Jean Asselborn und die Teilnehmenden an dem „FORUM“ Blankenese Miteinander
Ein kleines Fenster in die Sitzung des Forums am 26. September 2026
Wie wichtig solche Treffen sind, zeigte allein schon die Vorstellungsrunde, die in den nachfolgen Gruppenarbeiten vertieft wurde. Nur ein persönlicher Eindruck:
Thema waren z.B. die Kinder aus dem Blick der Kindergärten, mit ihnen die Jugendlichen, die im Ort ihren Lebensraum finden sollen und auch durch uns finden müssen. Das Mühen der Schulgruppe – beteiligt sind alle Schulen am Ort – ist benannt worden, die mit dem Anstoß der Projektidee „Planet Youth“ den Themen der Jugend auf die Spur kommen will.
Die unterschiedlichen Sportvereine mit ihrem beachtlichen ehrenamtlichen Engagement gehört unbedingt ins Dorf – mit dem besonderen Blick auf die Jugend, aber auch durch die Einladung an Flüchtlinge und Menschen mit Behinderung.
Das Thema „Bildung“ ist Teil des Dorfes und darum ist z.B. neben der GemeindeAkademie und den Angeboten des Elsa Brändström Hauses auch der Beitrag der „Buchhandlung Wassermann“ zu nennen, die mit dem Neustart einer Kinderbuchhandlung in der Elbchaussee das Thema geradezu schön machen, durch deren Kontakte wir zum Glück zu unserem Kontakt zu Jean Asselborn kamen.
>Integration< ist oder soll uns – zeigen die Informationen aus den Einrichtungen – ein wesentlicher Antrieb sein, wenn wir an die Flüchtlinge bei uns denken, an das Leben im „Bunten Haus“.
Ein weiteres Haus ist neben der Kirche geplant, ein Projekt mit dem Ziel, 12 behinderten Menschen engagiert das Gefühl zu geben, zu uns „mittendrin“ zu gehören. Betont wird damit das Wort „Menschenwürde“ – eben mitten im Alltag.
Das Engagement unter uns für Suchtgefährdete durch die „Lebenshilfe“ ist in diesem Zusammenhang auch dankbar zu nennen.
Und ein hervorgehobenes Verhältnis zur Erinnerungsarbeit hat auch die Schulgruppe bewirkt, indem sie die „Pflege der Stolpersteine“ in den Schulalltag und darüber hinaus in Gruppen des Ortes gebracht hat. Diese Erinnerung gehört für uns – Konsens der Gruppe – in die Mitte unseres Ortes und nicht etwa – irgendwo an den Rand. Auch die Reise der Schüler nach Auschwitz – Schulgruppe und Kirchengemeinde als Verantwortliche – zeigt ein Einüben in die Erinnerungskultur des Ortes. Ganz nebenbei tagen wir – umgeben von der Ausstellung „Blankenese in der Nachkriegszeit“ – auch unter dem Stichwort „Erinnern“.
Die Mitte hat noch in einer anderen – auch wichtigen Weise – durch das Engagement des „Fördervereins Markthaus“ Gestalt angenommen, der durch die einladenden Programme die Ortsmitte mit dem Markthaus lebendig zu machen beginnt.
Wesentlich auch das Miteinander der Einrichtungen mit der Geschäftswelt, vertreten durch den Verein „Blankenese Interessen-Gemeinschaft“, deren Ziel nicht allein der Erhalt einer lebendigen Geschäftswelt im Ort ist, sondern – vgl. das Straßenfest oder auch die Weihnachtsbeleuchtung mit dem Pfahlewer – zum Festlichen und Gemeinschaftlichen am Ort maßgebend beiträgt.
Erwähnenswert fand der Kreis den Hinweis auf die Kirchen, die sich nicht abschließen, sondern miteinander offen sein wollen für die gute Entwicklung unseres Stadtteils.
Die Aufmerksamkeit von „Geldgebern“ – wie Stiftungen gehört auch zum Prägenden unseres Dorfes. Und natürlich gehörte auch das Engagement für ein lebenswertes Blankenese zu den Themen, die angesprochen wurden, Themen, die engagiert im „Zukunftsforum“ angesprochen werden und wo nach Umsetzung in den Ort gesucht wird – als kleines Beispiel ist die Pflege der Rabatten in der Ortsmitte zu nennen.
Dass wir unsere Veranstaltung „durchhalten“ konnten, hing auch mit der schmackhaften Versorgung der Bäckerei Körner in dem uns zur Verfügung gestellten Gemeindehaus der ev. Kirchengemeinde zusammen.
Diese Eindrücke aus der Vorstellungsrunde geben einen kleinen Eindruck von dem wertvollen Engagement in unserem Stadtteil, das durch den Verein „Blankenese Miteinander“ weiter gefördert werden soll.
Ein besonderer „Programmpunkt“ war das Treffen mit Jean Asselborn, der dienstälteste Außenminister der EU. Für das Forum ein sehr besonderer Gast!! Hinter der Einladung an ihn stand für die Veranstalter die Frage: Wie lassen sich die Gedanken der großen Politik in den Alltag eines „kleinen Dorfes “ übertragen. Die Gruppe hat sich nach dem Vortrag getrennt mit dem Vorsatz, seine Gedanken im Alltag als Grundlage für Entscheidungen mitzunehmen.
Asselborn hat am Abend noch einmal in der Buchhandlung Wassermann zu seinem Buch „Jean Asselborn – Die Tour seines Lebens“ referiert. Viele seiner Gedanken, die auch im Forum anklangen, hat Vera Klischan aus notiert.
Helmut Plank
Noch ein Gedanke:
Es bildet sich gerade eine Gruppe der Musikschaffenden in unserem Raum, die ähnliche Gedanken antreibt. Einer, der mit zu den Impulsgebern gehört, ist Rolf Zuckowski, der auch am Sonntag – nach der Forumsveranstaltung – bei der Einführung der Pastorin Karera-Hirth in der Kirche mitwirkte. Er hat dort das Lied gesungen, dass wie eine Titelmeldodie auch unseres Forums gelten könnte: „Wir sind gemeinsam unterwegs“.
Bilder des Forums











Bilder von R. Meißner
Teilnehmende: Blankenese Interessen-Gemeinschaft, Blankenese Miteinander, Blankeneser Segelclub, Du! mittendrin, Elsa Brändström Haus, Förderkreis Marktplatz, Freundeskreis Schillingstift, Kita Eichengrund, Komet, Lebenswende, Neuapostolische Kirche, Radsportverein, Redaktion Blankenese.de, Runder Tisch, Schulgruppe Blankenese Miteinander, Gruppe „Stolpersteine“, Zukunftsforum Blankenese


Von Herzen Dank für dieses besondere Engagement in Blankenese! Mit herzlichen Grüßen aus der Godeffroystraße 13, O. Schulz