„Man spürt die Lust, Neues auszuprobieren“

Erzbischof Stefan Heße und 500 Gäste feierten das 75-jährige Bestehen der Katholischen Schule Blankenese

Strahlende Sonne, ausgelassene Stimmung, hunderte Gäste – es war ein „Superjubiläumsfreitag“ für die Katholische Schule Blankenese: Am Vormittag feierte Hamburgs Erzbischof Dr. Stefan Heße mit den 240 Schülerinnen und Schülern bei strahlendem Sonnenschein einen Wortgottesdienst auf dem Pausenhof. Am Abend versammelten sich schließlich mehr als 500 Gäste bei Wein, Bier, Grill- und Fingerfood sowie Live-Musik, um der 75-jährigen Geschichte der Grundschule an der Mörikestraße zu gedenken. „Es tut richtig gut, in dieser riesigen Gemeinschaft – mit dem Kollegium, den Eltern und ganz vielen Ehemaligen und Freunden der Schule – dieses große Jubiläum zu begehen“, erklärte Schulleiterin Eike Eichmann. Selbst aus München hatten sich ehemalige Schüler_innen auf den Weg gemacht, um ihrer alten Grundschule einen Besuch abzustatten und bis weit in die Nacht zu feiern.

Schulleiterin Eike Eichmann ©Christof Haake

In seinem Grußwort erinnerte Schulabteilungsleiter Dr. Christopher Haep an den Gründungsvater der 1948 eröffneten „katholischen Gemeindeschule“. „Ohne den damaligen Pastor Dr. Wilhelm Berning wäre das, was hier entstanden ist, kaum denkbar gewesen“, so Haep. Der Geistliche habe nicht nur für eine ausreichende Finanzierung der Erstausstattung zweier Klassenräume im benachbarten Paulushaus gesorgt, sondern auch für die Vergütung des ersten Schulleiters und einer Lehrerin. Bereits 1951 konnte schließlich ein neuer Schulbau bezogen werden, um die wachsende Zahl der Kinder aufnehmen zu können. Der kleine Gemeindestandort wurde nach und nach kräftig ausgebaut – sogar bis zur 9. Klasse als „Praktische Oberschule“. In den 60er Jahren lief diese Schulform dann schließlich aus, so dass man sich hier in Blankenese wieder auf die ursprüngliche Aufgabe als Grundschule konzentrierte. 

©Christof Haake


„Die Katholische Schule Blankenese steht heute für einen kleinen, exzellenten Bildungsstandort mit hervorragendem Ruf und langer Tradition, der sich derzeit irgendwie nochmals ein Stück neu zu erfinden scheint“, erklärte Haep mit einem Blick auf die Haltung von eigenen Hühnern auf dem Pausenhof, auf neue Angebote im Textilen Werken, auf das Blumensäen im Schulgarten und Früchteernten im zukünftigen Lesegarten. „Man spürt geradezu die Lust, Neues auszuprobieren, und – bei allen Fortschritten in der digitalen Unterrichtsentwicklung – diese wesentlichen Lebenserfahrungen den Kindern mitzugeben“, so Haep. Er rief dazu auf, den „besonderen Geist des Miteinanders, des Respekts, des aufeinander Achtens, des Förderns und Forderns“ zu erhalten und weiter zu stärken. „Und natürlich braucht eine Schule mit diesem Anspruch auch entsprechende Räumlichkeiten“, ergänzte Schulleiterin Eike Eichmann und verwies auf die aktuell laufenden Planungen für eine neue Mensa und neue Differenzierungsräume. Mit der Gemeinde und dem Erzbistum würden derzeit Gespräche geführt, wie eine Weiterentwicklung auf dem Areal an der Mörikestraße aussehen könnte. Gute Zukunftsaussichten also für einen lebendigen katholischen Grundschulstandort im Hamburger Westen – den Drittklässlerin Toni für nicht mehr verbesserbar hält. „Mir gefällt meine Schule genau so, wie sie ist. Denn so ist sie einfach perfekt.“ Schulleiterin Eike Eichmann vernahm es mit einem zufriedenen Lächeln…

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