Blankenese im Gespräch

Die besten Plätze zum „Peking“ gucken

Am Montag, 7. September, verlässt der historische Flying P-Liner „Peking“ die Werft in Wewelsfleth und fährt die Elbe hinauf bis in den Hamburger Hafen. Vom Blankeneser Ufer aus gibt es zahlreiche Plätze, von denen man einen hervorragenden Blick auf den Schleppverband hat, der die geschichtsträchtige Viermastbark zu ihrem künftigen Liegeplatz zieht

Die „Peking“ auf der Peters Werft in Wewelsfleth © Jan Sieg SHMH

„Ick heff mol en Hamborger Veermaster sehn…“ mit dem bekannten Shanty werden die stolzen Viermaster besungen, die vor dem Siegeszug der Schiffsmotoren über die Weltmeere segelten und weltweit Lasten und Waren transportierten. Nahezu legendär aufgrund ihrer Schnelligkeit sind die „Flying P Liner“ der Hamburger Reederei Laeisz, von denen noch vier erhalten sind. Die „Peking“, die Jahrzehnte in New York vor sich hin rottete und nach einer spektakulären Rücküberführung über den Atlantik auf der Peters Werft in Wewelsfleth bei Glückstadt drei Jahre lang restauriert wurde, kehrt nun zurück in ihre Heimatstadt und wird Teil des neu entstehenden Hafenmuseums. Ihr Liegeplatz wird am Bremer Kai im Hansahafen sein.

Schleppverband mit Eskorte

Rund 50 Kilometer muss die 115 Meter lange und 15 Meter breite „Peking“ auf ihrem Weg von der Werft bis zu ihrem künftigen Liegeplatz auf der Elbe entlang zurücklegen, eskortiert wird das Schiff von mehreren Polizeischiffen und vielen Schaulustigen auf ihren eigenen, deutlich kleineren Booten. Das große Schiff, das als klassischer Viermaster keinen eigenen Motor hat, wird bereits morgens um 6 Uhr vorsichtig rückwärts aus dem Werftgelände gezogen und dann vor dem engen Stör-Sperrwerk in Fahrtrichtung gedreht, bevor es das Sperrwerk passiert und auf die Elbe gelangt.

Start in Wewelsfleth morgens um 6 Uhr

An Glückstadt wird die „Peking“ um 7.15 Uhr vorbeigeschleppt, an Krautsand um 7.30 Uhr, in Bützfleth um 09.15 Uhr und an Stader Sand um 09.30 Uhr. Danach liegt sie bis 15.30 Uhr auf Reede, um wegen des Niedrigwassers nicht zu früh die Einfahrt in den Hamburger Hafen zu blockieren. Dann geht es weiter Richtung Blankenese, wo das Schiff gegen 17 Uhr den Fähranleger Op’n Bulln passieren wird.

17 Uhr Höhe Blankenese

Besonders gut hat man einen Blick auf das Schiff vom Biergarten des Süllberg aus, von der Aussichtsplattform am Bismarckstein, vom gesamten Ufer entlang des Strandweges, von der Terrasse des schwimmenden Clubgebäudes des Blankeneser Segel-Clubs, von der Mole rund um den Jollenhafen am Mühlenberg, von der Terrasse des Seglevereins Mühlenberger Segel-Club und von der Aussichtsplattform im Hirschpark. In den Gastronomien beider Segelvereine sind auch Nicht-Mitglieder herzlich willkommen. Rund eine Viertelstunde später, um 17.15 Uhr, freuen sie die Besucher der Linden Terrasse des Hotel Jacob in Nienstedten über den Anblick des stolzen Schiffes mit der bewegten Vergangenheit. Einen detaillierten Plan über die einzelnen Stationen des Schiffes entlang der Elbe bis in den Hafen gibt es hier.

Livestream vom NDR

Gegen 19 Uhr wird das Schiff im Afrikahöft ein weiteres Mal gedreht, bevor es am Kai des Hafenmuseums Hamburg fest macht. Die gesamte vorerst letzte Reise der „Peking“ wird vom NDR in einem Livestream übertragen. Die Geschichte der „Peking“ und ihre aufwändige Restaurierung wird sehr anschaulich mit vielen Bildern und Videos bei hamburg.de erzählt.

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