Blankenese im Gespräch

Sport in Corona-Zeiten

Yoga-Stunde im Bauerspark. Foto: © Barbara Schröder

Auf diesen Augenblick haben sich Yogis und ihre Lehrer sehr gefreut! Nach acht langen Wochen durften die Studios am 20. Mai endlich wieder eröffnen. Hygienekonzepte waren schon lange ausgearbeitet und die behördlichen Auflagen wurden zügig in die Tat umgesetzt.  Die warmen Temperaturen lockten einige Studiobetreiber und ihre Schüler ganz neu alternativ in die umliegenden Parks. Hier gab es keinerlei Hindernisse mit den Abstandsregeln.

Während viele Blankeneser während des Lockdowns auf ihren Vereinssport oder auf das Fitness-Studio verzichten mussten, hatten die Yogafreunde es da schon besser. Die Lehrer kamen nämlich jetzt zu ihnen nach Hause und zwar per Videokonferenz.

Barbara Schröder ist eine von ihnen und hatte wohl schon im Februar gespürt, dass es zu bisher nie dagewesenen Einschränkungen kommen würde. Einige vorsichtige Schüler mieden zu diesem Zeitpunkt bereits das Studio. Damit der nötige Sicherheitsabstand eingehalten wurde, durfte nur noch nach Anmeldung teilgenommen werden. Auf körperliche Kontakte wurde gänzlich verzichtet. 

Arbeiten in Zeiten von Corona hat die Yoga-Lehrer vor große Herausforderungen gestellt. Um einen Stillstand zu vermeiden, bot unter anderem auch Barbara ihren Schülern die Möglichkeit des Online-Unterrichts an, die Akzeptanz war erfreulicherweise hoch. Die vielen gute Wünsche und Unterstützungsangebote der Mitglieder waren zudem der Motor für Barbara weiterzumachen. Binnen weniger Tage stand das Konzept für das Online-Training, es wurden Videos produziert und Musik-Playlists stellte sie ihren Schülern ebenso zur Verfügung.

Und traf man sich anfangs in seiner gewohnten Gruppe zum digitalen Unterricht, stießen später immer mehr Familienmitglieder und Freunde dazu. Die Yoga-Session am Abend wurde mehr und mehr willkommene Abwechslung zu Homeschooling und Homeoffice. 

Die große Solidarität mit Solo-Selbstständigen und Kleinunternehmern bekam auch Barbara zu spüren, kein Schüler kündigte in dieser Zeit den Mitgliedsvertrag oder forderte die Auszahlung noch nicht eingelöster Karten.

Besondere Situationen kennt Barbara aus ihrem bewegten Berufsleben nur zu gut, als ehemalige Company-Managerin für Stage Entertainment hatte sie schon früher täglich mit großen Herausforderungen zu tun. Parallel zu den vielschichtigen Anforderungen und dem hohen Arbeitspensum in diesem Job begann sie mit Yoga. „Mir hat Yoga sehr geholfen den stressigen Alltag zu bestehen.“, erzählt Barbara. „Das Tolle ist: Yoga kann man überall machen, für ein gutes Wohlbefinden ist auch mal eine fünfminütige Übungseinheit ausreichend. Yoga hilft, dem Leben und seinen verschiedenen Facetten mit Freude und innerer Kraft zu begegnen:“

2010 kündigte Barbara ihren Job bei Stage und begann wenig später mit der Ausbildung zur Yogalehrerin, um dann im Jahr 2013 ihr erstes kleines Souterrain-Studio an der Elbchaussee zu eröffnen. Heute unterrichtet sie mit Geschäfts- partner Christian verschiedene Yogastile in einem Blankeneser Studio. 

Auch nach den Lockerungen haben die Schüler heute die Möglichkeit entweder im Studio oder von zu Hause online am Unterricht teilzunehmen, bei sommerlichen Temperaturen finden die Stunden im Bauerspark statt.

„Die Corona-Krise hat die Welt auf den Kopf gestellt und Dinge geändert, diese anzunehmen und den Horizont zu erweitern ist die Herausforderung, die wir wohl annehmen sollten.“, erklärt Barbara.

Das könnte auch etwas für Sie sein

Keine Kommentare

    Schreibe einen Kommentar