Blankenese im Gespräch

Katrin Pinnau geht an Bord – Neue Schulleitung in der Gorch-Fock-Schule

Seit Beginn des Schuljahres hat die Gorch-Fock-Schule mit Katrin Pinnau eine neue Leiterin. Vera Klischan, selbst langjährige „Kapitänin“ an Bord der Blankeneser Grundschule, traf sich mit ihr zum Kurzinterview

Katrin Pinnau – Schulleiterin der Gorch-Fock-Schule
Foto: Vera Klischan

Liebe Frau Pinnau, Sie sind „die Neue“ an der Gorch-Fock-Schule. Wie sieht ihre bisherige berufliche Laufbahn aus?

Ich habe die Schule mit dem Realschulabschluss beendet und nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr eine dreijährige Ausbildung zur Krankenschwester angeschlossen. In diesem Beruf habe ich neun Jahre auf der neurochirurgischen Abteilung gearbeitet. In den letzten drei Jahren habe ich parallel zum Beruf mein Abitur nachgeholt. Die Schule lief täglich von 15-19 Uhr, meine Schichten entweder davor oder danach. Nach dem Abitur begann mein Lehramtsstudium, welches ich mir durch die Arbeit im Krankenhaus finanzieren konnte. Die Referendariatszeit verbrachte ich je zur Hälfte an der Gorch-Fock-Schule und an der Schule Goosacker. Danach war ich die nächsten 12 Jahre an der Schule Schulkamp in Nienstedten tätig, zunächst als Lehrerin, dann als Stellvertretende Schulleiterin. Bevor ich im Sommer 2020 die Gorch-Fock-Schule übernahm, habe ich drei Jahre die Schule Marschweg in Rissen geleitet. Im letzten Jahr am Schulkamp und meinem ersten Jahr am Marschweg habe ich parallel Schulmanagement in Kiel studiert. In meiner Masterarbeit konnte ich meine beiden Professionen wunderbar mit dem Thema “Wie können neurowissenschaftliche Erkenntnisse für das Schulleitungshandeln genutzt werden“ verbinden. Ich bin in der Sprechergruppe der Grundschulleiter im Bezirk Altona. Außerdem habe ich eine Qualifikation als Kinderschutzfachkraft am RBBZ (Regionales Bildungs- und Beratungszentrum) erworben. 

Eine beeindruckende Karriere, liebe Frau Pinnau! Warum die Gorch-Fock-Schule?

Nach dem Referendariat vor vielen Jahren ist es für mich wie nach Hause zu kommen. Hier sind meine beruflichen Wurzeln.  Die Gorch-Fock-Schule ist innerlich und äußerlich eine sehr gute, moderne Schule von heute. Ich bevorzuge ein großes System, da es mittlerweile so vielfältige Aufgaben zu verteilen gibt, die in einer großen Schule mit einer hohen Kompetenzvielfalt sehr viel besser zu bewältigen sind. Die Kolleginnen können im großen System viel besser in ihren Stärken gefördert werden.  

Wo sehen Sie den besonderen Schwerpunkt Ihrer Arbeit an diesem Standort in Blankenese?

Die letzten Monate haben es gezeigt! Eine gute digitale Aufstellung ist unabdingbar! Wir stellen derzeit ein qualifiziertes Konzept für Fern- und Hybridunterricht auf. Möglicherweise gibt es längerfristig eine Mischung aus Präsenz-und Fernunterricht. In den Fachkonferenzen haben wir bereits begonnen, digitale Konzepte umzusetzen. 

Die gute digitale Ausstattung, die unsere Schule gerade bekommen hat – Laptops, I-Pads und in naher Zukunft auch weitere digitale Tafeln – verpflichtet uns, diese optimal zu nutzen. Eine sehr wichtige Aufgabe ist die Kompetenzstärkung des Kollegiums und der Schülerschaft. 

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt an meiner neuen Schule ist die gute Zusammenarbeit von „Vor- und Nachmittag“, denn viele Kinder sind mittlerweile ganztägig hier. Eine gute Kooperation der Lehrerschaft mit den Betreuern und Erziehern am Nachmittag von unserem Kooperationspartner Elbkinder liegt mir daher sehr am Herzen.

Foto: Vera Klischan

Wie beurteilen Sie die Herausforderung für die Schule durch Corona?

Wir sind alle froh, dass die Kinder wieder in die Schule kommen. Eine Schule ohne Kinder ist nicht das, was man sich wünscht. Es fehlt die Gemeinschaft, die Fröhlichkeit! Wir ergreifen sämtliche Maßnahmen, um zu vermeiden, dass so etwas noch einmal passiert. Selbst die Einschulung erfolgte klassenweise mit reduzierter Personenzahl. Wir merken alle in diesen Tagen, dass Normalität ein kostbares Gut ist und wie sehr sich durch die Durchbrechung und Einschränkung selbstverständlicher Dinge und Abläufe unser Leben verändert.

Die Schule absorbiert viel Kraft. Wie oder wo tanken Sie auf? 

Zeit mit meiner Familie zu verbringen, vor allem mit meiner großen Tochter, schenkt mir viel Energie! Aber auch auf dem Golfplatz! Ein paar Stunden Golf zu spielen ist für mich wie ein Urlaubstag.  Durch das Golfen habe ich viele neue spannende Leute kennengelernt und viele Freundschaften geschlossen mit Menschen, die ich ansonsten vermutlich nie kennengelernt hätte. 

Liebe Frau Pinnau, ich danke Ihnen sehr für das Gespräch und freue mich, dass die Gorch-Fock-Schule in Ihren Händen liegt!

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