Blankenese im Gespräch

ABC und AHA-Regeln: Einschulung 2021

Einschulung, der erste Schultag – wieviel Emotionen sind mit diesem großen Schritt verbunden. Für die Kleinen und die Großen! Kinder, Eltern, Großeltern, Paten begleiten den Schritt in den „Ernst des Lebens“. Dieser Ernst offenbart sich für alle Schülerinnen und Schüler zur Zeit in strengen Corona-Auflagen und nie erwarteten Unberechenbarkeiten. Aufregung, Hoffnung, Algebra gegen Abstand, Hygiene, Alltagsmaske. Alles ist anders! Wird es eine Einschulungsfeier geben? Wem zeige ich meine Tüte? 

Es wird ein feierlicher, ein großer Tag für die Kleinen, die mit Schultüte und nagelneuem Ranzen ganz groß sind. Es wird eine Feier geben. Ganz sicher! Nur wie dieser Tag aussehen wird, vermag im Moment noch niemand zu sagen.

Vera Klischan hat sich mit einer Mutter (der Name ist der Readktion bekannt) unterhalten, die hoffnungsfroh auf den Einschulungstag ihrer Tochter Clara, 6, im August 2021 schaut. 

©Pixabay

Sie schulen im Sommer Ihre Tochter ein. Welche Gefühle sind damit verbunden?

Sehr gemischte Gefühle! Clara ist dann das zweite Schulkind bei uns, ihr großer Bruder ist in der zweiten Klasse. Die „unbeschwerte“ Kindergartenzeit ist dann endgültig vorbei. Andererseits freut sie sich auch schon sehr, endlich auch Schulkind zu sein so wie der große Bruder und lesen und schreiben zu lernen.

Schleichen sich in Ihre Erwartungen auch Bedenken, wie ein guter Schulstart unter Corona-Beschränkungen gelingen kann?

Absolut! Wir sind sehr froh, dass die Einschulung nicht schon im letzten Sommer war und sie in dieser Zeit „nur“ in der Vorschule ist. Aber wir sind noch vorsichtig optimistisch, dass zum neuen Schuljahr halbwegs Normalität einkehrt!

Leidet Ihrer Meinung nach die Vorschularbeit und damit eine gute Vorbereitung unter den Einschränkungen?

 Ja total! Die Kinder sind noch viel zu klein, um mit der Lernplattform Padlet umzugehen oder zuhause eigenständig Arbeitsblätter zu bearbeiten. Aber ich glaube die soziale Entwicklung leidet vielmehr als der eigentliche Stoff. Das unbeschwerte spielerische Herantasten in der Gruppe an den Schulalltag kommt einfach viel zu kurz. Und vor allem das Kennenlernen und Sondieren der anderen Kinder, mit denen man vielleicht in die 1. Klasse kommen möchte, wird sehr erschwert. Da bleibt zur Zeit viel auf der Strecke. 

Aber ich glaube, die soziale Entwicklung leidet vielmehr als der eigentliche Stoff.

 Sprechen Sie mit Ihrem Kind über eine möglicherweise veränderte Schul- und Lernsituation?

Da sie ja bereits die Vorschule besucht, bekommt sie alle Einschränkungen hautnah mit – die vielen Absperrungen und Linien auf dem Pausenhof, die strikte Kohortentrennung, z.B. den Bruder nicht sehen zu dürfen, und nun ja leider auch wieder Homeschooling ihres Bruders. Dennoch sprechen wir noch nicht über das kommende Schuljahr.

Gorch-Fock-Schule ©Vera Klischan

Was sind Ihre Erwartungen an einen gelingenden Schulstart, an das erste Schuljahr? Vielleicht neben den kognitiven Inhalten auch die Entwicklung sozialer Kompetenzen und einer Arbeitshaltung?

 Wir hoffen natürlich sehr auf eine uneingeschränkte Einschulung, dass das erste Schuljahr sich auf Freude an der Schule fokussieren kann und nicht durch unzählige Regularien getrübt wird. Das Knüpfen neuer Freundschaften und das soziale Einfügen sind natürlich auch sehr wichtig. Ihre Arbeitshaltung in der Vorschule ist angeblich schon vorbildlich schultauglich. 

Worauf freut sich Ihr Kind am meisten, wenn es an die Schule denkt?

Auf’s Lernen! Auf Mathe, Deutsch und Kunst!

Ich danke Ihnen herzlich für Ihre Zeit und Ihre Offenheit. Clara wünsche ich wie allen anderen Kindern, die im August hoffnungsvoll und aufgeregt den großen Schritt in das Schulleben machen, einen gelungenen Schulstart ohne die Einschränkungen, die die Pandemie uns zur Zeit diktiert. 

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