Baugenehmigung für Brachfläche in der Bahnhofstraße

Seit vor über zehn Jahren das Gebäude, in dem sich bis 2008 im Erdgeschoss ein gut frequentierter Spar-Supermarkt befand, abgerissen wurde, hat sich die Natur das Grundstück am Anfang der Blankeneser Bahnhofstraße zurückerobert. Nun wurde die Baugenehmigung für einen Neubau erteilt, der Baubeginn ist für Herbst 2023 geplant

So sieht der geplante Neubau von der Blankeneser Bahnhofstraße aus © Martin Hecht

Biegt man rechts von der Elbchaussee in die belebte Blankeneser Bahnhofstraße ab, passiert man direkt zur Linken ein verwildertes Grundstück. Eine ungenutzte, brachliegende Fläche, von einem Bauzaun umgeben, hinter dem dichtes Grün sprießt. Bereits vor elf Jahren wurde das bisherige alte Gebäude abgerissen, seitdem ist auf dem Grundstück nichts passiert. Außer, dass sich die Natur Stück für Stück die Fläche zurückerobert hat. Stockrosen stecken ihre Blüten durch den Bauzaun, durch den sich noch Reste eine gefliesten Bodens erahnen lassen.

Nun geht es aber voran mit der geplanten Neubebauung, sagt Oliver Quint, Eigentümer des Grundstückes. Mit der Zustimmung aller drei in der Altonaer Bezirksversammlung vertretenen Fraktionen (SPD, CDU, Grüne) wurde die Baugenehmigung für die eingereichten Pläne eines dreigeschossigen Neubaus erteilt. Nach den Plänen hat der Neubau eine verputzte Fassade und unterteilte Fensterflächen, so dass sich das Gebäude optisch den alten Häusern der Bahnhofstraße anpasst. Im Erdgeschoss sind zwei Einzelhandelsfläche vorgesehen. „Hier kann ich mir sehr gut ein Gastronomieangebot vorstellen“, sagt Oliver Quint. Entsprechend dem geltenden Bebauungsplan Blankenese 6 ist das Haus rein gewerblich ausgewiesen.

Im Zuge des Neubaus wird auch die Baulücke zwischen dem Neubau an der Bahnhofstraße und dem ersten Haus am Hohen Weg geschlossen. So entsteht ein einheitliches Bild, dass den dörflichen Charme der kleinen Straße, die den Beginn des Treppenviertels markiert, unterstreicht.

„Wir haben nun erst einmal die Baugenehmigung, nun geht es an die Erstellung der Statik und dann plane ich Ende des Jahres die einzelnen Gewerke auszuschreiben“, sagt Oliver Quint.

Auf dieser zugewachsenen Fläche sollen ab Herbst 2023 die Bauarbeiten für den dreigeschossigen Neubau starten © blankenese.de

Entworfen wurde der nun genehmigte Neubau von Architekt Martin Hecht, der sein Büro ebenfalls in der Blankeneser Bahnhofstraße hat und mit den Gegebenheiten vor Ort bestens vertraut ist. Aus seiner Feder stammen auch die Pläne für eine Bebauung der Fläche zwischen Auguste-Baur-Straße und Blankeneser Bahnhofstraße. Ob dort, wie geplant, ein Neubau mit einem Supermarkt im Parterre entsteht (blankenese.de berichtete) ist derzeit unsicher. „Einige wenige Anwohner haben gegen den Bauvorbescheid, in dem auch die Errichtung eines Supermarktes geplant ist, Widerspruch eingelegt“, sagt Oliver Quint. „Noch hat das Rechtsamt in dieser Angelegenheit nicht entschieden.“

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