Dieses Zitat wird Johann Wolfgang von Goethe zugeschrieben und Zeit meines Lebens hat es mich begleitet. Bereits mit 4 Jahren brachte mir mein Vater das Schwimmen bei und nahm mir dann in den Sommerferien 1973 das Schwimmabzeichen Seepferdchen ab. Ich musste den 1 Meter Sprung von der Seebrücke in Haffkrug/Scharbeutz vorweisen und dann die knapp 50 Meter an Land schwimmen.
Zugegeben, ein freundlicher Nordostwind half ein wenig nach und die Wellen schoben mich Richtung Strand. Danach war ich der Held in der Sommerferienclique. Und alle meine Strandfreunde wollten auch das Seepferdchen machen.
Da mein Vater nicht nur Rettungsschwimmer, sondern auch Schwimmausbilder der DLRG war, hatte bald ein Großteil der Kinder in der Feriensiedlung ihr Schwimmabzeichen an der Badehose.
Danach folgten noch weitere Schwimmabzeichen bis zum Rettungsschwimmabzeichen in Gold.
Diese Erfahrungen haben mich für mein Leben geprägt.
Mir ist es ein Anliegen, dass wir unseren Kindern sichere Schwimmkenntnisse vermitteln.
Was wäre meine Kindheit ohne die unbeschwerten Erfahrungen an den Stränden der Ostsee und in den Freibädern zu Hause gewesen?
Diese Sicherheit im Umgang mit dem Wasser war damals noch wesentlich selbstverständlicher als sie es heutzutage ist.
Wir sprechen von sicheren Schwimmkenntnissen, wenn Kinder der 4. Klasse mindestens das Jugendschwimmabzeichen in Bronze erworben haben. Das bedeutet konkret, sie können 15 Minuten in verschiedenen, deutlich erkennbaren Schwimmlagen eine Strecke von mindestens 200 Meter zurücklegen. Ein Sprung aus 1 Meter Höhe und Tieftauchen bis 2 Meter runden die Fähigkeiten ab.

In den sozial besser gestellten Stadtteilen haben wir heute noch Quoten von um und bei 90 % der Kinder in der 4. Klasse, die über sichere Schwimmkenntnisse verfügen.
Ganz anders sieht es in den Stadtteilen aus, die sozial nicht so gut aufgestellt sind. Hier liegen die Quoten an den Schulen teilweise nahe 20 % der Viertklässler, die sichere Schwimmkenntnisse aufweisen.
Dies ist einer meiner wesentlichsten Anliegen!
Alle Kinder zu erreichen und ungeachtet ihrer sozialen Verhältnisse diese Erlebnisse zu ermöglichen, die auch meine Kindheit begleitet haben.
Eine unbeschwerte Kindheit am und im Wasser.
Arto van der Meirschen
Bezirksleiter DLRG – Bezirk Altona
Lesenswert: Ein Artikel über die DLRG und die Idee der „Strandläufer“
Foto oben: Image by Pexels from Pixabay
Foto: Bezirksleiter Arto van der Meirschen ©Antje Schewe


0 Kommentare