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Kirche und Schule in Blankenese

Kirche und Schule in Blankenese

Kirche und Schule in Blankenese

(Freitag, 7. August 2026)

Manchmal staune ich selbst darüber, wie sich Wege im Leben wieder kreuzen.
Vor vier Jahren bin ich nach Blankenese zurückgekehrt – in jenen Stadtteil, in dem ich mich als Jugendlicher in einer Schauspielgruppe befand und als Schlagzeuger in einer Band spielte – beides ein Angebot der Kirche am Markt. Damals war Blankenese für mich Bühne, Klangraum, Abenteuer. Heute ist es Heimat. Und ein Ort, an dem ich nach meinem Dienst als Pastor und Militärseelsorger an der Führungsakademie einen neuen, stilleren Rhythmus gefunden habe.

Besonders beeindruckt mich das gute Verhältnis zwischen Kirche und Schule hier im Stadtteil.
Die Bugenhagenschule – gegründet von der Evangelischen Kirche, getragen von der Stiftung Alsterdorf – ist ein Ort, an dem Bildung und Menschlichkeit sich nicht zufällig begegnen, sondern bewusst miteinander verwoben sind. Eine Stadtteilschule von Klasse 1 bis 13, in der Kinder und Jugendliche nicht nur lernen, sondern wachsen dürfen. Auch jene, die besondere Unterstützung brauchen: Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen begleiten sie mit Geduld, Wärme und Professionalität. Dieses Miteinander prägt die Atmosphäre der Schule – und es prägt auch mich.

Seit drei Jahren unterrichte ich dort Religion in der Oberstufe. Ich erlebe junge Menschen, die Fragen stellen, die ringen, die suchen. Und ich erlebe eine Schulgemeinschaft, die sich nicht scheut, gemeinsam innezuhalten. Regelmäßige Andachten und Gottesdienste, an denen die gesamte Schule teilnimmt, schaffen Momente, in denen wir uns als Teil eines größeren Ganzen spüren.
Für mich ist das ein Geschenk: zu sehen, wie Kirche und Schule einander stärken, wie sie gemeinsam Räume öffnen – für Trost, für Orientierung, für Mut.

Tuebler2026

Vielleicht ist es genau das,
was Blankenese für mich ausmacht:
ein Stadtteil, in dem Tradition und Gegenwart sich nicht ausschließen,
sondern einander tragen.
Ein Ort, an dem ich angekommen bin –
und an dem ich weitergeben darf,
was mich selbst einmal getragen hat.

Andreas-Christian Tübler, Pastor und Militärdekan a.D.

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