Home 9 Allgemein 9 Ein Gespräch mit meinem Friseur, oder warum ich berufsbegleitend Medizinethik studiere

Ein Gespräch mit meinem Friseur, oder warum ich berufsbegleitend Medizinethik studiere

Ein Gespräch mit meinem Friseur, oder warum ich berufsbegleitend Medizinethik studiere

Ein Gespräch mit meinem Friseur, oder warum ich berufsbegleitend Medizinethik studiere

Ich habe das 50 zigste Lebensjahr gut überschritten und überlegte, ob alles so wie es war, gut war, oder ob ich nicht nochmal etwas anderes machen sollte.
Da brachte mich ein Gespräch mit meinem Friseur weiter.

Er hatte mir von der Möglichkeit, an der Universität Hamburg als Gasthörerin- es heißt dann Kontaktstudium- eingeschrieben zu sein, erzählt. Er hatte sich zwei Geschichtsvorlesungen angehört.
Ich habe mir dann im letzten Herbst das Vorlesungsverzeichnis der Universität Hamburg angesehen und mich für „main topics on political philosophy“ eingeschrieben. Das Philosophieren hat mir viel Spaß gemacht, so dass ich über Möglichkeiten, in diese Richtung mich weiter zu orientieren, nachgedacht habe.
Ich bin Ärztin. In meinem Beruf bewegen mich inzwischen mehr allgemeine Fragen als die rein fachlichen Fragen.  
So beschäftigen mich mehr die drängenden Fragen im Umgang mit einer alternden und in dieser Phase zunehmend pflegebedürftig werdenden Gesellschaft, der Fachkräftemangel oder auch die in der Corona Pandemie getroffenen Entscheidungen, wem was zugemutet wird, die Fragen am nahenden Lebensende oder der Menschenwürde bei einer Demenzerkrankung.

Nach einem Vortrag von Frau Alena Buyx lag es dann auf der Hand:

Medizinethik würde diese Themen alle miteinander verbinden.

Es gibt in Mainz die Möglichkeit, berufsbegleitend Medizinethik zu studieren. Dafür habe ich mich nun eingeschrieben.
So gehe ich mit viel Freude mit Mitte 50 nochmal an die Uni und hoffe auf gute Antworten auf ein paar wichtige Themen unserer Zeit.

Es ist, denke ich, sehr hilfreich, offen die Möglichkeiten des Lebens zu prüfen
– auch mit „Beratung“ beim Frisör.
Dazu ist es nie zu spät!

Verfasserin persönlich bekannt

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