Blankenese im Gespräch

Vorhin Vorbeigerauscht: „Chem Sirius“ 🇱🇷

Revierfahrt auf der Elbe: Chem Sirius / Foto: © waw 2020

Der Öl- und Chemietanker Chem Sirius hat seinen Namen bereits mehrfach geändert: Getauft wurde er 2011 als Lady Kiho. Der Name hielt sich nicht einmal ein Jahr und lautete dann bis 2015 Valorous Queen. Seitdem trägt das rund 150 Meter lange Schiff seinen nicht ganz so königlichen Namen.

Gemanagt wird die Chem Sirius von der Reederei Ace Tankers in Amsterdam mit Niederlassungen in Singapur, Budapest und Istanbul. Die 2008 gegründete Firma ist Eigner, Betreiber und Manager einer Flotte von 40 Tankschiffen. Die werden in der Transatlantik- sowie in der Europa-Asien-Fahrt eingesetzt.

Das Schiff fährt unter der Flagge von Liberia🇱🇷. Infolgedessen ist sein Heimathafen dessen Hauptstadt Monrovia. Die Billigflagge ermöglicht unter anderem die Anstellung günstig bezahlter Seeleute. Die Chem Sirius verfügt über eine Tragfähigkeit von 19.986 t DWT.

Kein Seemannsgarn

Als nette Begebenheit aus der Geschichte der Chem Sirius ist zu erwähnen, dass der damalige Kapitän des Frachters, Danel Ju, am Neujahrstag 2017 in Montreal den „Handstock mit Goldknauf“ gewonnen hat. Die begehrte Auszeichnung wird seit 1840 an das Seeschiff verliehen, das nach dem Jahreswechsel als erstes über den St.-Lawrence-Strom die zweitgrößte kanadische Hafenstadt erreicht. Die Sitte erinnert an die Segelschiffzeit, als im Winter schwer bezwingbares Eis die Stadt Montreal monatelang von der Außenwelt abschnitt.

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