personen mit unterschiedlichen Aufgaben beziehen jeden Freitag um 17 Uhr die Wache am Strand, um sie erst am Sonntag um 19 Uhr wieder zu verlassen. Die Mannschaft schläft, kocht und vor allem wacht dort Tag und Nacht. 

DLRG11

Alle sind ehrenamtlich im Dienst. Jeder ist aus Leidenschaft und Begeisterung dabei. Das allein reicht natürlich nicht.
Die unterste Qualifikation ist der Wachgast. Dafür muss man den Rettungsschwimmer Silber machen und regelmäßige Erste-Hilfe-Kurse absolvieren. Der Wachgast fährt im Einsatz als Begleitung mit hinaus. Für den Wasserrretter, der im entscheidenden Moment das Leben retten kann, ist der Sanitätsschein A und das BOS-Funkzeugnis die Voraussetzung. 

Die Ehrenamtlichen am Wittenbergener Strand retten Schwimmende aus dem Wasser, stellen kleine gekenterte Segelboote wieder auf, gehen Suchaufträgen für im Wasser Vermisste nach und verteilen auch  – ganz einfach – nur mal ein Pflaster für einen verletzten Fuß. 

Foto: Bezirksleiter Arto van der Meirschen ©Antje Schewe

So kamen 16100 Wachstunden im vergangenen Jahr zusammen mit 90 ehrenamtlichen Einsatzhelfern und ca. 60 Ausbildern. Denn die DLRG ist nicht nur in der Rettung aktiv, sondern auch in der Prävention durch zahlreiche Schwimmkurse. 

Nicht immer geht der Einsatz im tückischen Wasser der Elbe glimpflich aus. Zu den schmerzlichen Aufgaben des Teams gehört auch die Bergung von Ertrunkenen. In diesen Fällen hilft die Gemeinschaft, die das Erlebte im Gespräch aufarbeitet, und das Angebot, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen. 

1.Seite.Uwe
„Uwe“

Am Blankeneser Strand ist es in den letzten Jahren im Bereich des Uwe Wracks zu tödlichen Badeunfällen gekommen. Selbstüberschätzung des eigenen Könnens und Unterschätzung der Gefahr, die bei Niedrigwasser gegeben ist, haben zu diesen tragischen Fällen geführt. 

Aus diesem Grund sind seit 2025 im Sommer Strandläufer im Einsatz, die bei Niedrigwasser für etwas 1,5 Stunden den Bereich vor dem Wrack ablaufen, Familien mit Kindern ansprechen und über die Gefahren aufklären.

Strandlaeufer
Strandlaeufer

Jeder, der sich in Wassernähe aufhält, wird angesprochen und über die tödliche Gefahr informiert.
Die Strandläufer sind durch ihre DLRG-Westen gut erkennbar. 

Vera Klischan

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