Home 9 Allgemein 9 Gedenken vor dem sog. „Judenhaus“

Gedenken vor dem sog. „Judenhaus“

Gedenken vor dem sog. „Judenhaus“

Gedenken vor dem sog. „Judenhaus“

Auch in diesem Jahr haben wir am Sonntag, den 19.07.2026 wieder im Grotiusweg 36 der ehemaligen jüdischen Mitbürger:innen gedacht, die von der nahegelegenen Villa (dem sogenannten „Judenhaus“) aus genau vor 82 Jahren ins KZ deportiert wurden. Die allermeisten von ihnen wurden  dort umgebracht.
Wir gedachten auch der jungen Menschen, die in verschiedenen sogenannten „Hachschara-Lagern“ in der näheren Umgebung (Wilhelminenhöhe, Falkensteiner Ufer, Grotiusweg) vielseitig ausgebildet und auf die Übersiedlung nach Palästina vorbereitet wurden. Viele von diesen jungen Erwachsenen sind ebenfalls im KZ umgekommen.

Gedenken.2026.c
Prof. Friedemann Hellwig und Künstlerin Anna Vishnevska

Das sehr unterschiedliche jüdische Leben in diesen Hachschara-Lagern stelle Prof. Friedemann Hellwig in seiner Ansprache dar. Anhand eines Tagebuches, das im Zuge der Erforschung gefunden wurde, stellte Prof. Hellwig die Geschichte dieser Lager dar und las kurze Auszüge aus dem Tagebuch vor. Sehr lebendig, aktiv und lebensfroh wird darin geschildert, was die jungen Menschen bewegte und wie groß ihre Hoffnungen waren auf ein gutes Leben.

Im Anschluss wurden die Namen der Menschen verlesen, die von diesem Ort aus deportiert wurden oder sich nach massiver Verfolgung und Entrechtung das Leben aus Verzweifelung genommen haben.

Gedenken.2026.b
Gedenken.2026.b

Wir legten für sie Sonnenblumen am Mahnmal nieder.

Begleitet und umrahmt wurde das Gedenken mit sehr einfühlsamen Liedern aus verschiedenen jüdischen Traditionen gesungen von der Künstlerin Anna Vishnevska.

Stephan Willers-Inselmann

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Accessibility Toolbar